Welche Kopfhörer fürs Recording?

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
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Willst Du mir erzählen, das es am geschlossenen Kopfhörer liegt, das er so basslasstig ist?
JAIN - das liegt eher an dem, was der Hersteller daraus macht. Und der 770er ist als zu Basslastig fürs Monitoring allgemein tatsächlich verschrieen. Taugt eher zum Musik-hören als für sowas.
Aber es gibt tatsächlich typische Klangunterschiede zwischen der offenen, halboffenen und geschlossenen Bauweise bei Kopfhörern. Findest du alles im Link von meinem Post.
 

Hörlili

Katharina Koschel
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Moin Moin,

ich habe mich gerade ein bisschen durch den Thread gelesen, denn ich suche aktuell auch Kopfhörer. Um ehrlich zu sein war ich bis jetzt ziemlich ignorant, was die die Soundqualität angeht. Die Feinheiten fallen mir beim Selberhören überhaupt gar nicht auf - die Qualität ist mir ziemlich wurscht .. ;). Deswegen reichten mir bis jetzt auch die Monitorlautsprecher oder Ipad-Kopfhörer völlig aus. Und Fledermausohren habe ich schon gar nicht (ich glaube das liegt auch an meinem Beruf - ich glaube die würden mir als Lehrerin nach einem vollen Schultag auch ganz schön weh tun ;) )
Aber nun versuche ich mich gerade ein bisschen ins Cutten reinzufuchsen und dann probiere ich aus wie das so geht mit Komprimieren und Normalisieren und sehe wie sich die Kurven verändern und ich höre - NICHTS. Keinen Unterschied. Wenn ich also das Ding nur für mich schneiden würde, wäre es also egal! 🤣 Aber man will ja, dass das sich vielleicht auch empfindlichere Leute anhören können ...lange Rede, kurzer Sinn ... nun brauche ich wohl auch mal bessere Kopfhörer, aber so RICHTIG gute wären echt Perlen vor die Säue...
Ich bin ja ein Fan von gebrauchten Dingen und nun habe ich das hier gefunden. Was meint Ihr, kann ich das versuchen?


Danke und liebe Grüße
Katha
 

Ellerbrok

Hoer-Stalker
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Hi,
ich habe den DT770 in der 80 Ohm Variante. Ein Toller Kopfhörer, ABER ich muss meinen Kopfhörerausgang schon sehr laut aufdrehen, damit ich im Kopfhörer eine brauchbare Lautstärke habe. Die 250Ohm Variante braucht noch mehr Dampf. Also, sofern du keinen extrem leistungsfähigen Kopfhörerverstärker hast, wirst du, meiner Meinung nach, mit dieser Variante des DT770 nicht glücklich. Leider.

Wenn es ums Geld geht: Ich verwende auch viel diese hier: Superlux HD-681 B

Gruß,
Marcel
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Hi Katha,

das ist ein guter Kopfhörer (ich habe ihn selber ;) ). Allerdings, ok, wie Marcel gerade schreibt, brauchst du für die 250 Ohm-Variante einen kräftigen Kopfhörer-Verstärker. Da bin ich bei mir auch an meinen Grenzen.

Dieser geschlossene Kopfhörer ist vom System her sehr gut zum Aufnehmen geeignet, da er Geräusche von außen und nach außen verhältnismäßig gut reduziert/abschirmt. Zum Mixen wäre allerdings ein offener oder halboffener besser geeignet.
Für 50,-€ kann man da prinzipiell gleich zuschlagen, aber wie Marcel sagt wirst du mit der 250 Ohm - Version wohl nicht glücklich.
Wo worst du ihn denn anschließen? Am Interface? Am iPhone kann ich getrost volle Lautstärke fahren und bin dann eher im gemütlichen Lautstärkebereich.

