• Hörtalk-Dinner in Dortmund   Erben der Finsternis

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@DarkHeart

Dein Musikstil ist auf jeden Fall ungewöhnlich und kein Mainstream. Ich dachte eigentlich, dass Du da ggf. nicht in diese Richtung mir was zeigen wolltest. Der Text hat es meiner Meinung nach verdient, dass man ihn richtig hören und verstehen können sollte und nicht als Gedicht vorgetragen wird, Ziel war bzw. ist von mir die Texte gesungen zu hören. Ich kann definitiv nicht singen und da helfen auch lehrreiche Phrasen, "Üben, üben, üben" nicht mehr. Entweder man hat es oder eben nicht und ich hab es seit dem Stimmbruch eben nicht mehr.

Flüstertüte / Megaphon ist das nicht das Gleiche? Ich glaub schon. :D

Der Text ist nicht ganz Rhythmisch, die Anzahl der Silben der Worte ist nicht einfach, das als Lied zu bauen. Hier hat mich die K.I. echt überrascht und gezielt mit Pausen zwischen den Worten die Sache überspielt. Was Melodisch sehr schwer zum nachsingen geht. Das ist etwas was mich bei K.I. auch sehr stört, diese Intonierung geht oft drüber. Daran erkennt man aber ide verschiedenen Modelle und Systeme. Vermutlich erkennt man die nur wenn man sich ausgibg damit beschäftigt, was ich exesiv tue. Ich probiere sie halt gerne aus um zu sehen, wie weit sind wir mit der Technik. Wo sind die Macken und Fehler und was muss man tun, damit diese Fehler eben umgangen werden können. Gerade bei der Aussprache mancher Wörter, wie der Weg oder sie ist weg - kommt es häufig zu Fehlern in der Aussprache. Da haben wir im Deutschen einige gleichgeschriebene Wörter, die aber im Context anders ausgesprochen werden. Das klappt noch nicht immer.

Ich weiß, Dein Ziel ist es mich zu missionieren und wieder vom Pfad der K.I. abzubringen. Ich mache nun seit etwa Anfang der 90er mit Hilfe von Computer und Keyboard Musik - bzw. sagen wir Krach - ich habe das Instrument nie richtig gelernt und meine eigene Methode zu spielen entwickelt, was es mir unmöglich macht, die klassische Griffe zu lernen. Ich habe auch mal eine Gitarre besessen, aber auch nur, um mit ihr per Midi einen Synthesizer zu steuern und die Dynamik der Saiten beim Anschlagen klanglich auszunutzen. Gitarre ist weg, Synthesizer und Midi ist geblieben, dazu kamen dann später virtuelle Instrumente im Rechner. Zwischendurch habe ich immer wieder mit Samples gearbeitet, weil es einfach besser klang, als das wozu ich im Spielen in der Lage war. Meine Sammlung umfasst derzeit fast 300.000 Samples und sie kotzen mich nur noch an. Nun geht das seit dem Unfall überhaupt nicht mehr und es macht überhaupt keinen Spaß mehr sich ans Piano zu setzen und zu spielen, da die Motorik nicht mehr will. Geblieben ist das Schreiben und der Wunsch die Texte musikalisch umzusetzen und da ist K.I. für mich ein Werkzeug was mir über die Brücke hilft zumindest halbwegs in die Richtung zu kommen, wo ich gerne hin möchte.

Klar ist es keine große Kunst einen Prompt zu schreiben und die Maschine machen zu lassen. Dennoch ist K.I. generierte Musik eine eigene Kunstart für sich. Es ist mehr eine Überaschung. was als Ergebnis hinten herauskommt. Du kannst den immer gleichen Prompt nutzen und erhältst zig Varianten und Vorschläge von der K.I. als Ergebnis. Du suchst dir dann nur noch das Ergebnis aus, was Dir am ehesten zusagt.

Darin liegt auch meine Begeisterung, dass man lediglich den eigenen Text und dazu ein paar Style Anforderungen machen brauch, dass die Maschine daraus ein Musikstück generiert. Nur hat es halt etwas von Glücksspiel und die Möglichkeit der Kontrolle sind nur bedingt durch die Parameter gegeben. Dennoch kommt bei der K.I. nie das raus, was man sich im Kopf vorgestellt hat. Das klappt bei mir im übrigen aber auch nicht, wenn ich selbst spiele. Mir fehlt da vermutlich ein Gen, die im Kopf habende Melodie bzw. fertige Musik über meine Instrumente 1:1 hörbar zu machen. Mir fehlt es aber auch an Technik und Handling und ganz viel theoretischen Musikwissen, dass ich nicht in die Praxis umgesetzt bekomme. Aber ich bleibe beigeisternd dabei und hänge viel Zeit und auch Arbeit in meine Art der Musik zu machen rein.

