Vom Rohsignal zur Hoerbuchquallität Hilfe erwünscht

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hey WolfsOhr,
klingt Interessant, ich habe aber beim Hören den Eindruck, das da etwas " Telefon" dabei ist. Ich kann Leider nicht genau sagen, welcher Frequenzbereich da für Verantwortlich ist, da das auf jeder Deiner Aufnahmen von mir empfunden wird, bin ich nicht sicher ob, das an meiner Abhörsituation liegt hahaha. Für mich ist das Tatsächlich ein wenig zu Bassig jetzt, aber in jedem Fall gut unhörbar und allemal besser als bei meinen Hörbuch CD´s hier. Danke.
 
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Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hey @Spirit328

ich benutze kein klassischen Popschutz. Ich habe ein Haufen von diesen " Strumpfhosen" mag aber die F bzw. Sch laut nicht. Deswegen habe ich nur den zum Drüberstülpen und versuche unter das Mikrofon zu sprechen, auch habe ich einen gewissen Abstand zum Mikrofon, damit sich der Nahbesprechungseffekt, nicht mit der Abgedämmten Akustik addiert. Die Abstände muß sich bei dem neuem Mikrofon sicher noch einspielen, da teste ich noch. Ich mag ja die Schalltoten Räume nicht, es ist so schwer, diesen Noppenschaum Mumpf in den Griff zu bekommen. Bei Vielen Hörbüchern kann man ja auch deutlich einen Raum hören, der weit größer ist als meiner. Doch für Hörspiele kann ich es natürlich nachvollziehen, das man da nicht 5 verschiedene Räume bei 5 Sprechern in eine schöne Atmosphäre verwandeln will.
 
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Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
So habe ja Heute eine neue Geschichte eingesprochen und all das angewendet, was wir hier so besprochen haben.
hier die Mono Datei ;).
Die Stimmspur ist ja nur ein Teil, es kommt ja noch Musik und Atmo dazu, dann muß man natürlich gucken, wie sich die Frequenzen noch überlagern, oder ob ich die Stimme mehr Komprimieren muss, aber das ist eine andere Storry .
Bei mir klingt es erstmal gut. Vielen Dank dafür.
 

So sieht meine Bearbeitung aus:

 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Hi @Stadtvampir ,
interessant und spannend. Da kann dann nur jemand „externes“ was zu sagen. Würde mich auf jeden Fall sehr interessieren wie die Mitstreiter das hören.
Interessanter Weise wäre Telefon genau anders herum, denn ich tendiere eher dazu in den Mitten ‚nen Ruck raus zu nehmen, beim Telefon beschneidest du ja unter 400 Hz und über 4 kHz.
Ja, das mag einen Tick bissiger sein, ist eine Art Charakter finde ich. Das meinte ich auch damit, das @Alex Variante etwas neutraler ist.
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
Sprechprobe
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So habe ja Heute eine neue Geschichte eingesprochen und all das angewendet, was wir hier so besprochen haben.
hier die Mono Datei ;).
Moin, also, mono braucht es m.M. nur für die Bearbeitung sein. Das fertige Ergebnis liefere ich immer in stereo aus (weil auch so verlangt).
Deine Aufnahme gefällt mir ungemein gut. Habe da wenig zu meckern. Bässe, Mitte sind gut ausbalanciert. Verständlichkeit prima und schön sanft.
Wie Thorsten (Spirit) bereits bemerkte, resoniert da noch ein wenig der Raum, aber das ist vernachlässigter. Da gibts bei Audible aber viel viel schlimmeres...
Also zurücklehnen und Sound genießen.

Ja, das mag einen Tick bissiger sein, ist eine Art Charakter finde ich. Das meinte ich auch damit, das @Alex Variante etwas neutraler ist.
Auch deine Variante gefällt mir gut. Sehr sauber gemacht. Das Problem mit "Bissigkeit" bei Hörbüchern entsteht auf Dauer.
Ich persönlich empfinde einen etwas aggressiveren Hörbuch-Mix auf Dauer anstrengend. Besonders über KH. Man soll ja stundenlang zuhören.
Eine sanftere Mischung empfinde ich da als angenehmer. Für E-Learning, Imagefilm o.ä. ist das natürlich ideal.
Letzteres bekomme ich nicht so gut hin. Werde dich da wegen zwei Comps usw. mal privat anschreiben. :cool:

Insbesondere Im Auto während der Fahrt sind zuviel Bass und breite Mitten der Verständlichkeit eher abträglich.
Das mochte ich bei so manchem Hörbuch von Johannes Steck nicht. Ging nur bei höherer Lautstärke.
So bekommt jeder seine Präferenz wie er es selbst gern hören würde.

