• Hörtalk-Dinner in Dortmund   Erben der Finsternis

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@DarkHeart

Dein Musikstil ist auf jeden Fall ungewöhnlich und kein Mainstream. Ich dachte eigentlich, dass Du da ggf. nicht in diese Richtung mir was zeigen wolltest. Der Text hat es meiner Meinung nach verdient, dass man ihn richtig hören und verstehen können sollte und nicht als Gedicht vorgetragen wird, Ziel war bzw. ist von mir die Texte gesungen zu hören. Ich kann definitiv nicht singen und da helfen auch lehrreiche Phrasen, "Üben, üben, üben" nicht mehr. Entweder man hat es oder eben nicht und ich hab es seit dem Stimmbruch eben nicht mehr.

Flüstertüte / Megaphon ist das nicht das Gleiche? Ich glaub schon. :D

Der Text ist nicht ganz Rhythmisch, die Anzahl der Silben der Worte ist nicht einfach, das als Lied zu bauen. Hier hat mich die K.I. echt überrascht und gezielt mit Pausen zwischen den Worten die Sache überspielt. Was Melodisch sehr schwer zum nachsingen geht. Das ist etwas was mich bei K.I. auch sehr stört, diese Intonierung geht oft drüber. Daran erkennt man aber ide verschiedenen Modelle und Systeme. Vermutlich erkennt man die nur wenn man sich ausgibg damit beschäftigt, was ich exesiv tue. Ich probiere sie halt gerne aus um zu sehen, wie weit sind wir mit der Technik. Wo sind die Macken und Fehler und was muss man tun, damit diese Fehler eben umgangen werden können. Gerade bei der Aussprache mancher Wörter, wie der Weg oder sie ist weg - kommt es häufig zu Fehlern in der Aussprache. Da haben wir im Deutschen einige gleichgeschriebene Wörter, die aber im Context anders ausgesprochen werden. Das klappt noch nicht immer.

Ich weiß, Dein Ziel ist es mich zu missionieren und wieder vom Pfad der K.I. abzubringen. Ich mache nun seit etwa Anfang der 90er mit Hilfe von Computer und Keyboard Musik - bzw. sagen wir Krach - ich habe das Instrument nie richtig gelernt und meine eigene Methode zu spielen entwickelt, was es mir unmöglich macht, die klassische Griffe zu lernen. Ich habe auch mal eine Gitarre besessen, aber auch nur, um mit ihr per Midi einen Synthesizer zu steuern und die Dynamik der Saiten beim Anschlagen klanglich auszunutzen. Gitarre ist weg, Synthesizer und Midi ist geblieben, dazu kamen dann später virtuelle Instrumente im Rechner. Zwischendurch habe ich immer wieder mit Samples gearbeitet, weil es einfach besser klang, als das wozu ich im Spielen in der Lage war. Meine Sammlung umfasst derzeit fast 300.000 Samples und sie kotzen mich nur noch an. Nun geht das seit dem Unfall überhaupt nicht mehr und es macht überhaupt keinen Spaß mehr sich ans Piano zu setzen und zu spielen, da die Motorik nicht mehr will. Geblieben ist das Schreiben und der Wunsch die Texte musikalisch umzusetzen und da ist K.I. für mich ein Werkzeug was mir über die Brücke hilft zumindest halbwegs in die Richtung zu kommen, wo ich gerne hin möchte.

Klar ist es keine große Kunst einen Prompt zu schreiben und die Maschine machen zu lassen. Dennoch ist K.I. generierte Musik eine eigene Kunstart für sich. Es ist mehr eine Überaschung. was als Ergebnis hinten herauskommt. Du kannst den immer gleichen Prompt nutzen und erhältst zig Varianten und Vorschläge von der K.I. als Ergebnis. Du suchst dir dann nur noch das Ergebnis aus, was Dir am ehesten zusagt.

