Blutiger Anfänger braucht Akustik-Nachhilfe für Videoproduktion

GO TO ADMIN PANEL > ADD-ONS AND INSTALL ABSTRACT SIDEBAR TO SEE FORUMS AND SIDEBAR

Verney

Super-Hoertalker
@Jeffreyae alles cool ;-)

ich merke auch gerade, dass das hier eine ziemlich nettes Forum ist. Jeder will beitragen, was er weiß. Das ist voll o.k. Kann ja nicht jeder überall Fachmann sein .

ich habe mir Izotop letzte Weihnachten geholt, als es gerade besonders billig war - und weil mich der Mischautomatismus interessiert hat. Den Rest gab´s durch´s Einführungsangebot praktisch gratis dazu. Ich probiere ein bisschen damit herum - mehr nicht. Klar, dass man mehr rausholen kann.

Früher hatte ich nicht die Möglichkeiten, heute fehlt mir die Zeit … ;-)
 

Sawyer

Hoertalker
Heute das erste Mal mit Audacity rumexperimentiert und bin ja relativ begeistert, wie gut man das heftige Rauschen wegbekommt. Einziger Nachteil ist, dass Audacity nur Audio ausspuckt und die verbesserte Tonspur leider nicht wieder übers Video drüberlegt. Das konnte ich aber dann mit Avidemux lösen. Beides kostenlos.

Wenn jetzt durch Teppich plus Platten noch der Hall im Zaum gehalten werden kann, bin ich happy. Werde berichten. Und es gibt ja dann sicher noch bessere Einstellungen in Audacity. Hab eben nur mal beim Rauschen angesetzt.
 

Verney

Super-Hoertalker
Klingt interessant. Audacity habe ich auch - aber fast nie benutzt - war bei verschiedenen Audiointerfaces dabei. Aber bei mir sind diese "Effekte" (Restaurationsprogramme) nicht freigeschaltet.

@Sawyer Woher hast Du denn Deine Audacity-Version ?!?

Würde mich auch mal interessieren, wenigstens zum Vergleich.
 

PeBu34

Super-Hoertalker

Verney

Super-Hoertalker
@Peter Jack
vielen Dank,

ja, so hatte ich das auch in Erinnerung. Aber sind bei der Audacity-Version dann auch die ganzen Restaurationsprogramme dabeii (denaoising, decrackling, declicking, ...) die sind bei mir im Menü ausgegraut, da geht bloß der Chorus, etc ...
 

PeBu34

Super-Hoertalker
@Verney Soviel ich weiss, kann man sich einiges noch herunterladen. Das hab ich aber nie gemacht, weil ich bisher mit dem, was von vorne herein dabei war, mehr als zurechtgekommen bin. :) Ich kann auf mein Audacity leider grade nicht zugreifen, sonst wuerde ich das ausprobieren und dir das Ergebnis zukommen lassen. :)

PS: Nicht Peter Jack, sondern PeBu34 ;)
 

PeBu34

Super-Hoertalker
Ist ja kein Problem! Wenn der Name in rot erscheint, wird jemand anderer ueber deine Nachricht informiert, z.B. eben Peter Jack. :)
 

Sawyer

Hoertalker
So, hier endlich mal ein Update mit den ersten Tests nach 12 m² Teppich und 20 Stück Basotect á 3 cm. Bitte um Feedback + Ideen + Verbesserungsvorschläge:

Sprechprobe im nackten Raum vor einem Monat (08.11.2018):
 

Aktuell (07.12.2018):

So in Richtung von diesem Sound hier wär natürlich geil (auch wenn´s natürlich TV ist):
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 6038

Guest
Ja das sind im Vergleich wirklich ein riesen Unterschied.
Ganz am Ende beim Klatsch und Juhu Test hört man schon noch im tieffrequenten Bereich ein wenig Nachhall, aber das ist Vernachlässigbar in meinen Augen, da du in der Regel ja gleichbleibend Laut sprichst und nicht zwischen Flüstern, Sprechen und Schreien wechselst.

Die angesprochenen Artefakte entstehen durch die Rauschentfernung.
Ich vermute du schneidest die Videos auch nochmal nachdem du sie aufgenommen hast?
Guck mal ob du in deinem Videoschnittprogramm auch VSTs reinladen kannst (ReaFir [dein angesprochener EQ] ist beispielweise so eins) damit kann man auch ganz gut Rauschen entfernen. Ich würde generell empfehlen das nachträglich zu machen und nach Bedarf einzustellen und nicht nicht Pauschal -10dB Rauschen entfernen. Rauschentfernung funktioniert in der Regel immer gleich: Man nimmt eine Stelle vom Audio indem nur das Rauschsignal zu hören ist, füttert das Plugin mit der Rauschinformation und auf dieser Basis hin kann man dann einstellen wie Stark das Rauschsignal vom Nutzsignal getrennt wird. Da gilt es eher dezent Rauschentfernen sonst gibt es eben hörbare Artefakt.
Hier mal Guckstoff was das Rauschentfernen mit ReaFir angeht:
Removing Background Noise in REAPER (ReaFIR)

