BornInAbyss

Professioneller Tollpatsch :P
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Hey Hoer Talk,

ich wollte wissen wie ich die Stimmen mit der Musik perfekt abmischen kann, sodass die Stimme in der Musik klar und deutlich hörbar ist.

Geht das überhaupt mit Audacity? Oder brauche ich ein anderes DAW dafür?


Liebe Grüße
Burak
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Ich denke, man kann Audacity schon nehmen, aber du musst halt die Musik in einer separaten Spur laufen lassen und entsprechend in der Lautstärke herunterdrosseln.
 

BornInAbyss

Professioneller Tollpatsch :P
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Ich denke, man kann Audacity schon nehmen, aber du musst halt die Musik in einer separaten Spur laufen lassen und entsprechend in der Lautstärke herunterdrosseln.
Das mache ich sonst auch immer aber es hört sich bei Musik nie so klar an wie in professionellen videos. Was muss ich machen was die anderen machen um genau so zu klingen?
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Bei professionellen Werken wird mit Sicherheit eine professionelle DAW verwendet, aber vor allem kommt dann der Einsatz diverser Plugins hinzu, mit denen ein Sample anschließend gemastert wird. Dazu brauchst du einen Mindestsatz an Kenntnissen in Audiodesign (die ich auch nicht habe, weshalb ich tunlichst beim Cut die Finger von sämtlichen Equalizern meiner DAW lasse). Es ist aber weniger eine Frage der Software als eine Frage, wie man bestimmte Modulations-Features sinnvoll anwendet. Leute wie ich müssen sich hier auf die Intuition verlassen.
 

soundjob

Produktion Audio & Musik
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Ja, es geht durchaus mit u.a. Hilfe des Hüllkurvenwerkzeugs auch in Audacity, einen relativ ausgewogenen Mix von Lautstärkeverhältnissen hinzubekommen.
Ich möchte nicht abstreiten, dass man auch in Audacity ganz passable Mixe fahren kann... aber:

Insbesondere das Thema Mixing, deckt eines der ganz großen Mankos des Programms auf:.
A) das Fehlen eines Mixers und B), die generell destruktive Arbeitsweise und somit fehlende Möglichkeit, Effekte "on the fly" mal schnell austauschbar in Realtime über eine Spur zu legen... daher destruktiv, weil das File in Audacity immer erst mit der Effektanwendung berechnet und überschrieben werden muss.
(Im Umkehrschluss dann wieder über Undo die Datei jeweils herstellen muss, anderer besserer Effekt wieder drüber usw... das ist oft ein einziges zeitaufwändiges Hin&Her)

Man kann zwar also durchaus so arbeiten (wie noch vor ca. 20-30 Jahren üblich), aber im wesentlichen ist Audacity nun mal ein Mehrspur Audiorekorder, Arranger und Sample-Editor, jedoch alles andere als eine DAW, die für perfektes Mischen gemacht ist.

Größtmögliche Flexibilität und Freiheiten (ganz zu Schweigen von enormer Zeitersparnis), insbesondere beim Thema Mixing, benötigt daher eine geeignetere DAW als Produktionswerkzeug, alleine schon für simple Angelegenheiten wie EQ, Kompression, De-Esser, Reverb etc. mal eben auf verschiedene Spuren legen (und wieder schnell austauschen) zu können.... ganz zu Schweigen davon, später auf der Summe nochmal alles im Mix zusammenlaufen lassen zu können und einen insoweit perfekten Mix zu erarbeiten.

Ich kann dir hinsichtlich Mixing als dafür um Welten geeignetere Alternativen zu Audacity, eigentlich (fast) jedwede DAW empfehlen, die heute so auf dem Markt ist- von den kostenpflichtigen wie auch den vielen kostenlosen ;)
 

Pinnie

Garstiger Wiedergänger
Bei den kostenpflichtigen gibt es auch die LE-Versionen von Cubase für nicht allzu viel Geld.
Von dort kann man auch immer super simpel auf die nächste LE-Version Upgraden. Hab mir die Keys damals mit LE 5 geholt und bin inzwischen auf LE 11 hoch (zu 12 bin ich noch nicht gekommen 🙈 Kommt aber auch noch.
Und da hast Du für kleines Geld sehr viele Möglichkeiten und kannst natürlich auch so ziemlich jedes Plug-In installieren und so. Lohnt sich durchaus find ich, wenn keine...500€ ich glaube um die 500€ für die Pro-Version hat.
 

soundjob

Produktion Audio & Musik
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Also ich persönlich kann dir Cubase ebenfalls nur wärmstens empfehlen. :)

Allerdings würde ich dir wenigstens die "Elements" Version nahelegen (48 Audiospuren), da die LE Version "nur" 16 Audiospuren zur Verfügung stellt und das mitunter sehr schnell, sehr knapp werden kann, wenn man ein bissl experimentierend arrangierend rumbastelt oder Spuren auch einfach mal gemuted oder nur für einen A/B-Vergleich zur Seite legen will usw. und daher mitunter schnell an den Punkt kommen kann, Spuren wiederum runtermischend bouncen zu müssen.

