Die Flucht

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aigiko

Aiga Kornemann
Sprechprobe
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AW: Die Flucht

Es ist keine interne Veröffentlichung, kein Übungsstück. Es steht auf der Projektseite, es läuft über Webradios, wurde in verschiedenen Verteilern angekündigt -- es ist ein öffentliches Produkt. Wer öffentliche Aufmerksamkeit beansprucht, wird nun mal von Leuten wahrgenommen, die anders draufgucken, als das wohlwollende, kleine interne Publikum. Diese sehr unterschiedlichen Auffassungen stehen dann nebeneinander, auch völlig gegensätzliche Sichten haben ihre Berechtigung. Was-ich-nicht-höre-darf-auch-kein-anderer-hören funktioniert nicht, wenn man etwas in eine breite Öffentlichkeit schickt.

Wenn ich in gut 20 Minuten über mehr als sieben Sachen stolpere, die mich aus dem Stück kicken, dann kann ich versuchen, diese Sachen möglichst genau zu benennen. Sofern ich dem Stück und seinen Machern mehr zutraue. Dafür muss ich keine Hörspiel-Professorin sein. Ich bin Hörerin, und zwar eine recht kompetente. Die Hobby-Keule, die in diesem Forum so oft gezogen wird, verhindert nur, dass sich Leute zu Stücken des Hörspielprojekts äußern mögen, von denen viele hier profitieren könnten. Oder ist Euch noch nie aufgefallen, dass außerhalb des Forums kaum jemand mal ein Stück rezensiert? Auch intern kaum fachliches Feedback kommt? Kein Schauspieler beispringt und sagt, hey, ich würde Euch gerne helfen, die Rollen fürs Projekt xy zu erarbeiten? Gegen die internen Tabus hier anzuarbeiten, haben die vielleicht einfach keine Lust.

Tut mir leid, wenn ich Euch verletzt habe. In der Regel bin ich eine konstruktive Kritikerin, aber manchmal ist mein Tank für Supervorsicht einfach leer. Weil es mir weh tut, wie oft hier gute Sprecher in für mein Empfinden zu wenig bedachten Texten und fehlender Spielführung untergehen. Vielleicht war mein Ton ungeschickt. Inhaltlich ändert das nichts. Und es ist nichts Persönliches.
 

Nero

Anne
AW: Die Flucht

Wie hier gleich ein Fass aufgemacht wird, weil jemand was anderes empfindet als man selbst. "Schlag ins Gesicht", "geringschätzend" ... gehts noch? Darf man seine persönliche Meinung hier nicht mehr äußern, ohne dass man gleich niedergewalzt wird? Muss man selber Kinder haben, um bei der Erziehung von Kindern mitreden zu dürfen (Stichwort: Du hast das nie gemacht, also darfst du dazu nix sagen ... oder mein Lieblingstotschlagargument "Machs besser")?

Aiga ist in meinen Augen die letzte, die irgendwas niedermacht um des Niedermachenswillen. Ihr Anspruch an ein gelungenes Hörspiel ist offensichtlich ein anderer, aber das ist doch wohl auch legitim. Warum man auf eine auf das Hörspiel gerichtete Kritik (das Hörspiel ist so und so) mit so einer persönlichen Schmährede (DU bist so und so) reagieren muss, ist mir nicht klar. Da fehlt nur noch ein "Bist bestimmt neidisch".

Sicherlich war die Kritik sehr auf Einzelaspekte bezogen, aber wenn diese ihr wichtig sind, so what? Immerhin hat sie die konkreten Stellen benannt, ist doch gut. Kann man annehmen, muss man aber nicht, wenn man anderer Meinung ist. Aber so den Kritikenschreiber anzugehen, ist echt ein Unding. Und dann wundern sich einige, warum hier so wenig Rezensionen geschrieben werden oder nur "Ja, ich fands toll". Auch mal pingelige oder negative Kritik zulassen, reflektieren, und dann entscheiden, ob man die Kritik annehmen möchte oder nicht. Ist doch zum Teil Geschmackssache (wie aiga selbst schreibt).

