Vom Rohsignal zur Hoerbuchquallität Hilfe erwünscht

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hallo Mitstreiter,

hier mal ein Frage an die erfahrenden Cutter und Tontechniker. Mein Ziel ist es mit dieser Sprecherkabine/ Mikrofonkombination, einen Hörbuchsound zu gestallten, der Konkurrenzfähig ist. Mit der Basisaufnahme bin ich soweit zufrieden und das neue Mikrofon gefällt mir was die Auflösung im Tief/Mittenbereich angeht schon recht gut.
So und hier mal die kleine Testaufnahme :

 


Grundsätzlich geht es mir um das Klangbild, die Gesamtlautstärke steht dabei nicht so im Vordergrund.
Meine Fragen wären:

1. In Welchem Verhältnis verdichtet Ihr das Signal ( Kompressoreinstellung) ?
2. Welcher KompressorTyp macht sinn: FET, VCR ?
3. Welche EQ Einstellungen runden den Klang ab ?
Vielleicht könnt Ihr zu einem Hörbeispiel auch einen Screenshoot von den EQ einstellungen machen,
damit man unterschiedliche Ergebnissen mit Eq Kurven in Verbindung bringen kann.
4. Gibt es sonst noch etwas was in einer Signalkette nicht Fehlen darf? Z.B. Bandsättigung, Röhrensimulation ?
5. Mixt Ihr über Kopfhörer oder Boxen ?

So das wärs im Groben, ich würde mich über einen Austausch freuen und bin mir sicher, das interessiert bestimmt den Einen oder Anderen auch.

Bis dahin :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Moin,

Sound ist schon auf einem guten Level. Nach persönlichem Gusto würde ich um 300-400 Hz etwas Energie rausnehmen und bei 5 Khz breitbandig etwas anheben. Ansonsten kann sich das hören lassen.

Persönlich nutze ich ADT Audio Module Preamp, Expander und Limiter und Softwareseitig EQ, Comp (GR -2 dB max.) gelegentlich Deesser und
am Schluss einen Limiter für die Endlautstärke. Plugins von Fabfilter. Alle Settings möglichst sanft.
Einstellungen hängen natürlich von deiner Sprechumgebung ab.

Auch wenn das jetzt hier nicht die Frage ist, die Performance vor dem Mikro ist hierbei genau so wichtig.
Sind deine Hörbücher Hobbyprojekte oder hast du professionellere Ambitionen?

Grüße
Alex
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Moin,

ADT alter Falter, das ist schon amtlich. Ich benutze zur Zeit ein Allen&Heath Zed 14 Pult und ein Rode NT1 seit gestern. Ich hätte natürlich lieber ein TLM 49, aber das ist nicht meine Preisrange. Deine Ideen werde ich nachher mal umsetzten, Danke.
Ja, wenn ich die Möglichkeit habe dann gerne mit professionellen Ambitionen. An meiner Mikrofonperformance arbeite ich bereits. Der "kleine Hey" ist ein guter Freund geworden. Mit Christion Rode habe ich mir leider ein Vorbild genommen, welcher mir in der natürlichen Erzählweise gut gefällt, aber noch nicht machbar ist für mich. Das ist aber ein anderer Bereich, der mich Fasziniert.
Ich habe aber dennoch erstmal angefangen und bin jetzt dabei zu optimieren.
Wenn Du zu meiner Mikroperformance Anmerkungen machen kannst, würde ich nachher mal etwas ernsthaft von mir einlesen. Du hast ja recht, das man das nicht Isoliert betachten darf.:D

Grüße
Jens
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Allen&Heath Zed 14 Pult und ein Rode NT1
Na das ist doch gutes Material für Hörbuch.

