MOLE 2 - Worm

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Nightblack

Meinhard Schulte
Sprechprobe
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AW: MOLE 2 - Worm

Vielen Dank erstmal für die bisherigen Kommentare. Jemand hat Frank angeschrieben wegen der Szenenreihenfolge, sie wäre auf seinem Player durcheinander. Kann mir jemand erklären, wie man die einzelnen Szenen bearbeiten muss, damit das nicht passiert? Ich dachte, ich hätte sie mit MediaMonkey richtig getagt. Habe aber ehrlich gesagt soetwas noch nie gemacht. Da es bei meinen Playern von USB-Stick und SamsungMp3Player keine Probleme gab konnte ich den Fehler bisher nicht feststellen. Wer kann mir Tips geben?
 

Dennis Künstner

Administrator
Teammitglied
AW: MOLE 2 - Worm

Zwei Tracks waren nicht mit Tracknummern getagged, habe das gerade korrigiert und tausche die Datei aus, dann sollte eigentlich alles in Ordnung sein :).
 

Nightblack

Meinhard Schulte
Sprechprobe
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AW: MOLE 2 - Worm

Super, danke schön! Tracknummern taggen? Wie mach ich das richtig ? Kann man das kontrollieren, wenn man auf Eigenschaften klickt? Gibt es dazu schon einen Thread?
 

schaldek

zuckerfrei
Teammitglied
AW: MOLE 2 - Worm

Achtung , meine Kritik hat ein paar S P O I L E R !!! :eek:
Hey! :wink:
Habe das Hörspiel nun auch gehört, etwas sacken lassen und mich jetzt gefragt,

was ich daran so speziell finde. Ich glaube es ist die Grundstimmung, die darin liegt.
Die Tatsache, dass es ein Ausnahmezustand ist, von dem die Leute, die darin leben noch nicht ganz klargekriegt haben,
dass das wohl für immer so bleiben wird.

Nach den ganzen Moleangriffen ist das Land ja total fertig und am Ende.
Jetzt regiert einfach die Anarchie und jeder muss irgendwie kämpfen, ob er/sie will oder nicht.
Das ist echt gut weitergedacht, denn dann kreuzen eben solche Leute wie das Gaunerpärchen aus dem ersten Teil oder auch die beiden Wegelagerer Mr. Thornberry und Mr. Mawhiney hier auf und kriegen ihre Chance.
Die beiden Typen fand ich übrigens sehr gut gelungen; die hatten was ganz Eigenes an sich.
Die anderen Figuren fand ich soweit okay, auch wenn es insgesamt doch recht viele waren.:confused:
Der Plot ist ja eigentlich kompromisslos sauber.
Mehr als Familie und Freunde zusammenkratzen kann man halt nicht, also ist die Rettungsaktion auch das Herzstück der Story.

Dafür kreuzten für meinen Geschmack aber doch zu viele Leute den Weg der beiden Frauen.
Anstelle dessen wäre mir die ein oder andere zusätzliche Attacke der Worms
lieber gewesen – schließlich heißt das ganze Ding ja so.:cool:
Persönlich schade fand ich auch, dass Lizzy leider nicht so viel Auftrag in diesem Teil hatte.
Sie konnte im ersten Teil viele düstere Situationen kurzzeitig aufhellen und

das erklärte dann auch immer wieder, wie sehr die beiden Haupfiguren Lizzy und Abby sich ergänzten.
Die Beziehung der beiden zueinander hatte nicht so viel Platz hier in diesem Teil.

Na ja, aber alles in allem schätze ich, man wird um einen 3. Teil eh nicht herum kommen, schließlich war der empfindliche Flammenwerfer ja nur ein Prototyp und dieser deutsche Ingenieur will bestimmt noch ein paar von ihnen verkaufen. Ich bin mir ganz sicher…
bis denn:D
schaldek
 

Karu

Weltraum-Crew
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AW: MOLE 2 - Worm

Also ich fand die Geschichte sowie die Musik mal wieder total fantastisch und insgesamt filmreif!
An zwei Stellen wirkten Sprecher von der Lautstärke her etwas unausgeglichen und ich kann mich vorherigen Kommentaren anschließen, dass es bei manchen Szenen, wenn es z.B. zu Moleangriffen kommt ruhig etwas dramatischer hätten sein können.
Kihii und die Geburt zum Schluss, nun ja, ich dachte erst das ist Verarsche oder jetzt kommen Outtakes, aber ist ja auch echt schwierig :laugh:

Aber so im Ganzen muss ich echt sagen gehört es zu den besten Hörspielen des Hörspielprojektes!!
 