Kanns ja verstehen, dass man als Beteiligter negative Kritik nicht so gerne hört, aber da kann man auch seine eigene Meinung zurückschreiben ohne gleich den Kritiker anzugehen. Wenn man manche Stellen erklärt, ergibt sich vll auch für den Kritiker nochmal ein anderes Bild und man kann (gemeinsam) überlegen, wie man das im nächsten Höspiel besser rüberbringt.

Grüße

Edit
Aiga hat nur IHRE Meinung gesagt. IHR hat es nicht so gefallen. Kein "Das Hörspiel ist scheiße". Nehmts doch mal weniger persönlich und absolut. Es ist nur eine Meinung von vielen. Und nur weil man den Geschmack einer Person nicht getroffen hat, muss man doch nicht wie verletzter Hund rumjaulen. Einfach mal tief duchatmen, die Kritik in Ruhe durchlesen und schauen, was man davon annehmen möchte und was nicht. Und vll nochmal in Ruhe mit der Kritikerin reden. Vielleicht kommen ja noch viele tolle Ideen bei rum, die euch beim nächsten Hörspiel helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:

jam

Absolut
Sprechprobe
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AW: Die Flucht

Was ich an diesem Forum bisher so schätze, ist eigentlich der sehr angenehme, ja: familiäre, Umgangston. Ich, für meinen Teil, hätte nichts dagegen, auf dieser Ebene weiterzumachen.:) Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, die Produktion zu hören, werde ich aber noch. Aber ich werde mich bestimmt nicht trauen, irgendeine Kritik darüber abzugeben, weil ich möglicherweise jemandem auf die Füße treten könnte.:D

Daß es immer mehr als eine Meinung geben wird, ist einfach natürlich (und immerhin war ja auch der "Spoiler"-Button davor). Ich würde das jedoch nicht als Anlaß nehmen, enttäuscht zu sein oder die Flinte ins Korn zu werfen. Durch den immer steigenden Anspruch an die Produktionen diskutieren wir inzwischen über Dinge auf sehr hohem Niveau. Solange allen bewußt ist, daß es sich um Freizeit und Hobby handelt, was einem ja Freude bereiten soll, könnten wir versuchen, das Konstruktive negativer Kritiken zu extrahieren und den Rest als persönlichen Geschmack zu verstehen. Also, ich würde mich damit viel wohler fühlen als mit harschem Umgangston.:)

LG
Jan
 

SeGreeeen

Meet'n'Greet'er
AW: Die Flucht

@Nero: Du hast meine Antwort nicht anständig gelesen, oder nicht verstanden, sonst wüsstest du, dass ich nicht in dem Ausmaß daran beteiligt war, dass ich etwas daran zu verteidigen hätte.

Auch:
Aiga hat nur IHRE Meinung gesagt. IHR hat es nicht so gefallen. Kein "Das Hörspiel ist scheiße". Nehmts doch mal weniger persönlich und absolut. Es ist nur eine Meinung von vielen.
Lässt sich nicht vereinbaren mit:

Ich hoffe, meine Anmerkungen wirken nicht rüde. Ich versuche, mich nicht von Geschmack oder Meinung leiten zu lassen, sondern am Handwerk zu bleiben.
@Aigiko
Überhaupt geht es mir hier nicht darum dir deine Meinung weg zu nehmen, aber es kommt IMMER darauf an wie man etwas sagt. Ja, ich sehe schon, dass ich hier als der große Subjektive Verteidiger dargstellt werde, der sein Werk verteidigt, das könnt ihr von mir aus so sehen, ist mir egal. Es geht mir aber eher um den allgemeinen Ton hier, den ich als absolut destruktiv empfinde (Siehe wie ich betone, dass ich es so empfinde, dass nennt sich subjektiv, objektiv ist der versuch etwas SACHLICH widerzugeben).
Man muss im Hinterkopf behalten, dass das hier kein Profiforum von irgendwelchen Studios ist, sondern ein Projekt von Amateuren, die versuchen aus Spaß an der Sache Hörspiele zu machen. Und das kann 10 Mal ein öffentliches Werk sein, das heißt nicht, dass es einer vernichtenden Kritik hier im Forum ausgesetzt werden muss, die als objektiv und sachlich und "Am Handwerk" bezeichnet wird, aber eigentlich nur Ausdruck einer von vielen hier nicht vertretbaren Meinung ist. Wie ich schon geschrieben habe, sollte ein objektives Feedback etwas beinhalten, was für alle klar nachvollziehbar ist, und wenn es das nicht hat, entzieht sich dem meiner Meinung nach die Daseinsberechtigung. Und da kann es noch so lange deine Meinung sein, wenn du es nicht anständig präsentieren kannst, solltest du dir ein anderes Medium für diese Form der Kritik suchen. Vielleicht ein Tagebuch oder einen Blog oder sowas. (Nochmal: Das hier ist MEINE Meinung, ich sage nicht du darfst nicht oder irgendwas, nur wie ich dazu stehe)