Schöne Grüße
Mario
 

Hörlili

Katharina Koschel
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Moin, vorangig würde ich ihn direkt an den Rechner anschließen wollen oder zum Monitoring (das heißt doch so? ;) ) beim Aufnehmen mit dem IPad. Aber der Rechner ist wahrscheinlich kein besonders guter Verstärker, oder?
LG Katha
 

Comewhatmay

Well-known member
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Ich habe die 80 Ohm Version an meinem Interface - klappt gut. Alles was darüber ist, wird dir nur sehr wenig Lautstärke entgegen bringen ohne Verstärker.
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Probier es doch mit so einem aus, z.B.: 🎧 AKG K-240 Studio

Nur als Idee, ich kenne ihn nicht, aber der wird laut genug sein und kostet nicht die Welt. Wenn du noch sparsamer ausprobieren möchtest schau dir die Superlux-Kopfhörer an, extrem günstig und dafür gar nicht mal schlecht. Beim Aufnehmen ist allerdings geschlossen besser wegen der Abschirmung.
 

Ani

Die Frau im Schrank :D
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Oh, ich hatte hier ja das Endresultat gar nicht reingeschrieben O.O Ich bin übrigens bei den Beyerdynamic gelandet! Die einzigen, die mich in Punkto Sound UND Bequemlichkeit überzeugen konnten.
Leider aus Unwissenheit die hohe Ohm Variante genommen, aber mein BigKnob hat den passenden Kopfhörerverstärker parat. Nur als ich die mal am Tablet angeschlossen habe, hab ich mich gewundert, da gabs nämlich nix zu hören ;)
Mittlerweile sind auch noch die AKG371 bei mir eingezogen, die nutze ich aber eher zum Hören anstatt während des Recordings. Sind auch eine meiner Standard-Wahlen beim Abhören auf mehreren Geräten/Kopfhörern.
 

Feenstaubtrulla

Sabrina Letzner
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Oh, cool!

Habe überhaupt keine Kopfhörer, höre alle meine Aufnahmen mit den Laptop Boxen gegen. Ganz ehrlich, durch die Boxen klingt jede Aufnahme als hätte ich am Bahnhof aufgenommen.

schön zu wissen, dass ich keine Millionen Euro für die Kopfhörer ausgeben muss
 

Marco

Administrator
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Ich selber höre noch immer mit den Superlux HD 668B, 56 Ohm. Er verhält sich ziemlich neutral. Wer starke Bässe mag, der wird hier enttäuscht sein.
Allerdings höre ich damit den vorhandenen Raumhall sehr gut. Auch Zischen und Plopser hört man sehr gut heraus. Rumpelgeräusche sind da schon etwas schwieriger zu hören, wegen wenig Bass.
Es ist ein halboffener Kopfhörer. Man hört also auch noch seine Umgebung. Also zum Gegenhören bedarf es scho einer ruhigen Umgebung.
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
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Ich benutze den AKG K371 und bin damit 100% zufrieden. Eine absolut klare Klangtreue, da kann sich nichts vor dir verstecken. Hat natürlich keinen Rums-Bums Bass, aber ich mag auch Musik mit ausgewogenem Klangbild.

Info für Neulinge: wieviel Ohm ein Kopfhörer hat, sagt nichts darüber aus, wie gut er klingt oder wie professionell er wäre. Wenn es verschiedene Varianten gibt, dann nehmt die, die zu eurer Kopfhörer-Endstufe passt. Ich höre meist am PC, Notebook, auch mal Handy, da passen die 32 Ohm vom AKG ganz gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hörlili

Katharina Koschel
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Schon mal vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten! Ich schreibe Euch mal, wofür ich mich entschieden habe! Es ist wirklich toll, wie schnell man bei uns immer Antworten bekommt! 😘
LG Katha
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Ich benutze den AKG K371 und bin damit 100% zufrieden. Eine absolut klare Klangtreue, da kann sich nichts vor dir verstecken. Hat natürlich keinen Rums-Bums Bass, aber ich mag auch Musik mit ausgewogenem Klangbild.

Info für Neulinge: wieviel Ohm ein Kopfhörer hat, sagt nichts darüber aus, wie gut er klingt oder wie professionell er wäre. Wenn es verschiedene Varianten gibt, dann nehmt die, die zu eurer Kopfhörer-Endstufe passt. Ich höre meist am PC, Notebook, auch mal Handy, da passen die 32 Ohm vom AKG ganz gut.
Ich behaupte das mag nur eventuell stimmen. Soweit ich weiß, soll ein Kopfhörer mit höherer Impedanz (letztendlich also die der Lautsprecher) einen lineareren Frequenzgang haben. Das war der Grund für meine 250-Ohm-Entscheidung. Ich habe aber leider keine Vergleichserfahrung, daher ist das erstmal reine Theorie. Und trotz der „Linearität“ finde ich auch den DT770 etwas spitz in den Höhen/Hochmitten. Aber die Velourpolster sind dafür ein Träumchen.
 