Dagmar

I'm not weird, I'm gifted
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AW: MOLE 2 - Worm

So, auch gehört, und gut dabei geblieben, obwohl das Genre ja nicht so ganz meins ist. Aber das Hörspiel hatte genug Handlung und Dialoge und wenige Rumgesplatter, so dass ich drangeblieben bin :)
Hier mal ein Lob an dich, Frank, denn Mole finde ich vom Skript her um Meilen besser als so manch andere Deiner vorherigen Hörspiele, die mir persönlich oft zu flach waren und zu wenig richtige Charaktere besaßen. Das hast du mit Mole echt gut hinbekommen :)

Auffallend war wieder die fast durchweg gute Sprecherleistung! Auch die schwächeren kleineren Rollen fand ich immer noch durchaus passabel, wirklich abgefallen ist niemand. Bei dem einen Mann am Anfang, der am See den Streit provoziert hat (hab mir aufgeschrieben dass der Wieland hieß, aber da hab ich mich wohl verhört...) hätte ich mir sehr viel mehr Emotion gewünscht, das wirkte etwas nach "angezogener Handbremse" und man hätte mit Retakes da vielleicht noch mehr rausholen können. Generell die Seeszene war etwas "flach" auch bei den Geräuschen, ein paar Spitzen in der Agression, beim Kämpfen mehr grnnnnk und ein heftigeres Platschen im Wasser hätten mich da mehr mitgerissen.
Die zweite Stelle bei der ich etwas "mehr" erwartet hätte war diese Höhle mit den ganzen wimmernden Frauen... das klang irgendwie nach einer Frau und nicht nach dem, was Abby da beschreibt. Da hätte ruhig etwas mehr Drama und Geräuschkulisse reingekonnt.

Ansonsten fand ich das Sounddesign sehr gut gelungen und stimmig, auch die Musik dazu :)

Wieder nicht ganz meinen Nerv getroffen hat die Rolle von Abby im Erzählerteil. Dass sie deprimiert und traurig und alles im Spielteil ist, verstehe ich sofort. Da ist ja alles ganz frisch und aktuell. Aber ERZÄHLEN tut sie doch mit etwas Abstand. Da wirkt das Depressive für mich übertrieben und etwas angweilig - würde sie schon mehr drüberstehen und mit etwas emotionalem Abstand berichten, hätte sie viel mehr Spielraum, könnte an einigen Stellen kurz in Melancholie verfallen wo es besonders schlimm war, und sich dann wieder fangen und gefasster wirken. Das würde auch ein wenig Hoffnung geben, und der Figur eine Entwicklung und vielleicht auch Perspektive geben. So ist mir das weiterhin zu heulsusig. Sehr schade, da mir Jamies Spiel bei Mole recht gut gefällt und ich mich freue dass sie nicht so kindlich wirkt wie sonst in ihren Rollen.

Sonst sind mir noch ein paar gestelzte bzw. fehlerhafte Formulierungen im Skript aufgefallen. Veilleicht eine Anregung an das Lektorat, ein bisschen schärfer noch hinzugucken.
u.a. so was wie "unheimlich erschienen ließ"
Und dass Abby in ihrer Ich-erzählung Worte wie "Lebenssaft pulsierte" verwendet, als jemand stirbt.. äh... ne. Sorry, aber DAS kauf ich keinem Ich-Erzähler ab. Da muss die Story schon RICHTIG konsequent trashig sein ;o)

So, Senf abgegeben. Gut gemacht, wieder eine feine Produktion geworden!
 

BigBear

Witzepräsident
AW: MOLE 2 - Worm

Daumen hoch auch von meiner Seite! Eine tolle Fortsetzung. Ich hab's am Handy mit Ohrstöpseln gehört. In der besagten Szene 2 am See ist der böse Nachbar Mr. Barnes zu laut, sprich zu übersteuert. Und als Mr. Scrimgeour zur Rettung naht, setzt mit seinem Dialog noch ein weiteres (zu lautes) Hintergrundgeräusch ein. Dieses beginnt nicht nur sehr plötzlich, sondern es ist eigentlich auch überflüssig, da in der Szene bereits eine Hintergrundatmo vorhanden ist. Das ist aber auch das Einzige, was mir beim Schnitt aufgefallen ist. Dickes Lob an das Drehbuch. Ich war von der Story sehr gefesselt und wollte wissen, wie es mit den beiden Freundinnen ausgehen wird. Die Frage, woher die Moles kamen, hat sich mir dann gar nicht mehr gestellt.
 

