soundjob

HÖRSPIEL MUSIK AUDIO
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Kopfkino<>Konkrete Darstellung
Im Kern geht es um die subjektive Geschmacksfrage, ob ein Hörspiel seinem Publikum möglichst viel, oder eher weniger erklären darf ?
Ob nun durch einen klassisch allwissend erklärenden Erzähler, durch die Informationsvergabe durch Dialoge oder durch ein mehr oder minder (zu) offensichtliches Geräusch/Sounddesign...

Hat hat man es lieber, wenn einem auch konkret mitgeteilt/erklärt wird, was nun gerade passiert/gemeint ist, damit die Vision der Geschichte nicht falsch/anders interpretiert wird ?
Oder kann das Hörspiel ganz bewusst Lücken lassen, die der "mitarbeitende" Hörer in seinem Kopfkino selbst ausfüllen darf/muss/soll ?
Darf ein Hörspiel vielleicht auch (k)eine eindeutige Wahrheit haben- oder darf der Hörer sich seine eigene erschaffen ?
Ist es eurer Meinung nach eher von Vorteil/Nachteil, dass jeder Hörer vlt. seine eigenen Vorstellungen entwickelt ?
Was haltet ihr von offenen Enden ?

Wie bevorzugt ihr da eure Geschichten ?
Oder was frustriert euch da ?
Beim Hören, beim Schreiben.

Vielleicht ist das ja auch Genre-abhängig total unterschiedlich, dass man in Genre X das eine bevorzugt, während man im Genre Y aber gut darauf verzichten kann ?
Und wenn dem so ist, warum ist das bei euch so ?

Ich freu mich auf eure Gedanken und Ansichten.
Viel Spaß beim Austausch.
 
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Mr_Kubi

Der auf den Bus wartet
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Ich selbst tendiere bei Hörspielen eher zum Team Sound FX (Erzählen durch Geräusche) und versuche Erzähler auch in Skripten wenn möglich zu vermeiden. Aber manchmal geht es halt nicht, dann muss ein Erzähler her.

Das totale Selbstgespräch einer Figur um Infos weiterzugeben ist auch nervig - weil es schnell ein Monolog wird.
Das ist übrigens bei Rundfunkproduktionen häufig so. Da reden die Hauptfiguren in Hörspielen seitenweise...also in Monologen und nicht in Dialogen.

Finde ich für ein Hörspiel echt blöd. Das sollte von Dialog leben und durch Sounds Stimmungen, Orte und Dynamik schaffen. Wenn in einem Hörspiel zuviel/zu lange Monologe kommen schalte ich auch schnell aus...
Da ist meine Erwartungshaltung einfach nicht erfüllt.

Bei Hörbüchern ist das anders. Da erwarte ich Monologe und da kann ich das auch gut finden.
Ich unterscheide hier also sehr genau zwischen Hörspiel und Hörbuch.

LG
 

Fylvia R. Schein

durchgeknallte Kreative mit Leidenschaft!
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hmmmmmmmm - schwierige Frage und da gibt es mehr als nur eine Antwort:
Als Autorin mache ich das von der jeweiligen Geschichte und auch von der Situation abhängig. Wieviel muss der Hörer in dem Moment genau wissen? Es gibt Momente, da will ich, dass eindeutig klar ist, wie der Sachverhalt ist, weil es vielleicht einfach für den Verlauf der Geschichte relevant ist. Dann wieder lasse ich manche Dinge gerne wage/offen, damit der Konsument sich da eigene Gedanken machen, oder die Fantasie anregen muss.
Ähnlich ist es da als Hörerin. Zwar liebe ich es, mir Dinge vorzustellen und meiner Fantasie freien Lauf lassen zu können, aber je nach Geschichte oder Situation mag ich auch Klarheit und Details.
Als Produzentin liebe ich es unterschwellig mit Sounds und Effekten auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen, ohne sie direkt aussprechen zu müssen. Ich finde gerade beim Sounddesign ist manchmal mehr der Schlüssel. Und damit meine ich nicht, dass jede Millisekunde mit irgendwelchen Geräuschen gefüllt sein muss, aber wenn jemand von einem Raum in den anderen wechselt, dann sollte man nicht nur Schritte und Türen hören, sondern vllt. auch unterschiedliche Böden, eine Wanduhr, eine andere "Atmosphäre". Das gelingt mir natürlich nicht immer, aber ich gebe mir da viel Mühe. Da könnte man jetzt verargumentieren, dass dadurch zu viel Details Preis gegeben werden, aber ich bin der Meinung, dass durch eine Atmosphäre noch lange nicht erklärt sein muss, in welchem Raum ich mich genau befinde.