Was ich damit sagen will ist: Wenn wir uns hier im Forum nicht unterstützen, sondern einander so mit "konstruktiver" Kritik auf die Nerven gehen, dass keiner mehr Lust drauf hat wird das den Leuten den Spaß verderben. Es hat nicht jeder eine so dicke Haut, gerade wenn es das erste Hörspiel ist, dass man das einfach an sich abprallen lassen kann. Sugarcoating ist vielleicht schwer, hilft aber ungemein die Leute nicht direkt abzuschrecken. So toll ich es finde, dass man hier offen seine Meinung sagen kann, einen gewissen Ton könnte man doch wirklich vermeiden aus Rücksicht. Oder man sagt direkt es ist nur eine Meinung und beruft sich nicht auf das "Handwerk" und wie unglaublich "sachlich" es doch ist, dann kommt man später auch nicht in Bedrängnis, weil man sich selbst widerspricht.

Für mich ist dieses Thema hier jetzt beendet, da ich auf solche Diskussionen eigentlich keine Lust habe, vor allem wenn sie sich so überaus in die Länge ziehen.

@Jam
/sign
 

LuDani

Neuer Hoertalker
AW: Die Flucht

So, also dass ausgerechnet jetzt und hier mein erster Forums-Eintrag stattfindet, hätte ich auch nicht gedacht, aber ich MUSS jetzt doch noch was loswerden :confused:

Da hier jetzt die Rezession von Aigiko sowie die Reaktionen darauf kontrovers diskutiert werden ist für mich erst einmal wichtig zu sagen, dass ich absolut niemandem die freie Meinungsäußerung verleiden möchte. Jeder Mitwirkende an einem Hörspiel hat sicher - genau wie Autoren oder Schauspieler - Interesse an Kritik. Kritik dient immer dazu, die eigene Leistung zu überdenken und die positiven Lerneffekte daraus in das nächste Projekt mitzunehmen.
Aber die Art der Äußerung von Kritik hatte ich mir hier in diesem Forum - in dem größtenteils absolute Laien neue Wege beschreiten und sich ausprobieren - anders vorgestellt.

Ich stimme eindeutig Felix zu, dass immer der Ton die Musik macht. Hörspiele sind wie Bücher immer eine Geschmacksfrage. Und man hat immer das Recht zu sagen, dass etwas "nach meinem Geschmack, für mein Empfinden, aus meiner Sicht...." nicht gut ist - selbst wenn man dann sehr negative Adjektive wie "flach", "steril", etc. benutzt.

Aber Aigikos Aussage „mich nicht von Geschmack oder Meinung leiten zu lassen, sondern am Handwerk zu bleiben“ sagt aus, dass sie eben NICHT ihre Meinung und ihren Geschmack geschildert hat, sondern davon überzeugt ist, dass das, was sie zu den verschiedenen Aspekten geschrieben hat, allgemeingültig das "Handwerk" betreffend ist. Und das empfinde ich als anmaßend und – wie Felix schon sagt – für jeden Hörer, der es gut fand noch zusätzlich kritisierend.


