• Ypern

Hier spreche ich ein, oder mein Studio

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
[...]
3. Durch das Fenster kommen jede Menge Stör Geräusche rein (das nebenan gebaut wird macht es nicht besser.) Jetzt habe ich bei Amazon Absorpic Akustibilder gesehen und wollte fragen ob irgendein User hier Erfahrung mit diesen Dingern hat, bzw. ob es sich lohnt diese am Fenster an zu bringen. Für Alternativen bin ich natürlich auch offen.

Vielen Dank schon mal im Voraus! :D

Als Erstes solltest Du mal die Dichtigkeit Deiner Fensterdichtungen überprüfen. Blatt Papier einklemmen und wenn Du es nur schwer bis fast gar nicht herausziehen kannst, ist alles im grünen Bereich. Rundherum gemacht, versteht sich.
Wenn dann immer noch tiefe Frequenzen durch kommen hilft nur VIEL. Viel Masse! ;-)
Tiefe Töne haben eine hohe Energie, die man "vernichten", also in Wärme verwandeln muß. Man nennt das auch schlicht dämmen.

Mehrere Lagen aus Trittschalldämmatten und USB Bodenplatten sollten das Schlimmste aus der Ankopplung an den Boden heraus nehmen. Gerne genommen auch die Gummimatten, die man unter Waschmaschinen packt. Wenn Du Teile davon unter die Tischbeine packst, wird es bestimmt schon besser.
Reicht das nicht, muß am Fenster gedämmt werden. Vor das Fenster kann man alte Bettbezüge mit Stein- oder Glaswolle gefüllt, pressdicht stellen. (Lieber einen Bezug mehr als einen weniger! Die Fasern sind nicht nur nicht angenehm, sondern auch nicht so 100% gesund ;-) )
Und last, but not least: Ein Hochpassfilter, auch bekannt als "Trittschallfilter". Jedes bessere Mikro hat einen, an vielen Mischpulten findet sich einer und in eigentlich jeder DAW-Software auch.
Man kann versuchen alle Möglichkeiten hintereinander zu nutzen, sprich einzuschalten.

Das sollte die störenden tiefen Frequenzen genügend reduzieren. - Am besten, testen!
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
... und diesen Screen hinter dem Mikro kannst Du wegnehmen. Der macht es nur schlimmer als besser. Du hast da soooooooooooo viel Dämmaterieal, da ist dieser Screen überflüssig. Er macht Dir eher ein paar Kammfilter-Effekte in die Aufnahme.
Deine Absorber-Wände können viel mehr.
Da würde ich lieber in ein, zwei dicke Teppiche für den Boden investieren. Das reduziert den Trittschall und reduziert die Reflektionen.
Der Noppenschaumstoff oben ist okay, solange er schwerentflammbar ist. ;-)

Probier auch mal wie es sich verhält, wenn Du die Elemente mit einem kleinen (!) Luftspalt zu einander als Trapez aufstellst.
 
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Sound Spell

Well-known member
Sprechprobe
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So, hier ist es jetzt. Meine vorerst letzte Aufnahme Kabine. Größtenteils gebaut nach der Anleitung von Manuel Schmitt (Link: Artikel: DIY Sprecherkabine).

Kleine Änderungen sind noch möglich, aber auf große Sachen habe ich erst mal schlicht und ergreifend keinen Bock mehr.

Kabine von außen:




Kabine von innen:




Drei Holzgerüste, ausgefüllt mit Basotect und überzogen mit günstigen Bettdecken Bezügen. Als Kabinendecke und (wie passend) Vorhang nach hinten nehme ich Stairville Curtain.

War ne schwere Geburt, aber die ersten Sprachproben klangen für mein ungeschultes Ohr nicht schlecht. Morgen oder Übermorgen kommen richtige Proben hier ins Forum. :)
 
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Dominic

Well-known member
Sprechprobe
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So Leute, ich will nun auch mal ein Bild von meiner Aufnahmekabine präsentieren, es fehlt noch etwas Licht und eine Ablage für Texte.
Das Mic, steht mittlerweile auch auf einem Teppich.