Ich mache das ungefähr so. Auch das wird nicht jedem gefallen aber ich bin ganz happy damit.
Das ist von meinem aktuellen Hörbuch STONE.
 

Grüße
Alex
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
hmmm, über Kopfhörer höre ich den Raum auch und auch ein paar Schnittfehler, schade schade. Dann muß ich wohl doch noch näher an das Mikrofon, ich hatte so ein schön entspannten Abstand. Für ein Hörbuch ist der Raum sicher OK, doch für meine Zwecke stört mich das etwas. Außerdem zeigt es, das ich beim Cutten mit Kopfhörer arbeiten muß, denn auf meiner Abhöre habe ich weder den Raum, noch die kleinen anderen Fehler gehört. So kann ich den unterschied zwischen dem NT1-A und dem NT1, welches ich jetzt benutze, nicht fair beurteilen. Dann muß ich also noch einmal ran 😂.
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
Sprechprobe
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Zum editieren nehme ich tatsächlich auch lieber die Kopfhörer statt die KH120. Da höre ich kleine Raummoden auch nicht.
Wie nah bist du denn am Mikro? Ich habe rund 25-30 cm Abstand. Das ist so der optimale sweet spot. Näher klingt dann nicht besser.
Außerdem stört es dann den freien Blick aufs Skript. Ich spreche auch im Stehen ein und zappeln viel herum.
Wenn dich das letzte Quäntchen Hall nervt, würde ich lieber nochmal nachdämmen statt dichter ranzugehen.
Fand den reinen Sprechsound bei dir schon ganz gut.
 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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@Stadtvampir: was mir teilweise noch nicht ganz gefällt ist das Gate. Manchmal hört man es deutlich, z.B. gleich bei Sekunde 1 nach "Blickfeld" oder bei etwa Sekunde 10. Ich kenne dein Gate nicht, aber ich finde es homogener, wenn in der Sprechpause nicht komplett "totgegated" wird, zumindest nicht so steilflankig), sondern tendenziell die Nebengeräusche (sofern vorhanden :) ) nur runtergepegelt werden. Das wirkt dann natürlicher für meinen Geschmack.
Da habe ich im Zuge dieser Diskussion das Bop Perry Gate neu entdeckt. Habe den schon ewig bei mir drauf, aber nie benutzt. Das wird sich definitiv ändern! Und nun gibt es sogar das Update, das bügel ich mir heute Abend mal drauf: Bob Perry Gate 2 (FREE) – Bob Perry Audio
(@Alex : Nach einer kleinen Aufnahme ;))
Und ich nutze auch meine Beyerdynamics zum Verifizieren von den Details wie Raum, Rauschen, Pop- und Zischlaute, da ich immer ziemlich leise mixe und sowas dann auch leicht mal untergehen kann.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Gates oder Expander sind sicherlich sehr hilfreich, wenn man mit dem arbeiten MUSS; was man hat, die Zeit drängt und ein Re-Take nicht möglich ist.
Doch bin ich ein Freund von "möglichst sauberen Aufnahmen".

Gates und Expander verändern das "Nachklingen" des Raumes, auch wenn es per se in einem gedämpften Raum nicht viel gibt (geben sollte) das nachschwingen kann. Aber diese Atmer und das Nachklingen des menschlichen Resonanzraumes sorgen für einen "natürlichen" oder unseren Hörgewohnheiten entsprechenden Eindruck. Nimmt man das weg istdaswieeinenTextohneLeerzeichenundohenPunktundKommaüberjeweilsmitverschiedenenSatzteilen ....
Das wirkt immer nicht gut.

Bei Live-Mischungen arbeite ich an den Drums recht gerne mit Gates und eine surrende Gitarre kann man mit einem Expander in den leiseren Passagen in den Hintergrund drängen, aber bei Stimmen und besonders Sprache finde ich das immer problematisch. Denn die Sprache lebt von einem schnellen und deutlichen Wechsel der Dynamik. Das am Threshold des Gates immer nach zu regeln .... hmm, ich weiß nicht. Aber vielleicht gibt es da noch ein paar Tricks, die ich noch nicht kenne :)

Aber was die Klanggestaltung, bzw. die Wahrnehmung von Details betrifft, ist das menschliche Gehör sehr eigen. Man hat versucht, daß zu "normieren" (ISO 226:2003), aber das ist schon fast eine eigenen Wissenschaft.