Sascha Kiss

ehemals aarom
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AW: MOLE 2 - Worm

Ich hab am Mittwoch einen Mole Marathon eingelegt. Teil 1 auf dem Weg zur Arbeit und Teil 2 auf dem Weg nach Hause. Ein perfekter Zeitvertreib im Zug. Hat mir gut gefallen die Kombi. Ein paar Anmerkungen seien mir aber gegönnt :D

Das Hörspiel soll ja im 19. Jahrhundert spielen. In Teil 2 wird in irgendeiner Szene auf einen "Heizungskeller" hingewiesen. Das klingt nicht wirklich nach 19. Jahrhundert, sondern eher nach 20. Geheizt wurde im 19. Jahrhundert meines Wissens nach überwiegend in den Wohnstuben, wo die Wärme produziert und auch direkt konsumiert werden konnte. Die Idee eines zentralen Heizungskellers ist glaube ich erst später erwachsen. Zwar hat sich Frank und haben die Produzenten sich sehr viel Mühe gegeben das ganze Sounddesign sich "alt" anhören zu lassen, aber es hat mich nicht völlig überzeugt wie es die Titania-Medien immer wieder schaffen. Das hängt mit winzigen Details im Sounddesign zusammen. Ich meine im ersten Teil bei der Einführung des Inzucht-Ehepaars synthetische Stoffe oder zumindest eine moderne Jacke zu hören. Die Sprache wirkt durchaus unvertraut so wie es sein sollte, da sie nun mal alt ist, aber Details in den Formulierungen wirken noch zu modern. Ich orientiere mich hier an den Gruselkabinett-Hörspielen, die mir sprachlich immer gelungen in die Zeit transportiert sind. Es handelt sich aber nur um Details.

Dass nicht erklärt wurde woher die Moles und die Worms kommen hat mich anfangs gestört, aber nach Franks Erklärung, die Werner toll vorgelesen hat, konnte ich mich sehr gut damit anfreunden. Ich hätte nie gedacht, dass eine derartige Beilage die Sicht auf ein Hörspiel nochmals so verändern könnte. Das hat mir sehr gut gefallen und ich würde bei künftigen Eigenproduktionen solch eine Zugabe auch erwägen.

Der Übergang von Szene 7 zu Szene 8 in diesem zweiten Teil kam mir so holprig vor, dass ich tatsächlich zurückgespult habe um mich zu vergewissern, dass ich nicht aus Versehen auf den Vorspulbutton geklickt habe. Meines Erachtens liegt da bei der Zusammenstellung ein Fehler vor, oder die Schnittkanten sind beim Exportieren verrutscht. Ich würde das noch einmal kontrollieren und verbessern, die Musik ausblenden lassen oder in die nächste Szene übergehen lassen, sodass der Übergang weicher klingt. Was ich auch immer schwer finde und mir auch nicht immer gelingt ist das Anpassen der Sprachtakes sodass die unterschiedlichen Aufnahmequalitäten nicht mehr so ins Gewicht fallen. Am Anfang des 2. Teils sind mir da ein paar große Unterschiede aufgefallen, in der zweiten Hälfte ist mir das entweder nicht mehr aufgefallen oder es war tatsächlich besser.

Die deprimierte Sprechweise der Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Und überhaupt haben alle Sprecher einen tollen Job gemacht.

Auch musikalisch gefällt mir die Produktion sehr gut. Ich meine mir ist aufgefallen, dass die Musik des 2. Teils die Themen des 1. Teils nicht aufgegriffen hat. Wenn diese Beobachtung stimmt, dann muss ich sagen, dass mir das recht gut gefallen hat. Bei Nightmares war es ja ähnlich, dort hat es mich aber seltsamerweise mehr gestört.

Ich kann mir gut vorstellen Mole noch einmal zu hören. Wie gesagt, ich fand das Gesamtbild toll auch wenn ich mich nicht komplett in das 19. Jahrhundert versetzt gefühlt habe.
 