 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
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Meine Güte, was ihr alles an Aufwand betreibt. Finde ich großartig. Ich habe hier bei mir leider überhaupt keinen Platz dazu.
Da fällt mir ein, das ich immer noch die Telefonzelle von vor 10 Jahren habe, die ich kurz von meinem Unfall hier im Forum bekommen habe. Vielleicht kann jemand so etwas gebrauchen?

Liebe Grüße »Searge«
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
Sprechprobe
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Hallo liebe Hoer-Talker,

nachdem ich vor gut einer Woche eine erste Aufnahme in meinem Raum gemacht habe, aber diese noch zu viel Hall enthielt, habe ich das Konzept für meine Dämpfung nochmal neu überdacht. Bedingung war, dass sich alles möglichst leicht auf- und abbauen lässt, denn unser Büro ist nicht so groß und wird sonst auch noch für normales Arbeiten benötigt (Homeoffice...).

Hier erstmal, wie es normalerweise aussieht:


Immerhin liegt schon ein Teppich drin :)
Die Raumecke mit der Tür habe ich ein wenig zugehangen:


Ich habe mir wegen der Richtung der Schallreflexion überlegt, dass ich mich besser vom Monitor wegdrehe und in Richtung Dachschräge spreche. Ich brauchte also etwas mehr oder weniger maßgeschneidertes, um diesen Bereich zu dämpfen.
Ich habe mir für ca. 15 € je Stück drei Schalldämpfer-Böcke gebaut, die sich leicht ein- und ausklappen sowie tragen lassen.
Material ist
- Akustik-Noppenschaum bei Obi
- Arbeitsbock bei Obi
Einfach aufeinander tackern. Die sehen dann so aus:




Was ich eh rumstehen hatte, sind vier solcher praktischen Sitzkisten mit Stauraum für Bettzeug:



Für hinten habe ich mir eine fahrbare Rückwand aus einem mit Decken behangenen Kleiderständer überlegt.
Material:
- Kleiderständer bei Amazon
- Decken bei Amazon
- Stoff für Überzug bei Amazon
Je zwei Decken oben vernähen und drüber hängen, insgesamt vier. Dann den Überzug am Rand vernähen und drüber stülpen. Das sieht dann so aus:



Als erstes wird der Schreibtisch "bedeckt" und in die Ecke stelle ich als Bassfalle noch eine alte Schaumstoffrolle.


Dann die Front aus zwei Kisten + Dämpfer



Als nächstes die Seitenwand:


Schließlich die Rück- und zweite Seitenwand (als "Tür"):


Fertig :)

Jetzt bin ich gespannt, wie es klingen wird. Am Wochenende werde ich meine Sprechprobe aufnehmen.

Viele Grüße,
Dolax
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Das sieht doch schon sehr (!) viel besser aus. Jetzt sollte Ruhe um Dich herum sein und nix mehr Raumhall :)

Wenn es sich einrichten ließe, ware ich sehr gespannt auf eine Aufnahme "mit ohne" dem Schirm direkt hinter dem Mikro!
Ich würde die These wagen, daß es noch besser "klingen" wird.

Nahezu genial finde ich die Idee mit dem Schaumstoff über den Sägeböcken auf den Kissenkisten :D Da muß der Schall durch quasi 4 Dämpfungen und es würde mich sehr überraschen, wenn da noch etwas zu hören sein sollte.

Ich bin mal sehr gespannt auf die neuen Probeaufnahmen.
Das wird bestimmt ein ganz großer Schritt nach vorne! Tontechnisch, meine ich ;)
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
Sprechprobe
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Wenn es sich einrichten ließe, ware ich sehr gespannt auf eine Aufnahme "mit ohne" dem Schirm direkt hinter dem Mikro!
Ich würde die These wagen, daß es noch besser "klingen" wird.
Das kann ich gern mal probieren. Am besten hörst du erst noch in den aktuellen Test bei Sprechprobe rein, dann kann ich das mit ggfs. weiteren Anmerkungen direkt alles nochmal optimieren.

Edit: erledigt. Ob's besser mit oder ohne klingt - keine Ahnung. Zumindest ich höre da nicht viel Unterschied ;)
 
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Fastfoodhamster

Wanderer zwischen den Welten
Hey ho!
Hier ist mein Zombie-Ganzraum-Studio. Ich bin mal gespoannt ob ich damit die Freigabe bekomme. :D





Präzision in allen Ecken!