Als grobe Faustregel kann Folgendes gelten:
Bei geringer Lautstärke klingen mittlere Frequenzen prominenter, während die tiefen und hohen Frequenzen eher in den Hintergrund zu treten scheinen.
Bei hoher Lautstärke sind die Tiefen und Höhen prominenter, während die Mitten verhältnismäßig leiser scheinen.
Hinzu kommt, daß der Raum um die Boxen herum sich bei verschiedenen Lautstärken auch anders verhält, sprich anders klingt! Und die wenigsten von uns hören ihre Aufnahmen über Boxen in einem Raum mit kontrollierter Akustik ab. ;)

In DIESEM Wikipedia Artikel wird das noch etwas ausführlicher erklärt und auch der große Tonmeister Sengpiel hat dazu ein paar Informationen zusammengetragen. Oder kurz zusammengefasst: Es ist komplex UND kompliziert. ;)

Davon abgesehen ist für mich die Abhörsituation bei Sprachaufnahmen und Hörspielen noch kritischer als bei Musik.
Denn wie will man die vielen Details eines (originären) Mono Signals über zwei Lautsprecher detailiert abhören können?
Noch dazu, wenn man das zu unterschiedlichen Tageszeiten oder direkt nach oder vor dem Lüften des Raumes macht. (Der Klang ist direkt linear abhängig von der Raumtemperatur.) Der Klang verändert sich, ob ich exakt im SweetSpot sitze oder ein Stückchen daneben, davor oder dahinter.
Außerdem kann ich über Lautsprecher manche Phasing-Effekte nicht wirklich wahrnehmen, die ich über Kopfhörer sofort höre.

Außerdem habe ich beim Kopfhörer eine sehr leicht reproduzierbare Abhörsituation (Kopfhörer aufsetzen, fertig! ;) ) und wenn ich geschlossene oder halboffene Kopfhörer verwende, wird die Umwelt mit ihren Geräuschen stärker ausgeblendet. Was es dem Gehör bzw. dem Gehirn erleichtert die Details wahrzunehmen, weil ich mich leichter und stärker auf die Aufnahme konzentrieren kann.

Dennoch halte ich es für sehr wichtig Hörspiele bzw. Sprachaufnahmen auch über Lautsprecher zu hören, eben weil es so anders klingt und der Klang sich prinzipbedingt so anders bildet. (Intensität und Laufzeit, als Stichworte)

Dazu haben die Niederkrüchtener einen sehr guten "Erklärfilm" gemacht: HIER. Bitte nicht als versteckte Werbung verstehen, ich kenne diese Video halt und finde, daß es dieses Problem sehr gut veranschaulicht, bzw. hörbar macht. Auch für "Nicht-Tonmeister" ;)

Wenn ich ein Hörspiel mische dann am liebsten über Kopfhörer.
Das hat einen ganz praktischen Grund, ich mische am liebsten Abends und/oder Nachts. Da schläft meine Frau schon und wenn ich über Boxen mischte, bekäme ich bald keinen Gute-Nacht-Kuss mehr und eine Menge Ärger. ;)
Zum anderen höre ich über Kopfhörer sehr viel präziser und genauer die Details, die ich über Boxen nur schwer oder nicht so gut hören würde.
Ist das Mischen über Kopfhörer durch, folgt das Gegenhören und Nacharbeiten über Boxen. Und immer wieder mal mit Kopfhörern gegenchecken.

