MaVericK

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Sprechprobe
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Hallo zusammen,

folgende Rückmeldung habe ich zu meinem Hörspiel bekommen: Es ist stellenweise zu leise. Diese Baustelle möchte ich beim nächsten Hörspiel gerne gezielt überarbeiten.

Kurz zu meinem bisherigen Vorgehen: Ich habe das Hörspiel in Audacity bearbeitet. Jeder Sprecher hatte eine eigene Spur, ebenso die SFX.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich beim Produzieren einen Fehler gemacht habe. Daher meine konkrete Frage an die Produzentinnen und Produzenten unter euch:

  • Auf wie viel dB mischt ihr die Sprecherspuren ab? Auch die Stellen, an denen Sprecherinnen oder Sprecher flüstern? Habt ihr da grobe Empfehlungen?
  • Normalisiert ihr alle Spuren? Mir wurde vor vielen Jahren oft gesagt: „Auf keinen Fall normalisieren.“ Daher bin ich da etwas unsicher.

Bevor ich jetzt in die Produktion meines zweistündigen Hörspiels einsteige, möchte ich vorher noch ein kürzeres Projekt einschieben, um genau dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Hätte vielleicht jemand von euch Zeit und Interesse, mir dabei ein wenig als Coach zur Seite zu stehen? Ich lerne gerne aus Erfahrung und bin kritikfähig. ^^

Liebe Grüße
Marvin
 
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MaVericK

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Sprechprobe
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:D - habe mal die Rechtschreibung korrigiert - ich hatte geschrieben: ob jemand Lust hat mir als Couch bei Seite zu stehen - selbstverständlich meine ich aber Coach :D
 

soundjob

HÖRSPIEL MUSIK AUDIO
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Sprechprobe
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Ich erklärbäre es mal ohne großartiges Fachchinesisch.

Eine Normalisierung (Pegelnormalisierung) ist keine konstante Lautstärkekontrolle auf ein durchweg durchgehendes Lautstärkeniveau, sondern lediglich die Anhebung (oder Absenkung) des lautesten Punkts einer Audiodatei auf maximalen Pegel, um die Tonspur nur in ihrer Gesamtlautstärke entsprechend anzuheben/abzusenken ( auf z.B. 0 dB/ -1 dB save) und digitale Verzerrung (Clipping) zu vermeiden.
Die Lautstärkeschwankungen zwischen lauten/leisen Stellen (Dynamik), bleibt dabei vollständig erhalten.

Und richtig: Ein Normalisierung von Tonspuren schon im Cut braucht es nicht. Das passiert erst ganz zum Schluss für den GEsamtmix, wenn der finale Mix steht und das ganze Ding auf maximalen Pegel gebracht wird.

Du musst auf einer Tonspur (Sprecherspur) mit einem Kompressor für die Dynamikkompression arbeiten, um die großen Lautstärkeschwankungen zwischen lauten/leisen Pegeln konstant auszugleichen und eine nahezu gleichbleibende Lautstärke zu erhalten. Ein bisserl Dynamik sollte natürlich noch erhalten bleiben, da z.B. laute Schreie hier zumindest auch etwas lauter als ein leises Flüstern sein sollte.
Hier versuchst du insgesamt eine moderate Balance zwischen normaler sprechender Lautstärke/brüllendes Schreien/leises Flüstern zu erzielen.
Nach einem Kompressor kommt sodann immer auch noch der Limiter hinterher geschaltet (z.B. ein Brickwall-Limiter), der entstehend übersteuernde Pegelspitzen und Ausreißer hart abschneidet und Maximalpegelspitzen konstant eindämmend save hält (bei z.B. max -3 dB).

Zu deiner eigentlichen Frage.
Wie laut die Sprecherspuren eigentlich in der Take-Anlieferung sind, ist für deinen Vormix insoweit unwichtig... jeder ist in seinen Grundlautstärken ohnehin unterschiedlich laut. Wichtig ist nur, dass die Aufnahmen nicht schon im Vorfeld verzerrt sind, denn viele neigen mittlerweile dazu, schon in der Grundlautstärke viiiiel zu laut aufzunehmen, was absolut nicht notwendig ist !

Du musst für (*fast) jeden Sprecher ohnehin mit Kompressor/Limiter ran und dann im zunächst reinen Dialogmix erst einmal im ganzen Mit&Untereinander einen ausgewogen homogenen Mix/Gesamtlautstärke finden.
(*kleine Nebenrollen mit wenig Textanteil mischst du einfach so mit rein, da braucht nicht immer jeder ein Kompression... hängt von der Szene und- so mache ich das, von der Figur ab).

Setze den Maximalpegel für den Dialogmix aber nie gleich auf 0 dB... behalte dir Pegelreserve vor (so genannten Headroom) für den späteren finalen Mix, wo dann alles mit Geräuschen und Musik etc. zusammenläuft.
Bei um die -10 dB kannst du daher deinen Dialogmix einpegeln (kann auch ruhig leiser oder einen Tick lauter sein... das ist im Grunde wurscht, weil im finalen Mix, da auch noch mal ein Kompresser/Limiter für den gesamten Mix drüber geschmissen und somit die Maximallautstärke der Summe festgelegt wird).

