"Gutes" USB Mikrofon unter 100€?

Dieses Thema im Forum "Technik / Studio" wurde erstellt von MsEverdeen, 12. Juni 2018.

  1. MsEverdeen

    MsEverdeen kein fucking superheld

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    Hi ihr Lieben,

    eine Bekannte von mir nimmt hobbymäßig auch gerne auf, ihr Mikro ist aber leider sehr dumpf und da sie noch Schülerin ist, kann sie sich kein sehr teures Mikro leisten.
    Leider kenne ich mich mit Mikros auch nicht sooo super aus und wollte daher mal fragen, ob ihr mir für sie USB Mikros unter 100€ empfehlen könnt, die einen einigermaßen annehmbaren Sound haben, der zB auch für Hörspiele akzeptabel wäre.
    Gibts sowas überhaupt oder ist das eher utopisch? ^^

    lg :)
     
  2. Alex

    Alex Euch werd ich was erzählen...

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  3. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus S.

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    Das Thema haben wir recht häufig, und ich weiß auch nicht ob es noch aktuell ist. Aber trotzdem noch einmal dazu:

    https://www.thomann.de/de/rode_nt_usb.htm
    Liegt mit aktuell 130,- EUR auch etwas drüber. Ist aber auf der USB Schiene ein recht Ordentliches Teil.

    https://www.thomann.de/de/blue_yeti_b_stock_296623.htm
    Das Blue Yeti hier stammt mit 130 aus dem B-Stock, kostet normalerweise um die 240,- B-Ware bei Thomann abgrasen, da findet sich auch so manches.

    Eenfalls von Blue, das Snowball, dürfte eher der Preisklasse entsprechen. Nicht ganz so fein wie das Yeti, nimmt auch mehr Raum auf - ist aber vom klang her solide:
    https://www.thomann.de/de/blue_snowball.htm

    Und dann wäre da noch Samson:
    https://www.thomann.de/de/samson_c01u_pro_podcasting_pack.htm
    https://www.thomann.de/de/samson_c03u.htm
    Beides Großmembrane, das C03U ist das modernere von beiden. Vom Klang her unterscheiden die sich aber eher kaum.

    Oder mein günstiger und recht kompakter Einstiegsfavorit - das Meteor in Silber oder Schwarz:
    https://www.thomann.de/de/samson_meteor.htm
    https://www.thomann.de/de/samson_meteor_black.htm
    Guter Klang, evt. etwas zu basslasitg, aber das läßt sich Filtern. Ist ein ordentliches Teil und tut auch Schülern nicht ihre Geldbeutel zu stark entleeren. Und der Retrolook ist kein billiges Plastik - das ist schweres Vollmetall und läßt sich, auch wenn es dank der angebauten Klappbeichen anders ausschaut, auch auf einem regulärem Studio- oder anderem Tisch-Stativ montieren.
     
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  4. Hamster

    Hamster Super-Hoertalker

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    Huhu!
    Ich kann das genannte Rode-NT USB empfehlen...ich hab damals Glück gehabt und das über Kleinanzeigen bekommen und somit unter 100 Euro bezahlt. Lohnt sich vielleicht (egal welches Modell es werden soll) da zu schauen, ob es was Gebrauchtes gibt. :)
     
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  5. derFlüsterer

    derFlüsterer Sprecher

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    @Lupin Wolf , da Du Dich da so gut auskennst: was hättest Du denn zum Thema SD-Karten-Mikro im Angebot? Mal losgelöst von einem Preis.
    Ich überlege mir ein neues, bzw. weiteres Mikro zuzulegen...
     
  6. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus S.

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    Mein Tascam kriegste jedenfalls nich', Phillip - MEINS ;)

    Wobei ich hoffe, du meinst "Fieldrecorder" und nicht was anderes? Danke für die Blumen. Alles kenne ich auch nicht. Aber so verschieden sind die alten Tips von meinen jetzt auch nicht, die man noch im Forum dazu findet. Ich bleib mal die Lnks dafür schuldig - aber das findest man ja auch schnell, wenn man die Bezeichner kennt ;)

    Die meisten empfehlen hier schon das Zoom, vor allem das H2N. Günstiger ginge auch das H1. Wenns mit XLR und Phantomspeisung sein soll, ab dem H4N aufwärts. Die Zooms haben generell das Feature, das man sie auch als USB Mic mißbrauchen kann. Geht bei den meisten anderen so nicht.

