Die "-en" Aussprache

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Chaos

Schneewittchen
Sprechprobe
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Frage mich das auch immer und immer wieder :D Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man es nicht komplett wegnuscheln sollte, aber eben nicht zu viel 'Augenmerk' drauf setzt. Da war der Tipp am Anfang des Threads, das einfach im Alltag zu üben, schon echt gut
Ansonsten würde ich es immer von der Rolle abhängig machen.
Das finde ich einen total wichtigen Punkt! Wir sprechen ja trotzdem hier Rollen. MMn krankt da das deutsche Schauspiel generell ein bisschen an Überartikulation, fällt mir öfter bei deutschen Filmen/Serien auf, dass die Sprache total unauthentisch ist.
 

pierre_horn

Autor und Produzent
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust...

Ich verstehe die Forderung nach authentischer Sprache. Den oben genannten Tipp halte ich hier für vernünftig.

Auf der anderen Seite ist die Sprache für mich auch ein Kulturgut, das es wert ist, gepflegt zu werden. Ein Stück weit darf sich jeder hier im Forum auch als Kulturschaffender sehen und mit gutem Beispiel voran gehen und die Worte korrekt aussprechen. Auch wenn es sich manchmal vielleicht ein wenig fremd anhört (oder vielleicht gerade dann).

MMn krankt da das deutsche Schauspiel generell ein bisschen an Überartikulation, fällt mir öfter bei deutschen Filmen/Serien auf, dass die Sprache total unauthentisch ist.
:)Ich könnte mir vorstellen, dass dies daran liegt, dass die Filme/Serien auch in anderen deutschprachigen Ländern (wie Österreich oder Schweiz) verstanden werden soll, wo die Artikulation eine ganz andere ist.
 

Ludovico

Hoertalker
Sprechprobe
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Auf der anderen Seite ist die Sprache für mich auch ein Kulturgut, das es wert ist, gepflegt zu werden. Ein Stück weit darf sich jeder hier im Forum auch als Kulturschaffender sehen und mit gutem Beispiel voran gehen und die Worte korrekt aussprechen. Auch wenn es sich manchmal vielleicht ein wenig fremd anhört (oder vielleicht gerade dann).
Das ist natürlich eine schwierige Grundsatzdiskussion. Ich persönlich sehe es so, dass die Allgemeinheit recht hat. Wenn also der Großteil der Sprecher, bestimmte Laute wegfallen lässt, dann ist das der Standard. Sprache pflegt sich in gewisser Weise durch den permanenten Wandel, der ganz natürlich mit der Zeit auftritt, selbst.
 

pierre_horn

Autor und Produzent
Das ist natürlich eine schwierige Grundsatzdiskussion. Ich persönlich sehe es so, dass die Allgemeinheit recht hat. Wenn also der Großteil der Sprecher, bestimmte Laute wegfallen lässt, dann ist das der Standard. Sprache pflegt sich in gewisser Weise durch den permanenten Wandel, der ganz natürlich mit der Zeit auftritt, selbst.
Ist das so? :) Wenn man sich Werke wirklich großer Schriftsteller anschaut ( wie Goethe, Schiller, Mann uvm), so entspricht die verwendete Sprache nicht der, die von der Mehrheit der Menschen der jeweiligen Zeit im alltäglichen Leben gesprochen wurde;). Sie wird vielmehr als Kunst und Kultur betrachtet. Und dies findet sich dann auch im Theater wieder. Man kann also sehen: die Sprache hat sich nicht selbst gepflegt, sie wurde von den Kulturschaffenden gepflegt. So nahmen diese Einfluss auf den Sprachgebrauch späterer Zeiten.

Letzten Endes aber überlasse ich als Produzent die Aussprache aber dem einzelnen Sprecher, um ihn nicht in seiner Interpretation der Rolle einzuengen. Die Erfahrungen, die ich bisher damit gemacht habe, waren sehr gut.
 

Ludovico

Hoertalker
Sprechprobe
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Schriftsprache und (alltäglich) gesprochene Sprache sind aber zwei unterschiedliche Dinge.
In der Kunst gibt es immer unterschiedliche Strömungen. Ich persönlich bin da einfach ein größerer Fan des "natürlicheren" Sprechens.
 

Zaskia

Super-Hoertalker
Sprechprobe
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Wie die Regeln für die Bühnensprache sind, weiss ich nicht, aber für das Mikrosprechen kenne ich es so, dass man das -en unterschiedlich spricht, manchmal lässt man das "e" weg und spricht nur das "n", manchmal spricht man statt -en einen anderen Buchstaben, manchmal spricht man es auch wie es da steht als -en. Es kommt ganz drauf an, was vor dem -en steht.
  • zb wenn vorher ein "L" kommt, wird das "e" nicht gesprochen: fühlen = fühln
  • oder auch zB Lesen wird zu lesn,
  • nach zB "B" oder "P" (also sogenannten Plosiven) wird das -en zu einem "m", also leben = lebm oder Lippm;
  • nach "G" und "K" wird es so ein bestimmter n-Laut, den man hinten spricht zB Rücken = Rückn.
Aber man spricht -en aus
  • zB wenn es -igen ist zb beabsichtigen
  • oder nach Vokalen wie bauen
  • oder -ren wie hören oder -jen, wie Bojen....
  • oder bei -tgen wie röntgen
So kenne ich das. Jetzt alles recht kurz zusammengefasst, aber ich hoffe das hilft dem einen oder anderen irgendwie weiter :)
 
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Wertungen: Ani

Marco

Administrator
Teammitglied
Sprechprobe
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Anderes Beispiel: "Gedanken tanken" in deutlich: Gedan-ken tan-ken und in schnell und flüssig Gedankn tankn (wobei das k hierbei fast wie ein stummer Konsonant wirkt)
Wie gruselig (oder auch gruselich) hört sich denn das erste an? Gedan-ken ta-nken. Ich finde es in dieser Form viel zu hart. Ich bin auch eher für die (deutliche) flüssige Form des Sprechens.
 

Phollux

Robert Kerick
Teammitglied
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Gut, Gedan-ken tan-ken ist jetzt natürlich auch ein extrem hartes Beispiel. Meine Strategie wäre es so wenig Spannung in die -ken Silbe zu legen wir möglich. Dass, das "k" so beiläufig klingt wie möglich und die Betonung/Konzentration eher auf dem folgenden "en".
 

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