Ich habe den Eindruck du bist dir nicht ganz im klaren was der NoiseGate eigentlich so macht. :)
Daher hier eine kurze Erklärung: Das NoiseGate macht die Schotten dicht wenn ein bestimmter Schwellenwert (Threshshold) Unterschritten wird und macht sie wieder auf wenn das Signal den Wert überschreitet. Mit "Schotten dicht" ist gemeint das quasi unter dem angegebenen Wert die Tonspur auf "Stumm" gestellt wird. Ist so eine Kunst für sich und finde ich bei Stimme immer recht schwer was die Einstellung angeht. Wenn man es zu stark einstellt dann werden alle Atmer abgeschnitten und zu schwach eingestellt hat es quasi kein Effekt. Neben dem Threshold gibt es dann noch Attack und Release Zeiten... ich finde es ziemlich kniffelig. Habe auch sehr viel damit rum experimentiert aber einfach ist das nicht. Kommt aber auch immer darauf an wie viel Stille bzw. Sprechpausen es in deinem Video gibt. Je nach Fall kann es einfacher sein händisch entsprechende Stellen einfach in der Tonspur zu schneiden, sodass dort wo nichts gesagt wird einfach kein Ton ist.

Der Kompressor ist meiner Meinung nach auch ein wenig extrem eingestellt... aber für Videos vielleicht auch wieder genau richtig.
Ich bin ein großer Freund davon sowas in der Nachbearbeitung anzupassen und nicht direkt bei der Aufnahme direkt draufzudüdeln. Kannst du aber machen wie du willst. Es ist jetzt nicht schlecht, das will ich damit nicht sagen :)

Was den Klang von Böhmi angeht, er trägt auch ein Lavaliermikrofon (direkt mittig unter dem Krawattenknoten, bzw. es ragt da raus). Fällt aber gar nicht so wirklich auf, wenn man nicht darauf achtet.
 

Sawyer

Hoertalker
Die angesprochenen Artefakte entstehen durch die Rauschentfernung.
Ja, in mehreren Reafir-Videos hieß es, dass die Original-Rauschunterdrückung von OBS selbst (die ich jetzt benutzt hab) bisschen die Stimme versaut und Reafir besser wäre.

Ich vermute du schneidest die Videos auch nochmal nachdem du sie aufgenommen hast?
Ja. Mit Davinci Resolve inkl. umfangreicher Audio-Optionen.

Hier mal Guckstoff was das Rauschentfernen mit ReaFir angeht:
Hab ich auch gesehen gehabt, das Video. Leider klappt die Reafir-Rauschunterdrückung bei mir nicht so schön wie in den entsprechenden Youtube-Videos. Einer hat das Rauschen da ganz clean und gut rausbekommen. Hab ich gestern ewig versucht aber es funzt einfach nicht richtig. Könnte an meinem Mikro liegen befürchte ich (Zoom H1). Notfalls muss doch noch ein besseres Mikro her.

Ich habe den Eindruck du bist dir nicht ganz im klaren was der NoiseGate eigentlich so macht.
Doch, ist mir klar, wirkt aber im Video streckenweise so, hab ich auch gedacht :)

ich finde es ziemlich kniffelig. Habe auch sehr viel damit rum experimentiert aber einfach ist das nicht.
Ja, da hab ich auch bisschen rumgedoktert und bin in Sachen Attack- und Release-Time etc, auch noch nicht klar, was genau am besten wäre.

Ich bin ein großer Freund davon sowas in der Nachbearbeitung anzupassen und nicht direkt bei der Aufnahme direkt draufzudüdeln.
Hab ich in Davinci Resolve versucht, da funzt aber auch die Standard-Rauschunterdrückung nicht so geil (müsste ich da auch nochmal mit den VST Plugins versuchen). Das läuft da mit der Standard-Rauschunterdrückung so ähnlich wie bei Reafir und Audacity mit anlernen und dann weg damit. Klingt aber bei mir auch so roboterhaft. Generell fänd ichs am praktischsten, einfach alles direkt mit halbwegs vernünftigem Sound aufzunehmen und dann nur noch schneiden zu müssen.

Denn wenn ich dann beim Schneiden merke, das noch was fehlt und ich noch was nachfilmen muss, dann brauch ich den Part nicht explizit in Resolve nochmal zusätzlich nachzubearbeiten, sondern einfach nochmal nachfilmen, in Resolve einfügen, zurechtschneiden und fertig.