Für mich gibt es kein exklusives oder, sondern ein "und". :)
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Na da habt Ihr ja etwas angestellt :p. Auf allen meinen Aufnahmen habe ich weder Gates noch Rauschunterdrückung benutzt, allerdings habe ich wohl beim "Stille entfernen " nicht aufgepasst. Ich benutze normalerweise 5 Abhören, 2 Boxenpaare, 3 Kopfhörer (Halboffen,´geschlossen, Inear) diesmal nicht, ich wollte es mir Bequem machen und habe mich auf meine Boxen verlassen.
Meine Sprachkabine habe ich jetzt Komplet umgebaut auf einen Steharbeitsplatz, mit meinem Rohsystem geht das ja schnell, habe mir eine
Mikrofon/Popschutz/iPad Halterung gebastelt, denn der klapprige Campingtisch hat mich sowieso genervt. So kann ich also bequem lesen mit so 25-30cm Abstand. Ob ich auch solange stehen kann, werde ich heute Abend mal ausprobieren. Ob ich jetzt tatsächlich auch Gegenmaßnahmen gegen rauschen machen muß, da der Raum größer ist wird sich zeigen.Habe vorsorglich meine Nopenschaumreste verbastelt, hahaha auf gehts in Runde 2.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@Stadtvampir !

Denkst Du bitte dran, daß wir nach einem Studio-Umbau immer gerne die Sprechproben für das [intern] überprüfen?
Nur zur Sicherheit, damit da alles passt ;)

DANKE!!! :D
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
@Spirit328 ,

natürlich. Das Ziel ist ja die Optimierung , ein nicht nutzbarer Umbau( kein 'Intern' ) ist keine Optimierung. Ich werde natürlich neue Sprechproben anfertigen, außerdem würde ich auch nochmal alles zusammenfassen in einem ExtraArtikel, bei Allem was hier an wertvollen Informationen geteilt wird, kann man als Anfänger schon mal den Überblick verlieren und das wäre doch schade.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Überblick ist immer gut und so eine Zusammenfassung hilft auch sicherlich beim Verständnis. Außerdem kann man sich noch mal alles vergegenwärtigen. Ich merke manchmal wie kompliziert es sein kann jemanden etwas zu erklären, was man zwar verstanden hat, aber wenn man es in Hochdeutsch formulieren soll .... puh. :D

Vielleicht magst Du Deine Zusammenfassung hier mit allen teilen? Mußt Du nicht, aber es ist immer sehr willkommen :D
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
@Spirit328

ja das war meine Idee, das hier für Alle zur Verfügung zu stellen. Mein Weg ist ja nicht der Weg der für Alle funktioniert, aber meine Probleme müßen garantiert die meisten auch lösen. Ich würde das vorab noch Inhaltlich überprüfen lassen und dann teilen.
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
So Ihr Nachtschwärmer, Runde 2.
Die neue Kabine steht und ich habe gleich mal einen Soundtest gemacht.
Ich besitze ja schon lange ein Rode NT1A und habe mir jetzt ein Rode NT1 ( ohne A ) gekauft.
Das NT 1 kann ich wieder zurückgeben.
Hier nun beide Mikrofone im Klangtest.
Bitte sagt mir mal welches Euch besser gefällt. Mikrofon 1 oder Mikrofon 2.
Wenn beide gut sind gebe ich das NT1 wieder zurück.
Ausserdem habe ich so ein Rasseln auf der Stimme, hat Jemand Erfahrung was das sein könnte.
Die Aufnahmen sind etwas bearbeitet es soll ja auch praktisch sein. Kompression ist drauf, LowCut und ein paar Mitten sind entfernt.
Keine Rauschunterdrückung, nicht geschnitten.
Hier Mikrofon 1:
 
Hier Mikrofon2:
 

Bin gespannt .
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Es ist mir nicht klar, wie Du zwei Mikrofone vergleichen willst, wenn Du den Sound bearbeitest und "verbiegst".
Wie soll man als Hörender wissen ob der Unterschied vom Mikro oder Deiner Bearbeitung stammt?

So kann man "nur" sagen Aufnahme 1 woher 2 klingt besser oder gefällt mir besser. Ob Dir das bei der Auswahl eines Mikros hilft ist mir nicht klar.

Oder verstehe ich den Sinn des Tests nicht?
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
@Spirit328

natürlich kann ich beide Mikrofon vergleichen, in dem ich sie unbearbeitet neben einander höre. Allerdings wird das in der Praxis nie passieren, das ich ein Signal unbearbeitet lasse. Wenn also nach der Bearbeitung, beide Mikrofone gleich gut klingen, brauch ich ja nicht 2 die gleich klingen. Das NT1 soll ja neutraler klingen, aber persönlich höre keinen großen Unterschied. Bei einem 1 zu 1 Test unbearbeitet hatte ich das Gefühl der Tief-Mitten Bereich ist klarer, aber wenn ich beide etwas komprimiere, mit dem LowCut den Bassbereich etwas Aufräume ist dann das NT1 zu dem NT1-A ein Upgrade ? Hörst du einen klaren Gewinner ? Da bin ich unsicher. Die Alternative ist z.B. ich gebe das NT1 wieder zurück und spare noch ein wenig auf ein Shure ksm32 z.B.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Mit ein bißchen Aufwand und Zeit biege ich Dir ein Brauner VM1 oder ein Neumann U87 ai so hin, daß es schlechter klingt als ein verratzes SM58.
Klingt also ein SM 58 besser als ein VM1 oder U87? Sicherlich nicht.