Wenn Du zu meiner Mikroperformance Anmerkungen machen kannst, würde ich nachher mal etwas ernsthaft von mir einlesen.
Ja ich höre gern rein. Bei deinem Beispielclip höre ich eine gute Stimme. Beim Handwerk ist noch a bisserl Luft nach oben. ;)
Warte aber auf deinen neuen Clip.
Christian Rode war schon ein Hammersprecher. Meine Einflüsse lagen immer bei Johannes Steck, Simon Jäger, Gert Heidenreich, Joachim Kürzel und einige mehr.
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Moinsen,
zu dem was @Alex schon sagte würde ich bei deinem Setup mit dem NT1-A und deiner Stimme tatsächlich vorsichtig mindstens einen De-Esser mit einbauen (ich verwende den IQ-DeEsser von HOFA, gerne auch immer in mehreren Instanzen). Besonders wenn du irgendwo in den höheren Mitten oder gar Höhen noch anheben solltest.
Für meinen Geschmack und vor allem wenn es um Hörbuch geht könnte dein Raum noch einen Zacken trockener werden.
Wenn du in den unteren Mitten reduzierst so wie Alex schreibt würde ich das mit 'nem dynamischen EQ machen (z.B. TDR Nova - die simplere, aber vermutlich ausreichende Variante ist kostenfrei).
Außerdem auch in der DAW nochmal einen High-Pass/Low-Cut mit reinschieben.
Und falls du komprimierst, dann empfehle ich mehrere Instanzen mit unterschiedlichen Einstellungen hintereinander, die alle einen kleinen Teil der Gesamtarbeit machen.
Und ganz am Ende hört man bei deiner Aufnahme ein Geräusch, so ab Sek.44, das eventuell vorher nicht da ist. Ein Auto das draußen vorbei fährt? Oder was gaukeln meine Ohren mir da vor?
Viel Erfolg beim Optimieren!
Sonnige Grüße
Mario
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hej Mario,
Deine Ohren sind TipTop, da ist ein Auto mit drauf. Ich habe gerade seit gestern ein Rode NT-1, ohne A, ein NT1A habe ich auch nd noch so einige Andere MIkrofone, aber das gefällt mir in den Tiefmitten nicht. Das NT1 wirkt insgesamt aufgeräumter nicht so schwammig. Ich habe jetzt mit etwas mehr Abstand gesprochen, also eher einer Hörspiel, als einer Hörbuch Entfehrnung, gut gehört .

Den TDR Nova habe ich, danke den werde ich mal ausprobieren.

Ein Lowpass ist mit drin, doch da bin ich mir unsicher, wo setze ich den an und wie steil. Ich habe gesehen , das zum Teil Lowcuts bei 500-600 Hz ansetzen mit einer sehr niedrigen Flankesteilheit. Ich benutze sie momentan nur sehr Steil bis so 120 Hz, dass man Ihn nicht hört, aber unten herrum alles wegmacht.

Das mit den Kompressoren, der erstmal die Spitzen kontrolliert und ein zweiter Kompressor, der die Lautstärke angleicht, wäre jetzt auch mein vorgehen, welche Art Kompressor benutz Du denn: Opto, FET, VCA ? Bei Musik nutze ich gerne einen VCA Kompressor zum " zusammenkleben".

Grüße
Mario
 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Oh sorry, wollte dein Rode nicht degradieren! ;) 😂

Ich arbeite außer mit dem Mischpult (welches gleichzeitg mein Multitrack-Interface ist: Soundcraft Signature 12 MTK) und was davor kommt (Mic und Kabel) mit allem "in the box", ich habe kein Outboard. Deshalb nutze ich auf 'ner Vocal-Spur im Hörspiel (bzw. erst auf der Sprechergruppe) den Standard-Kompressor von Cubase in erster und dritter Instanz und als zweite nehme ich den Sys-Kompressor von HOFA.

Mir persönlich ist im Hörspiel die Sprachverständlichkeit wichtig, ich kann es irgendwie nicht leiden, wenn man bei geringer Lautstärke plötzlich leise Sachen nicht hört, oder auch im Auto größere Probleme bekommt. Deshalb diese Kette. Aber das ist auch meine subjektive Ansicht, andere Hörspieler sehen das teilweise ganz anders.

Und dann kommen bei mir auch noch ein paar mehr hinzu bis zur Stereo-Summe (unter anderem wie von dir erwähnt ganz dezent eine simulierte Bandsättigung), aber immer alles relativ gering eingegriffen.

Bedenke, das ist jetzt alles zum Hörspiel, allerdings denke ich ist die Ähnlichkeit, was die Sprachaufnahme und Abmischung angeht, bei beiden sehr ähnlich, und beim Hörbuch würde ich sagen ist beim Sprecher eher noch weniger Dynamik vnötig als beim Sprecher im Hörspiel. Das Wichtigste ist ja immer eine angenehme Sprachverständlichkeit unter unterschiedlichen Hörbedingungen.

Und was man nicht vergessen sollte, was wohl das Allerwichtigste!: Die Performance des Sprechers vor dem Mikro! Ist die hervorragend, dann kann es auch problemlos Defizite im Mix geben. Andersherum, ist die Performance eher schlecht, dann hilft auch der ausgefeilste Mix nichts.