Müsste dann für meine Zwecke eins mit USB sein. Könnte ich notfalls auch nochmal versuchen.
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
Sprechprobe
Link
Ahhhh ... ein Update deiner Bastelarbeiten. Ich bin eigentlich kurz vorm Sprung ins Bett, muss Morgen früh um 5 wieder raus. Deshalb jetzt nur ein paar Worte im Telegramstil von mir dazu.

Also - der Vorher/Nachher Tonvergleich - da liegen schon Welten dazwischen. Ist viel besser geworden.
Gemessen an Hörspiel/Voice Over Standards wäre da immer noch zuviel Raumeigenklang drin und noch nicht trocken genug. Aber da willst du ja, soweit ich dich richtig verstanden habe, sowieso nicht hin.

In Richtung deines anderen Beispielvideos: ist Studioumgebung mit großen Gästeraum - das hat Eigenhall. OK, passt. Vom Klang her noch ein paar Feineinstellungen mit dem EQ, um deine Stimme fülliger werden zu lassen. Aber das ist Feintuning.

Abstand, du hörst s wohl selber - je weiter du vom Mikrofon weg gehst, desto mehr Raumklang hast du in der Aufnahme.

Deine Dämmung: viele Dämmplatten für den kleinen Raum - du könntest noch die Ecken des Raumes mit solchen aterialien abrunden. Und ja, das Fenster Reflektiert auch einiges. Theaterstoff (Molton) als Vorhang würde ich weiterhin empfehlen. Das schluckt auch ein bisschen was von den Außengeräuschen.
Was deinen Green.Screen Stoff angeht, mit dem Zeug bin ich nicht vertraut.

Mikrofon-Eigenrauschen, Klang und Filter: Hier haperts noch. Ich höre bei aktivierten Filtern einiges an Fragmenten, ein flirren das wohl größtenteils von der Rauschentfernung kommt. Ich hab grad nicht auf dem Schirm was genau du da für ein Mikrofon unter welchen technischen Bedingungen bei dir werkelt. Aber hier solltest du ruhig noch einmal ansetzen. (Rauschärmeres Mikro, pegeln der Aufnahmekette etc. - nur um da Vorab ein paar Stichpunkte zu liefern). Das entrauschen nimmt da vermutlich zuviel an Klanganteilen heraus, wodurch die "flirrenden" Fragmente her stammen könnten. Und je nachdem wie bestimmte Werte am Kompressor eingestellt sind, werden diese ggf. mit beeinflusst. Auch zu heftig eingestellte EQ Werte steigern den unangenehm "flirrenden Effekt" (zu viel höhen, dann klingt es zu intensiv mit - aber generell ist ein EQ hier kein Allheilmittel sondern eher zu spät, da die Schäden im Klang schon vorhanden sind. Rauschentfernung arbeitet ebenfalls mit Frequenzbeeinflussungen!).
Wenn dein Rechner noch lärmt, da sollte evt. dann auch ein Schallschlucker davor (mit etwas Abstand, damit dein Rechner noch "atmen" kann wegen der Kühlung).
Gut, die Filter sind Finetuning, die Hardware ... evt. noch weitere Kosten.

Mein Kurz-Fazit: Alles in allem Glückwunsch, du bist auf einen guten Weg in Sachen Klangverbesserung gegangen. Den Rest packst du auch noch.
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
Sprechprobe
Link
PS: Ah, ich seh gerade Eric hat das ein oder andere auch schon angesprochen während ich meinen Text verfasst hab. Ich werd das doppelte aber jetzt nicht mehr raus nehmen - insofern wünsch ich euch noch eine Gute Nacht o/ :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 6038

