Erfahrungen mit einem Grafiktablet?

Dieses Thema im Forum "Grafik / Foto / Zeichnungen" wurde erstellt von MewMew, 23. September 2018.

  1. MewMew

    MewMew Christoph

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    Hallo Zusammen,

    ich denke mal, dass ich dieses Unterforum für dieses Thema nutzen kann. :) Gibt es unter euch Personen, die mit einem Grafiktablet arbeiten oder da Erfahrungen mit gemacht haben? Ich überlege mir solch eines für einen "Anfänger" zum Geburtstag zu wünschen, um in Zukunft vielleicht auch eigene Geschichten illustrieren zu können. Aber sicherlich kann so etwas auch für Hörspielcover und Co. genutzt werden.

    Es wäre interessant zu wissen und in einen Austausch zu kommen. :oops:

    Liebe Grüße euer Christoph :)
     
  2. Telliminator

    Telliminator Sample-Collector

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    Wie möchtest Du denn genau arbeiten? Es gibt da ja verschiedenste Möglichkeiten und Arten von Gerätschaften.

    Das normale simple Grafiktablot, mit oder ohne einklemmbare Papiervorlage und einem zugehörenden digitalem Stift, um die Daten ins Zeichenprogramm übertragen. Ist vom Arbeiten her sehr gewöhnungsbedürftig, weil man hier wenig sieht wo man im Programmbildschirm unterwegs ist bzw. halt immer hin und her schauen muss. Ist arg gewöhnungsbedürftig vom Arbeiten. (unteres Preissegment ab 100 Euro aufwärts)
    (Mit sowas hab ich mal gearbeitet, war ziemlicher Murks, was aber letztlich auf mein nicht vorhandenes Zeichentalent zurück zu führen ist/war)

    Das Grafikbildschirmtablot, direkt auf dem Bildschirm mit besonderem Stift zeichnen und sehen was passiert wie bei einem Blatt Papier mit Stift. Die wohl angenehmste Variante. (mittleres Preissegment 500 Euro aufwärts)
    (Macht am meisten Sinn, weil es fast wie auf Papier zeichnen ist und man sieht was man tut. Lässt der Kreativität freien Lauf. Das Handling mit dem Pen ist gewöhnungsbedürftig, die PC Hardware muss sehr tauglich sein, um möglichst wenig Delay in Stiftbewegung und sichtbarem Ergebnis zu haben.)

    Und die letzte Option, ein kompletter Grafiktablet-Computer, also ein All-In-One Touch Computerscreen. Das Ding zum mit sich rumtragen und von der Funktion her wie der Bildschirm, nur dass es sich hierbei um einen eigenständigen Computer handelt. (etwa ab ca. 1.300 Euro aufwärts)
    (Das ist die Königsklasse, Geräte ab 3000 Euro und mehr sind wohl eher was für richtige Profis)

    Wenn man in Google nach Grafiktablets sucht trifft man unweigerlich auf die Marke Wacom. Sicherlich die Marke Nr. 1 unter den Herstellern, es gibt aber auch noch andere wie z.B. Huion.

    Grafiktablett Test & Vergleich » Top 13 im September 2018

    Mein Kumpel arbeitet mittlerweile mit einem großen 22" Grafik-Display und zeichnet mit einem zugehörenden speziellen Stift direkt auf dem Bildschirm seine Sachen und nutzt dazu eine Software Namens BlackInk.

    -> Czentara on DeviantArt
     
  3. MewMew

    MewMew Christoph

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    Danke Dir! Also ich habe noch nie mit so etwas gearbeitet. Daher muss es auch zum Anfang nicht die Welt kosten, weil ich ja erstmal für mich herausfinden muss, ob ich mit diesem "Stift" zurecht komme. Rein aus meinen Gedanken würde sich für mich sicherlich ein Tablet eignen, wo ich entweder quasi ein Papier einklemmen kann oder direkt auf dem Tablet sehe, was ich zeichne. Das ist preislich aber over the top. Und dann muss auch das Bearbeitungsprogramm für "Doofe" ausgelegt sein. :oops::oops::oops:
     