Mein Fazit: Ich kann das für mich nicht pauschalisieren. Ist wirklich von Szene/Hörspiel/Genre und auch davon, welche Rolle ich gerade einnehme abhängig
 

Kluki

Kann mich jemand hören? Hallooooo!
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Ich bin auch der Meinung, dass es da viel auf das Genre des Hörspiels ankommt. Mir als Konsument ist wichtig, dass ich in die Geschichte gezogen werden. Dafür sind Sounds extrem hilfreich. Zum Beispiel laufen zwei Protagonisten durch einen verschneiten Wald und haben das Gefühl verfolgt zu werden. Da brauche ich keinen Erzähler, der mich aus der Situation reißt, da brauche ich Laufgeräusche, Schreckgeräusche der Personen. Aber das ist meine Meinung, andere finden einen Erzähler immer wichtig. Ich denke, da gibt es kein richtig oder falsch. Das muss jeder Autor für sich selber entscheiden
 
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Loskyll

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Ich bin da auch definitiv Team Sound. Es ist sicherlich nicht immer einfach umsetzbar oder in einigen Fällen wahrscheinlich gar nicht, aber es hat schon bei einigen Hörspielen funktioniert, wo ein Erzähler etwas erklärt und dann das gerade Erklärte nochmal gespielt wurde. Da frage ich mich dann auch, wofür überhaupt den Erzähler aktivieren?

Am besten funktioniert es meiner Meinung nach, wenn die möglichen Sprecher natürlich auf ein Geräusch reagieren und es damit erklären. Bei "Das andere Telefon", hatte ich das in zwei Momenten.
Einmal hat die Frau vor dem Sheriff gesagt, dass sie hier den Beweis hat, was mit ihrem Mann geschehen ist. Da man bei einem Hörspiel natürlich nichts sieht, hat der Sheriff nachgefragt, was ihm denn dort auffallen soll, weil er nur das Ehepaar im Zelt liegen sieht. Kurz darauf gibt es ein Klickgeräusch und der Ehemann beschwert sich über das Licht. Und der letzte Punkt war, dass man im Hörspiel zwei verschiedene Telefone gehört hat (daher auch der Name - das andere Telefon). Somit konnte man sich das Ganze nochmal anhören und würde dann erkennen, dass es da einen Unterschied gab. Gibt dem Ganzen auch nochmal Tiefe.

Meiner Meinung nach ist das Beste am Hörspiel, dass das, was passiert, gespielt wird und mit Sounds an den Hörer gebracht wird. Ein Erzähler ist da oftmals die einfache Variante und die, die ich persönlich nicht so gerne mag. Ist aber natürlich auch alles Geschmackssache. Im Endeffekt bleibt es oft leider aber nicht aus, dass man mehr erklären oder erzählen muss als gewünscht, weil man natürlich keinerlei Möglichkeit hat, visuelles 1:1 akustisch zu präsentieren.
 

Lauschecke

Lauschecke
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Ich bin absoluter Fan von Hörspielen ohne Erzähler, habe meine eigenen bisher auch immer ohne produziert. Vor allem bei Hörspiele, die auf Spannung ausgelegt sind, reißt mich ein Erzähler immer komplett raus, weil ich mich dann auf einer Art "Meta-Ebene" befinde und nicht mehr mitten im Geschehen bin.

Manchmal ertappe ich mich aber dabei, wie meine Sprecher dann ganz kurz erklären (müssen), was denn grad abgeht oder was sie gesehen haben. 😁

Eine coole Mischung finde ich übrigens, wenn der Erzähler selbst der Protagonist ist und ein bischen nebenher erzählt, sozusagen seine Gedanken wiederspiegelt. :cool:
 

Nee

Moin
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Aus meiner Sicht gibt's da Unterschiede.

Erzählstimme
Ganz blöd zum Hören finde ich eine Erzählstimme, die Gehörtes doppelt. Fällt mir besonders bei Hörspielen auf, die sich an Kinder richten und ich denke man kann auch Kindern etwas mehr zutrauen, durch die Sounds und die Dialoge allein drauf zu kommen.

Erzähler: Tom trat zur Gruppe hinzu
Sounds: sich nähernde Schritte
Tom: Hallo Leute.

Auf der anderen Seite stehen die schrägen Dialoge oder Monologe, von denen man weiß, dass sie nur geführt werden, um mir als Hörerin zu vermitteln was passiert. Solange sie nicht überhand nehmen, ziehe ich sie einer Erzählstimme vor.