Darin liegt auch meine Begeisterung, dass man lediglich den eigenen Text und dazu ein paar Style Anforderungen machen brauch, dass die Maschine daraus ein Musikstück generiert. Nur hat es halt etwas von Glücksspiel und die Möglichkeit der Kontrolle sind nur bedingt durch die Parameter gegeben. Dennoch kommt bei der K.I. nie das raus, was man sich im Kopf vorgestellt hat. Das klappt bei mir im übrigen aber auch nicht, wenn ich selbst spiele. Mir fehlt da vermutlich ein Gen, die im Kopf habende Melodie bzw. fertige Musik über meine Instrumente 1:1 hörbar zu machen. Mir fehlt es aber auch an Technik und Handling und ganz viel theoretischen Musikwissen, dass ich nicht in die Praxis umgesetzt bekomme. Aber ich bleibe beigeisternd dabei und hänge viel Zeit und auch Arbeit in meine Art der Musik zu machen rein.

Nur eins muss ich sagen, es ist nie meine eigene Musik, egal ob ich Samples nutze oder K.i. es ist immer etwas was es irgendwo schon gab oder von jemand anderem inspiriet oder erstellt wurde, auf dem es aufbaut. In der Musik gibt es nix Neues mehr, heißt es. Es war alles schon da und gibt es schon. Das hat der Besitzer vom Musikladen immer zu mir gesagt und mir doch den neuesten und dazumal besten Klavierklang verkauft. :D
 
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Dennoch ist K.I. generierte Musik eine eigene Kunstart für sich.
Es ist keine Kunst. Deine Worte, das ist Kunst. Deine Kunst hört da auf, wo die KI übernimmt.
ich habe das Instrument nie richtig gelernt und meine eigene Methode zu spielen entwickelt, was es mir unmöglich macht, die klassische Griffe zu lernen.
Ich habe auch keinen Unterricht gemacht, habe mir alles selbst beigebracht. Das Stück was ich dir geschickt habe ist mit einem Standardsample erstellt worden und mit vsti.
der Musik gibt es nix Neues mehr, heißt es. Es war alles schon da und gibt es schon.
Klar. Trotzdem kann man immer eigenes Bauen. SPK und Haus Arafna haben lange vor mir solche Musik gemacht. Trotzdem habe ich den Rhythmus erstellt und eine eigene Noisewall produziert. Mit MIDI und Sequenzern arbeite ich am liebsten.
Ich dachte eigentlich, dass Du da ggf. nicht in diese Richtung mir was zeigen wolltest.
Die Richtung kam halt, also ließ ich sie raus. Und wenn es Noise wird, warum dann nicht noise sein lassen? Man kann sich n Haufen anlesen. Das was du vor deinem Unfall gemacht hast, das war wahre Kunst. Auch wenn sie in deinen Augen schlecht war. Kunst ist Intention. Die Maschine hat keine Intention.
 

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@DarkHeart

Ich glaube da werden wir uns nie einig werden. Für Dich ist mit K.I. genierte Musik keine Kunst. Auch wenn "künstlich" Intelligenz das Wort Kunst in sich trägt. Für Dich ist das so - ich habe da auch keine Ambition Dich von Deiner Meinung abzubringen.

In meinen Augen, und ich weiß, das wurmt Dich, ist es eine eigene Kunst. Die K.I. macht die Musik nicht von sich alleine, sondern sie interpretiert meine Eingabe von Text, Stil und Parametern - das Ergebnis ist Musik - und von mir aus keine handgenachte Kunst. Als ITler würde ich sagen die K.I. selbst ist die Kunst, die man erschaffen und programmiert hat. Was die K.I. macht ist Musik zu "generieren". Und sie nimmt sich dazu alles was man ihr dafür beigebracht hat. Wo sie früher nur Töne piepen und quäken konnte macht sie heute eben ganze Orchester, Klangwelten und Gesänge.