  4. Eric

    Eric Super-Hoertalker

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    Hi MewMew,

    ich selbst habe zwei Grafiktablets
    Ein Wacom Intuos 4 S und ein Huion KAMVAS GT-191
    Bei einem Grafiktablet braucht es ein wenig Eingewöhnungszeit weil man auf dem Tablet malt und auf den Monitor guckt, da kommt man aber recht schnell damit zurecht.
    Das Huion KAMVAS GT-191 ist ein Grafikmonitor, damit zeichnet man direkt auf dem Monitor. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Die meisten entscheiden sich früher oder später tatsächlich für ein Grafikmonitor, da es einfach natürlicher ist. Der klassische Einstieg findet aber in der Regel über ein Tablet statt :)
    Wacom ist der Marktführer und wird von allen hochgelobt aber das schlägt sich sehr auf den Preis nieder. Wobei die Produkte definitiv hochwertig gebaut sind und der Treibersupport ist spitze! Gerade Cintiqs sind dann aber wirklich den absoluten Profis vorbehalten der Preis ist auch sehr professionell gehalten :)
    Huion ist aber mittlerweile schon eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Wacom aus China.
    Worauf du achten musst ist evtl. die Größe der Tabletfläche.
    Manche mögen kurze knackige Wege andere bevorzugen es ausladende Bewegungen zu machen. Ein kleines Tablet auf einem hochauflösenden Monitor lässt die Wege mit dem Stift sehr kurz werden.

    Es gibt viele Profis die mit einem Wacom Bambo Tablet arbeiten. Schlussendlich ist die Erfahrung und die eigenen Fähigkeiten entscheidend nicht unbedingt womit man Digital zeichnet.
     
  5. Namonai

    Namonai Super-Hoertalker

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    Hi Christoph!
    Ich bin von Beruf Illustratorin und arbeite Tag täglich mit einem Grafiktablett. Ich habe insgesamt zwei Tabletts einmal ein Wacom Cintiq 24 HD(Grafikmonitor) und ein Huion 1060 Plus (Grafiktablett):hearteyes:

    Persönlich arbeite ich mit beiden gleich gerne und habe den beiden verschiedene Bereiche zugeteilt.
    Während ich mit meinem Huion gerne kleine Animationen,Comicfiguren,Skizzen,Logos,allgemeine Vektorarbeiten mache(alles was "grob oder schnell" gezeichnet werden kann), mache ich mit meinem Cintiq gerne feinere Sachen wie Conzept Art, ausgearbeitete Hintergründe,Semirealistische Charaktere oder alles was ein bisschen mehr Details verlangt etc.(ist bei mir eher nur eine Sache der Druckstufenempfindlichkeit des Tabletts)
    Ehrlich gesagt bräuchte ich rein von der Qualität her aber kein Grafikmonitor.

    Warum habe ich dann eins?:openmouth:
    Zum einen gab es eine super Aktion damals von Wacom (das Ding hat mal locker 30% weniger gekostet) und zum anderen habe ich mir es aus Unwissenheit geholt.
    Vielleicht war es aber auch eher meine Naivität teures Tablett=super Arbeiten (NOPE!)
    Nah ja...

    Wie Eric schon schrieb, haben viele Profis auch günstige Tabletts (habe selber lange mit einem Wacom Bambo gearbeitet) aber ich muss persönlich zugeben, dass es schon angenehmer ist mit einem Grafikmonitore zu arbeiten,da sie schon präziser sind (Druckempfindlichkeit) und man (nach eigenem empfinden) eine "gesündere" Körperhaltung annimmt.

    Was die Koordination bei Grafiktabletts angeht hatte ich noch nie Probleme. Für mich war es komischerweise immer "normal" auf den Monitor zu schauen und nicht auf das Tablett ,um zu wissen wo mein Stift ist und wie weit ist meine Arbeitsfläche noch.
    Aber das empfindet auch jeder anders :)

    Ich könnte Dir aber ohne Bedenken das Huion 1060 Plus weiterempfehlen, dass würde dich momentan 82 Euro kosten, hättest schon einen Zeichenhandschuh dabei,einen Beutel wo dein Tablett reinpasst, eine eingebaute 8GB SD Karte (könntest das Tablett dann rein theoretisch mitnehmen, an einem anderen Pc anschließen und wo anders weiterarbeiten), einen Stiftehalter,8 Ersatzminen und es hat eine Druckstufenempfindlichkeit von 8192 (viel höher als das Wacom Cintiq 22 HD,Grafikmonitor).
    https://www.amazon.de/gp/product/B01FTE9HS2/ref=oh_aui_detailpage_o02_s00?ie=UTF8&psc=1
    Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung :D
     
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  6. Namonai

    Namonai Super-Hoertalker

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    Wenn Du ein Grafiktablett hast, dann melde dich einfach bei mir,ich kenne die meisten Programme und ich würde dir dann gerne dabei helfen mit den Programmen zurecht zukommen.
    Ich sehe es als meine Pflicht kreativen Menschen zu helfen!
     