Auch wenn sich die Rode NT1 bzw. NT1A als "Quasi"-Sprechmikrofon Standard heraus zu kristallisieren scheinen, so gibt es echte Alternativen Das von Dir erwähnte KSM 32 z.B.. Auch ich kenne lange nicht alle Mikrofone, so auch das KSM 32. Wenn Du so ernsthaft investieren willst, dann würde ich mit dem vorhandenen Equipment arbeiten und mir einen guten Plan machen, wie das zukünftige Setup sein soll, was Du damit erreichen möchtest und welchen Anspruch Du erfüllen möchtest.

Bei Großmembran-Mikros gibt es so "Preisbereiche", wo sich manchmal richtige Sprünge in der Qualität der Aufnahmen erreichen lassen.
Da gibt es die Einsteiger-Klasse. Sagen wir mal alles über 100 und unter 250 € (ganz, ganz grob)
Die gehobene Hobbyisten Klasse von 251 bis 500 €, gefolgt von den anspruchsvollen Amateuren 501 bis 1500 €. Darüber die Profiklasse bis 4000 € und schließlich die Ameisen-Auftreten-Hörenden und Esotheriker.

Mit dem KSM 32 wärst Du also ein gutes Stück über den Rode NT1/A, die keine schlechten Mikros sind, vor allem für DEN Preis. Nur mit dem KSM 32 ist die Auflösung besser, die Detailzeichnung höher und die Dynamik größer. Wie viel genau kann ich Dir nicht sagen, wie schon gesagt, ich kenne das KSM 32 nicht. Aber von den Werten her würde ich das so erwarten.

Vor einem Jahr habe ich einen AKG K872 Kopfhörer wirklich, wirklich günstig (alles ist relativ) geschossen. Bis dahin war ich mit meinem K 271 recht zufrieden. Nachdem ich den K872 angeschlossen und meine "Referenz" CDs "Brothers in arms" und "SO"gehört hatte, die ich wirklich zu kennen glaunbte, habe ich zwei Mal nachgeprüft, ob ich die richtigen CDs eingelegt hatte.

So ist das auch bei meinen Mikros gewesen. Ich liebe mein AKG C451. Kleinmembran Niere. Für Percussion und perkussive Gitarren .. für mich immer erste Wahl. Das Stereo Pair verkauft der Hans für 578€. Dann habe ich zwei AKG C414 XLS (matched pair) gekauft und beim A/B Vergleich ging eine zweite Sonne auf. Ich habe neue Lieblingsmikrofone.

Deswegen möchte ich Dir nahelegen, definiere Deine Ansprüche, check ob die sonstige Signalkette dazu passt (ein U87 an einem Ultragain ... schauder) und dann arbeite mit dem was Du hast und spar auf "DEIN" Mikrofon. Denn mit weniger wirst Du nicht glücklich.

Bei A/B Vergleichen in einer nicht hochwertig kontrollierten Umgebung sind die Ergebnisse häufig nicht reproduzierbar und damit zweifelhaft.
Mach einfach mal an drei aufeinander folgenden Tagen eine Aufnahme mit beiden Mikrofonen, ABER bau sie über Nacht ab und am nächsten Tag wieder auf. Vergleiche die Aufnahmen. Am besten über Kopfhörer und mit ausgeruhten Ohren.

Wie ich am Anfang schon sagte, mit ein bißchen Aufwand und Zeit lasse ich ein U87 schlechter klingen als ein verranztes SM58.
Aber beide parallel, möglichst über denselben Verstärker, dieselben Wandler und mit guten Kopfhörern gehört .. das wird Dr Unterschiede zeigen.
Natürlich ist ein Test mit einer bearbeiteten Stimm sehr sinnvoll, aber das sagt nicht viel über das Mikro aus.
 

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