    Tascam DR-05 für den Sprecheinstieg, wenn du noch an ein gebrauchtes oder Lagerbestand heran kommst das DR07 MK2 mit schwenkbaren Mics für x/y Stellung (ich hab genau das für den Feldeinsatz - beherscht aber keine Phantomspeisung oder hat XLR Anschlüsse, war in der Liga ein Einstieg - aber die Aufnahmen mit den Beweglichen Mics für Raum oder Interview/Einsprechen mechnisch mit den 2 Kapseln ist phantastisch) - etwas ausgefuchster wäre das DR-40 oder das DR-100. Oder falls man es braucht, das DR-22WL oder 44WL - beide mit WLAN Anbindung zwecks Fernsteuerung auch über den Hotspot des Smartphones.

    Olympus die LS Serie hat auch ein paar schöne Geräte.

    Ein kleiner ausschnitt., die Palette ist riesig. Je nachdem was du haben willst oder brauchst. Wenn du nur Geld ausgeben möchtest: nimm einfach das teuerste ;) :D

    Womit du leben musst, genau wie bei USB gibts ein klein wenig mehr Eigenrauschen gegenüber den Interfaces.

    EDIT - Ergänzung für Fieldrecorder:

    Das hatte ich in all der Auflisterei noch vergessen zu erwähnen. Nicht alle haben ein Stativ dabei, und manche werden sich wundern wie man das Ding auf ein Microfon Stativ bekommt.

    In der Regel sind die mit einem Kamera-Gewinde ausgestattet, statt den größeren Schraubgewinden für Mikrofone. Hat den Nachteil, das man ein entsprechendes Adapterstück dafür braucht oder sich mit einem vorhandenen Kamera-Stativ behelfen muss (die in der Regel oft nicht so hoch einstellbar sind, wie man sie für größere Personen bräuchte).
    Auf der anderen Seite passt jede Art von Fotostativ von Tripod oder Gorilla-Pod bis hin zu Selfie-Sticks mit Fotogewinde drauf. Letzteres empfehle ich für den mobilen Einsatz, um Griffgeräusche zu reduzieren und, sofern man Geräusche als Foley jagt, läßt sich das Teleskop eines Selfie-Sticks in Verbindung mit einer "Toten Katze" (Fellwindschutz - das heißt wirklich Dead Cat :D ) auch gut für diverse Zwecke einsetzen (Schrittgeräusche, über-Kopf Aufnahmen, alles was etwas entfernter ist usw.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
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  7. OldNick

    OldNick Super-Hoertalker

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    @Lupin Wolf
    Schön, dass Du das alles mal so knapp zusammengefasst hast. Könnte man ggf. auch bei der Frage nach Mikros verlinken, das ist ja ein häufiges "Problem".
     
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  8. Gabriel

    Gabriel Schnitter (Sony Vegas PRO 13)

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    RODE NT USB und Samson Meteor kann ich empfehlen. Dazu noch ein Kopfhörer von Superlux und fertig ;)
     
  9. MsEverdeen

    MsEverdeen kein fucking superheld

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    Ich danke euch für eure Antworten, lieben Dank!! :)
     
  10. Jo'ogn

    Jo'ogn Stadtrandpanther

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    Gute Erfahrung hab ich mit: AT2020, Rode NT-1a

    Ich rate ab
    von: Blue (Snowball, Yeti) und Samson (C01, C03, Go-mic), Feldrekorder

    Für mich haben viele Nordamerkikaner gesprochen, da sind diese Blue Snowball (und Yeti) leider sehr verbreitet. Es gab nur einen Sprecher bei dem ein Yeti mal annehmbar klang, ansonsten haben beide Mikros eine seltsame Mittenbetonung, sind flau in den Höhen und bei Männern schwach im Bass. Also eine Menge EQ nötig... Zumindest damals 2007 bis 2012 (schwer zu glauben, dass die ihre Mikros Aufgewerten hätten)

    Samson Mikros scheinen prinzipiell Rauschgeneratoren zu sein. Mag ausreichen bei lautem Singen oder für Schlagzeug, alleine für Sprechen musste ich oft digital entrauschen, damit es in meinen Projekten unhörbar blieb.