Tom: Ich ziehe jetzt die Schrauben an.
Sounds: Schrauben...
Tom: Danach muss ich nur noch den Hebel umlegen.... So.
Sounds: Hebel + Maschinenrumpeln


Was spricht für eine Erzählstimme?
  • Handlung straffen: Die Erzählstimme fasst einen Teil er Handlung kurz zusammen, Hörspiel wird nicht zu lang
  • etwas ist nicht ausreichend hörbar machbar
Was spricht gegen eine Erzählstimme?
  • Stimmung: Bei manchen Hörspielen ist mir aufgefallen, dass die Erzählstimme eine gewisse Stimmung erzeugen soll. Ich mag's lieber, wenn man das über Geräusche, Musik und die Emotionen, die die Sprecher*innen transportieren löst.
  • reißt aus der Immersion
  • nimmt die Dynamik aus der Szene
Ich schreibe meine Skripte idR ohne Erzählstimme. Bei einem Sci-Fi-Skript, das noch in den Kinderschuhen steckt, nutze ich z.B. selbst ausnahmsweise eine, weil ich einfach auf die unnützen Dialoge mit "Guck mal, das Raumschiff" etc. verzichten wollte.
In einem fertigen Krimi-Skript ohne Erzählstimme habe ich länger an einer bestimmten Szene getüftelt. Es ist fürs Verständnis des Falls wichtig, die Umgebung bildhaft zu kriegen und die verschiedenen (Flucht-)Wege darzustellen. Ich wollte aber auch nicht nur dafür eine Erzählstimme einsetzen. Szenisch habe ich es so gelöst, die beiden Protagonisten diese Wege entdecken und einordnen zu lassen und trotzdem einen möglichst natürlichen Dialog darüber zu führen, weil sie ihre Gedanken darüber austauschen. Beim Testlesen fand die Szene Anklang und die Wege waren klar. Ich bin stolz drauf :)

Wie eindeutig muss ein Hörspiel für mich sein?
Bleiben wir beim Krimiskript. Natürlich gehe ich dabei auch das Wagnis ein, dass bei der Zuhörerschaft ein ganz anderes Bild entsteht als ich mir beim Schreiben gedacht habe. Macht aber nichts, solange die Szene als solches verständlich bleibt. Ich denke, jeder hat bei einem Hörspiel sein eigenes Bild von der Szenerie im Kopf und ich find gerade das ist ein schöner Aspekt von Hörspielen.
Einen interessanten Ansatz finde ich einen unzuverlässigen Erzähler. Wenn die Erzählstimme auch gleichzeitig eine Figur des Hörspiels ist, schildert sie automatisch die Geschehnisse aus ihrer Perspektive und liefert ihre Interpretation. Ein Hörspielbeispiel fällt mir dazu nicht ein, aber mich juckt's in den Fingern. In Romanen finde ich solche Wendungen klasse, weil sie ein zusätzliches Spannungselement liefern.
Offenes Ende: Bei Horrorhörspielen mag ich sie sehr gern.
 

DarkHeart

Queeres Goth-Girl
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Ich persönlich bevorzuge Erzählstimmen. Ich habe mehrere Sci-Fi Hörspiele gehört, wo es keinen Erzähler gab und ich dann anhand der Sounds nicht verstanden habe, was da gerade passiert.
Was @Nee als "schräger Monolog" deklariert, würde ich eher das Prädikat "Exposition durch Charaktere" nennen. Ich versuche da die Gespräche natürlich zu machen und das so einzubauen, dass man da nicht merkt, dass es jetzt dazu dient etwas zu zeigen, was der Hörer nicht sehen kann.
Bei mir dient der Erzähler zum "malen" von Bildern im Kopf des Hörenden und für Zeitsprünge. Ganz wichtig ist für mich aber auch die Musik, die macht bei mir extrem viel aus. Zusammen mit Geräuschen kann man ohne Worte sehr viel bewirken. Da überlasse ich es auch den Hörenden, wie sie die Szene aufnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:

knilch

Hä? Was heißt das?
Meiner Meinung nach gibt es für alle Varianten sehr gute Beispiele, dass es gut oder schlecht (die drei ??? haben immer wieder eine 'oh mein gott er hat eine Waffe' Zeile drin, während schon auf sie geschossen wird :ROFLMAO:) funktionieren kann. Ich habe auch schon fast alle Kombinationen einmal in der Produktion gehabt. Es ist auch nicht immer leicht die Gratwanderung dann genau abzupassen.