Mit kurz über langen Hinblick auch auf etwas größere Projekte und genügend Audiospuren in Reserve, würde ich daher doch mind. die "Elements" in Betracht ziehen.

Aktuell kostet die "Elements" glaube ich um die 100 Euro... allerdings ist nach den kürzlichen Black&Cyber Day-Specials auch zeitnah der Christmas-Sale zu erwarten und die "Elements" stark vergünstigt zu haben sein dürfte.
Zudem lässt sich ja auch zunächst eine 30 Tage Trial zum Reinschnuppern runterladen. ;)
 

knilch

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Solltest du Linuxuser sein, könntest du im Repository einfach 'Ardour' installieren. Kostenfreies aber vollumfängliches DAW. Und sowas wie tracklimits (Audiospuren) liegen irgendwo in den tausender Bereichen. Du kommst also eher an die Grenze der ports, als an die der tracks.
Ardour hat auch eine sehr gute Doku, ein aktives Forum sowie subreddit, in welchem einem schnell geholfen wird.
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Solltest du Linuxuser sein, könntest du im Repository einfach 'Ardour' installieren. Kostenfreies aber vollumfängliches DAW. Und sowas wie tracklimits (Audiospuren) liegen irgendwo in den tausender Bereichen. Du kommst also eher an die Grenze der ports, als an die der tracks.
Ardour hat auch eine sehr gute Doku, ein aktives Forum sowie subreddit, in welchem einem schnell geholfen wird.
Ardour läuft auch unter Windows. Damit habe ich sämtliche Stücke gecuttet, seit ich vor eineinhalb Jahren zu HT gestoßen bin (und das sind erstaunlich viele geworden...). Die kostenfreie Version hat in der Tat schon sämtliche Funktionen; lediglich einen kleinen "Störfaktor" drin - man muss alle 10 Min neu starten - , damit man sie für ca. 40 EUR uneingeschränkt nützt. Ideal, um sie erst mal auszuprobieren.
 

Spoony

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Ich kann Ardour auch uneingeschränkt empfehlen.

Aktuell verwende ich Ardour ebenfalls ( kostenlos ) unter Linux. Eine Wirklich tolle DAW die wirklich jede Menge Plugins unterstützt, wie z.B. LV2, LADSPA, VST und VST2 und kein Spuren-Limit hat.

Zusammen mit einem Focusrite Interface ist das eine qualitativ sehr hochwertige und zudem super kostengünstige Lösung.

Denn Linux unterstützt ab Kernel 5.14. uneingeschränkt nach vorheriger Konfiguration im Treiber "snd_usb_audio" die Focusrite Gen3 Interfaces, obwohl der Hersteller behauptet, dass ein Betrieb unter Linux nicht möglich ist, bzw. nicht supported wird.

Im Tool "Alsamixer" kann unter Linux sogar der Zustand der Phantomspannung "Eingeschaltet" im Focusrite Scarlett Solo und 2i2 Interface dauerhaft gespeichert werden, was meines Wissens nach unter Windows mit den original Windows-Treibern vom Hersteller wohl nicht möglich sein soll.
Denn standardmäßig ist die Phantomspannung beim Focusrite Scarlett Solo immer aus,
nachdem das Interface stromlos war ( zumindest bei meinem ) und musste jedes Mal wieder eingeschaltet werden.
Ist zwar keine große Arbeit jedes Mal nach dem Anstecken des Interface das kleine Knöpfchen zu drücken, nervt aber irgendwie total.
Gehört dank Linux jetzt der Vergangenheit an :cool: .

