Lieber Rainer,
es wird natürlich nicht DIE Art geben, Deinen Text vorzutragen. Jedes Hörbuch ist ein Angebot des jeweiligen Sprechers/der Sprecherin. Jede Lesung ist eine Interpretation, da gibt es wenig, das wirklich richtig oder falsch sein kann. Man denke z.B. an den fantastischen Ulrich Pleitgen, der als Hörbuchsprecher so ziemlich alle "Regeln" des Hörbuchsprechens missachtete, die es gibt - und für mich einer der fesselnsten Hörbuchinterpreten schlechthin war. Andere hingegen, die sich an alle technischen Regeln halten, langweilen mich zu Tode. Es kommt also schlicht und einfach an, was "gefällt" und was "mitreißt". Und wenn dabei noch so Grundsätzlichkeiten, wie die -ig-Laute etc. beachtet werden, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Dennoch - und da stimme ich voll und ganz zu - heißt Hörbuch-Sprechen: üben, üben, üben. Ich erinnere mich an meine ersten Gehversuche, als ich als privates Geschenk ein Buch vorlas... ha, ha... da bin ich heute milliarden Lichtjahre entfernt von - zum Glück in die verbesserte Richtung.
Da wäre es ja fast mal spannend, einen kleinen Auszug aus Deinem Roman hier online zu stellen und alle die Lust haben, interpretieren den Text. Da würde man sicher eine Vielzahl von individuellen und jede auf seine Weise tollen, Interpretationen bekommen.
So oder so, bleib am Ball, bleib kreativ, bleib in unserer Gemeinschaft, ignoriere Ki! Es grüßt
Philip