Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Die Bauanleitung finde ich ganz toll! Danke für den Hinweis.
Der Klang überzeugt mich auf jeden Fall.
Ich werde das Video mal speichern, vielleicht können wir ja einiges zu diesem Thema sammeln und in einem eigenen Thread dann als Beispiele bringen.
Ich selber wollte ja auch noch ein Video machen, wie ich meine Wäscheständerkabine aufbaue.

Ja das wäre cool! Vielleicht für manchen Einsteiger brauchbarer als sämtliche Beiträge
in dem "Hier spreche ich ein" Thread zu durchforsten.
Ich habe übrigens noch ein lustiges Video meiner unsäglichen ersten Sprecherkabine
mit ironischen Kommentaren drauf. Das kann ich dann auch als abschreckendes Beispiel,
wie man es NICHT mach, mit reinposten.:D
 

Marco

Administrator
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Die beiden Mädels @Imari und @Thora hatten vor einiger Zeit ein kurzes Video gedreht, wie sie zusammen für das Hörspiel "Ghostbusters" einsprechen. Dabei wird auch meine immer wieder gern von mir zitierte Wäscheständerkabine gezeigt. Nicht nur gezeigt, sondern auch wie sie aufgebaut wird.
Mit freundlicher Genehmigung der beiden, darf ich das Video hier posten.

 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Musiker
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Für alle die noch mit Raumhall hadern und dessen Budget begrenzt ist.
Diese DIY Schallkabine scheint offensichtlich ja zu funktionieren.
Sehr sympathisches Video finde ich.:)

jubb, tolles Video. Mit ein wenig Aufwand ne tolle Aufnahmemöglichkeit geschaffen!
 

Shindo

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Ich habe ein Video zu einer Sprecherbox gefunden, aber ob das soo funktioniert, keine Ahnung.
Hat das, wer schon mal ausprobiert??
 

Marco

Administrator
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Ich habe mir das Video angesehen. Leider gibt er keine Sprechprobe ab. Somit ist das aus der Ferne schon mal gar nicht zu beurteilen. Natürlich kostet das nicht viel Geld. So 'ne Tuppe kostet ca. 8 Euro und der dünne Schaumstoff da müsste ich schätzen. Aber ich denke er liegt da mit den 23$ schon ganz richtig.
Ausprobiert habe ich allerdings so etwas auch noch nicht. Könnte mir aber vorstellen, dass es durch die dünne Dämmung ziemlich topfig klingen wird.
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Leider gibt er keine Sprechprobe ab. Somit ist das aus der Ferne schon mal gar nicht zu beurteilen.
Habe mir das Video auch angesehen. Er sagt, dass das Tutorial mit diesem Dingens aufgenommen wurde.
Es ist also ab 1:08 min zu hören. Ich höre da noch Topf und Raumhall...:rolleyes:
 

Shindo

Mitglied
Genau, des halb habe ich auch Zweifel dran, da Schall nicht wie in der "Wäscheständerkabine" durchgehen kann, sondern ja nur geschluckt wird und im blödesten Fall, noch zurück geworfen wird.

Könnte mir höchstens vorstellen, das gute Ding mit Lochplatten in Kombination mit Akustikabsorber oder ähnlichen Material nach zu bauen, allerdings kommt man halt dann nicht mehr auf gesagte 23 $ ^_^
 

Marco

Administrator
Teammitglied
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Ich denke hier auch einmal gelesen zu haben (Pio oder Abba, genau weiß ich es auch nicht mehr), dass die Wände schalldurchlässig sein sollen, um halt innere Reflexionen zu vermeiden, so wie @Shindo schon geschrieben hat.
Die Dämmung absorbiert einmal den Schall der nach außen dringt und dann den Selben Schall noch einmal, wenn er wieder von Wänden zurück reflektiert wird. Ist die Dämmung stark genug, dann kommt der reflektierte Schall nur noch minimal an das Mikro zurück.
Das ist ja auch das Prinzip der Wäscheständerkabine. Sie lässt den Schall durch die Decken durch und reflektierter Schall von außen wird nochmals durch die Decken gedämmt. Daher klingt eine Wäscheständerkabine auch nicht topfig.

Wenn diese Theorie im groben stimmt, dann wäre ein Drahtkäfig/Drahtgestell mit Dämmaterial die ideale Sprecherkabine..
nach diesem Prinzip arbeiten wahrscheinlich auch diese Akustikstellwände / Schallabsorber, wie hier als Selbstbau im Video:
 

charly

(früher: oxytocinated)
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Ich hab heute etwas interessantes gefunden.
Keine Ahnung, ob und wie gut es funktioniert. Es ist die DIY- Version von einem Kaotica Eyeball.
 

