Tips für bessere Raumakustik

Phollux

Robert Kerick
Teammitglied
Sprechprobe
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Ach schön, ein Bereich, in den ich folgendes Video reinpacken kann.
Ich bin gerade per Zufall darüber gestolpert und dachte mir: Hey kennen wir nicht alle diesen Zustand? Am Ende haben wir zwar sehr gute Aufnahmebedingungen aber weder natürliches Licht, noch Frischluft. Aber was tun wir nicht alles für gute Aufnahmen :D:
 

Heavy

Schnitter (Sony Vegas PRO 17)
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Ich hole mir eine spanische Wand und beklebe diese mit Basotect. Aus die Maus.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7900

Guest
Ich kenne welche, die die Wände mit den leeren Eierschachtel bekleben, die imitieren die "professionelle" Schalloberflächen...
 
G

Gelöschtes Mitglied 7900

Guest
ok... Mit Brandgefahr kann ich jetzt nachvollziehen...
 

Telliminator

Sample-Collector
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Eierkartons? Ich fürchte das steigert nur den Cholesterinspiegel, denn Eier für die ganze Wand muss man ja erst mal alle futtern. :tearsofjoy:
 
G

Gelöschtes Mitglied 7900

Guest
ah, bei mir würde es ratz fatz gehen! vertrage einiges und die Nachbarn kann man auch fragen zu sammel ;)
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
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Hallo Leute,

vielleicht kann der/die ein oder andere eine qualifizierte Meinung dazu abgeben:

mein Büroraum ist Bodenfläche ca. 3,5 x 3,5 m². Zwei Wände sind Mauerwerk, eine Rigips auf Spanplatte (Trockenbau Innenwand) und die letzte Seite ist dominiert von der Dachschräge, die sich von ganz oben bis ganz unten zieht (Rigips und dahinter 30cm Dämmwolle). Maximale Höhe ist 3,1m (nach Innen) bzw. 0 (Außendach bis auf den Boden).

Mit welchem Aufwand müsste ich rechnen, um einfach direkt den Raum zum Aufnehmen nutzen zu können, anstatt mir meine mobile "Kabine" immer darin auf und ab zu bauen? Wieviel Basotect bräuchte ich dazu? Hat jemand einen vergleichbaren "Studioraum"? Gibt es eine gute Methode, die schlimmsten Störenfriede leicht zu identifizieren? Oder ist das alles eh hoffnungslos und nur die Sprechkabinen eignen sich, keine ganzen Räume?

Danke euch!
 

PeBu34

Der Forumsperfektionist
Hallo @Dolax,

ich denke mal, das ist auch für unsere "Fledermausohren" nicht einfach so zu beantworten. Könntest du vielleicht ein paar Bilder des Raumes hochladen, damit sich die Leute, die sich auskennen, eine bessere Vorstellung von dem Raum haben. Dann fällt m.E. eine Beurteilung leichter. :)

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Delay

Well-known member
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Mit welchem Aufwand müsste ich rechnen, um einfach direkt den Raum zum Aufnehmen nutzen zu können, anstatt mir meine mobile "Kabine" immer darin auf und ab zu bauen? Wieviel Basotect bräuchte ich dazu? Hat jemand einen vergleichbaren "Studioraum"? Gibt es eine gute Methode, die schlimmsten Störenfriede leicht zu identifizieren? Oder ist das alles eh hoffnungslos und nur die Sprechkabinen eignen sich, keine ganzen Räume?
Hi Dolax,
ich kann dich beruhigen, ist auf jeden Fall möglich. Natürlich eigenen sich Räume dafür auch wunderbar, ist echt Luxus wenn man einen eigenen dafür hat :) Für Sprache kann es eigentlich nicht trocken genug sein.
Wichtig ist das du nicht überdämpfst. Wobei Überdämpfen bissel missverständlich ist, gemeint ist damit das du nur ein Teil der Frequenzen dämpfst aber der Rest eben ungehindert weiter schallt und hallt. Das passiert meist bei dünnen Schaumstoffen. Die gefürchteten Noppen- oder Dreieckakustikschaumstoffe.
Solange das Material dick genug ist und breitbandig filtert solltest du mit Überdämpfung keine Probleme kriegen.
Du kannst dir Stellwände bauen oder die Wand vollklatschen.
Je nachdem was du wie an die Wände anbringen willst werfe ich mal den Begriff Dampfsperre in den Raum, daher sind Stellwände auch deutlich leichter zu händeln und auch überhaupt nicht schwer zu bauen.
Neben Basotect werfe ich auch Caruso Iso-Bond in den Raum, preislich günstiger als Basotect und strahlend Hellweiß. Bei beiden Materialen braucht man sich wegen evtl. Faserflug keine Sorgen machen.
Ich lass den Artikel mal für dich da, hab ihn nur überflogen was ich aber las sah sehr gut aus:
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
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@Delay Ein interessanter Artikel, danke dir. Verstehe ich richtig, dass du dieses Caruso bei dir auch im Einsatz hast? Wenn ja, mit welcher Dicke und Dichte?
 

Delay

Well-known member
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Ich habe leider kein Caruso Iso Bond hier, ich habe viel Basotect und Rockwool Termarock. Würde ich jetzt allerdings in deiner Position sein und komplett neu planen dann würde ich vermutlich gänzlich auf Caruso setzen.
Ich würde dir da auf jeden Fall um sicher zu sein eine Dicke von 7cm / 70mm empfehlen. Gerne mehr, unter 5cm / 50mm würde ich aber an deiner Stelle nicht gehen, sonst besteht ggf. die Gefahr der Überdämpfung.
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
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Ok, danke dir. Ich verstehe das jetzt so, dass man für ein Budget X lieber so viel 7-10cm dicke Absorber holt wie geht, anstatt die komplette Wand mit billigerem 3cm einzukleiden, weil sonst das Frequenzband zu ungleichmäßig gedämpft wird?
Wieviel % der Wandfläche würde man denn normalerweise zustellen?
 