Nur eins muss ich sagen, es ist nie meine eigene Musik, egal ob ich Samples nutze oder K.i. es ist immer etwas was es irgendwo schon gab oder von jemand anderem inspiriet oder erstellt wurde, auf dem es aufbaut. In der Musik gibt es nix Neues mehr, heißt es. Es war alles schon da und gibt es schon. Das hat der Besitzer vom Musikladen immer zu mir gesagt und mir doch den neuesten und dazumal besten Klavierklang verkauft. :D
 
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Dennoch ist K.I. generierte Musik eine eigene Kunstart für sich.
Es ist keine Kunst. Deine Worte, das ist Kunst. Deine Kunst hört da auf, wo die KI übernimmt.
ich habe das Instrument nie richtig gelernt und meine eigene Methode zu spielen entwickelt, was es mir unmöglich macht, die klassische Griffe zu lernen.
Ich habe auch keinen Unterricht gemacht, habe mir alles selbst beigebracht. Das Stück was ich dir geschickt habe ist mit einem Standardsample erstellt worden und mit vsti.
der Musik gibt es nix Neues mehr, heißt es. Es war alles schon da und gibt es schon.
Klar. Trotzdem kann man immer eigenes Bauen. SPK und Haus Arafna haben lange vor mir solche Musik gemacht. Trotzdem habe ich den Rhythmus erstellt und eine eigene Noisewall produziert. Mit MIDI und Sequenzern arbeite ich am liebsten.
Ich dachte eigentlich, dass Du da ggf. nicht in diese Richtung mir was zeigen wolltest.
Die Richtung kam halt, also ließ ich sie raus. Und wenn es Noise wird, warum dann nicht noise sein lassen? Man kann sich n Haufen anlesen. Das was du vor deinem Unfall gemacht hast, das war wahre Kunst. Auch wenn sie in deinen Augen schlecht war. Kunst ist Intention. Die Maschine hat keine Intention.
 

Telliminator

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@DarkHeart

Ich glaube da werden wir uns nie einig werden. Für Dich ist mit K.I. genierte Musik keine Kunst. Auch wenn "künstlich" Intelligenz das Wort Kunst in sich trägt. Für Dich ist das so - ich habe da auch keine Ambition Dich von Deiner Meinung abzubringen.

In meinen Augen, und ich weiß, das wurmt Dich, ist es eine eigene Kunst. Die K.I. macht die Musik nicht von sich alleine, sondern sie interpretiert meine Eingabe von Text, Stil und Parametern - das Ergebnis ist Musik - und von mir aus keine handgenachte Kunst. Als ITler würde ich sagen die K.I. selbst ist die Kunst, die man erschaffen und programmiert hat. Was die K.I. macht ist Musik zu "generieren". Und sie nimmt sich dazu alles was man ihr dafür beigebracht hat. Wo sie früher nur Töne piepen und quäken konnte macht sie heute eben ganze Orchester, Klangwelten und Gesänge.

Ich sehe die K.I. weiterhin als ein Werkzeug für mich. Es hat auch nicht jeder die Zeit und Muse meine Texte ständig zu produzieren und daran zu arbeiten, dass es so wird wie ich mir das vorstelle. Und wenn ich es abgebe, ist es dann noch meine Kunst? Bin das noch ich? Darf ich dann sagen es ist meine Kunst? Wenn es K.I. ist, sagst du, nein, ist keine Kunst, wenn es aber Menschen machen, ist es Kunst, aber dann doch deren Musik mit meinem Text und nicht meine Musik. So ist deine Interpretation von "Mantel aus Blei" auch Deine Musik und nicht meine, auch wenn der Text von mir stammt.
 
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@DarkHeart

Ich glaube da werden wir uns nie einig werden. Für Dich ist mit K.I. genierte Musik keine Kunst. Auch wenn "künstlich" Intelligenz das Wort Kunst in sich trägt. Für Dich ist das so - ich habe da auch keine Ambition Dich von Deiner Meinung abzubringen.

In meinen Augen, und ich weiß, das wurmt Dich, ist es eine eigene Kunst. Die K.I. macht die Musik nicht von sich alleine, sondern sie interpretiert meine Eingabe von Text, Stil und Parametern - das Ergebnis ist Musik - und von mir aus keine handgenachte Kunst. Als ITler würde ich sagen die K.I. selbst ist die Kunst, die man erschaffen und programmiert hat. Was die K.I. macht ist Musik zu "generieren". Und sie nimmt sich dazu alles was man ihr dafür beigebracht hat. Wo sie früher nur Töne piepen und quäken konnte macht sie heute eben ganze Orchester, Klangwelten und Gesänge.