Letzendlich bin ich aber kein Fan von einer extra-Erzählstimme. Entweder ganz ohne oder einer der Charaktere übernimmt mit inneren Monologen/Gedanken die Erzählposition/das Worldbuilding.

Was haltet ihr von offenen Enden ?
Gibt da ja auch wieder Graustufen. Ich fand es bspw. bei Parapol immer grandios, dass die Fälle nie wirklich geklärt wurden, sondern man in so einer heisenbergschen Zwischenebene geendet hat. Beides konnte möglich sein (überirdisch oder wissenschaftlich) und beide Seiten konnten sich drin wieder finden.
Ansonsten glaube ich, ist das sehr Genre-abhängig und offene Enden können sich eher bei Horror/Mystery lohnen. Kann ich mich aber auch irren.
 

soundjob

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Ich für meinen Teil bin da so wie im Eingangspost erwähnter "X/Y-Wandler".
Für Genre X mag ich daher etwaige Zutaten, die ich für Genre-Y wiederum nicht mag oder verwende.
Aber allgemein...
Bin auch kein Fan von wiederholenden/überflüssigen Info-Dump, die weder Handlung noch Geschichte in szenischer Konsequenz voranbringt.

Erzähler:
Ich mag stilistisch den Erzähler (die ich sehr oft und gerne in meinen Geschichten einsetze), sofern sie dann aber auch nur als Informant der Exposition in Kapitelüberleitungen fungieren, aber nicht aktiv, bzw. schildernd in eine Handlung eingreifen.
Ich mag aber auch Geschichten mit Protagonisten, die aus der Ich-Perspektive im Voice-Over auch die Position des Erzählers übernehmen, wie das z.B. ganz klassisch für Detektivgeschichten oder Film Noir ist.
Erzählung finde ich dann allerdings selten gut oder irgendwo notwendig, sowie Immersionen zerstörend, wenn dann jedoch auf Erklärbär statt auf aktive Handlung gesetzt wird (so mitten im Climax).
(Ausnahme sind hier für mich allerdings Kindermärchen, da altersbedingt Assoziationsfähigkeiten ggfls. noch nicht so ausgeprägt sind).

Ich finde generell stark handlungsorientierte Geschichten gut, die Informationsvergaben nicht (nur) durch Dialog, sondern möglichst eben durch aktive Handlung, Atmosphäre, Sound oder Musik als eigene wie gleichberechtigte Erzählebene stattfinden lassen.
Ich mag dies selbst sehr gern- und möchte dem Hörer einfach auch das Gefühl in meinen Produs vermitteln, dass eine Geschichte "miterlebt", in eine Perspektive versetzt wird... und nicht einfach nur vorgesetzt bekommt.

Der Hörer darf und soll natürlich seinen eigenen Film im Kopf fahren- aber ich finde es sehr schön (und dann auch meine Arbeit, bzw. Absicht gelungen), wenn durch meine suggestiven Sounds und Atmosphären, jener Film dieselben/ähnliche Bilder in den Köpfen erzeugte. 😜
 
Zuletzt bearbeitet:

Nee

Moin
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Ich persönlich bevorzuge Erzählstimmen. Ich habe mehrere Sci-Fi Hörspiele gehört, wo es keinen Erzähler gab und ich dann anhand der Sounds nicht verstanden habe, was da gerade passiert.
Was @Nee als "schräger Monolog" deklariert, würde ich eher das Prädikat "Exposition durch Charaktere" nennen. Ich versuche da die Gespräche natürlich zu machen und das so einzubauen, dass man da nicht merkt, dass es jetzt dazu dient etwas zu zeigen, was der Hörer nicht sehen kann.
Bei mir dient der Erzähler zum "malen" von Bildern im Kopf des Hörenden und für Zeitsprünge. Ganz wichtig ist für mich aber auch die Musik, die macht bei mir extrem viel aus. Zusammen mit Geräuschen kann man ohne Worte sehr viel bewirken. Da überlasse ich es auch den Hörenden, wie sie die Szene aufnehmen.

Ich hab's schrägen Dialog genannt analog zum 'schiefen Bild', bzw. 'schiefe Metapher' aus der Prosa. Damit meine ich wenn die 'Exposition durch Charaktere' verrutscht wie im Beispiel. Die Szene mit Kate ist nicht mehr aufrufbar, aber ich nehme mal an, es war die mit dem Schusswechsel aus dem letzten Skript. Da würde ich auch keinen schrägen Dialog sehen, weil es normal wirkt, dass Kate und Kathrin sich absprechen. Hier spielt's keine Rolle, dass eine realistischere Darstellung wohl eher auf Handzeichen zurückgreifen würde. Der Dialog ist immer noch plausibel. Die Erzählerin danach würde ich übrigens als ein Beispiel sehen, wie man die Handlung durch eine Erzählstimme strafft.