Guest
Müsste dann für meine Zwecke eins mit USB sein. Könnte ich notfalls auch nochmal versuchen.
Wäre mir neu das es sowas mit direkter USB Schnittstelle gibt.
Sind ja normalerweise Mikrofone die an "Funken" angeschlossen sind die an einen Empfänger senden. Es gibt aber auch solche mit 3m Kabel oder so die ein XLR Anschluss haben. Dafür brauchst du dann aber ein USB-Audio Interface.
Dann kannst du dir aber auch gleich die Überlegung stellen ob du dir nicht ein Shotgun Mic zulegst.
Kommt halt immer drauf an. Je nachdem was für eine Qualität du anstrebst. Lass doch einfach mal die Rauschentfernung raus und guck mal wie es dann klingt. Ggf. überlegen ob du Hintergrundmusik einspielen willst? Dann würde das Rauschen einfach untergehen. Ist so eine einfache, schnelle Lösung.
Ich weiß auch nicht wie deine Aufrufzahlen so sind aber evtl. kannst du aussagekräftige Werte bei Youtube Analytics entnehmen wie viele Leute sich überhaupt deine Videos am Rechner anschauen und wie viele es über das Smartphone schauen? Und ich würde behaupten das die meisten die am Rechner Videos gucken jetzt nicht unbedingt ne mega gute HiFi Anlage angeschlossen haben bzw. das denen das unbedingt bewusst auffallen würde.
Was Klangoptimierungen angeht kann man da sicherlich noch was machen, ist halt die Frage inwieweit es sinnig ist. Wenn du natürlich Wert auf sowas legst dann wirst du mit dem Aufwerten der Signalkette (also Mikrofon und Interface) sicherlich die besten Ergebnisse erzielen. Bin mit solchen Empfehlungen doch immer sehr zurückhaltend insbesondere da du ja schon viel Geld in den Raumklang gesteckt hast (was sich auch hörbar gelohnt hat).
Probier es erstmal mit deaktivierter Rauschentfernung, wie klingt das ganze dann?
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
Sprechprobe
Link
Könnte an meinem Mikro liegen befürchte ich (Zoom H1).
Ah, das Zoom H1 nimmst du dafür. Na ich weiß nicht. Es ist an sich kein schlechter Fieldrecorder für das Geld, besser als ein Diktiergerät gleicher Klasse. Aber für deine Zwecke hätte ich eher eines von denen genomen (ungefähr in Preis-/Gerätestandards gestaffelt):

Tascam DR-60D MKII, DR-70D oder DR-40, DR-44WL oder Zoom H4N
Zoom H5 oder Tascam DR-100
Zoom H6 oder Marantz PMD 706 oder Olympus LS-100 oder Sony PCM D100

usw. usf. - Preis und Leistung geht noch um einiges weiter aufwärts. Vorteile bei denen sind allesamt der Einsatz als eben Fieldrecorder mit Kombi Mikrofon-Anschlüsse und Phantomspeisung (auch für den mobilen Einsatz, eben auch mit dem passenden Mik deiner Wahl erweiterbar). Die Zooms lassen sich alle auch als Audiointerface in den Rechner nutzen. Tascam wiederum haben eine Auto-Peak Einrichtung (Super zum einpegeln, die Werte beleiben auch nach deaktivierung der Funktion so stehen! Aber auch wesentlich angenehmer, als Auto-Gain bei laufender Aufnahme - das regelt NUR runter wenn Peaks auftauchen). Die 60er und 70 Geräte sind Explizit für den Kameraeinsatz gedacht - machen kann man das aber natürlich mit allen. Und ja, du kannst den Rechner während der Aufnahmen in den Tiefschlaf (Standby) versetzen, wenn der Lüfter zu arg stört. Die Aufnahmen dann vom Gerät oder Speicherkarte danach einlesen und das Aufwecken vom Standby-Mode dürften deinen Workflow nicht zu arg stören. Die Einstiegsgeräte der ersten Reihe reichen allemal für deine Zwecke.
Und falls du nur im Studio arbeiten willst, der Rechner doch nciht zu laut ist im Raum, dann alternativ ein gutes Audiointerface plus passendem Mikro nach deinem Geschmack. Den Rest erledigt deine Videosoft oder eine Kombi aus Videosoft für die Filmeffekte und DAW für das Audiomixing.

USB Lavalier Mirofone:
Wäre mir neu das es sowas mit direkter USB Schnittstelle gibt.
Ähm - *hust* *räusper* - also, die gibt es tatsächlich. Schau zum Bleistift via Amazon Suche.

Allerderdings bezweifle ich, das die Klangqualitäten für mehr als Kommunikation, Raumpräsentation, Gamer und Heim-YT'ber oder anderes ohne nennenswerte Klangansprüche - dafür auch völlig ausreichend. Im Grunde sind das simple USB Soundkarten mit eben verkabelten Lavalier's statt einer Mikrofonbuchse. Alternativ kann man aber auch gleich ein günstiges Lavalier mit 3,5 Klinke in die normale oder wenn vorhanden, gehobenere Soundkarte einstöpseln. Für mehr ordentlichen Klang bei den Ansteckmikros bin ich auch eher für XLR, Funk oder Bluetoothbrücke als bei den Dingern.
 

About

Werde Teil einer freien Hörspielproduktion. Egal, ob Sprecher, Autor, Cutter, ob Einsteiger oder Profi - hier, kann jeder mitmachen oder sein eigenes Projekt starten.

Support

Die Onlineprojekte Hoerspielprojekt.de und Hoertalk.de können mit einer freiwilligen Spende unterstützt werden, dies hilft anfallende Kosten zu decken und die Projekte am Leben zu erhalten. Hier unterstützen

Social Media

Facebook Twitter Youtube
Oben