Ich sehe die K.I. weiterhin als ein Werkzeug für mich. Es hat auch nicht jeder die Zeit und Muse meine Texte ständig zu produzieren und daran zu arbeiten, dass es so wird wie ich mir das vorstelle. Und wenn ich es abgebe, ist es dann noch meine Kunst? Bin das noch ich? Darf ich dann sagen es ist meine Kunst? Wenn es K.I. ist, sagst du, nein, ist keine Kunst, wenn es aber Menschen machen, ist es Kunst, aber dann doch deren Musik mit meinem Text und nicht meine Musik. So ist deine Interpretation von "Mantel aus Blei" auch Deine Musik und nicht meine, auch wenn der Text von mir stammt.
Das Stimmt wohl, da werden wir uns nicht einig. Aber ist dann "Kunststoff" auch als Material allein Kunst, weil es das Wort "Kunst" enthält? Ich persönlich würde sagen nein. Es ist definitiv eine Kunst eine KI zu programmieren. Und mein Stück ist nicht meine Kunst. Es ist unsere Kunst. Ohne deinen Text würde dieses Stück nicht existieren. Du hattest eine Vision hinter dem Gedicht. Deine Gedichte sind meiner Meinung nach wunderschön. Ein Juwel. SUNO wird sehr dankbar sein, dass du es damit fütterst. Es könnte dann passieren, das die KI mit deinen Texten und deinem Stil Lieder schreibt und schreiben kann. Höre es dir weiter an, daran kann ich nichts ändern. Sei dir nur bewusst, dass du dich damit eventuell irgendwann selbst abschaffst. Dann brauchst du nicht mehr schreiben. Du kannst deine "eigenen" Filme prompten, mit KI Sprechern und ko. Dann haben wir eine schöne neue Welt in der alles Perfekt und voller Slop ist. Ich will darin nicht leben. Ich werde immer das Feuer sein.
 

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Wie findet Ihr die Umsetzung von @DarkHeart `? Hier nochmal der LINK
Mich erinnert das sehr aus unseren schönen 80er Schülerband-Anfangstagen, als wir in einer Art Synthiewave-Punkrock Findungsphase experimentiert haben (fehlen eigentlich nur die ungestimmten Gitarren).
Im Grunde war es `n bisserl klassische "Berliner Schule". Wir haben mehr oder vor allem weniger irgendwas zueinanderpassendes gespielt und unser Leadsänger hat mehr oder weniger passendes drauf "gesungen". Melodie, Text, Harmonie, Rhythmus- egal. Hauptsache es war am Ende irgendwie ein Song.
Man kann Industrial Noise und Ambient nun mögen oder nicht- und im wesentlichen geht es auch nicht primär um die "Musik", sondern explizit in diesem Genre auch vielmehr um den "Zustand", in den man versetzt wird. Für viele mag es eher "Störgeräuschmusik" sein, für andere wiederum kann es was meditatives sein, weil die Dinge eben unter der Oberfläche liegen.

Nicht so schön hingegen finde ich allerdings so etwas hier:
Es geht mir nur darum, dir zu zeigen, was Kunst ist
Das finde ich wiederum allerdings anmaßend, jemanden somit im selbigen Atemzug ja fast schon zu entmündigen, als stünde da jemand wie ein Nashorn beim Friseur !

Hat mir das Stück nun gefallen ?
Nein, hat es nicht- was nicht bedeutet, dass es nicht anderen gefällt.

Ich persönlich hätte es gehaltvoll interessanter gefunden, wenn die Textbotschaft auf der musikalisch instrumentalen Ebene zum Tragen gekommen wäre.
Mantel aus BLEI... da suggeriere ich emotional schwer stampfendes, bleierndes Metall. Die Schwere der Musik spiegelt die Schwere der Botschaft. Gerade im Industrial und Noise-Bereich kann man sich da herrlich austoben.
Stattdessen empfinde ich den Track als auf einer hyperaktiven Palette Energie-Drinks rausgeschossen.
Ich vermute auch, dass hier ein bereits fertiges Stück hergenommen- und dann lediglich drüber getextet wurde ?
Die Kunst wäre für mich zumindest gewesen, sich musikalisch komponierend gehaltvoller mit dem Fundament von Tellis Text auseinanderzusetzen und eben nicht einfach nur etwas "so, bin fertig" hinzustellen.
Denn so fühlt es sich leider durchweg für mich an... und dann unterscheidet es sich auch im Kern nicht mehr von AI-Slop 🤷‍♂️
 
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