Scarala

Mitglied
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Das finde ich sehr Interessant @charly , habe gleich mal etwas weiter gesucht und dabei dieses hier gefunden:
Dieser Würfel ist halt wirklich aus Akustikschaumstoff und nicht aus "normalem" Schaumstoff, wie bei den meißten Kugeln, die man kaufen kann. So einen Würfel in 30x30x30 cm bekommt man bei Amazon für knapp 20€ incl Versand (http://amzn.to/2FR2dIi) Finde ich tatsächlich sehr interessant, da sehr kostengünstig... Hinter sich vielleicht noch n Stativ mit ner decke oder großen Handtüchern aufbauen und wie im Video n Popfilter davor, den ich eh zu Hause habe, dann sollte sich damit doch schon ein ganz gutes Ergebnis erreichen lassen...
Ich würde dann das Loch vielleicht sogar in Zackenform ausschneiden, um eine gewisse diffusion zu erreichen, wie bei einigen Akustikplatten wie solchen hier
41S8sEGp80L.jpg

Oder ist da jemand anderer Meinung? Ich lasse mich da gern mal belehren, bevor ich das ausprobiere (da recht kostengünstig und wenig Aufwand)
 

sebage

Cutter, Sound-Designer, Sprecher & Musiker
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Fame Mobile Mic Booth - geht auch relativ günstig. Ich hab 2 davon. Bringt allerdings kaum was. Das Problem ist, dass der Schall, sobald er den Mund verlässt auch nach links und rechts abstrahlt und dann an den Wänden reflektiert wird. Diese Reflektionen gehen dann wieder durch den Ploppschutz auf das Mikrofon.
Ersetzt auf keinen Fall eine gute Raumakustik.
 

charly

(früher: oxytocinated)
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Ich will auch mal endlich Bilder von meiner Kabine zeigen. Sie ist noch nicht ganz fertig, aber zumindest schon funktional.
Detailbilder gibt's (hoffentlich) irgendwann als WIP in dem anderen Thread.
Das Fenster werde ich auch nochmal rausnehmen und die Dichtungen fast komplett neu reinmachen, da der Kleber leider nicht vernünftig gehalten hat. Daher auch das weiße Ding, das da unten drin hängt.
2018-01-18__1s-1516476207.jpg


Das da rechts oben und unten an der hinteren Wand sind die Lüftungsboxen.
2018-01-18__3s-1516476270.jpg


Zuerst konnte ich nur stehend aufnehmen, weil der Mikrofonständer suboptimal gewählt war: er ließ sich nicht weiter runterstellen, weil ein integriertes Kabel im Weg war.
Den Tisch haben wir so genial hinbekommen, dass er ohne weitere Befestigung hält. :D
Es war zwar ein ziemliches Gefrickel ihn da reinzubekommen, aber es hat geklappt ^^
Der Pyramidenschaum ist aus Basotect und auf dünne MDF- Platten geklebt, die wiederum mit Klett an der Wand befestigt sind. So kann ich bei Bedarf den Schaum rausnehmen (zum Beispiel, falls ich doch mal mehr Hall brauche oder die Kabine transportiert werden soll für einen Umzug; sie ist auch komplett auseinandernehmbar für genau so einen Fall).
2018-01-18__6s-1516476295.jpg


Dann ist mir aber die Idee gekommen, dass ich das Kabel einfach entfernen kann (abschneiden und später den Stecker wieder anlöten), daher kann ich nun endlich auch im Sitzen aufnehmen. Damit es tief genug runterging, musste ich das Mikro aber auch umdrehen.
2018-01-18__9s-1516476430.jpg
 

Scarala

Mitglied
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Auf deine Kabine bin ich glatt neidisch @charly, genau soetwas stelle ich mir für meinen Keller vor.
Am Freitag beginne die Bauarbeiten zu meiner Kabine, die komplett aus Resten bestehen wird. Mal sehen, was ich da so umgesetzt bekomme.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
 

charly

(früher: oxytocinated)
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Auf deine Kabine bin ich glatt neidisch @charly, genau soetwas stelle ich mir für meinen Keller vor.
Am Freitag beginne die Bauarbeiten zu meiner Kabine, die komplett aus Resten bestehen wird. Mal sehen, was ich da so umgesetzt bekomme.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
Ich muss gestehen: nochmal würde ich die nicht so bauen; sie war alles in allem ziemlich teuer und der Bauaufwand war enorm.
Vor einigen Jahren hab ich mal jemandem geholfen eine doppelwändige Kabine mit Glas- oder Steinwollfüllung zu machen; auch inklusive Fenster. Das ging damals viel schneller und einfacher und hat glaub ich auch viel weniger gekostet. (Sie war allerdings auch enger letztendlich.)