AW: MOLE 2 - Worm

Der Übergang zwischen 7 und 8 war damals in der ersten Version auch abgeschnitten, aber wohl nur auf manchen Playern. Das müssen wir nochmal überprüfen! Ansonsten vielen Dank an Alle für die vielen Meinungen und die konstruktive Kritik. Finde ich toll, zumal ich mich selber auch immer sehr schwer damit tue.
 

Nightblack

Meinhard Schulte
Sprechprobe
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AW: MOLE 2 - Worm

Bei der Onetrackversion für Youtube ist der Übergang besser gelungen. Hätte bei Szene 7 früher und langsamer ausblenden müssen.
 

Karin

Feuerlocke
Sprechprobe
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AW: MOLE 2 - Worm

Oh man ich musste es mir 2 mal anhören und bin begeistert wie nur was.. wenn ich daran denke, wieich im August bei brütender Hitze unter der Bettdecke gehockt bin und die Geburtswehen eingestöhnt habe ( was wegen immer wenigerwerdendne Sauwerstoffs sehr anstrengent werden kann) .
An alle Sprecher ihr wart super .. Nightblack du hast da ( wie ich es von dir kenne ) einen Tollen Job als Cutter gemacht... da reist sich nix..

Frank einen rieseigen Dank für das tolle Manuskript ..


Mit anderen Worten: ICH LIEBE ES
 

Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
AW: MOLE 2 - Worm

Hallo miteinander,

ich hatte es schon vor längerem gehört, bin aber nicht zum Feedback geben gekommen.

MOLE 2 war der lang ersehnte 2te Teil, von dem man bereits durch Frank wusste, dass es wohl der abschließende sein wird. Insofern sind die Erwartungen auf eine Lösung bereits gesteckt. Die Handlung zeigt ein düsteres Bild auf die Situation nach dem die Moles ans Tageslicht kamen und wirft ebenso eine menschliche Note, wie man sie aus Endzeitszenarien kennt. Viele denken an sich selbst und sind Abby feindlich gesinnt. Dadurch erhält die Story bereits Spannung ohne dass im eigentlichen Handlungsverlauf nicht viel passiert. Die Atmosphäre nimmt den großten Platz ein. Die Erzählungen von Abby führen den Hörer näher an das Geschehen und an die Gedanken von ihr an den Hörer heran. Dadurch lassen sich all die Ängste im Hörspiel mitfühlen.

In wie fern der zweite Teil ein zufriedenstellendes Ende liefert, muss man für sich selbst entscheiden. Tatsächlich mag man meinen, dass es hierfür noch weitere Teile geben müsste. Das denke ich nicht unbedingt. Hört man das Hörspiel bis hinter die Credits, erfährt man schon, wie das Ganze weitergehen könnte. Man muss das Thema nicht unbedingt breittreten.

Womit ich Schwierigkeiten hatte, waren die Würmer, die dem Teil den Namen gaben. Für mich haben sie zur Geschichte nur den Zweck gehabt, eine andere Spezies einzuführen, die den Moles überlegen sein könnten. Ansonsten sind sie eher Beiwerk zur Geschichte. Das fand ich schade, da man sie noch weiter in die Geschichte hätte verbauen können.

Die Sprecher waren durchweg sehr gut. Ein bisschen mehr Emotionen hätte ich mir noch bei Abby gerade zu Schlussphase gewünscht. Die Situation hätte es hergegeben, der Erzählerteil passte da allerdings sehr gut zu.

Der Schnitt war atmosphärisch dicht und fügte sich harmonisch zum ersten Teil. Das war auch notwendig, sonst wäre der Bruch zu hart gewesen. Hier ist also sehr gute Arbeit geliefert worden.

Die Musik trug den Stempel des ersten Teils. Auch das trug schön zur Atmosphäre bei, so dass man beide Teile ohne Bruch hintereinander anhören kann.

Das Cover ist ebenfalls im Stile des ersten Teils gehalten und passt ebenfalls schön zum Hörspiel.

Besonderes Schmankerl sind die Audiokommentare am Schluss, die auch einen Blick in Franks Gedankenwelt geben. Vorgelesen von Werner Willkening.

Alles in allem ein lohnender zweiter Teil, bei dem nicht alles gesagt und erzählt wird, aber trotzdem einen runden Abschluss bildet.