Gibt da ja auch wieder Graustufen. Ich fand es bspw. bei Parapol immer grandios, dass die Fälle nie wirklich geklärt wurden, sondern man in so einer heisenbergschen Zwischenebene geendet hat. Beides konnte möglich sein (überirdisch oder wissenschaftlich) und beide Seiten konnten sich drin wieder finden.
Ansonsten glaube ich, ist das sehr Genre-abhängig und offene Enden können sich eher bei Horror/Mystery lohnen. Kann ich mich aber auch irren.

Wie meinst du das bei Mystery? Der Kern von Mystery-Geschichten ist doch das Mystery, also das Geheimnis, bzw. das Rätsel. Wenn das nicht aufgeklärt wird, ist das doch unbefriedigend, oder? Ich kann mir höchstens vorstellen, es durch ein noch größeres Geheimnis oder eine neue Frage zu ersetzen. Bei Serien nennt man das dann wohl den Auftakt zur nächsten Staffel :D
 

Telliminator

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Ich bin für das Prinzip Show don´t tell. Wenn in Dialogen unsägliche Erklärungen drin stecken, zu dem was die Protagonisten sehen und erleben, könnt ich manchmal echt Kotzen. Klar ist es schwierig wenn eine Story ohne Erzähler auskommen möchte die Dinge, die in der Szene gerade zu sehen sind, zu erklären. Das muss äußerst geschickt eingeflochten werden ohne das es blöd klingt. Ein schwieriges Unterfangen.
 

knilch

Hä? Was heißt das?
Wie meinst du das bei Mystery? Der Kern von Mystery-Geschichten ist doch das Mystery, also das Geheimnis, bzw. das Rätsel. Wenn das nicht aufgeklärt wird, ist das doch unbefriedigend, oder? Ich kann mir höchstens vorstellen, es durch ein noch größeres Geheimnis oder eine neue Frage zu ersetzen. Bei Serien nennt man das dann wohl den Auftakt zur nächsten Staffel :D
Hab ich auch gedacht, aber gerade bei Parapol hat es das am Ende nicht gebraucht. (Nicht alle der Folgen waren so, aber einige, wenn ich mich richtig erinnere).
 

DarkHeart

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Die Szene mit Kate ist nicht mehr aufrufbar, aber ich nehme mal an, es war die mit dem Schusswechsel aus dem letzten Skript. Da würde ich auch keinen schrägen Dialog sehen, weil es normal wirkt, dass Kate und Kathrin sich absprechen. Hier spielt's keine Rolle, dass eine realistischere Darstellung wohl eher auf Handzeichen zurückgreifen würde.
Hab's aktualisiert... Keine Ahnung wieso es nicht mehr ging... Die Szene die ich da habe war eher als Beispiel, wie Musik und Audio alleine erzählen können.
Als Beispiel aus meinem Skript hätte ich als Take von dir den hier: „Mhm... irgendwie habe ich das Gefühl verfolgt zu werden. Da vorne ist eine Seitenstraße! Bin mal gespannt, ob sich mein Gefühl bestätigt ...“
 

soundjob

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„Mhm... irgendwie habe ich das Gefühl verfolgt zu werden. Da vorne ist eine Seitenstraße! Bin mal gespannt, ob sich mein Gefühl bestätigt ...“
@Nee

Kenne jetzt leider das Hörspiel und daher den Kontext nicht, aber der Satz wäre natürlich auch ein klassisches Beispiel dafür, um aus dem "inneren Monolog" eine "aktive Handlung" zu machen.
Oder wie habt ihr das schlussendlich gelöst ?
 

DarkHeart

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@Nee

Kenne jetzt leider das Hörspiel und daher den Kontext nicht, aber der Satz wäre natürlich auch ein klassisches Beispiel dafür, um aus dem "inneren Monolog" eine "aktive Handlung" zu machen.
Oder wie habt ihr das schlussendlich gelöst ?
Ich habe vor, danach Schritte zu machen und den Straßenlärm rauszunehmen um auch Akustisch zu zeigen: Es geht jetzt woanders hin. Umgesetzt ist das ganze noch nicht. Wiegesagt: Bei dem Satz hat man dieses bisschen "komische" vom Hörspiel, aber ich dachte mir, wenn ich das so schreibe und der Char das quasi so bisschen zu sich selbst sagt, dann kommt das noch "relativ authentisch" rüber.
 
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