Ich sehe die K.I. weiterhin als ein Werkzeug für mich. Es hat auch nicht jeder die Zeit und Muse meine Texte ständig zu produzieren und daran zu arbeiten, dass es so wird wie ich mir das vorstelle. Und wenn ich es abgebe, ist es dann noch meine Kunst? Bin das noch ich? Darf ich dann sagen es ist meine Kunst? Wenn es K.I. ist, sagst du, nein, ist keine Kunst, wenn es aber Menschen machen, ist es Kunst, aber dann doch deren Musik mit meinem Text und nicht meine Musik. So ist deine Interpretation von "Mantel aus Blei" auch Deine Musik und nicht meine, auch wenn der Text von mir stammt.
 
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@DarkHeart

Ich glaube da werden wir uns nie einig werden. Für Dich ist mit K.I. genierte Musik keine Kunst. Auch wenn "künstlich" Intelligenz das Wort Kunst in sich trägt. Für Dich ist das so - ich habe da auch keine Ambition Dich von Deiner Meinung abzubringen.

In meinen Augen, und ich weiß, das wurmt Dich, ist es eine eigene Kunst. Die K.I. macht die Musik nicht von sich alleine, sondern sie interpretiert meine Eingabe von Text, Stil und Parametern - das Ergebnis ist Musik - und von mir aus keine handgenachte Kunst. Als ITler würde ich sagen die K.I. selbst ist die Kunst, die man erschaffen und programmiert hat. Was die K.I. macht ist Musik zu "generieren". Und sie nimmt sich dazu alles was man ihr dafür beigebracht hat. Wo sie früher nur Töne piepen und quäken konnte macht sie heute eben ganze Orchester, Klangwelten und Gesänge.

Ich sehe die K.I. weiterhin als ein Werkzeug für mich. Es hat auch nicht jeder die Zeit und Muse meine Texte ständig zu produzieren und daran zu arbeiten, dass es so wird wie ich mir das vorstelle. Und wenn ich es abgebe, ist es dann noch meine Kunst? Bin das noch ich? Darf ich dann sagen es ist meine Kunst? Wenn es K.I. ist, sagst du, nein, ist keine Kunst, wenn es aber Menschen machen, ist es Kunst, aber dann doch deren Musik mit meinem Text und nicht meine Musik. So ist deine Interpretation von "Mantel aus Blei" auch Deine Musik und nicht meine, auch wenn der Text von mir stammt.
Das Stimmt wohl, da werden wir uns nicht einig. Aber ist dann "Kunststoff" auch als Material allein Kunst, weil es das Wort "Kunst" enthält? Ich persönlich würde sagen nein. Es ist definitiv eine Kunst eine KI zu programmieren. Und mein Stück ist nicht meine Kunst. Es ist unsere Kunst. Ohne deinen Text würde dieses Stück nicht existieren. Du hattest eine Vision hinter dem Gedicht. Deine Gedichte sind meiner Meinung nach wunderschön. Ein Juwel. SUNO wird sehr dankbar sein, dass du es damit fütterst. Es könnte dann passieren, das die KI mit deinen Texten und deinem Stil Lieder schreibt und schreiben kann. Höre es dir weiter an, daran kann ich nichts ändern. Sei dir nur bewusst, dass du dich damit eventuell irgendwann selbst abschaffst. Dann brauchst du nicht mehr schreiben. Du kannst deine "eigenen" Filme prompten, mit KI Sprechern und ko. Dann haben wir eine schöne neue Welt in der alles Perfekt und voller Slop ist. Ich will darin nicht leben. Ich werde immer das Feuer sein.
 