Viele Grüße.
 
AW: MOLE 2 - Worm

Die Reziratte hat das Hörspiel rezensiert:

Fazit: Ein würdiger zweiter Teil, der die Geschichte schlüssig fortsetzt. Dabei werden einige offene Fragen beantwortet, andere bleiben offen und lassen so Raum für Spekulationen. Eine ab und zu besser aufgelegte Abby hätte mir aber doch ganz gut gefallen. Und sei es nur hier und da für einen oder zwei Sätze gewesen. Dieser fortlaufend zutiefst deprimierte Ton schlägt irgendwann einfach aufs Gemüt.

Komplett gibt es die Rezension hier: http://www.reziratte.de/2014/02/14/mole-02-worm/
 

Brigant

Super-Hoertalker
AW: MOLE 2 - Worm

Insgesamt eine positive Rezension, wobei ich das mit der deprimierten Abby aber anders sehe. Aber wenn das der einzige Kritikpunkt gewesen sein soll Sie es drum. Ich fand es in Summe Bombe und es war mal innerhalb des Genres eine nette Abwechslung zum Monster einerlei.

Aber das hab ich glaube ich auch schon weiter oben einmal beschrieben. Ich fand die Enselmble-leistung tadellos.
 
AW: MOLE 2 - Worm

Bei den Hörspiel-Freunden gab es heute auch noch eine schöne Rezension von Max Medusa:

Erst einmal muss ich mich bei Tolkien für das späte Hören entschuldigen, aber Peak Hörspiel ist halt noch weit entfernt und es gibt so viel zu tun/hören


Dieses Fehlverhalten ist umso bedenklicher als dass es sich um eine ganz ganz hervorragende Produktion handelt. Mit hat der erste Teil schon gut gefallen, der zweite toppt das noch einmal.

Die kreuzbraven Mädels Abby und Lizzy kassieren natürlich auch nach der Flucht nach Irland wieder ordentlich, so wie es sich für ein gutes Exploitation Hörspiel gehört. Im Zentrum des Geschehens rückt dann der Butler Geoffry, der bemerkenswert virtuos gespielt wird, so wie auch alle anderen Darsteller wieder mit gehobener Semiprofessionalität überzeugen können. Eine der stärksten Szenen ist der Bericht des Butlers über das Testament des alten Widerlings bericht, hier wird sehr geschickt mit der Metaebene gespielt, chapeau!

Die für den zweiten Teil titelgebenden Worms haben hingegen bestenfalls eine Nebenrolle, so wirklich hat der Autor nichts mit ihnen vor, er belässt es bei ein paar Ansätzen, die spekulieren lassen, ob sie Gegner der Moles werden oder sogar Verbündete. Durchwegs im Zentrum bleiben die beiden Mädels und die Geschichte von der Moral in den Zeiten der Cholera, sprich in einer Zeit, in der eine Katastrophe sämtliche gesellschaftlichen Konventionen sprengt und homo homini lupus wird selten drastischer dargestellt als hier.

Inszeniert ist das Hörspiel erfreulicherweise nicht zu hektisch, wie man es bei diesem oberflächlich krawalligen Stoff befürchten hätte können. Die Spielzeit der beiden Folgen zusammen passt genau, wenn überhaupt, dann hätte man eher noch opulenter erzählen können. Das Sounddesign und die Musik erreicht das Maximum, was man von einer freien Produktion erwarten kann.

Eine bedingungslose Empfehlung von meiner Seite mit der Höchstpunktzahl. Mit einer Einschränkung, wer einen Exploitation-Stoff, der freilich nicht jedermanns Sache ist, per se nervig findet, der wird damit natürlich nicht glücklich. Alle anderen schon und dementsprechend gibt es von meiner Seite mit gut einem halben Jahr Verspätung den Hörbefehl. Und die Rezensenten, die das nicht besprochen haben, weil sie grundsätzlich nichts besprechen, was sie nicht geschenkt bekommen bzw. was alle geschenkt bekommen, ab auf die stille Treppe zum Gruppenschämen.

Diese Geschichte ist nun zu Ende erzählt, aber ich würde mich sehr freuen, von diesem Team bald wieder etwas zu hören. So wie ich weiter den Wunsch auf neue Yeovil True in jedes Nachtgebet einschließe, angeblich sieht es da ja ganz gut aus.
 

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