Stimmlage
  1. Hell
  2. Mittel
  3. Tief

Marcel B.

Held in Ausbildung
Sprechprobe
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🟢 Updated Juli 2026 🟢

Hi,

nach einem dreiviertel Jahr mit euch, nun das (zumindest von mir) lang erwartete Update meiner Sprechproben ;)

Mittlerweile habe ich einen Studio-Raum, der ordentlich mit Steicoflex und Basotect ausgestattet wurde und nehme darin mein erstes Hörbuch auf - den Detektiv Thriller "Die erste Täuschung" von Tom Fowler.

Schauspielerisch brauch ich noch viel viel mehr Praxis, dafür ist das gelegentliche Bewerben hier eine wirklich gute Übung. Neben Impro an der VHS habe alle 2-3 Wochen eine Coaching Session mit Sascha Tschorn - ich kann ihn als Voice Acting Coach sehr empfehlen. Trotz allem habe ich das Gefühl es ist noch eine lange Reise... Aber der Weg ist das Ziel =)

Meine erste Mitwirkung bei einer vollen Produktion mit einer Hauptrolle als Kalle der Ork in "Shadowrun im Schatten des Phönix Teil 2" kommt bald raus, darauf freue ich mich mega.

Doch nun zu den Hörproben:

Entsetzen (aus den Shortie "Die Oyo-Chroniken - Neuer Balkon")



Hysterische Angst (aus "Krieg der Welten")



Wut 1 (aus dem Shortie "Schachmatt")



Wut 2 (aus Shortie "Ronja und der Kontrolleur")



Wut 3 (aus "Shadowrun im Schatten des Phönix Teil 1")



Trauer (aus dem Shortie "Der letzte Atemzug")



Erzähler 1 (aus Shortie "Impact")



Erzähler 2 (aus Shortie "Die Abenteuer der Salvation: Unter Beschuss")

 
Spielalter
  1. 18-30
  2. 30-40
  3. 40-50
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Ben Hofmann

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Erst mal herzlich Willkommen! :) Du hast eine sehr coole Stimme und setzt diese auch gut ein, mal laut, mal leise. Gefällt mir. Die Emotionen finde ich auch glaubwürdig umgesetzt. Man merkt, dass du relativ "frisch" vor dem Mikro bist und du dich ggf. noch etwas eingrooven kannst. Das kommt aber mit der Übung.

Du hast aber auch nach kritischen Feedback gefragt, also versuche ich das mal. Wenn ich dich so in der Regie hätte, würde ich mit folgenden Punkten ansetzen. Das kann aber auch oft subjektiv sein. Und jeder muss seinen eigenen Stil finden, du musst dich gut fühlen. Von daher - und ganz generell - ist sicherlich auch nicht alles Gold, was ich sage. ;) Wie gesagt, grundlegend machst du das vor dem Mikro aber wirklich gut.

Wut: Ist klar und sauber gesprochen. Und vielleicht muss es das gar nicht so sehr in der Emotion. Du kannst ruhig das eine oder andere Wort etwas verschleifen und unsauber werden, wenn du emotional am Limit bist. Darüber hinaus finde ich die zweite Hälfte zu eintönig betont. Ich würde das "Ich hab dir vertraut, mehr als jem. sonst" deutlich leiser sprechen. Also: Richtig wütend beginnen, volle Emotion. Plötzliches Eingeständnis (ich hab dir vertraut), total niedergeschlagen, leise und getroffen (da mischt sich also schon etwas Trauer rein). Dann kurze Pause und wieder voll in die Wut-Emotion zurück - und das dann in einem Stück gesprochen. Als Ansatz, müsste man aber ausprobieren, ob es das ist. :D

Trauer: Finde ich gut, nehme ich dir voll ab. Würde die Pausen leicht anders setzen (bzw. raus nehmen), dann wirkt es natürlicher. Was ich meine:
"und frage mich, ob es ..." --> Da hast du eine Pause beim Komma, würde ich nicht so lang lassen, sondern eher direkt anschließen. Ist ja dein Gedanke, den du aktuell aussprichst, das muss direkt kommen.
"Alles wirkt so leer seit du nicht mehr ... " --> Zwischen leer und seit würde ich auch keine Pause machen.
Die anderen Pausen im Take finde ich gut, hier hast du Raum zu atmen/wimmern etc. Ist ja Platz für die Emotion, machst du gut.

Angst: Finde ich an sich auch schon gut. Du kannst aber überall noch etwas mehr machen. An dem "mehr" scheiden sich allerdings die Geister. Vor allem am Anfang fand ich es schwer einzuschätzen, wie weit ich gehen muss. Meine Regel war (und ist) eigentlich: Finde den Punkt, wo du denkst: "Jo, das ist das absolute authentische Limit an Spiel und Emotion". Wenn du den hast, dann gehst du noch einen Ticken darüber hinaus. Und dann sitzt es. :D Hintergrund: Du hast im Hörspiel eben nur die Stimme. Das ist dann auch wieder anders als im Theater, hier kannst du dich viel vielfältiger ausdrücken. Im Hörspiel muss deine Stimme alles transportieren. Es gibt aber auch genügend Leute, die diese übertriebene Art zu sprechen nicht mögen. Und vielleicht muss man dann eben auch nicht an jeder Stelle "drüber" sein. Das muss man einfach ein bisschen testen.