Ellerbrok

Hoer-Stalker
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soll ein Kopfhörer mit höherer Impedanz (letztendlich also die der Lautsprecher) einen lineareren Frequenzgang haben.
Ich stell mir bei sowas immer die Frage, ob man das WIRKLICH wahrnimmt und es dann auch noch einen entscheidenden Unterschied ausmacht. ... So ähnlich wie bei den sauerstoffarmen Echtgoldkabeln mit denen es ja auch gleich viiiel besser klingen SOLL. Ich vermute, dass viel von dem Effekt psychologischer Natur ist. :rolleyes:
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Für mich gibt es bei Kopfhörern zwei wichtige Kriterien: Klang(treue) und Tragekomfort.
Je nach Anforderung kommen die entsprechenden Kopfhörer zum Einsatz und deswegen gibt es auch so viele davon ;-)

Ich beteilige mich nicht an "mein Kopfhörer ist aber viel mehr besser als wie Deiner". Doch es gibt Gründe, warum ich zwei Kopfhörer einsetze.
Zum einen natürlich der Einsatzzweck. Meinen "Alltags-Kopfhörer" setze ich .... im Alltag ein. Das heißt bei Video-Konferenzen (Discord u.ä.), zum "Nebenbei-Musik-Hören" und wenn ich "nur" schneide.
Sobald es an die Beurteilung von Klang im weitesten Sinne geht, kommt mein "Flagschiff" zum Einsatz.
Der legt sich schon mal ganz anders auf die Rübe und ich halte es darunter auch ein paar Stunden am Stück aus. Da wäre ich bei meinem Alltags-Kopfhörer schon aus dem Fenster gehüpft, auch wenn er recht bequem ist.

Die Impendanz ist eine komplizierte (und komplexe ;) ) Sache und auch wenn sie in Ohm angeben wird, was ihre wesentlichste Größe ist und da die meisten Leute nichts mit Z oder komplexen Widerständen anfangen können, ist das schon mal ein guter Wert zur Orientierung.

Als GANZ grobe Daumenregel mag man es gelten lassen, daß je geringer die Zahl vor den "Ohm" ist, desto lauter ist der Kopfhörer.
Aber ist das für einen Einsatz in der Sprecher*innenkabine erforderlich? Ich denke nein.
Es ist gefährlich, wenn die Kopfhörer zu laut sind, zum einen weil das Gehör schneller ermüdet und damit die Konzentration nachlässt und wenn irgendetwas schiefgeht und ein Knacken entsteht, ist das einfach höllelaut und das direkt am Ohr ... kein wirklich guter Plan. ;)
Außerdem beeinträchtigt zu langes, zu lautes Abhören auf längere Sicht die Hörfähigkeit, davon mal abgesehen, daß sie mit zunehmendem Alter naturgegeben nachläßt. Meine Regel ist: "So laut wie nötig und so leise wie möglich!"

(Nur wenn ich eine PA einer Rock-Band fahre gelten andere Regeln: "Laut ist erst, wenn das T-Shirt des Sound-Engenieers am Mischpult im Takt flattert" und "Leise kann man auch Zuhause hören" "Wenn die roten Lampen an den Verstärkern angehen, ist alles gut" :D :D :D :D :D :D :D :D :D )

Das Kopfhörer mit niedrigen Impendanzen weniger gut klingen oder einen nicht so linearen Frequenzverlauf haben ist zwar eine interessante Theorie aber nicht korrekt. Als Beispiel seien hier mal ein paar sehr hochwertige Kopfhörer mit geringer Impedanz genannt: AKG K872, Fostex TH-900 Mk2. Und die klingen vielleicht etwas anders als ein Sennheiser HD 820 mit 300 Ohm, aber bei Leibe nicht schlechter oder besser. Also, irgendetwas stimmt mit dieser Theorie nicht so ganz. ;)
Denn es kommt nicht nur auf die Ohms an, sondern auf noch einige andere Werte, wie z.B.: die Feldstärke der Magneten um die die Spulen (die den Ohmwert erzeugen) gewickelt hin und her saußen und den Schall erzeugen, den man hören kann. ;-) ... und noch das ein oder andere Detail, aber das würde jetzt zu weit führen.