@nero: Ich verstehe Deine Aufregung nicht, denn es hat in keinem Beitrag etwas Negatives zu der Persönlichkeit der Kritikerin gestanden – lediglich zu der Art und Weise der Rezession. Wenn Du also erwartest, dass die Leser Aigikos Kritik nicht persönlich nehmen, dann solltest Du diesen Ratschlag ebenso bei der Kritik an der Rezession beherzigen. Ich persönlich finde, die Beiträge geben sich hier nichts.


Dein Beispiel „Muss man selber Kinder haben, um bei der Erziehung von Kindern mitreden zu dürfen“ ist vielleicht gar nicht so schlecht. Als ich selbst noch kinderlos war, war ich felsenfest davon überzeugt, meinen Freundinnen wirklich hilfreiche Ratschläge geben zu können – natürlich mit absolutem Recht zur Mitsprache. Und mir ist immer alles aufgefallen, was sie falsch gemacht haben. Heute mit zwei Kindern sage ich: Man halte sich äußerst bedeckt mit den guten Ratschlägen, solange man selbst noch nicht in der Situation gewesen ist. Wenn Du drin steckst ist ALLES ANDERS.


@ all:
Ich möchte nicht abstreiten, dass die Rezession vielleicht gut gemeint war. Aber Aussagen wie z. B. „bei dem Satz klappen sich mir die Fingernägel hoch“, „Das ungeprobte x-en wird für mich langsam zum Alptraum.“ oder „Ein sinnliches Stück, auffallend unsinnlich erzählt“ machen es einem doch schwer, das zu glauben und die "konstruktiven" Passagen zu extrahieren. Manchmal ist ein einfaches „Ich finds scheiße“ irgendwie besser.

Es gibt einen riesen Unterscheid zwischen konstruktiv und demotivierend. Man muss ja nicht immer gleich die verbale Keule schwingen.


So, und jetzt können mir alle „Befangenheit“ vorwerfen und dass ich „mein Baby“ verteidigen will :D.

Und wenn schon :cool:


Viele Grüße
Danny
 
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Mr B.

Tassenmörder
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AW: Die Flucht

@Dorle:

Auch wenn mein Name als "Produktionssupport" auftaucht habe ich nur ein Vorlektorat betrieben und war für Musik und das Endprodukt Testhörer, mit der Produktion habe ich also nicht wirklich etwas zu tun gehabt, es war eher die Art und Weise wie kritisiert wurde, die mich zu meiner Aussage bewegte

@ Nero und Aigiko:

Ich habe niemanden die Meinungsäußerung verboten aber wie so oft gesagt macht der Ton die Musik und Aigiko hat sich da einfach vergriffen und bekommt nun entsprechenden Gegenwind. Anstatt so was zu schreiben wie "....rollten sich mir die Fingernägel hoch" hätte man z.B. lieber schreiben können "Wirkt zu Klischeehaft und zeichnet ein falsches Bild der Geschichte". Die Aussage ist die gleiche nur die Art wie sie rübergebracht wird, eine andere. Des weiteren passt der Satz "Schuster bleib bei deinen Leisten" in jeder Lebenslage, sei es nun die Kindeserziehung, eine komplizierte Blinddarmoperation oder eben die Produktion eines Hörspiels.
Ich bin ja nur Autor und achte daher auf Fehler im Plot und der Logik allgemein, bei Sprechern, bei Schnitt und der Musik kann ich nur meckern wenn etwas wirklich störendes/falsches auftaucht, was aber auch wirklich (sprich Tatsache) stört. Z.B. wenn der Maitre im starken Assi-Deutsch-Gettho-Slang gesprochen hätte oder anstatt einer öffnenden Tür eine Tür ins Schloss gefallen wäre oder anstatt der Romantischen Musik Death Metal gespielt worden wäre. Wie Jam schon sagte sollte man immer etwas nachsichtig sein, denn immerhin haben wir alle mal klein angefangen oder werden es tun.
 

