Mac oder Windows - was ist besser für Kreative?

fawnysbetastudio

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Da viele Programme, die Standard in der Industrie sind, auf IOS ausgelegt sind, hätte ich da Mal ne Frage: Ist ein iMac oder ein MacBook eine Investition? Ich habe schon Erfahrung mit IOS durch iPads. Ich find’s definitiv angenehmer als Windows. Jedoch hat IOS ein Nachteil: Apple ist scheiße teuer! – Würde sich es überhaupt lohnen in IOS zu investieren. Ich habe zwar ein Tablet, jedoch fände ich einen iMac besser, da ich sonst viele Nackenprobleme bekäme. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich darin investieren sollte. Was meint ihr?
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Was willst du denn machen und welche Tools dabei verwenden?
Ich mache alles (Videoschnitt, Audiomixing, Office, etc.) auf nem Windows-Rechner.
Wenn du aber Final Cut Pro verwenden möchtest, dann nimm einen Mac.
Das ist meiner Meinung nach heutzutage reine Geschmackssache.
 

PITCHEDsenses

Musik, Cut, Sprecher, Art, Autor
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Früher (aber schon wirklich ein Weilchen her), war Apple deutlich besser in der Performance als Windows-Rechner und wurde lange standardmäßig für Produktionen verwendet. Aber mittlerweile ist es so minimal bis gar nicht mehr bemerkbar, sodass man ohne Weiteres zu einem Windows-Rechner greifen kann. Ich selbst arbeite mit einem Windows-Laptop.
Heute ist es wirklich nur das, was du lieber benutzen möchtest. iOS ist nunmal anders zu bedienen und wenn man sich daran gewöhnt hat und nichts umstellen möchte (u.a. wichtig fürs Workflow), dann nimm das, was du für produktiver hälst.
Aber rein vom Aspekt der Performance, ist es total egal. Wie @WolfsOhr sagt, reine Geschmackssache.
 

Ellerbrok

Sprecher, Cutter & Fledermaus
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Hi,
ich bin, schon von berufswegen als Softwareentwickler 100% Microsoft Benutzer, würde mich aber nicht als FanBoy bezeichnen, da ich mich durchaus auch fair mit Linux und iOS auseinandersetze.

Ich kaufe keine Apple-Produkte wegen des (neuerdings nicht nur Mobilgeräten) komplett in sich geschlossenen und abgeriegelten Softwareökosystems. Spätestens seit dem neuen Update muss alle Software über den Apple-Store installiert werden, es gibt keine Alternative. Software die nicht in den Store aufgenommen wird, oder noch schlimmer, Software die man über den Store gekauft hat, kann (und wird, siehe Fortnite) von Apple, willkürlich ohne weiteres komplett geblockt werden. Das hat für mich den letzten Ausschlag gegen diese Firma gegeben. Abgesehen davon, dass ich nicht gewillt war, für nicht upgradefähige Hardware, die nicht besser als herkömmliche PCs ist, horrende Preise zu zahlen.

Liebe Grüße,
Marcel
 

susanna

see you space cowboy ...
Huhu also ich schließe mich @WolfsOhr an, ist tatsächlich Geschmacksache und je nach dem wohin die Reise geht. Wenn du viel mit Videobearbeitung und Animationen zB machen möchtest und du viel Leistung brauchst dann würde ich Richtung Apple gehen - die Dinger sind zwar super teuer aber man hat sehr lange was davon und es läuft stabil.
Dann kommen natürlich auch die Programme, Finalcut ist von Apple und auch ein solides Schnittprogramm aber mit den Adobe Programmen kommt man super mit Windows oder Mac klar. Bleibt die Frage wie viel soll dein Rechner leisten und was möchtest du alles machen :)
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
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Ich habe sowohl Windows als auch Linux. Das ist ja keine entweder-oder Entscheidung. Die Frage lautet also eher "PC oder Mac?". Und da glaube ich persönlich, dass du bei Mac finanziell gemolken wirst, aber keine substantiellen Vorteile hast. Man zahlt das Design und das Renommee.
Apple Hardware im Desktop-Bereich ist im Übrigen nicht auf dem neuesten Stand. Da gibt es weit schnellere PCs.
 