Und sehr dekorativ... Ich hab mich aber schon dran gewöhnt.


 

Karu

Weltraum-Crew
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Meine Güte, was ihr alles an Aufwand betreibt. Finde ich großartig. Ich habe hier bei mir leider überhaupt keinen Platz dazu.
Da fällt mir ein, das ich immer noch die Telefonzelle von vor 10 Jahren habe, die ich kurz von meinem Unfall hier im Forum bekommen habe. Vielleicht kann jemand so etwas gebrauchen?

Liebe Grüße »Searge«

Telefonzelle? Das klingt aber cool
:D
Zeig maaaaaaaal!!!!!
Habe ich auch ne Zeit lang mal nach geschaut und überlegt ob sowas als Sprechkabine taugt
:grimacing:
 

Comewhatmay

Well-known member
Sprechprobe
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Telefonzelle? Das klingt aber cool
:D
Zeig maaaaaaaal!!!!!
Habe ich auch ne Zeit lang mal nach geschaut und überlegt ob sowas als Sprechkabine taugt
:grimacing:
Taugt definitiv. Wenn du ne gute Kabine willst, kannst du dich auch einfach ins Auto setzen. Top Sound! Kenne einige Kollegen, die ihre Aufnahmen im Urlaub so erledigen :).
 

Comewhatmay

Well-known member
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Gerade vom Booth Junkie die neue Folge geschaut.
Dort wird ein portables Mini-Studio getestet.

Hier zu erwerben: Tri-BoothTri-Booth (STANDARD height)

Ähnliches kann man sich aus dem Baumarkt für ca. 150€ - 200€ selbst nachbauen. Die wollen dafür tatsächlich 1500$. :D
Das sind ja nur ein paar PVC-Rohre mit Verbindungsstücken und einem Dünnen Tuch.

 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
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Ähnliches kann man sich aus dem Baumarkt für ca. 150€ - 200€ selbst nachbauen.
Ja, das hatten wir ja auch schon - ich hatte es letztes Jahr mal zusammen gefasst in einem eigenen Thread (ist nicht mein Aufbau, entsprechend etwas unpassend als eigener Beitrag) als Möglichkeit querverlinkt:

PVC Vocal Booth (Sprechkabine)

Solche Mobilen Kabinen findest du übrigens auch bei deutschen Herstellern für Sprech- & Gesangskabinen, die Preise sind etwa die gleichen, und die Gestelle bestehen oft aus Dünneren Alu-Rohren oder Fieberglas-Stangen, statt PVC (typisches Zelttgestänge). Ungewöhnlich die Dreieckige Form, seh ich auch zum ersten mal (in der Regel kommen diese Dinger in Quadratisch oder Rechteckiger Form) - aber OK, verhindert den Rest stehender Wellen in dem Aufbau und reflektiert auch außen Asymetrich zu symetrischen Wänden (dazu gleich mehr), das macht durchaus Sinn.

und einem Dünnen Tuch.
Das mit den dünnen Tüchern würde ich nicht zu laut sagen. Mike sagt es selbst, das sind Akkustik Vorhänge mit entsprechendem Gewicht. Die werden in der Regel Mehrlagig hergestellt, verschiedenen Stoffe und mit einer dichte von 600 oder 900 g/qm aufwärts. Die kosten und wiegen auch einiges (über das Gewicht äußert sich Mike ja auch). Das dürfte den Löwenanteil des Preises ausmachen - als Referenzbeispiel für solche Kosten wirf mal einen Blick auf die Preise von zum Beispiel (jetzt nur mal auf die schnelle gepickt, das sind nicht die dort verwendete Vorhangart, aber auch keine Bühnen-Molton Vorhänge) - da wird dir hoffentlich ganz anders:
Akustikvorhang ISO | HOFA-Akustik
Lärm und Schallschutz

Und wenn du genau hinschaust wirst du allein von der Verarbeitung etwas mehr sehen, als nur "dünnes Tuch": Die Außenseite mag Stoff sein, schaut mir aber etwas glätter aus und reflektiert sicher auch einen Teil von allem, was drauffällt. Innen ist eine ZickZakc vernächte Auflage, ähnlich wie bei Stepp-Westen. Die Stappel, die Mike da aus der Tasche holt, schauen mir jetzt auch nicht wirklich "dünn" aus.