    Ich rate auch von "Feldrecordern" ab, wenn man ernsthaft Sprechen will - also nicht als Reporter draußen rumrennt, sondern drinnen brav Bücher oder Rollen einspricht. Weil der Klang nicht so fein auflöst, wie Kondensator-Mics und viele kommen mit den seltsamen Stereo/Surround Micros auf diesen Dingern nicht klar, so das ich dann entweder Stereoaufnahmen von Sprechern bekam, die ja nach Position vor dem Rekroder, rechts und links unterschiedlich klingen oder im Rekorder einen Monomix ausgelöst haben, bei dem es durch den Abstand der Kapseln zu Phasenauslöschungen kam...
     
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  11. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus S.

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    Bei USB Mics ist das meist generell der Fall. Die XLR Mics davon klingen auch um einiges besser. Das Go hat übrigens keiner empfohlen, auch ich nicht. Nimmt noch mehr Raum bei schlechterer Klangqualität als das Snowball auf. Das Ding ist mir auch zu Tricky.
    Es geht auch mit so manch teurer Harware noch schlimmer - wenn ich an das Rode Podcaster denke...empfehle ich auch nicht, weil vor allem Stimmen mit tieferer Tonlage damit wie aus einem Blechfass klingen. Rauschärme auf kosten von Klangqualität, um das USB Interface weniger Rausch-hörbar zu halten. Dann lieber das ältere NT-USB. Also auch bei Rode ist nicĥt alles Gold, was da so teuer schimmert. :)

    Fieldrecorder und seine Nachteile:
    Stimme ich dir weitgehendst ja zu. Aber - es gibt überall Workarounds für Sprecher und Cutter im Umgang mit diesen.

    In vereinfachter Kurzform lautet die eigentlich immer:
    - für Sprecher: Stereo Aufnahme und nur in eines der Mics sprechen
    - für Cutter: die Ungenutzte (leisere) Seite wegschmeißen und die andere als Mono Aufnahme nutzen


    Alles andere ist halt eine Anwendungs-, Geld-, Möglichkeiten- und Relevanz-Frage. Zum Glück sind wir kein Profi Studio hier, da kann man mit sowas arbeiten trotz Abstriche. Und was ich so gehört habe über diverse TV, Film und Radio-Formate, was da an oft noch grottiger Technik eingesetzt wird... *hust*... dagegen sind einige Vorraussetzungen hier doch schon weit drüber. Gut, wer das beruflich macht wird über kurz oder lang sowieso anders arbeiten, schon gar nicht mit Fieldrecorder. Doch für ein Hobby sollte das eigentlich genügen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
  12. Jo'ogn

    Jo'ogn Stadtrandpanther

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    Da musste ich auch genauer hingucken. Das ist ein dynamisches Mikro, welches Rode vom Gehäuse her als Kondensator tarnt. Was sich diese eigentlich ordentliche Firma dabei gedacht hat, ist mir ein Rätsel o_O
     
  13. Kathrin Verena

    Kathrin Verena Super-Hoertalker

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    Wäre es für deine Freundein auch eine Option ein gebrauchtes Mikro zu kaufen? Hier kamen ja schon einige Vorschläge zu speziellen Marken und vielleicht hat ja jemand eines günstig über Ebay Kleinanzeigen zu verkaufen.
     
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  14. MsEverdeen

    MsEverdeen kein fucking superheld

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    Weiß ich gerade nicht, aber ich hab ihr immer mal die Vorschläge von hier geschickt und sie wird sich jetzt wohl ein Rode NTa1 holen :)
     
  15. Lupin Wolf

    Lupin Wolf Klaus S.

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    Du weißt, das sie dafür auch noch ein extra Interface benötigt? Ich erwähn es nur, weil das dann den etwa 100 Eur Budget auf jeden Fall sprengt, wenn keins vorhanden ist. Das NT1 USB ist das, ohne Interface.

    Und ja, gebraucht geht natürlich auch, warum auch nicht.