Kluki

Kann mich jemand hören? Hallooooo!
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Die ewige Frage... In meinem Beruf schwören die meisten auf Mac, aber ich stehe dazu, ich bleib bei Windows. Für mich ist der große Vorteil, das ich meine eigenen Komponenten nachrüsten kann und mir den Rechner nach meinen Wünschen selbst zusammenbaue. Und natürlich ist der Preis eine wichtige Entscheidung. Da Mac nicht mehr so viele Vorteile hat, ist dies meist nur noch ein Prestigeprojekt. Aber das ist Geschmackssache
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
@fawnysbetastudio
Ich würde mich an Deiner Stelle mal ein paar Dinge fragen:
  1. Was möchtest Du mit diesem Gerät machen? Und wo? (Studio, on the road, in der Natur).
  2. Mit welchem Qualitätsanspruch?
  3. Welche Software möchtest Du einsetzen?
  4. Welche Hardware soll daneben noch zum Einsatz kommen?
  5. Ist Dein geplanter Setup in sich kompatibel?
  6. Kannst Du deinen Setup mal irgendwo ausprobieren? Etwa bei einem Kumpel oder dem Kumpel von einem Kumpel?
  7. Wie groß ist Dein Budget? (Sei EHRLICH)
  8. Passen Dein geplanter Setup und Dein Budget zusammen?
  9. Wo kannst Du eventuell Kompromisse machen?
  10. Was möchtest Du erreichen? Das solltest Du in Arial 11pt auf eine DIN A5 Seite ausdrucken können. Wenn nicht, weißt Du noch nicht klar genug was Du willst.
Es ist verschwendete Lebenszeit sich über einen "Glauben" oder das " alle Profis haben dieses oder jenes Equipment" Gelaber ein eigenes Setup zusammen zu stellen!
Ich habe über viele Jahre zahllose Studios ( ganz klein bis RICHTIG groß ) beim Musicstore in Köln verkauft. Ich weiß also ein wenig wovon ich spreche. Und der Sound wird nicht im Rechner gemacht, sondern unmittelbar davor.

Die heutigen DAWs können Dinge, von denen wir vor 15 Jahren kaum zu träumen wagten. Und das für einen Spottpreis.
Ich habe einen 24 Spur Harddisk Rekorder (Mackie SDR 2496) den ich sehr schätze, weil er unbedingt zuverlässig ist für unwiederbringliche Live-Aufnahmen. Der hat anfangs mal ~ 4.000 DM gekostet.

Als DAW nutze ich Samplitude X4 auf Windoof 10. Aus ganz praktischen Gründen.
Ich arbeite mit Samplitude schon sehr lange und habe noch nicht erlebt, daß ich etwas machen wollte was nicht ging.
Das geht auch alles bestimmt mit Pro Tools auf einer Apfel-Kiste.
Nur müßte ich mir dafür einen MacDreck kaufen, der das Wort und Bedeutung von Privatsphäre negiert und ich hätte deutlich weniger Budget für ein weiteres Mikrofon.
Ich könnte es auch mit Ardour auf Linux machen auf meinen 14 Jahre alten Quadcore PC mit 8 GB RAM. Doch der Umstieg würde mich Zeit kosten. Zeit die ich lieber mit neuen Aufnahmen verbringe und neue Dinge auszuprobieren, wie das Sennheiser Binaural VST Plug-In.

Und dieses Vergleichen von " Rechner- Abstürzen" und das aus irgendwelche Erkenntnisse oder gar Entscheidungen abzuleiten ist die Luft es auszusprechen nicht wert.
Ich bringe jedes (!) System in wenigen Bruchteilen einer Sekunde zum Abstürzen. Auch einen beliebigen Mac. (Es ist auch nur ein UNIX Derivat mit einem coolen GUI). Und das mit einer einzigen Zeile " Code"

Also, zurück zum Beginn !
Was möchtest Du erreichen? Mit welchem Qualitätsanspruch und passt Dein Setup ( besser Signalkette) und Dein Budget zusammen?
Und wenn Du selber Texte einsprechen möchtest, hast Du schon einen Raum in dem Du das in ordentlicher Qualität und ohne Raumhall machen kannst?
Denn dann hättest Du zwar geiles Equipment, aber die Aufnahmen könnte man nicht verwenden, weil sie alle klingen als hättest Du sie in einer Kirche aufgenommen.

Deswegen ist es so entscheidend, daß Du GENAU weißt, was Du möchtest.
Welches "Werkzeug" Du dann verwendest spielt eine untergeordnete Rolle.
Wenn man mal weiß mit welche einfachen Mitteln Peter Gabriel und seine Ton-Ings " Sledgehammer" aufgenommen haben wirst Du Dich sehr wundern. Dieser unglaublich coole Bass-Sound entsteht mit einem Boden- Effektgerät von BOSS für keine 100$. Aber alle Beteiligten wissen was sie wollen und wie sie es erreichen. Und so schicken sie nur die Mitten durch einen Chorus und den Rest nicht und das haut einen aus den Socken.