Gruß
Andreas
 
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knilch

Mitglied
Ardour läuft auch unter Windows. Damit habe ich sämtliche Stücke gecuttet, seit ich vor eineinhalb Jahren zu HT gestoßen bin (und das sind erstaunlich viele geworden...). Die kostenfreie Version hat in der Tat schon sämtliche Funktionen; lediglich einen kleinen "Störfaktor" drin - man muss alle 10 Min neu starten - , damit man sie für ca. 40 EUR uneingeschränkt nützt. Ideal, um sie erst mal auszuprobieren.
uh, das ist ja ein viel schlimmerer Mechanismus, als ein Tracklimit :-D Mein Rechner ist so alt, ich muss mir immer genau überlegen ob ich Ardour aufmache, weil es erstmal für eine bestimmte Zeit meinen PC komplett blockt. Wenn ich aller 10 Minuten Ardour neustarten müsste, würde ich ja gar nicht mehr zum cutten kommen.
 

Delay

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Da es noch niemand getan hat, werfe ich mal wieder Cockos Reaper in den Ring.
Absolut klasse Plugins, günstiger Preis und ein sehr leichter und guter Einstieg via Video Tutorials von Kenny möglich. Englischkenntnisse vorausgesetzt.
Gibt hier auch zwei Tutorials zum Thema Ducking, was eine Methode ist Stimme in Musik einzubetten ohne das die sich gegenseitig beißen.
 

LJ Lausejunge

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Ich bin nicht professionell, möchte dir aber gern meine Erfahrungen und Ansichten mitgeben. Ich glaube, dass "Hauptproblem" bei Audacity ist, dass du jede Einstellung grundsätzlich auf die entsprechende Spur überschreibst. Das heißt, du veränderst den EQ, drückst Enter und Audacity berechnet dir die Spur mit diesen Einstellungen neu und speichert direkt als neue Spur/Datei bzw. auf die Vorhandene Datei. Andere DAWs wie Logic oder Studio one, Pro Tools etc. bieten die Möglichkeit immer wieder Lautstärke oder Plugin Parameter anzupassen, weil diese "so verstehe ich das (Leihe!!!)" erst beim "Abhören" die Parameter auf die Spur rechnen. Das heißt, da werden die Originaldateien nicht verändert bzw. überschrieben, sondern die Parameter der entsprechenden Einstellungen live auf die Originaldatei, durch den Arbeitsspeicher deines Computers oder Soundkarte etc., beim abhören, "drauf "rechnet. Audacity verändert wie gesagt deine Originaldatei weil es die Parameter nicht live auf deinen Take umrechnet, sondern diesen, umrechnet und abspeichert. Das macht Korrekturen schwer, bzw. unmöglich.
Ich selbst benutze Audacity teilweise zum Normalisieren und schneiden der Takes, da es hier recht einfach von der Hand geht. Für das Arrangement benutz ich jedoch Studio One von Presonus. Funktioniert meiner Meinung nach wie Logic etc.
Wenn du das Gefühl hast, das die Lautstärken grundsätzlich OK sind, Hilft ja manchmal schon ein Eq der an entsprechenden stellen Platz macht
 
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BornInAbyss

Professioneller Tollpatsch :P
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Ich bin nicht professionell, möchte dir aber gern meine Erfahrungen und Ansichten mitgeben. Ich glaube, dass "Hauptproblem" bei Audacity ist, dass du jede Einstellung grundsätzlich auf die entsprechende Spur überschreibst. Das heißt, du veränderst den EQ, drückst Enter und Audacity berechnet dir die Spur mit diesen Einstellungen neu und speichert direkt als neue Spur/Datei bzw. auf die Vorhandene Datei. Andere DAWs wie Logic oder Studio one, Pro Tools etc. bieten die Möglichkeit immer wieder Lautstärke oder Plugin Parameter anzupassen, weil diese "so verstehe ich das (Leihe!!!)" erst beim "Abhören" die Parameter auf die Spur rechnen. Das heißt, da werden die Originaldateien nicht verändert bzw. überschrieben, sondern die Parameter der entsprechenden Einstellungen live auf die Originaldatei, durch den Arbeitsspeicher deines Computers oder Soundkarte etc., beim abhören, "drauf "rechnet. Audacity verändert wie gesagt deine Originaldatei weil es die Parameter nicht live auf deinen Take umrechnet, sondern diesen, umrechnet und abspeichert. Das macht Korrekturen schwer, bzw. unmöglich.
Ich selbst benutze Audacity teilweise zum Normalisieren und schneiden der Takes, da es hier recht einfach von der Hand geht. Für das Arrangement benutz ich jedoch Studio One von Presonus. Funktioniert meiner Meinung nach wie Logic etc.
Wenn du das Gefühl hast, das die Lautstärken grundsätzlich OK sind, Hilft ja manchmal schon ein Eq der an entsprechenden stellen Platz macht
Ist studio one von presonus eine freeware? Wenn ja, würde ich das gerne verwenden. Ansonsten überleg ich mir cubase zu kaufen
 

LJ Lausejunge

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Vielleicht haben die eine Probezeit zum testen. Aber die haben verschiedene Verkaufsklassen. ich glaub von ca 200 bis nach oben :D müsstest du mal nachlesen, welche was kann.
 