Also mein persönliches Fazit dazu: Arbeite an deiner Stimme und der Sprechperformance, der Rest ist vielfach sekundäre Spielerei (die auch Spaß macht wenn man Bock drauf hat und die halt das Salz in der Suppe ausmachen kann).

Grüße in den Süden
Mario
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Erstmal vielen Dank für Eure Zeit und wertvollen Anregungen.

Ich habe nochmal umgebaut, mein Analogpult habe ich abgeklemmt und gehe jetzt direkt in mein IRig Pro Interface. Ich bin mir nicht sicher, ob das analoge Signal, einen Mehrwert hat, da ich ja anschließend etwas entrauschen muß und somit dem Signal etwas entziehe. Mit dem IRig und dem Rode NT1 habe ich jetzt keine Entrauschungsmaßnahmen durchgeführt. Vorher habe ich noch mein TC Elektronic Konnect 24D und mein Behringer XR18 Ausprobiert.
Ich habe auch mal ein Bändchenmikrofon ausprobiert, aber das klingt mir am Ende zu dynamisch und weniger Kondensator.
Eingesprochen habe ich auch mal neu, wegen der Leseperformance und so :D.
Diesmal habe ich ohne Kopfhörer gelesen.
Gefühlt lese ich etwas lauter dadurch und habe etwas mehr Spannung in der Stimme.
Mein Morgen Koffein, lässt mich etwas schneller sprechen hahahaha. Schon fast gehetzt.
Aber das dachte ich auch als ich ein Hörbuch von Oliver Siebert zum erstenmal hörte,
dann gewöhnte ich mich schnell an die Sprachgeschwindigkeit.
Die Audiodatei sind diesmal bearbeitet, im Gegensatz zur der ersten Aufnahme, die unbearbeitet war.
Jetzt sollte alles sauber geschnitten sein.
2 Kompressoren bearbeiten erstmal die Peaks und senken ab und der 2. Kompressor. gleicht an und erhöht die Lautstärke.
De Esser habe ich noch nicht im Einsatz, meine Kopfhörer und auch meine Speaker mit Metall Hochtöner stellen den Höhenanteil sehr deutlich raus, deswegen kann ich das nicht so gut einschätzen.
Auf meiner 2. Abhöre, den KRK Rokit 5 habe ich eh keine Höhenprobleme.
In meiner Pulteq EQ Simulation habe ich eine kleine Bandsättigung dabei um die Höhen etwas edles zu geben.
Den Bereich 4K habe ich wie vorgeschlagen zur Sprachverständlichkeit angehoben.
Bei 130 Hz, habe ich ein wenig Raummuff rausgenommen.
Wenn ich um 400-500 Hz etwas rausnehme, habe ich sehr schnell Radiomoderator Sound, da bin ich noch nicht feinfühlig genug .
Wenn ich Aufnahmen von z.B. Oliver Siebert höre, kann man immer auch einen kleinen Raum hören.
Ich denke er hat eine größere Sprachkabine als ich.
Macht es Sinn das zu simulieren, oder reicht mein Raumklang aus?

Hier die neue Aufnahme:
 
 

WolfsOhr

Mario Wolf
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Moinsen,
ich find's soundmäßig recht gut. Auf keinen Fall irgendwie Raum dazu geben. Aber du brauchst dringend einen DeEsser!

Und vor allem: Das ist zu laut, deine Peaks als auch die Lautheit des gesamten Takes sind zu groß:
SprecherTestAufnahme1-1618653057-1618656069.jpg

Wenn man da jetzt den TP auf -1 dB absenkt, dann ist es immer noch etwas laut insgesamt, d.h. etwas mehr Dynamik kannst du beibehalten. Das sieht dann so aus:
SprecherTestAufnahme1-1618653057_2-1618656359.jpg

Letztendlich natürlich auch ein wenig Geschmackssache und die Frage, für welches Medium und welche Plattform das nachher sein soll. Aber ich würde alles was in deiner Kette komprimiert und/oder limitiert ein wenig dezenter ansetzen.

Und nicht zuletzt solltest du in mono aufnehmen und auch eine Mono-Datei speichern! Alles andere ist zusätzlicher Datenmüll, den man wieder glattbügeln und entsorgen muss.