In diese hier habe ich über 1000€ gesteckt und allein ~275€ an Akustikschaum (und davon fehlt im Prinzip noch was). Im Gegensatz zu einer Kaufkabine immernoch ein Schnäppchen, aber ich hatte eigentlich mit so 600€ gerechnet. Naja... so kann's gehen :rolleyes:
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Ich muss gestehen: nochmal würde ich die nicht so bauen; sie war alles in allem ziemlich teuer und der Bauaufwand war enorm.
In diese hier habe ich über 1000€ gesteckt und allein ~275€ an Akustikschaum (und davon fehlt im Prinzip noch was). Im Gegensatz zu einer Kaufkabine immernoch ein Schnäppchen, aber ich hatte eigentlich mit so 600€ gerechnet. Naja... so kann's gehen :rolleyes:

Super Kabine!! Ich sehe es so, warum sich so eine klaustrophobisch kleine Dunkelkammer bauen
in der man bestenfalls verrenkt drinnen hängt um die Aufnahmen einigermaßen brauchbar zu bekommen?
Oder seinen Kopf in irgendwelche kleinen Kisten zu stecken?
Ich fände das auf Dauer ziemlich uninspirierend und viele (ich z.B.) verbringen eine Menge Zeit darin/damit,
und von daher finde ich deinen Ansatz vollkommen ok. Das Ohr isst schliesslich mit. Einmal richtig machen und gut und gut ist. :) Allerdings ist mir auch klar, dass es bei einigen nicht anders möglich ist.
Ich selbst hatte nach einigen Misserfolgen von einer Kabine schlussendlich Abstand genommen und mein ganzes Büro (12 m2) gedämmt. Dazu 2 variable Stellwände. So kann, ich je nachdem was ich aufnehme, stehen (Hörspiel) oder sitzen (Hörbuch).
studio-1516547841.PNG
 

Scarala

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Vor einigen Jahren hab ich mal jemandem geholfen eine doppelwändige Kabine mit Glas- oder Steinwollfüllung zu machen; auch inklusive Fenster. Das ging damals viel schneller und einfacher und hat glaub ich auch viel weniger gekostet. (Sie war allerdings auch enger letztendlich.)
@charly soetwas habe ich im endeffekt auch vor zu machen. Ich habe noch so viel Holz und Latten im keller, ich bräuchte nur die Steinwolle und für Innen noch Pyramidenschaumstoff kaufen.
Da habe ich tatsächlich den tipp gelesen, das man solch eine Kabine nicht "fest" bauen sollte sonder "nur" die Lattenkonstruktion aufbauen, zwischen den latten mit Steinwolle füllen und dann nur mit Stoff bespannen, damit die Fasern gefangen werden und dann innen nur noch Noppenschaumstoff für die Diffusion drauf. Dadurch soll, soweit ich das gelesen habe (man möge mich berichtigen) der Raumhall noch mehr vermindert werden, weil der schall nicht direkt von einer Holzwand reflektiert wird, sondern durch die Steinwolle in den raum geht, im Raum dann erst irgendwo reflektiert wird und dann nochmal zurück durch die Steinwolle muss. Und diese zusätzliche Strecke durch den Raum soll den schall noch mehr schwächen. Vom Aufbauprinzip her so:
Unbenannt-1516624231.jpg


Dann wär ich nämlich glatt mit knapp 100€ dabei, wenn ich nicht grad Basotec sondern "normalen" Akustikschaumstoff nehme...
Lasse das aber gerade nochmal von einem Akustiker verifizieren, den ich kenne.
 

charly

(früher: oxytocinated)
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Hm, durch Stoff geht mehr Schall durch, allerdings eben auch von außen.
Wir hatten damals Rigips für innen genommen und darüber Noppenschaum gepackt. Allerdings hatte ich damals noch nicht das Ohr für die Akustik, als dass ich sagen könnte, dass das gut so war.
Was ich hier im Forum und auch anderweitig schon häufiger gelesen/gesehen habe, waren dünne MDF/HDF- Platten mit Löchern, durch die der Schall durch kann.

Meine Kabine habe ich übrigens als "Raum in Raum" gebaut; unten drunter ist eine Membramabsorptionsplatte.
Darauf gekommen bin ich durch diesen Artikel hier:
Das eigene Homestudio - so gehts! | Media-Paten.com

Das hat mich natürlich extra gekostet (~125€ für die Panzerplatten plus eine OSB- Bodenplatte dadrauf plus feste Klarsichtfolie, um den Schaum vor Feuchtigkeit und Schmutz [und Katzen] zu schützen), aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe, um auch aufnehmen zu können, wenn irgendwo im Haus eine Waschmaschine läuft.
 

Comewhatmay

Mitglied
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Super Kabine!! Ich sehe es so, warum sich so eine klaustrophobisch kleine Dunkelkammer bauen
in der man bestenfalls verrenkt drinnen hängt um die Aufnahmen einigermaßen brauchbar zu bekommen?
Oder seinen Kopf in irgendwelche kleinen Kisten zu stecken?
Ich fände das auf Dauer ziemlich uninspirierend und viele (ich z.B.) verbringen eine Menge Zeit darin/damit,
und von daher finde ich deinen Ansatz vollkommen ok. Das Ohr isst schliesslich mit. Einmal richtig machen und gut und gut ist. :) Allerdings ist mir auch klar, dass es bei einigen nicht anders möglich ist.
Ich selbst hatte nach einigen Misserfolgen von einer Kabine schlussendlich Abstand genommen und mein ganzes Büro (12 m2) gedämmt. Dazu 2 variable Stellwände. So kann, ich je nachdem was ich aufnehme, stehen (Hörspiel) oder sitzen (Hörbuch).
studio-1516547841.PNG

Warum dämmst du die Tischplatten nicht mit Stoff?
 
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