Delay

Well-known member
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Umso mehr, umso besser. Letztlich würde ich dir aber dazu raten dich da ranzutasten. Teilweise hilft es schon viel die Positionen von Mikrofonen und Absorbern zu ändern usw. Wenn das dein Sprecherraum wird und sonst nicht verwendet wird kannst du ja fröhlich dämpfen. Sollte der Raum ggf. noch anderweitig verwendet werden, sollte es nicht zu stark gedämpft werden, ist schon ein wenig seltsam wenn man darin bspw. noch anderweitig arbeiten will einfach wegen den Ohren, die Raumklang nutzen zur Orientierung. Einfach ausprobieren und wie gesagt rantasten und nicht direkt Wagenladungen kaufen. Nachkaufen kann man immer. Fang vielleicht erstmal mit 40% - 50% Dämpfung an.
@Spirit328 wird hier bestimmt auch nochmal ein paar Sätze dazu schreiben :)
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
Sprechprobe
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Ich habe mich mal durch diverse Foren gelesen. Das Standard Tool um einen Raum akustisch zu bewerten scheint

Room EQ Wizard (kostenlos für privat)

zu sein. Also habe ich das mal ausprobiert:



Dieses Wasserfall-Diagramm soll die Stärke des Halls über die Zeit für verschiedene Frequenzen zeigen. Ich habe es mit meinem normalerweise verwendeten Mikro mit Hilfe von halbwegs ordentlichen Lautsprechern in 40cm Abstand im Büro ohne aufgebaute "Kabine" aufgenommen. (Die andauernden hohen Frequenzen scheinen das Grundrauschen der Boxen oder Lüfter zu sein.)

Danach habe ich diese kurze Stimmprobe aufgenommen:
 

Ich würde mich freuen, wenn ihr euch die Zeit nehmen könntet, für euer Setup ähnliche Pärchen aus Bild und Aufnahme zu erstellen. So könnten wir herausfinden, ob dieses Tool brauchbare Bewertungen ermöglicht.

Meine Einstellungen bei der Aufnahme sehen so aus:

Die Lautstärke der Boxen habe ich bei 100% gelassen (das Testgeräusch ist deutlich lauter als mein Sprechen), am Mikro habe ich die Aufnahme auf ca. -15dB eingepegelt ("Check Levels" Button).
Zur Bedienung kann man sich dieses Video anschauen:

Disclaimer: mir ist klar, dass der Raum so noch nicht Sprech-Reif ist. Darum geht's erstmal nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@Dolax!

Danke für den Link zu Room EQ Wizard. Das Tool kannte ich noch nicht.
Auf den ersten Blick sieht es sehr danach aus, daß man es kaum ohne ein eingehendes Studium des Handbuchs richtig und aussagekräftig einsetzen, bzw. alle Möglichkeiten ausschöpfen kann. "SPL und Phasen Graph", "Thiele-Small Parameter", "RT 60 Graph", "Impulsantworten", "Raumoden", "Moden" ... sagen jetzt nicht jedem sofort etwas, außer vielleicht "Schiebetür am Bahnhof von Peking!". ;)

Es ist eine gute Hilfe, ersetzt aber kein erfahrenes Gehör.
Aber um einen Einstieg zu bekommen und Problemen bzw. Problemzonen in einem Raum auf die Spur zu kommen, sicherlich eine gute Hilfe.

Das kommt mir nachher mal auf den Rechner und dann schau'n mer mal. :)

Viele Grüße
Thorsten

P.S.: Vielleicht können wir das einsetzen, um dem Raumhall schneller auf die Schliche zu kommen? ....
 
Zuletzt bearbeitet:

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
... Hmmmmmm ;)

Also, wenn man dem Kollegen so zu hört, merkt man, daß er schon genau versteht, was man da sieht und warum er was tut.

Jetzt stelle ich mir gerade ein neues Mitglied vor, die/der gerade erfolgreich seine Geräte zusammegesteckt, Treiber installiert und alles zum Laufen gebracht hat und glücklich ist wie in einem Traum.
Dann möchte diese Person [intern] werden und ich schicke eine kleine Anleitung mit so einem Tool ... ich denke, daß es nur ein paar sehr unerschrockene schaffen das zu benutzen und zwar so, daß man bzw. die Fledermausohren damit etwas anfangen können. Denn wer viel misst, misst viel Mist. ;)
Da ist noch ein wenig sehr viel "Adaptionsarbeit" zu leisten, unsererseits.

Das soll Deine Idee bestimmt nicht schmälern, aber ich weiß aus Erfahrung, daß wir es hier nicht immer mit technisch sehr versierten Mitgliedern zu tun haben. Außerdem stelle ich mir gerade vor, wie da mit ComputerQuäken (aka Lautsprecher) und Ein- und Ausgängen hantiert wird ... und wenn die Tauchspulen aus den Lautsprechern fliegen, ist es ein sicheres Zeichen dafür, daß es morgen regnen wird. ;)

Ich denke da noch etwas "darauf herum", wie man das einsetzen könnte und zwar ohne die Leute technisch zu überfordern.
 

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