Dies ist jetzt deine Aufnahme in mono und mit 2x DeEsser processed und den Peak etwas runtergeschraubt:
 
Die Werte sind dabei so:
SprecherTestAufnahme1-1618653057-DeEssed-Peaked-1618657263.jpg


Ich hoffe das hilft dir, und ich bin gespannt wie du, und vielleicht auch andere, das DeEssing und meine Lautheitsanmerkung beurteilen.

Sonnige Grüße
Mario
 

Delay

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Hi ich finde die Aufnahmen nicht schlecht allerdings gehen die klanglich ein wenig zu sehr in Richtung Podcast, der Sound ist ein wenig basslastig. Das kann evtl. durch den Einsatz von Kompressoren kommen, es fehlt mir klanglich noch ein wenig die Luft dazwischen. Da gefällt mir die erste unbearbeitete Aufnahme deutlich besser.
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hej Mario,
DeEsser ist noch ein schwarzes Loch für mich.
Ist doch eigentlich ein dynamischer EQ.
Etwas leiser und mit DeEsser ist tatsächlich angenehmer anzuhören.
Ich habe mal gelesen, dass die Durchschnittslautstärke bei -12 db sein sollte, deswegen habe ich das so eingestellt.
Da werde ich in Jeden fall dran arbeiten.
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hej Delay,
Du hast recht, in Kopfhörer ist das tatsächlich etwas Basslastig. Ich habe nochmal nachgeguckt und gesehen, dass ich bei 60 - 70 Hz den Bass-Bereich angehoben habe. Podcast ( Shure sm7b) Sound ist nicht das was ich anstrebe. Hast Du ne Idee, wie man im Bassbereich etwas mehr Luft reinbekommt, ohne das es dann nach " Telefon" klingt ? Bei der Ersten Aufnahme habe ich mit Kopfhörer gelesen und da habe ich etwas mehr Kontrolle über den Ausklang meiner Wörter. So wie ich die zweite Aufnahme gemacht habe, habe ich nur die Möglichkeit über " Direktmonitor" an der Soundkarte etwas zuhören und da ist bei USB-interfaces immer ne Latenz im Kopfhörer, auch wenn ich mit 32 ms arbeite. Mit dem Analogpult muß ich halt mit Rauschen arbeiten und mit Entrauschen bin ich genauso klug wie mit DeEsser :D.
 

Delay

Well-known member
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Hey Stadtvampir, magst du mir die zweite Aufnahme unbearbeitet zur Verfügung stellen oder soll ich direkt an deiner Variante mal Hand anlegen? :) Über Kopfhörer ist das mit Bass noch extremer, aufgefallen ist es mir über die Abhöre.
Ich könnte auch mit deiner ersten Aufnahme die ja gänzlich unbearbeit ist mal schauen. Du hast genug Bass in der Stimme, da brauchst du definitiv keine Anhebung mehr, ich bin mittlerweile was EQ bei Hörbüchern angeht sehr zurückhaltend geworden.
Moderne Soundkarten bieten eigentlich immer eine Option zum Direct Monitoring, damit hört man direkt das Signal direkt aus dem Interface ohne das es erstmal über den PC geht und dann zurück gesendet wird, 32 MS sind zum Live Einsprechen definitiv zu viel, alles über 10 MS ist zu viel und sorgt eher dafür das man wahnsinnig wird anstatt das es hilft :D Ich muss gestehen vom IRig Pro Interface habe ich noch nie was gehört aber er scheint das Feature nicht zu haben, ein Focusrite oder Steinberg Interface in der gleichen Preisklasse bieten die Option. :) Bei Steinberg muss man aber teilweise aufpassen wegen den Treiber hatte vor Jahren auch mal eins, das ist teilweise sehr frickelig daher empfehle ich lieber Focusrite. USB Interfaces | Focusrite
Normale Hi-Fi Lautsprecher bilden alles unter 50 Herz in der Regel nicht ab oder wenn dann nur seehr ungenau, 60-70 Herz ist also der Bereich wo gewöhnliche Lautsprecher erst anfangen richtig zu arbeiten, du hast also direkt am tiefst Möglichen Punkt angesetzt was die Bearbeitung angeht da sprechen wir aber von einem Bereich der auch eher als "mumbeln" einzuordnen ist, ein Bereich der Sound durchaus fetter machen kann aber zur Verständlichkeit nichts beiträgt.
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Das IrigPro ist ein kleines Mobiles Interface, welches auch welches einem erlaubt auch mit dem Ipad aufzunehmen. IK Multimedia iRig Pro I/O