Eluen

Reisende
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AW: Die Flucht

Sooooooo, ich wollte schon ganz lange etwas schreiben, weil ich auf diese Produktion ganz besonders gespannt war, da sie einfach anders ist und von einem unserer lieben "Neuzugänge";-) in Rekordzeit auf die Beine gestellt wurde.
Da ich fachlich, wenig kompetentes beizutragen hätte, nehme ich mir die Freihei völlig subjektiv meine Meinung unters Folk zu werfen.

Mir gefällts !
Theoretisch könnte genau diese Situation jetzt in einem Hotel um die Ecke stattfinden, zwei völlig normale Menschen, die ihrem völlig normalen Alltag entfliehen möchten, diese Beschreibung passt zu so ziemlich jedem von uns möchte ich meinen. Und eben deshalb finde ich die Geschichte so gelungen, weil sie wahr sein könnte.

Die Sprecher finde ich passend gewählt, wobei ich mir sowohl Karin, als auch Mathias stimmlich anders vorgestellt hätte. Karin vielleicht einen Ticken.....hm........"reifer" und Mathias etwas "sanfter". Aber diese Dikrepanz zwischen Erwartung und Realität habe ich während des hörens recht schnell überwunden.
Schauspielerisch haben mich alle Sprecher überzeug (hier ein großes Lob in die Runde !), auch wenn mich der ein oder andern Satz in einer anderen Betonung sicher noch etwas mehr getragen hätte (Geschmackssache).

Die Athmosphäre insgesamt fand ich recht stimmig, aber es hätte an einigen Stellen für meinen Geschmack ein wenig "mehr" sein dürfen.
Und da ich selbst (nach mehrmaligem probieren) sicher niemals auf die Idee kommen werde ein Hörspiel zu cutten, ziehe ich jeden zur Verfügung stehenden Hut vor jedem der sich traut und es auch noch gut macht (Chapeau Peter).

Dem Skript hat man meines Erachtens nach nicht angemerkt das es quasi ein "Erstlingswerk" ist, wahrscheinlich hätte man das ein oder andere anders machen können, aber das trifft ebenso auf komerzielle Produktionen zu und liegt im Auge des Betrachters. Solange es stimmig ist und nicht überzogen wirkt (beides trifft hier zu, wie ich meine), ist mein Interesse als Hörer diesbezüglich eher sekundär.

Fazit:
Für mich ein absolut hörenswertes Hörspiel, basierend auf einer wunderbar, alltäglichen und daher ganz besonderen Geschichte !
 

Norbert_H

Norbert Hesse
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AW: Die Flucht

Also, es fällt mir nicht leicht, etwas zu "Die Flucht" zu schreiben.
Ich denke, es gibt zwei Arten von Hörern:
1. Die, welche mit dem Thema nicht viel anfangen können und
2. Die, welche sich nur auf die produktionstechnische Seite konzentrieren.

Ich habe mir "Die Flucht" dreimal angehört und muss gestehen, dass ich wohl zur ersten Gruppe gehöre.
Das hindert mich allerdings nicht daran, dem Peter ein grosses Kompliment zu seinem Erstlingswerk auszusprechen.

Es gehört eine ganze Menge Mut dazu, mit seinen Ergüssen an die Öffentlichkeit zu gehen.
Ich denke mal, er hat schon während der Produktion genug "Feuer" bekommen, so dass er manchmal kurz davor war, das Projekt abzublasen.
Dies dennoch durchzuziehen und zu einem fertigen Produkt zu vollenden, nötigt mir den höchsten Respekt ab.
(Ich spreche als Kabarettautor aus leidvoller Erfahrung!)

Auch mir sind einige handwerkliche Fehler aufgefallen, die sich - sofern er seinen Mut nicht verliert - in folgenden Produktionen sicher nicht wiederholen werden.

Was mich bei einigen vorgegangenen Rezensionen stört, ist der Massstab, der hier angelegt wird.
Es ist ein Erstlingswerk und nicht das Produkt jahrelanger Autoren/Produktionserfahrung!

Vielleicht wäre es besser, ein wenig mehr Feingefühl bei Erstlingswerken an den Tag zu legen.
Jeder, der hier irgendwas veröffentlicht, möchte Erfahrung sammeln, etwas lernen und sich und seine Arbeit verbessern.