Kläre Deinen Anspruch, mach einen Plan, frag um Rat und dann fang an.
Das klappt mit MacDreck, Windoof, Linux oder richtiger Hardware. Wenn Du weißt was Du erreichen möchtest und das mit dem Budget zusammen passt.
Ansonsten kann es passieren, daß Du eine geile DAW hast, aber ein Mikrofon von Beh ... Beh... Beh... kaufen mußt, weil das Budget alle ist. Ich verspreche Dir, daß es Sche .. e klingen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

7klang

Musikus (semiprof.)/ Komponist/ MusikFX
Ich bin seit vielen Jahren mit Cubase und Wavelab auf Win-Systemen unterwegs. Kann echt nicht meckern. Diese ganzen Apfelkisten sind im Vergleich Schweine teuer! Also wenn du Musik, Videocut und n bisschen Office und Surfen willst, setz auf Win ;-) die heutigen Prozessoren und Grafikkarten sind für Semiprofs völlig ausreichend. Und wenn du etwas tiefer in die Tasche greifen kannst... ich lasse mir meine Systeme seit Jahren von Digital Audio Networx in Berlin bauen. Die konfigurieren das System im Vorfeld schon top für Musikproduktion
 

fawnysbetastudio

Active member
Was möchtest Du mit diesem Gerät machen? Und wo? (Studio, on the road, in der Natur).
Ich möchte sowohl zuhause als auch unterwegs arbeiten können.

Mit welchem Qualitätsanspruch?

Keine Kartoffel-Qualität. Ich bin nicht einer dieser, die denken, dass man cool ist, weil man Fähig ist eine Kamera oder ähnliches zu bedienen. Ich hasse es, wenn Leute keine Post-Produktion machen und sich nach 10 min. schon wie in Hollywood vorkommen. Nein. Ein gutes Produkt braucht auch eine schöne Verpackung.

Welche Software möchtest Du einsetzen?
Momentan setzte ich auf Freeware, da ich im Vergleich zu den Profis einfach Broke bin. Audacity, Filmora, Paint.net. Die Chip-Lieblinge eben.

Welche Hardware soll daneben noch zum Einsatz kommen?
Für den Anfang erstmal ein PC, ein Mikro und da ich auch noch YouTube machen möchte, eine gute Kamera.

Ist Dein geplanter Setup in sich kompatibel?
Sollte möglich sein.

Kannst Du deinen Setup mal irgendwo ausprobieren? Etwa bei einem Kumpel oder dem Kumpel von einem Kumpel?
Momentan nein.

Wie groß ist Dein Budget? (Sei EHRLICH)
Ich bin broke, wenn man Taschengeld nicht als Lohn bewertet.

Passen Dein geplanter Setup und Dein Budget zusammen?
Da ich auf meinen Wunsch-PC spare und den Rest mehr oder weniger schon besitzte: Ja.

Wo kannst Du eventuell Kompromisse machen?
Definitiv beim Mikro oder der Kamera. Ton geht vor Bild!

Was möchtest Du erreichen?
Auch, wenn die ersten Erfolge nicht direkt Bestseller werden, möchte ich einfach eine Qualität erreichen, die angenehm für Augen und Ohren ist. Dasselbe gilt auch für den Verstand mit den Geschichten. Schließlich nimmt der Hörer sich Zeit dein Produkt zu sehen/hören.
 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Siehste, da beantwortest du dir deine Fragen also schon selber ;).

Du willst unterwegs arbeiten können: Also brauchst du ein Laptop, keinen iMac.

Du willst / musst mit Freeware arbeiten: Das spricht meiner Meinung nach für Windows (das du natürlich auch auf nem Mac laufen haben kannst).

Du hast kein Budget: Spricht gegen Mac da teurer.

Nur eine Aussage passt gar nicht: Ton geht vor Bild, aber du willst Kompromisse beim Mic machen? Nein.

Neben PC, Mic und Kamera brauchst du auch nen vernünftigen Pre-Amp für das Mic. Es sei denn du nimmst ein USB-Mic, das dann aber ggf. auch wieder ein Kompromiss ist.
Ok, damit schweife ich vom Thema ab.

Auf jeden Fall kannst du was Video und Audio angeht auf beiden Plattformen gleich komfortabel zum selben Ergebnis kommen. Deshalb würde ich hier die günstigere wählen (und Geräte mit Power haben auch als Windows-Maschine ihren Preis!). Um dann mehr Budget für andere Komponenten zu haben.
 

JoachimHB

New member
Tip:
Für den PC gibt es - auch neben Audacity - sehr gute Audio „Freeware“. Dazu gehört als Beispiel „Cakewalk“ das unter dem Dach von Bandlab die etwas altbackene aber durchaus professionelle DAW sonar weiterführt.
Hardware- Seitiges kannst Du mit jedem halbwegs aktuellen PC (Minimum 8GB Arbeitsspeicher sollten aber schon dabei sein) viel reißen, wenn Du keine Riesenprojekte machst.
Audiointerfaces kriegst Du bei EBay - Kleinanzeigen teils gebraucht in mehr als ausreichender Quali (bitte: viele versuchen ihre FireWire - Klamotten da zu verzocken, die nirgends mehr funzen - bitte auf USB achten!).
Für Mikros gilt das gleiche. Da kannst Du teils echt sparen, zumal da seltenst was wirklich kaputt geht.
Bleibt der Rechner und da würde ich derzeit mit Deinen Angaben zu einem Win - Laptop in der 500€ - Klasse greifen.
 

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