Die Werte sind gut für Mobil, ist kleiner als ein Brillenetui. Klingt auch gut.
  • XLR symmetrisch
  • +48V +/-4V Phantomspeisung
  • 40 dB Verstärkung
  • Impedanz 1,6 kOhm
  • Frequenzbereich: 20-20000 Hz +/-1.5 dB
  • Rauschpegel -103 dB(A)
  • -97 dB RMS
Leider gab es damals das Interface nur ohne Direktmonitoring, inzwischen gibt es das jetzt auch mit.
Sehr gerne tobe Dich an den Audiodateien aus, ich würde mich darüber freuen. Aus einen mir unerfindlichem Grund, finde ich das Projekt nicht aus dem ich die Audiodatei zusammengeschnitten habe, war ja nur nen Test. Aber iich habe schnell nochmal was eingesprochen. Mikrofon-Interface-DAW-Bouncen. Roberto Blanko so zussagen. Bin gespannt. Hier das Audio, Dateien habe ich jetzt nicht von Schmatzern und so gesäubert.
IRig Interface:
 

Im Vergleich nochmal mit AnalogPult:
 
 

Delay

Well-known member
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Hi ich hab das mal nach meinem Geschmack bearbeitet.
Den Low-Cut bei deiner Stimme kann man aber knapp bei 80 Hz ansetzen, was ich in dem Fall gemacht habe, alles unten drunter ist nur undefinierbares Gerumpel, dann noch ein bisschen den für das menschliche Ohr relevanten Bereich geboostet und im Bereich von ca 800 Hz ein wenig aufgeräumt.
Effektkette war jetzt: EQ, Compressor 1, Compressor 2, De-Esser.
 
 
Zuletzt bearbeitet:

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Von mir gibt‘s auch noch ne Variante, aber erst morgen.
2 Dinge noch:
- bitte an mono denken
- und zum Bearbeiten im Normalfall niemals das MP3-File nehmen, das ist zum Hören gemacht. Aber für hier tut‘s das erstmal
 

Alex

Erst wer sieht was er liest, erzählt...
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Ahoi,

hier mein Tütchen Senf (frei nach Peter ;))

technisch:
dein erstes File hat mir bisher am besten gefallen. Es ist ohnehin wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Für mich bedarf es keines Deessers. Die S-laute sind hörbar aber nicht zischelnd oder verschmiert.
Die Tiefmitten sind allerdings überzeichnet und etwas mulmig.

Habe jetzt hier mal auf die Schnelle und mit Kopfhörern mit EQ etwas gebastelt.
HPF auf rund 120Hz/12db Flankensteilheit.
Bei 350Hz breitbandig und bei 800Hz schmalbandig etwas abgesenkt und bei 5Khz angehoben. War mir halt zu dumpf. :)
Mit dem C2 Comp etwas gelevelt -2db GR max. Und den Limiter die Endlautstärke verpasst.
Die Mastering Vorgabe meines Hauptauftraggebers für Hörbücher lautet -17 LUFS bei -3dB TP.
Die schlimmsten Schmatzer und Klicker habe ich rausgenommen. Mehr Wasser trinken vorm Einsprechen.
Alles weitere ist mein persönlicher Gusto und ist nicht in Stein gemeißelt.

 

Mal sprechtechnisch: Ist viel besser als dein erstes File.
Das hat schon überwiegend einen guten Flow. Betonungen kommen gut.
Ansonsten hört man in dem File, dass einige Wortenden verschluckt werden, gewisse Regeln wie zB. "geselIiG" (sprich: gesellich), "Zumindestens" (Zumindest), was natürlich auch regional bedingt sein kann, sollte im Hörbuch aber allgemein dialektfrei sein.
Eine Baustelle ist auch die Atmung, bei längeren Sätzen hört man, dass die Stütze fehlt und die Satzbögen nicht vollständig ausgesprochen werden.
Bei längeren Lesungen kann da einem schon mal die Luft ausgehen. ;) Aber das alles ist Handwerk und kein Hexenwerk, also erlernbar.
Bleib dran.