Respekt gegenüber den Verantwortlichen einer Produktion ist eine unabdingbare Voraussetzung, damit der Kritisierte die "Fehler" bei der nächsten Produktion nicht macht.
Es gibt solche, die gut mit Kritik umgehen können und andere, die an sich zu zweifeln beginnen.
Manchmal entscheidet Einfühlsamkeit, ob ein Talent seine Fähigkeiten ausspielen kann oder ob er/sie sich in das Schneckenhaus zurückzieht.

Ich jedenfalls gratuliere Peter zu seinem Erstlingswerk und hoffe, er gibt nicht auf.
 

Dorle

Berlin
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AW: Die Flucht

Anstatt so was zu schreiben wie "....rollten sich mir die Fingernägel hoch" hätte man z.B. lieber schreiben können "Wirkt zu Klischeehaft und zeichnet ein falsches Bild der Geschichte". Die Aussage ist die gleiche nur die Art wie sie rübergebracht wird, eine andere.
...ich fänd es trotzdem schade, wenn sie ihren Ton ändern würde. Ich kenne, mag und schätze sie mit ihrer Art- und immerhin ist sie auch nicht erst seit gestern hier sondern schon etwas länger Teil unserer Community- man könnte sich also andersherum auch wünschen, dass sie nicht so falsch verstanden wird sondern man mittlerweile weiß, wie das gemeint ist, oder? Will hier z.B. noch irgendwer auf Dagmörchens Kritik verzichten, wo schon fast jeder mal was abgekriegt hat? Also ich hab mich dran gewöhnt und bin dankbar, dass sie es offensichtlich überhaupt wichtig genug finden, etwas zu schreiben.
Und ein "ich find's Scheiße" (hat jemand anderes hier wohl so verstanden) kann ich zwischen Aigas Zeilen immernoch nicht lesen.

ja und wie- ist doch keine Frage, ob Du weitermachen willst, Peter, oder??!!
Das Stück hat doch gefallen, es hat doch bisher niemand was anderes geschrieben!
Also ich freu mich auf dein nächstes Projekt
 

Klaus_Nb

Super-Hoertalker
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AW: Die Flucht

Meine Laienmeinung zum ersten Hörspiel, das ich hier überhaupt gehört habe:

Die Geschichte ist überhaupt nicht "my cup of tea", wie der gemeine Engländer sagt. Ich bin eher in der Thriller- und Horror-Ecke daheim ;-)

Über die Qualität (Sprecher, Klang, Musik, Schnitt) habe ich Bauklötze gestaunt. Ich hätte mir nie vorstellen können, das eine Produktion unter diesen Bedingungen (Amateure, die ihre Parts allein im Kämmerchen sprechen, Musik, Schnitt etc. - aber wem erzähle ich das) so wunderbar klingen könnte.

Chapeau!
 

Pinnie

Der Schnitter
Teammitglied
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AW: Die Flucht

Zur Diskussion:

Die erste halbe stunde gehört... Find es ziemlich schlecht. Ganz billig. Die ganze handlung ist einfach 08/15. Tausendmal schon verwendet.


Bämm, das war ein herber Kommentar, der mir auf Youtube zu "Die Angst in Dir" mitgeteilt wurde. Und im ersten Moment wars ein ECHTER Hammer. Dann hab ich aber mal drüber nachgedacht und mich mit dem Schreibenden auseinandergesetzt. Was rauskam war ein interessanter, wenn auch kurzer Dialog.

Worauf will ich hinaus?
Aiga hat ganz klar formuliert, was ihr an dem Stück negativ aufgefallen ist. Sie hat auch vorher signalisiert, dass es a) nur ihre eigenen Meinung ist und b) das es Rumgepingel ist (-> Pingelmodus an). Ich persönlich fand die Kritik, so direkt und trocken sie auch gewesen sein mag, nicht unangemessen. Sie hat nicht um den heißen Brei herumgeredet, sondern direkt auf...nun...sagen wir mal potentielle Reibungspunkte, die ihr aufgefallen sind, hingewiesen. Ich will ganz ehrlich sein: Ich fands gut. Es kam für mich definitiv kein "Find es ziemlich schlecht. Ganz billig." dabei rum. Im Gegenteil. Der Gesamteindruck bei ihr scheint mir eher positiv besetzt zu sein und kein Stück dazu angetan, irgendwen konkret anzugreifen. Ich würd mich über diese Form von Kritik freuen. Abgesehen davon ist Aiga, wie ich sie soweit kennengelernt habe, auch immer dazu bereit, über sowas zu reden.