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Wie findet Ihr die Umsetzung von @DarkHeart `? Hier nochmal der LINK
Mich erinnert das sehr aus unseren schönen 80er Schülerband-Anfangstagen, als wir in einer Art Synthiewave-Punkrock Findungsphase experimentiert haben (fehlen eigentlich nur die ungestimmten Gitarren).
Im Grunde war es `n bisserl klassische "Berliner Schule". Wir haben mehr oder vor allem weniger irgendwas zueinanderpassendes gespielt und unser Leadsänger hat mehr oder weniger passendes drauf "gesungen". Melodie, Text, Harmonie, Rhythmus- egal. Hauptsache es war am Ende irgendwie ein Song.
Man kann Industrial Noise und Ambient nun mögen oder nicht- und im wesentlichen geht es auch nicht primär um die "Musik", sondern explizit in diesem Genre auch vielmehr um den "Zustand", in den man versetzt wird. Für viele mag es eher "Störgeräuschmusik" sein, für andere wiederum kann es was meditatives sein, weil die Dinge eben unter der Oberfläche liegen.

Nicht so schön hingegen finde ich allerdings so etwas hier:
Es geht mir nur darum, dir zu zeigen, was Kunst ist
Das finde ich wiederum allerdings anmaßend, jemanden somit im selbigen Atemzug ja fast schon zu entmündigen, als stünde da jemand wie ein Nashorn beim Friseur !

Hat mir das Stück nun gefallen ?
Nein, hat es nicht- was nicht bedeutet, dass es nicht anderen gefällt.

Ich persönlich hätte es gehaltvoll interessanter gefunden, wenn die Textbotschaft auf der musikalisch instrumentalen Ebene zum Tragen gekommen wäre.
Mantel aus BLEI... da suggeriere ich emotional schwer stampfendes, bleierndes Metall. Die Schwere der Musik spiegelt die Schwere der Botschaft. Gerade im Industrial und Noise-Bereich kann man sich da herrlich austoben.
Stattdessen empfinde ich den Track als auf einer hyperaktiven Palette Energie-Drinks rausgeschossen.
Ich vermute auch, dass hier ein bereits fertiges Stück hergenommen- und dann lediglich drüber getextet wurde ?
Die Kunst wäre für mich zumindest gewesen, sich musikalisch komponierend gehaltvoller mit dem Fundament von Tellis Text auseinanderzusetzen und eben nicht einfach nur etwas "so, bin fertig" hinzustellen.
Denn so fühlt es sich leider durchweg für mich an... und dann unterscheidet es sich auch im Kern nicht mehr von AI-Slop 🤷‍♂️
 

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@DarkHeart - wir müssen wohl den Begriff Kunst mal einordnen. Kunst bedeutet nicht natürlich. Und da es Kunststoff in der Natur nicht so gibt, sondern durch mischen verschiedener Substanzen erst zum Kunststoff wird, ist er künstlich.

Musik ist nicht natürlich. Sie ist und war schon immer eine Kunst. Egal ob sie mit dem Mund, mit der Hand, auf einem Instrument oder mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln erzeugt wird, sie ist nicht natürlich, sondern immer künstlich und damit Kunst. Ich weiß, Du sagst, nur was von Menschen gemacht ist, ist Kunst. Hinter einer K.I. sitzt auch ein Mensch, der die K.I. dazu inititiert was künstliches zu erschaffen - in unserem Fall hier Musik.

Mir macht es gar nichts aus, wenn SUNO oder eine andere K.I. mit meinem Texten für andere User neue Stücke erzeugt. Im Gegenteil, es ist doch schön. wenn mein Text dazu genutzt werden kann, auch für andere da ist. Es ist nicht mein Ziel Millionen zu scheffeln, sondern die Welt mit meinen Werken zu bereichern und wenn die K.I. es 1000fach nutzt, um es neu zu interpretieren und zu verbreiten, was will ich denn mehr? Klar, weiß niemand mehr, dass ich oder mein Text der Ursprung war - muss es auch nicht - Hauptsache ich weiß es. Darüberhinaus gebe ich durch die Nutzung der K.I. schließlich auch die Erlaubnis dazu - ich könnte mir die Technik gar nicht leisten, um ein autarkes Rechenzentrum als mein K.I..-Musik-Instrument in die Garage zu stellen.