Du musst eigentlich nur zwei Dinge bei deinem Mixingvorhaben bedenken.
Wenn du klassisch Hörspiel machst udn ejdes Wort maximal und statisch verständlich sein solle, ist der Dialogmix i.d.R. auch der lauteste Ausgangspunkt. Alles andere, Geräusche, Musik etc. liegt ein paar dB unter dem Dialogmix.
Ist dein Mix aber cineastisch, sind die Geräusche wie z.B. eine heftige Explosion etc. die lauteren Ereignisse und der Mix in der Summe auch gewissermaßen emotional dynamischer, als der klassisch statische Mix. Cineastisch alles in Ausgewogenheit und Balance zu halten, ist natürlich etwas schwerer, als der klassische, statische Hörspielmix.

So viel von mir von der Coach-Couch... ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen ;)

LG
 
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MaVericK

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Sprechprobe
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Ich erklärbäre es mal ohne großartiges Fachchinesisch.

Eine Normalisierung (Pegelnormalisierung) ist keine konstante Lautstärkekontrolle auf ein durchweg durchgehendes Lautstärkeniveau, sondern lediglich die Anhebung (oder Absenkung) des lautesten Punkts einer Audiodatei auf maximalen Pegel, um die Tonspur nur in ihrer Gesamtlautstärke entsprechend anzuheben/abzusenken ( auf z.B. 0 dB/ -1 dB save) und digitale Verzerrung (Clipping) zu vermeiden.
Die Lautstärkeschwankungen zwischen lauten/leisen Stellen (Dynamik), bleibt dabei vollständig erhalten.

Und richtig: Ein Normalisierung von Tonspuren schon im Cut braucht es nicht. Das passiert erst ganz zum Schluss für den GEsamtmix, wenn der finale Mix steht und das ganze Ding auf maximalen Pegel gebracht wird.

Du musst auf einer Tonspur (Sprecherspur) mit einem Kompressor für die Dynamikkompression arbeiten, um die großen Lautstärkeschwankungen zwischen lauten/leisen Pegeln konstant auszugleichen und eine nahezu gleichbleibende Lautstärke zu erhalten. Ein bisserl Dynamik sollte natürlich noch erhalten bleiben, da z.B. laute Schreie hier zumindest auch etwas lauter als ein leises Flüstern sein sollte.
Hier versuchst du insgesamt eine moderate Balance zwischen normaler sprechender Lautstärke/brüllenendes Schreien/leises Flüstern zu erzielen.
Nach einem Kompressor kommt sodann immer auch noch der Limiter hinterher geschaltet (z.B. ein Brickwall-Limiter), der entstehend übersteuernde Pegelspitzen und Ausreißer hart abschneidet und Maximalpegelspitzen konstant eindämmend save hält (bei z.B. max -3 dB).

Zu deiner eigentlichen Frage.
Wie laut die Sprecherspuren eigentlich in der Take-Anlieferung sind, ist für deinen Vormix insoweit unwichtig... jeder ist in seinen Grundlautstärken ohnehin unterschiedlich laut. Wichtig ist nur, dass die Aufnahmen nicht schon im Vorfeld verzerrt sind, denn viele neigen mittlerweile dazu, schon in der Grundlautstärke viiiiel zu laut aufzunehmen, was absolut nicht notwendig ist !

Du musst für (*fast) jeden Sprecher ohnehin mit Kompressor/Limiter ran und dann im zunächst reinen Dialogmix erst einmal im ganzen Mit&Untereinander einen ausgewogen homogenen Mix/Gesamtlautstärke finden.
(*kleine Nebenrollen mit wenig Textanteil mischst du einfach so mit rein, da braucht nicht immer jeder ein Kompression... hängt von der Szene und- so mache ich das, von der Figur ab).

Setze den Maximalpegel für den Dialogmix aber nie gleich auf 0 dB... behalte dir Pegelreserve vor (so genannten Headroom) für den späteren finalen Mix, wo dann alles mit Geräuschen und Musik etc. zusammenläuft.
Bei um die -10 dB kannst du daher deinen Dialogmix einpegeln (kann auch ruhig leiser oder einen Tick lauter sein... das ist im Grunde wurscht, weil im finalen Mix, da auch noch mal ein Kompresser/Limiter für den gesamten Mix drüber geschmissen und somit die Maximallautstärke der Summe festgelegt wird).

Du musst eigentlich nur zwei Dinge bei deinem Mixingvorhaben bedenken.
Wenn du klassisch Hörspiel machst udn ejdes Wort maximal und statisch verständlich sein solle, ist der Dialogmix i.d.R. auch der lauteste Ausgangspunkt. Alles andere, Geräusche, Musik etc. liegt ein paar dB unter dem Dialogmix.
Ist dein Mix aber cineastisch, sind die Geräusche wie z.B. eine heftige Explosion etc. die lauteren Ereignisse und der Mix in der Summe auch gewissermaßen emotional dynamischer, als der klassisch statische Mix. Cineastisch alles in Ausgewogenheit und Balance zu halten, ist natürlich etwas schwerer, als der klassische, statische Hörspielmix.

So viel von mir von der Coach-Couch... ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen ;)

LG
Danke @soundjob !
 

Kukulkan

Volker Schmid
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@soundjob hat das Perfekt erklärt. Genau so ist es 👍🏻.

Meistens gucke ich noch auf die LUFS, damit mir da nix passiert und versuche immer bei allem was ich liefere am Ende bei maximal -10 LUFS zu sein. Dann ist alles annähernd gleich laut. Manche sind eher bei -12 LUFS oder sogar -14 LUFS, aber für mich hat sich das bewährt 😊
 
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