Gut, das jetzt dazu ohne dir jetzt vor's Schienbein treten zu wollen. Nur diese schlacksige naiv wirkende Aussage konnte ich einfach nicht so stehen lassen. ;) :)

Ich mag Mikes Kanal, allein seine Kniffe für VO, Booth-Aufbau und Reaper sind sehenswert, genau wie seine Technik-Bewertungen für (vor allem) Mikrofone, Kopfhörer und was weiß ich nicht alles. (Es finden sich auch vernichtende Tests dort für Mic-Screen, Schallabsorbierende Bälle und dergleichen - er geht damit recht ehrlich um).

Das Non-Plus-Ultra sind diese Aufbauten auch nicht. Aber in erster Line sollen sie den Raumeigenklang dämpfen, das tun sie (deutlich hörbar - auch wenn sein DIY Kellerstudio um einiges besser klingt, genau wie sein alter eigens noch etwas aufbearbeiteter Whisper Room - aber auch das erwähnt er ja, da er noch zusätzlich ein wenig mehr EQ für Klanganpassung machen müßte, um das für sich zu Optimieren). Innerhalb einer belebten Umgebung außerhalb seines Wohnzimmers wird das "belebte" natürlich trotzdem durch klingen. Für den mobilen Einsatz in Hotelzimmern oder im heimischen Wohnzimmer find ich die Lösung jetzt nicht so schlecht, halt nur recht kostspielig. Die Ausstattung mit dem USB Hub, der Mic-Aufhängung, LED Lampe und dem Metalltischchen als Ablage und/oder Dokumentenhalter ist auch durchdacht (auch wenn ich nicht glaube, das die Mic-Aufhängung im PVD Rohr ewig halten wird, und schwere Mics wird das Ding auch nicht tragen). Findet sich auch nicht immer bei vergleichbaren Angeboten diverser Hersteller.

Bedenklich finde ich IMHO eher die Innenraum-Größe. Das Teil ist ca. 1,82 bis 1,85m hoch (wenn ich die 6 Fuss Angabe in etwa richtig schätze) - und der Platz zum stehen in dem Dreieck ist auch begrenzt. Da würde ich mit meinen 1,78m plus entsprechender Schulterbreite ein "büschen" Platzangst bekommen. Groß bewegen ist in dem kleinen Ding da für mich nicht mehr - also eher was für schlanke und von meiner Sicht aus gesehen, kleinere Leute geeignet (und ja, man steht nicht völlig bewegungslos mit am Körper gepressten Armen vor dem Mic, ganz im Gegenteil) :D
 
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Comewhatmay

Well-known member
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Das mit den dünnen Tüchern würde ich nicht zu laut sagen. Mike sagt es selbst, das sind Akkustik Vorhänge mit entsprechendem Gewicht. Die werden in der Regel Mehrlagig hergestellt, verschiedeen Stoffe und mit einer dichte von 600 oder 900 g/qm aufwärts. Die kosten und wiegen auch einiges. Das dürfte den Löwenanteil des Peeises ausmachen - als Referenzbeispiel für solche Kosten wirf mal einen Blick auf die Preise von zum Beispiel (jetzt nur mal auf die schnelle gepickt, das sind nicht die dort verwendete Vorhangart, aber auch keine Bühnen-Molton Vorhänge) - da wird dir hoffentlich ganz anders:

Die sehen nicht danach aus. Ich habe in meiner Kabine einen Akustikvorhang aus Molton vom Fachmarkt und an der Wand der Kabine einen Akustikvorhang von Amazon (https://www.amazon.com/Audimute-Sound-Absorption-Sheet-Soundproofing/dp/B07ZQN747S?th=1), der sieht schwerer aus, um einiges. Das Zeug im Video wirkt für mich nicht wertig. Kann mir nicht vorstellen, dass du dort in einem sonst unbehandelten Umfeld "Schreiszenen" wirklich einsprechen kannst. Für normale VO-Aufnahmen wird es wohl reichen. Letztlich soll es ja als Alternative für den Kleiderschranksprecher dienen.
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
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dass du dort in einem sonst unbehandelten Umfeld "Schreiszenen" wirklich einsprechen kannst.
Darauf bin ich auch nicht wirklich eingegangen. Und viel Platz um sich etrwas zurück zu lehnen und/oder mit 2 Popfiltern zu arbeiten bietet das Ding ebenfalls nicht. :)