Schaffe ich mich damit ab? In Gewisserweise werte ich meine Arbeit ab, wenn ich sie der K.I. zu fressen gebe. Mach ich es nicht, interessiert sich niemand dafür - und nur für mich selbst ist ja langweilig. Und ja, es wird so kommen, dass ich nicht mehr schreibe oder nicht mehr kann oder möchte, weil einfach alles viel einfacher anders geht, in dem ich sage, mach du mal K.I. Dann ist das halt so.

Wir müssen mit der K.I. lernen umzugehen und sie so nutzen, dass sie uns weiterbringt. Oder eben, gar nicht benutzen. Das soll aber jeder für sich selbst entscheiden - und ich entscheide mich eben noch dazu sie noch weiter zu benutzen. Ich weiß. dass Dich das stört.
 
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Die Kunst wäre für mich zumindest gewesen, sich musikalisch komponierend gehaltvoller mit dem Fundament von Tellis Text auseinanderzusetzen und eben nicht einfach nur etwas "so, bin fertig" hinzustellen.
Habe ich das deiner Meinung nach nicht gemacht? Ich habe mich damit auseinander gesetzt und etwas geschaffen. Ich habe mir dabei etwas gedacht.
Mich erinnert das sehr aus unseren schönen 80er Schülerband-Anfangstagen, als wir in einer Art Synthiewave-Punkrock Findungsphase experimentiert haben (fehlen eigentlich nur die ungestimmten Gitarren).
Im Grunde war es `n bisserl klassische "Berliner Schule". Wir haben mehr oder vor allem weniger irgendwas zueinanderpassendes gespielt und unser Leadsänger hat mehr oder weniger passendes drauf "gesungen". Melodie, Text, Harmonie, Rhythmus- egal. Hauptsache es war am Ende irgendwie ein Song.
Man kann Industrial Noise und Ambient nun mögen oder nicht- und im wesentlichen geht es auch nicht primär um die "Musik", sondern explizit in diesem Genre auch vielmehr um den "Zustand", in den man versetzt wird. Für viele mag es eher "Störgeräuschmusik" sein, für andere wiederum kann es was meditatives sein, weil die Dinge eben unter der Oberfläche liegen.

Nicht so schön hingegen finde ich allerdings so etwas hier:

Das finde ich wiederum allerdings anmaßend, jemanden somit im selbigen Atemzug ja fast schon zu entmündigen, als stünde da jemand wie ein Nashorn beim Friseur !

Hat mir das Stück nun gefallen ?
Nein, hat es nicht- was nicht bedeutet, dass es nicht anderen gefällt.

Ich persönlich hätte es gehaltvoll interessanter gefunden, wenn die Textbotschaft auf der musikalisch instrumentalen Ebene zum Tragen gekommen wäre.
Mantel aus BLEI... da suggeriere ich emotional schwer stampfendes, bleierndes Metall. Die Schwere der Musik spiegelt die Schwere der Botschaft. Gerade im Industrial und Noise-Bereich kann man sich da herrlich austoben.
Stattdessen empfinde ich den Track als auf einer hyperaktiven Palette Energie-Drinks rausgeschossen.
Ich vermute auch, dass hier ein bereits fertiges Stück hergenommen- und dann lediglich drüber getextet wurde ?
Die Kunst wäre für mich zumindest gewesen, sich musikalisch komponierend gehaltvoller mit dem Fundament von Tellis Text auseinanderzusetzen und eben nicht einfach nur etwas "so, bin fertig" hinzustellen.
Denn so fühlt es sich leider durchweg für mich an... und dann unterscheidet es sich auch im Kern nicht mehr von AI-Slop 🤷‍♂️
Kunst ist, was geschrieben wurde von Tellminator. Aber es hört für mich auf kreativ zu sein, sobald es die AI übernimmt. Also es mit AI zu vergleichen finde ich nicht nett. Ja, ich maße mir an, AI zu entwerten. Da ist keine Seele drinn.
 

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Ich bin mal der folgenden Frage nachgegangen....

"Kann eine KI auch kreativ sein?"