Grüße
Alex
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Ahoi Alex,

klingt sehr gut. Wenn wir Musik zum Mastern geben, ist natürlich die Summe unbearbeitet und auch bei -3db, damit der Masteringeneer Platz zum arbeiten hat, gerade die Tiefen haben ja viel Energie. Normal trenne ich auch Mixen und Mastern, damit ich es einfache habe Referenz gegen zu hören.
Das mit dem Mono hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass beim Bouncen das Stereofile entsteht. hehe .
Bei einer richtigen Session, mache ich die Spuren sauber, jetzt habe ich die nur schnell eingesprochen, weil ich von meinem anderen Test die Originalspuren wohl schon gelöscht hatte.
Das mit dem vielen Trinken mache ich sonst auch vor dem Lesen, damit ich keine " Speichelblasen" aufnehme, aber das war ja eben nur mal schnell eingesprochen. Auch wird meine ungeübte Stimme sonst zu schnell Heiser. Gerade weil ich ja entspannt lesen will, um auch etwas Tiefer zu klingen, brauche ich viel Flüssigkeit. Tja die Kontrolle der Geräusche, die der Körper produziert, ist sicher ein eigenes Kapitel.
Das mir ab und an die Luft am Ende fehlt, ist mir bereits aufgefallen, dann habe ich nicht mehr genug Kraft um einen Ton zu erzeugen.
Auch wenn das Hauchige manchmal gut kommt, Versuche ich den Satz noch einmal zu sprechen, wenn ich es merke.
Das mit " ...lich". und "...lig " ist mir auch aufgefallen, natürlich erst später, das ist dann wohl der norddeutsche Hamburch einschlag, denn von meinen Berliner Wurzel kann das nicht kommen.
Auch vergesse ich häufig den Konsonanten beim "Ist", dann klaue ich mir das t beim Cutten von irgendwo und setze das dann nachträglich. Ist im Musikbereich nicht unüblich. Bei Jan Delay zum Beispiel.
Ich habe Heute mal ein paar Hörbücher, die ich auf CD habe, als Referenz nehmen wollen und war erschrocken wie schlecht die Quallität ist. Meistens hört sich das nach höchstens 12 Bit Aufnahmen an und von Spuren säubern sieht man wohl aus Kostengründen ab. Da bin ich in jedem Fall mit Eurer Hilfe schon weit vorne :D. Also Danke schonmal dafür.
Morgen Nehme ich wieder eine meiner Kurzgeschichten auf, und dann werde ich mal alle Erfahrung die ich bis Jetzt gesammelt habe auswerten, zusammenfassen und anwenden und mal die Zeit messen, wie lange ich für die einzelnen Arbeitschritte benötige.

Bis dahin :D
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Was mich am meisten erstaunt, ist das es ziemlich gut klingt und es KEIN Profi-Studio ist, sondern ein akustisch kontrollierter Platz am Schreibtisch.

Wenn ich die Lautstärke ganz weit hochziehe und mich auf das allerletzte Mü konzentriere hört man ein Fitzelchen Raum. Das ist aber voll in Ordnung und gibt Deiner Stimme eine kontrollierte Lebendigkeit und klingt somit nicht "zu trocken" oder gar "tot".
Bei manchen Explosivlauten könntest Du noch ein bißchen mehr am Mikro vorbeisprechen. Es ist ganz kurz vor "Ploppt".
Aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau ;)

Das mit der Dynamik und Klangbearbeitung ist viel Erfahrung und Know-How. Alles keine Raketenwissenschaft und wie Du siehst, gibt es hier eine Menge Kollegen, die mit Rat und Tat (!) helfen.

Das ist für mich das Besondere an diesem Forum. :)
 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Moinsen allerseits,
hier noch meine erwähnte Fassung. Ich habe mich in etwa an die Richtlinien von Alex' Hauptauftraggeber gehalten, danke hir für das Teile @Alex!

 

Wie wir ja bereits feststellten, es ist doch alles auch viel Geschmackssache. Ich finde Alex' Fassung etwas neutraler, ich habe unten rum versucht etwas mehr zu erhalten bzw wieder dazu zu tun. Bis auf meinen DeEsser ist die komplette Plug-In-Kette mit freien Plug-Ins gemacht:
DeEsser-TiltEQ-Kompressor-Kompressor-Kompressor-EQ-DeEsser-DeEsser-Limiter
Vorher habe ich die Datei allerdings zu mono gemachrt und noch einen klitzekleinen De-Noiser drüberlaufen lassen, aber echt nur minimal.

Viel Spaß und viel Erfolg weiterhin und einen sonnigen Sonntag allereits!
 

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