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  7. Pinnie

    Pinnie Der Schnitter Mitarbeiter

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    @Namonai ich beneide Dich so derbst um das Cintiq! *lechz*

    Mein Intuos funktioniert aber auch ganz gut. Kann ich empfehlen @MewMew
     
  8. Namonai

    Namonai Super-Hoertalker

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    Nawww :D
    Joa aber manchmal ist es schon etwas sperrig, habe gar keinen Platz mehr auf meinem Schreibtisch :tearsofjoy:
    Aber ein Intuos ist doch auch verdammt gut.
    Welches Hast Du?
     
  9. MewMew

    MewMew Christoph

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    Auch dir Danke, Eric! :)

    Da ich für meine privaten, kleinen Auflagen keinen Illustrator/in bezahlen konnte (hatte damals mal Anfragen gestartet), wollte ich es gerne Mal selbst versuchen. Einfach auch, da ich generell gerne zeichne und damit unabhängiger wäre. :oops: Aber du hast einen tollen Beruf! :)

    Ich würde es in dem Fall für wirklich einfache und simple Illustration nutzen wollen. Sprich auf dem Tablet zeichnen und am PC dann nachzeichnen und colorieren. Das ist mein Hintergrundgedanke. :)

    Aber die sind ja leider sooo teuer. :(

    Ich kann mich nur an zwei Erfahrungen mit dieser Art erinnern. Damals gab es für die Nintendo Konsole in den frühen 90ern so ein Pad mit Stift und es ging gar nicht gut, dann auch Ende der 90er so ein Kombi Mauspad mit Stift für den PC und ich konnte auch da keine geraden und klären Linien auf den Monitor bringen. Das hat mich dann irgendwann so frustriert, dass ich aufgegeben habe. Seit dem sind ja nun auch mindestens 25 Jahre vergangen. Daher möchte ich aber auch kein zu teures Produkt aus Angst, dass ich am Ende wieder Scheitern könnte.:(

    Hab ich gesehen, aber das wird bei Amazon wieder vom Anbieter aus XYZ-Land verschickt und das ist mir nicht immer so geheuer. :eek:

     
  10. Pinnie

    Pinnie Der Schnitter Mitarbeiter

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    Das CTL-480. Also ein Intuos pen small, allerdings ohne diese praktische Radiergummifunktion auf der Kopfseite des Stifts. Das gleiche Tablet benutze ich auch auf der Arbeit, da dann allerdings MIT Radierer *schmunzel*
     
  11. Namonai

    Namonai Super-Hoertalker

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  12. MewMew

    MewMew Christoph

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    Danke! :) Wie ist das eigentlich mit der Marke X-Pen? Die gibt es ja durchaus günstiger. Die Bewertungen schwanken aber auch je nach Gerät. :eek::D
     
  13. Namonai

    Namonai Super-Hoertalker

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    Von der Marke habe ich zwar schon gehört aber leider konnte ich bisher noch keine eigenen Erfahrungen mit der machen.
    Auf der Uni hatte ich drei Leute, die eins hatten, die waren sehr zufrieden damit, 2 hatten das XP-Pen Star 06, knapp über 100 Euro gekostet und einer hatte das XP-Pen Star 03, glaube das kostete so 70 Euro bin mir aber nicht mehr so sicher.
     
  14. Goylent Sreen

    Goylent Sreen Schnittiger Manifestler und Katzen-Cutter

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    Och. Ich hab das Thema hier zu spät... ihr wisst schon...

    Ich hatte das Thema Grafiktablett gute 10 Jahre vor mir her geschoben... wenn Geld da ist,... wenn ich´s mal ausprobieren konnte,.... wenn´s mal günstiger wird,.... wenn die Technik mal besser ist.

    Seit drei Jahren nutze ich auch das schon oben erwähnte Cintiq und muss sagen, dass die Arbeit damit immer wie ein Rausch ist. Zwar hat auch die Bleistift Technik nicht ihren Reiz verloren, aber der enorme Vorteil der Digital-Bearbeitung sind die besseren Korrekturen und einfacheren Kopien um Varianten einer Zeichnung auszuprobieren.

    Inzwischen Zeichne ich nicht nur daran, sondern mache auch meine Schnitte damit. Das geht deutlich leichter von der Hand, als mit der Maus, da man sich leicht das Kontrolpanel einrichten kann mit Short-Cuts.

    Softwaretechnisch benutze ich GIMP und Audacity, um damit zu arbeiten. Den Rechner hatte ich schon frühzeitig auf grafische Anforderungen vorbereitet gekauft. Insgesamt war also schon eine knapp 4-stellige Investition nötig.

    Aber die Arbeit damit ist jedesmal ein Rausch und das auch noch nach 3 Jahren (wobei ich nur noch selten zum Zeichnen komme seit ich hier cutte).
     
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