Zurück zum Kopfhörer in der Sprecher*innenkabine.
Hier ist das letzte Mü Klang nicht von entscheidender Bedeutung, sondern sicherlich der Tragekomfort im Vordergrund. Dann sollte er sicher sitzen, daß er nicht bei der nächsten Kopfdrehung von selbigen rutscht und ein nicht klapperndes Kabel haben.
Der Klang sollte so einigermaßen authentisch sein und das reicht völlig aus.
Wenn jemand die Kopfhörer auch noch zum Schneiden und/oder Mischen verwenden möchte, dann sollte man sich die Mühe machen und ein paar Modelle ausprobieren. Da gibt es wirklich KRASSE Unterschiede.
Zum Aussuchen empfehle ich ein Musikstück, daß Ihr wirklich (!) gut kennt, eine "Referenz-Sprachaufnahme" und ein gutes Hörspiel. Und nehmt Euch nicht zuviel für einen Tag vor. Das ist ähnlich wie Parfüm kaufen.

Damit kommen wir zur Budgetfrage.
Wenn Ihr einen Kopfhörer gefunden habt, der für Eure Ohren gut klingt, dann kauft ihn! - Selbst wenn er über Eurem geplanten Budget liegt.
Wenn gerade nicht genügend Budget verfügbar ist, dann füttert das Sparschwein und kommt später wieder.
Ihr werdet ansonsten mehrere Kopfhörer kaufen und dann doch wieder bei dem zuerst ausgesuchten landen.
Ich habe beim Musicstore (Prof-Rec) vielen Ton-Schaffenden Geräte verkauft und diese Regel hat (bis auf sehr wenige Ausnahmen) immer gestimmt.
Wenn Ihr in der misslichen Lage seid, jetzt ganz schnell einen neuen Kopfhörer zu brauchen und der gewünschte liegt oberhalb des Budgets, dann empfehle ich die "Zwei-Kopfhörer-Lösung" mit der ich seit Langem sehr gut zurecht komme.
Und ja, für mein "Flagschiff" habe ich längere Zeit fleißig mein Sparschwein gemästet :D .. und damit höre ich heute den Raumhall bis ich sein Tod bin. :D
 

7klang

Musikus (semiprof.)/ Komponist/ MusikFX
Ich nutze zum Komponieren und Mischen auch zwei verschieden Kopfhörer. Einen "offenen", um klarer die Räumlichkeit im Mix zu hören und einen "geschlossenen" für Streaming und so. Zum checken beim Mastern nutze ich mittlerweile einen guten Neumann Kopfhörer, der geschlossen ist und in Verbindung mit dem Sonarworx Referenz 4 Plugin seine Dienste hervorragend tut.
Zur Impedanz: ich habe ein Steinberg UR44 Audiointerface und mit dem geschlossenen Behringer mit 250 Ohm kann ich mich über fehlende Lautstärke nicht beklagen. Man kann HÖREN auch lernen ;-)
Den AKG 240 Studio für ca. 50 Euronen hatte ich auch schon. Das ist ein bequemer, alltagstauglicher Kopfhörer, zum Musikhören am Handy allerdings leicht zu leise. Aber am PC tut er seine Dienste, wenn mann nicht die allergrößten Anforderungen stellt.
 
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Hörlili

Katharina Koschel
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Moin, ich glaube ich probiere es jetzt mal mit dem

Ich habe leider ja nur sehr wenig Ahnung und kann jetzt im Lockdown nirgendwo hingehen, um Kopfhörer auszuprobieren. Der wird jetzt der erste und ich gucke einfach mal, wie ich damit zurecht komme! Der Preis ist ja wirklich zu wuppen und sollte ich wider Erwarten doch noch Richtung Fledermaus mutieren, könnte er dann, wie Ihr schön schreibt der Zweitkopfhörer werden! ;)

Dann gehe ich ich mal "zur Kasse" ;)
LG Katha
 

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