Strom

SCHREIBEN • SINGEN • SPRECHEN
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Ich benutze seit vielen Jahren auch Studio One (seit Version 2 - ist jetzt bei 6) und bin damit sehr zufrieden. War davor Cubase User (Atari ST, Win 3.1 :p ) und der Umstieg fiel mir überhaupt nicht schwer. Macht auch richtig Laune, weil ich Presonus Hardware zum Fernsteuern benutze (Faderport - Zoomen und Scrollen mit Drehrad - bei Hörspiel mit > 150 Spuren und 100 Minuten ein Segen😇)
Wenn ich das richtig aufm Schirm habe, gibt es davon die Version Prime (kostenlos, unendlich Tracks, aber nur eingeschränkte OnBoard FX - im Channelstrip hättest du aber auch schonmal EQ und Kompressor), dann gibt es die Artist Version mit etwas mehr Features für ca 99,- EUR und dann die Pro für 379,- EUR. Gibt bei denen auch immer Rabattaktionen zu den üblichen Zeiten.
Hier kann man sich mal durch die Optionen klicken:

Aber alle anderen empfohlenen DAWs sind natürlich auch gut - du musst dich halt irgendwann entscheiden und dich dann mit dem Programm vertraut machen und dabei bleiben - und NICHT immer nach einem evtl doch noch besserem linsen 😂. Damit hab ich gefühlt 5 Jahre meines Lebens verschwendet - bevor ich bei Studio One gelandet bin. Alles durch. 🙄
 

Telliminator

Sample-Collector
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Empfehle auch eine andere DAW anstelle von Audacity.
Du wirst feststellen das ist vom Handling gleich soviel einfacher mit anderen Programmen.
Cubase ist cool. Eine DAW muss für den Anfang aber echt kein Geld kosten.


Mein Favorit der freien kostenlosen Versionen Music Maker Free, einfachstes Handling, mehrspurig
Weiterer Vorteil - derzeit sind die kostenpflichtigen Versionen vom Magix Music Maker recht günstig zu haben.

Grüße
Telli
 

7klang

Komponist/ Mixing / Mastering
Da kann ich mich @soundjob nur anschließen. Ich arbeite schon seit mehr als 30 Jahren mit Cubase und ich liebe einfach die Automationsfunktionen.... fürs Mixing ein Segen :)
und bald gibts ja nochn Christmassale bei Steinberg
Und für HowTo Videos kann ich dir Paul Marx und Tim Heinrich auf Youtube empfehlen
 
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soundjob

Produktion Audio & Musik
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Mit ein paar wenigen Ausnahmen am DAW-Markt, unterscheiden sich die Timeline-basierten Tools in ihrer Handhabung eigentlich nicht so gewaltig von einander... was bedeutet, wenn du erst einmal mit der Zeit in einem Tool klar kommst, wird der Ein/Umstieg auf ein anderes Tool nicht sehr schwer fallen, weil die Funktionsweisen alle recht ähnlich sind und intuitiv bedienbar,

Wie Lars aka @Strom schon aber richtig sagte: "Entscheiden, wirst du dich aber dann aber auch irgendwann müssen"... denn was alle Tools ebenfalls gemeinsam haben, ist auch eine gewisse Einarbeitungszeit und sich mit den Dingen dann auch auseinandersetzen zu wollen, wenn du effiziente Ergebnisse erarbeiten möchtest...ganz egal, in welcher DAW.

Wenngleich ich ebenfalls als Steinbergsches Urgestein Cubase empfehlen kann, ist eine kostenlose DAW zum "sich vertraut machen" als Einstieg nicht verkehrt.

Als kostenlose und sehr mächtige DAW ohne Limits, kann ich hier auch noch das gute alte und mittlerweile neu aufgelegte Cakewalk von BandLab empfehlen.
Es ist eine Art DAW-Mixtur aus Logic/Cubase/PreSonus... bzw. kommst daher damit klar, kommst später auch mit der anderen DAW klar.
 
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