Ob eine KI kreativ sein kann, hängt davon ab, wie man Kreativität definiert: Misst man sie rein am Ergebnis, lautet die Antwort Ja; betrachtet man jedoch den Prozess und die Absicht, lautet sie Nein. [1, 2]

Wissenschaftliche Tests (wie der Torrance Test of Creative Thinking) zeigen, dass moderne KI-Modelle bei Aufgaben zum divergenten Denken oft bessere und originellere Ergebnisse liefern als der Durchschnittsmensch.
Dennoch unterscheidet sich die Funktionsweise fundamental vom Menschen. [1, 2, 3, 4]

Das lässt sich anhand der zuvor genannten Dimensionen verdeutlichen:

Wo KI "kreativ" ist (Das Produkt)
  • Funktionale Kreativität: Wenn man Kreativität rein als das Erschaffen von etwas definiert, das neu und nützlich ist, agiert KI kreativ. Sie verknüpft gängige Muster aus riesigen Datenmengen auf eine Weise, die für uns überraschend, ästhetisch oder innovativ wirkt. [1, 2, 3, 4]
  • Der "Brillante Remixer": KI generiert großartige neue Slogans, Gedichte oder Kunstwerke. Sie verlässt dabei allerdings selten den vorgegebenen mathematischen Konzeptraum, sondern kombiniert bestehende Stile extrem effizient. [1, 2, 3]

Wo die Grenzen liegen (Person & Prozess)
  • Keine Intentionalität und Authentizität: Eine KI hat kein Bewusstsein, keine Gefühle, keine Biografie und keine Absicht. Ein Mensch verarbeitet in der Kunst Schmerz, Freude oder Erlebnisse. Eine KI berechnet lediglich Wahrscheinlichkeiten von Wort- oder Pixelabfolgen. [1, 2, 3, 4]
  • Kein echter "Geistesblitz": Während menschliche Kreativität oft durch unbewusste Inkubation (Ruhephasen) und plötzliche Eingebungen entsteht, arbeitet die Maschine rein algorithmisch und datengetrieben. [1, 2]
  • Abhängigkeit vom Menschen: Ohne den menschlichen Impuls (den Prompt) oder die menschliche Bewertung (Auswahl des besten Ergebnisses) bleibt die KI passiv. [1, 2]

Co-Kreativität: Das neue Zusammenspiel
In der Praxis zeigt sich, dass die höchste Stufe der Kreativität aktuell in der Symbiose aus Mensch und Maschine liegt. Man spricht von Kollaborativer oder Künstlicher Kreativität: Die KI fungiert als Katalysator, der Hunderte von unkonventionellen Ansätzen generiert (divergentes Denken), während der Mensch die Auswahl, emotionale Tiefe und finale Feinabstimmung übernimmt (konvergentes Denken). [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7]

Definiere mir den Begriff Kreativität

Kreativität
ist die Fähigkeit eines Menschen, etwas zu erschaffen, das neu oder originell und gleichzeitig nützlich oder von Wert ist. Entgegen der häufigen Annahme beschränkt sich Kreativität nicht nur auf die bildende oder darstellende Kunst, sondern umfasst Problemlösungen, technische Innovationen und alltägliche Handlungen. [1, 2, 3]


Die zwei Säulen des Denkens
Der kreative Prozess beruht auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Denkweisen: [1, 2]
  • Divergentes Denken: Das schöpferische Auseinanderstreben. Hierbei werden möglichst viele unterschiedliche, spontane und unstrukturierte Ideen gesammelt. [1, 2]
  • Konvergentes Denken: Das zielgerichtete Zusammenführen. Hier werden die Ideen analysiert, bewertet und auf die beste Lösung hin verdichtet. [1, 2]

Formen der Kreativität
Wissenschaftler unterscheiden meist zwischen zwei Ausprägungen im Alltag und der Kultur: [1, 2]
  • Little-c (Alltägliche Kreativität): Die spontane Lösung kleinerer Probleme des täglichen Lebens oder neue Kommunikationswege.
  • Big-c (Außergewöhnliche Kreativität): Bahnbrechende, weltverändernde Erfindungen, wissenschaftliche Entdeckungen oder große Kunstwerke. [1, 2]