Zum Stück selbst: Ich fands insgesamt gut. Exzellent für ein Erstlingswerk, aber definitiv noch mit Luft nach oben. Ich bin auch sehr gespannt darauf, mehr von Dir zu hören, psart.
 

Mailor

Etwas schräg im Irgendwo
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AW: Die Flucht

Aber Aussagen wie z. B. „bei dem Satz klappen sich mir die Fingernägel hoch“, „Das ungeprobte x-en wird für mich langsam zum Alptraum.“ oder „Ein sinnliches Stück, auffallend unsinnlich erzählt“ machen es einem doch schwer, das zu glauben und die "konstruktiven" Passagen zu extrahieren. Manchmal ist ein einfaches „Ich finds scheiße“ irgendwie besser.
Nein absolut nicht! Sie hat sehr offen ihr subjektive Meinung dazu geschrieben (seit wann erwarte ich von einem Hörer ein objektive Meinung?! Hat`s ihm/ihr gefallen oder nicht? In erster Linie will ICH als Macher doch wissen, wie mein Hörspiel beim Hörer ankommt!)

Das ungeprobte x-en wird für mich langsam zum Alptraum.
Kann ich tausendfach unterschreiben! Ich bin als Cutter durchaus bei dem einen oder anderen Stück Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagend im Stuhl zusammengesackt, weil ich keinen blassen Schimmer hatte, wie das, was ich da an Takes rein bekommen habe, als Dialog funktionieren soll. (mein Retake-Orgien auch noch nach Monaten, sind hier glaube den einen oder anderen bekannt ^^)

Aber nein, Jam hat es toll geschrieben:
Aber ich werde mich bestimmt nicht trauen, irgendeine Kritik darüber abzugeben, weil ich möglicherweise jemandem auf die Füße treten könnte.
Kein Wunder bei solchen Reaktionen.

Nur niemandem auf die Füße treten, denn wir wollen gewiss alle nicht möglichst viel aus uns herausholen und Menschen gut unterhalten.
 
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Erdie

Der düstere Herrscher
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AW: Die Flucht

Es ist vollkommen klar, dass man bei einem Erstlingswerk nicht alles perfekt machen kann. Beim 2. 3. oder 42. Mal auch nicht. Aber mit Kritik sollte man schon etwas professionell umgehen können.
Seit wann darf eine Kritik nicht subjektiv sein? Es hat noch niemand bei Kritiken mangelnde Sachlichkeit bemängelt, wenn in den höchsten Tönen geschwärmt wird. Das hört jeder selbstverständlich gern. Dann sollte man aber auch die Maßstäbe nicht ändern, wenn das Pendel mal in eine andere Richtung ausschlägt. Natürlich fällt das schwer, das ist absolut verständlich.
Ich möchte nicht, dass sich Aiga zukünftig zurückhält, denn ehrliche Kritiken sind die einzigen, aus denen man lernen kann und damit auch die wertvollsten.
Ich bin im echten Leben schon oft als Sänger aufgetreten und nach den Events kommen dann Leute und sagen einem dann lächelnd ins Gesicht wie toll doch alles war. Man hört nie was negatives. Manche meinen es ehrlich und mache ziehen dann über einen her, nachdem sie mir den Rücken zugedreht haben. Und das ist das schlimmste.
Ein echtes, nützliches Feedback habe ich dann immer nur von engen Freunden oder Verwandten bekommen können.
 