Aber ganz ehrlich, die Wertigkeit von den Stoffen nur aus Ansicht des Videos zu beurteilen geht auch nicht. Ich schätze da auch nur und schöpfe aus meinen bisherigen Erfahrungen vergleichend ab. Ganz genau wüßte man es, wenn man die Stoffe selbst in den Händen halten würde. Aber so kommt noch jemand von den Neulingen auf die Idee, dünne Wolldecken oder zusammengenähte Geschirrhandtücher (das Zeug kostet ja auch nicht die Welt) über die DIY PVC Rohre zu legen - man braucht ja nur "dünne Tücher". Das zum: warum ich da jetzt meinen ungefragten Senf dazu geben musste. ;)
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Kreativität sich hier Lösungen entwickeln.
Die PVC Verrohrung ist ja kreativ, aber wenn man da Last, sprich Dämpfung, drauf hängt, wage ich mal eine kühne Prognose was passieren wird.

Was mir bei solchen Lösungen immer fehlt sind die Gedanken über die Sicherheit der Personen, die in diesen Konstruktionen stehen und sprechen sollen.
PVC hat einen recht geringen Schmelzpunkt und der Flammpunkt liegt nicht sehr viel weiter darüber. PVC ist die Abkürzung für Polyvenylchlorid.
Chlorid kommt von Chlor und das ist nicht nur ätzend, sondern auch giftig. Also nicht das, was ich mir in eine Sprecherkabine holen würde.

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Die zu lösende Aufgabe heißt: Schallenergie in Wärme zu verwandeln. Also nimmt man am besten Werkstoffe (im allgemeinen Sinn des Wortes), die eine hohe Schallabsorbtion bieten.
Decken sind nicht schlecht, vor allem, wenn man sie schon hat und nicht erst kaufen muß. Damit kommt man schon recht weit. Geschirrhandtücher bieten auch eine Porösität, die zum dämpfen beiträgt, aber wieviele Geschirrhandtücher braucht man wohl um eine normale, also keine schreiende Sprecherstimme abzudämpfen? Wäre mal ein Experiment wert.
Aber sie sind nicht groß und haben dennoch Gewicht, also ... nicht meine erste Wahl.

Macht doch mal folgendes Experiment:
Stellt Euch auf die eine Seite Eurer Dämpfung und auf die andere Seite stellt Ihr Euer Mikrofon. Die Aufnahme Lautstärke stellt Ihr auf ca. 80% der maximal möglichen Verstärkung. Aufnahme starten. Jetzt einen Text mit normaler Sprechstimme sprechen. Kurze Pause und dann einen Text wo Ihr mal so richtig laut sprecht oder schreit.
Aufnahme stoppen und "zurückspulen". Dann hört Euch mit normaler, leicht erhöhter und dann mit starker Verstärkung Eure Aufnahme an.
Wenn Ihr schon bei normaler Abhörlautstärke etwas hört, seit ihr noch nicht am Ziel. Hört Ihr erst bei leicht erhöhter Abhörlautstärke etwas, dann ist das der richtige Weg, aber noch nicht der Zielpunkt. Wenn Ihr erst bei starker Verstärkung etwas hört, seid Ihr Kandidaten für ein [intern]. Mal so als grobe Daumenregel.

Der Trick ist, daß die Schallwellen, die Euer Mikrofon aufnimmt, den gefürchteten Raumhall erzeugen. Das ist die häufigste Ursache, warum einige nicht auf Anhieb das begehrte [intern] bekommen können.
Das ist alles nicht schlimm und man kann es ja verbessern. :) Dafür bekommt Ihr Hilfe von den "Fledermausohren" ;)

Vielleicht könnte der/die ein oder andere hier diese "Experimente" veröffentlichen, damit alle davon lernen können?!
 

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