Die vier Dimensionen (Die 4 Ps)
Nach dem Modell des Forschers Mel Rhodes lässt sich Kreativität in vier Bereiche gliedern: [1, 2]
  • Person: Persönlichkeitsmerkmale wie Neugier, Offenheit für Erfahrungen und Fehlerfreundlichkeit.
  • Prozess: Die Abfolge von Problemidentifikation, Ideengenerierung und Ausarbeitung.
  • Produkt: Das sichtbare oder greifbare Ergebnis des kreativen Wirkens.
  • Press (Umwelt): Das soziale und physische Umfeld, das Kreativität entweder fördert oder hemmt. [1, 2, 3, 4]
 

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Habe ich das deiner Meinung nach nicht gemacht? Ich habe mich damit auseinander gesetzt und etwas geschaffen. Ich habe mir dabei etwas gedacht.
Du wirst dir sicherlich dabei etwas gedacht haben, denn das wäre ja schlimm, wenn man sich nichts dabei denkt. ;)

Für mein musikalisches Verständnis aber, hast du es für mein Empfinden nicht so mit der Musik auf instrumentaler Ebene gesehen, getroffen.
Das wirst du natürlich ganz anders sehen und das soll auch so sein und das ist auch alles gut so !

Aber ich schildere ja nur aus meiner empfunden subjektiver Sicht, was ich am Stück vermisse: Die emotionale Resonanz des Textes fand sich im Konstrukt nicht in der Musik wieder.
(Ich persönlich finde es da z.B. schwierig , wenn man ein emotional "schweres Blei-Thema" hat- und dann aber mit leichten DX-Bells und heller Harmoniefolge einen Song garniert).

Daher meinte ich, ich "vermute", dass hier ein Instrumentalstück nicht explizit auf Tellis Text komponiert, sondern ein fertiges Stück aus der eigenen Schublade entnommen wurde, welches man für passend hielt, über das man den Text draufgesungen hat.
Denn dann würde es sich auch für mein Verständnis erklären, warum das Instrumentalstück- von den Sounds her, keinen (für mich) musikalischen Kontext und Bezug zum Text herstellt, weil er eben nicht explizit auf das Thema orchestrierend komponiert wurde.
Das ist nur meine subjektive Kritik an dem Stück.

Wenn es aber nur um den reinen Akt des Erschaffens geht... inwieweit unterscheidet es sich dann noch von dem, was die KI eigentlich macht ?
Ist es heute nicht auch wieder eine Frage des WIE, als nur eine Frage des WARUM ?
 
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Wenn man dem oben zuvor Gelesenen zum Thema Kreativität mal Raum gibt, bin ich quasi im Zusammspiel mit der K.I. kreativ, wenn ich die K.I. Musik aus meinen Texten generieren lasse. So verstehe ich das zumindest. Da bin ich doch dann grün, auch wenn´s nicht gut ist K.I. zu verwenden.
 
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Was, wenn wir den DAWs und allen elektronischen Klangerzeugern, Sequenzer etc. mal den Stecker zögen ?
Bitte nicht den Stecker ziehn, ihr müsst mich sonst singen und mit Holzstäbchen klopfen hören, was aber gar nicht geht, weil mein Mikrofon ja am PC hängt und auch einen Stecker hat... ähmmm würd schwer so ohne Stecker. 😅
 

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Bitte nicht den Stecker ziehn, ihr müsst mich sonst singen und mit Holzstäbchen klopfen hören, was aber gar nicht geht, weil mein Mikrofon ja am PC hängt und auch einen Stecker hat... ähmmm würd schwer so ohne Stecker. 😅
Ich hätte gedacht, du würdest jetzt sagen: Ja, macht doch. Zieht doch die doofen Stecker... ich hab eh `n Funk-Mikro !"😁
 
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