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Klaus_Nb

Super-Hoertalker
Sprechprobe
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AW: Die Flucht

Als Unbeteiligter habe ich den Eindruck, dass eigentlich alle das Gleiche wollen und gar nicht wirklich weit auseinanderliegen. Wäre die Kritik bei einem Stammtisch bei einem Glas Wein geäußert worden, gäbe es diese Diskussion gar nicht. Weil man in Foren weder Mimik noch Tonfall hat, wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, oder?

Wenn ich könnte, würde ich allen ein Bier (oder Baldrian) spendieren ;-)
 

Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
AW: Die Flucht

Hallo miteinander,

ich habe das Hörspiel nun auch gehört. Zumal die Diskussionen hier doch etwwas hitziger wurden. In der Chatbox heute Mittag hatte ich schon meine ersten Eindrücke wiedergegeben. Nun also mal in der langen Fassung.

Die Story:
psart hat sich an etwas gewagt, was zwei Seiten hat. Eine Geschichte um eine Affäre, die quasi aus ihrem Alltag entfliehen wollen, lässt sich leicht für die meisten Menschen nachvollziehen. Ein leichter Einsteig ist also gemacht. Dann kommt aber die andere Seite. Da es sich hier um sehr teifgehende Emotionen handelt und auch der Ablauf sehr intim erscheint, muss man sehr vorsichtig mit den Dialogen und Erzählertakes sein, damit die Handlung nicht zu hölzern oder klisscheehaft herüberkommt. Auch wenn insgesamt die Verhaltensweisen in sich schlüssig sind, wirkt es für den Hörer dann doch zu aufgesetzt. Und da liegt m.E. die Krux in der Sache. Gerade wenn es ein Erstlingswerk ist. Nichtsdestotrotz muss man auch sehen, dass hier nichts zerfahren oder allzu ausgelutscht ist. Lediglich an der Wortwahl und den sich daraus ergebenden Dialogen ist noch eine Unsicherheit zu erkennen.

Die Sprecher:
Sehe ich mal von mir ab (ich mag mich selbst auch nicht immer hören), haben mir alle Sprecher gut gefallen. Besonders die beiden Protagonisten gefielen in ihrer Stimmung. Melinda und Matthias hatten ein schönes Spiel.

Schnitt:
Ich hatte beim Hören nur ein paar Stöpsel im Ohr. Daher kann ich auch nicht viel zur Technik sagen. Mir fielen nur einmal Schrittgeräusche auf, die auf Stein waren,der Dreck unter den Schuhen knirschte, die Szene jedoch im Hotel spielte. Was mir mehr auffiel war der Dialogschnitt. Hier erschien mir die Pause zwischen den Takes immer im gleichen Abstand zu sein. Da erzählt Karin beim Spaziergehen einen Witz, Matthias hält mit dem Lacher aber stur seine Wartesekunde ein. Das sind aber auch die typischen Anfangsprobleme, die man sich beim Schnitt einhandelt.

Musik: Die Musik war schön seicht, nicht aufdringlich - kam mir persönlich eine Spur zu oft zum Einsatz.

Cover: Das gefällt mir sehr gut. Eine schöne Zeichnung mit toll gewählter Perspektive.

Insgesamt kann man Peter nur gratulieren. Das erste Hörspiel herauszubringen ist erstmal eine Leistung, die man auch würdigen muss. Schließlich scheiterten schon viele an diesen ersten Schritt. Das Ergebnis ist insgesamt gut anzuhören, auch wenn es hier und da noch Schwächen gibt. Das tut der Sache aber kein Abbruch, dieses Hörspiel zu hören.


Ich möchte zu den Diskussionen oben jetzt nicht auch noch viel beitragen. Ich denke, dass jeder seine Art hat, seine Meinung auszudrücken. Das Problem ist am geschriebenen Wort, dass man nicht weiß, wie es ankommt oder gemeint wahr. Ich empfand Aikas Kritik als nicht so schlimm. Hätte sie die Fahrt so bewertet, wäre ich sicherlich auch geknickt gewesen. Aber manchmal hilft ein direktes Gespräch, um auch mal die Dinge so zu besprechen, so dass sich beide Seiten besser verstehen.


Viele Grüße, Michael
 

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