Erzähler:
Joa, okay, als Spielleiter hast du hier sicherlich viel Übung. Das merkt man. Finde ich sehr gut. Hin und wieder würde ich Pausen etwas anders setzen oder weglassen. Aber das ist auch wieder Geschmackssache.
Zum Beispiel: "Jeder Stein unter seinen Füßen wirkte als habe er ... " -->Du hast hier die Betonung auf dem "wirkte", aber die Steine wirken ja keinen Zauber oder sowas, sondern die Steine sind "das Problem". Oder? Ich würde auf "Steine" betonen. Aber wie gesagt: Kleinigkeiten.


Technik:
Hui, finde ich super. Ich bin hier nicht der Technik-Experte, da können vielleicht andere noch mehr zu sagen (ob noch etwas hallt oder nicht). Ich würde dich so auf jeden Fall in meinen Produktionen einsetzen. Spannend finde ich, dass die Vocal Booth ihren Job offenbar ganz gut macht. Das Ding sieht schon etwas wacklig und dünn aus. Wo steht das bei dir? Mitten im Raum? In der Ecke? Hast du noch etwas mehr gedämmt o.Ä.? Ergebnis sitzt jedenfalls. Finde ich.

Was besser geht: Es ploppt hin und wieder etwas. Und man hört die Atmer zu sehr. Ich würde sie auf keinen Fall rausschneiden, aber man hört, dass du zu sehr direkt auf das Mikrofon atmest. Ich zitiere hier einfach mal Spirit (das hat er mir unter meine Sprechproben geschrieben - und es wirkt Wunder):
Zum einen höre ich hin und wieder ein leichtes Plöpperchen. Der Ploppfilter fängt schon sehr viel ab, aber Dein Mikro "hört" den kleinen Rest dennoch.
Also versuch ein bißchen mehr am Mikrofon vorbei zu sprechen. Dazu einfach das Mikrofon ein, zwei Ticken nach links oder rechts drehen (wie es sich für Dich am besten anfühlt) und dann wieder auf den Mund ausrichten. Der Ploppfilter "markiert" die Position im Raum, von wo aus Du sprichst, aber eben nicht mehr dirket auf das Mikrofon zu.
Dann würde ich immer mit der Nasenspitze ganz leicht den Stoff berühren und wieder soweit zurückgehen, dass die Nase nicht mehr daran scheuert. Das macht Re-Takes wesentlich einfacher, weil sie sehr viel ähnlicher klingen.

Also: Nicht direkt aufs Mikro sprechen, sondern leeeiicht (musst du ausprobieren) dran vorbei.


Gefällt mir wirklich gut und ich glaube du wirst hier Gelegenheiten bekommen, dich auszuprobieren. Es gibt jeden Monat Shorties. Hier werden die Skripte immer online gestellt und jeder kann sich an einer beliebigen Rolle versuchen. Schau dir da mal was, wenn was reinkommt. Und dann sprichst du einfach mal komplette Rollen. Im besten Falle hörst du dich dann auch in einem Cut - das hilft immer ungemein, finde ich. Und zu sonstiger Übung kannst du dir auch alte Shorties schnappen und dich da einfach mal für dich ausprobieren.
 

Marcel B.

Held in Ausbildung
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Erst mal herzlich Willkommen! :) Du hast eine sehr coole Stimme und setzt diese auch gut ein, mal laut, mal leise. Gefällt mir. Die Emotionen finde ich auch glaubwürdig umgesetzt. Man merkt, dass du relativ "frisch" vor dem Mikro bist und du dich ggf. noch etwas eingrooven kannst. Das kommt aber mit der Übung.

Du hast aber auch nach kritischen Feedback gefragt, also versuche ich das mal. Wenn ich dich so in der Regie hätte, würde ich mit folgenden Punkten ansetzen. Das kann aber auch oft subjektiv sein. Und jeder muss seinen eigenen Stil finden, du musst dich gut fühlen. Von daher - und ganz generell - ist sicherlich auch nicht alles Gold, was ich sage. ;) Wie gesagt, grundlegend machst du das vor dem Mikro aber wirklich gut.

Wut: Ist klar und sauber gesprochen. Und vielleicht muss es das gar nicht so sehr in der Emotion. Du kannst ruhig das eine oder andere Wort etwas verschleifen und unsauber werden, wenn du emotional am Limit bist. Darüber hinaus finde ich die zweite Hälfte zu eintönig betont. Ich würde das "Ich hab dir vertraut, mehr als jem. sonst" deutlich leiser sprechen. Also: Richtig wütend beginnen, volle Emotion. Plötzliches Eingeständnis (ich hab dir vertraut), total niedergeschlagen, leise und getroffen (da mischt sich also schon etwas Trauer rein). Dann kurze Pause und wieder voll in die Wut-Emotion zurück - und das dann in einem Stück gesprochen. Als Ansatz, müsste man aber ausprobieren, ob es das ist. :D

Trauer: Finde ich gut, nehme ich dir voll ab. Würde die Pausen leicht anders setzen (bzw. raus nehmen), dann wirkt es natürlicher. Was ich meine:
"und frage mich, ob es ..." --> Da hast du eine Pause beim Komma, würde ich nicht so lang lassen, sondern eher direkt anschließen. Ist ja dein Gedanke, den du aktuell aussprichst, das muss direkt kommen.
"Alles wirkt so leer seit du nicht mehr ... " --> Zwischen leer und seit würde ich auch keine Pause machen.
Die anderen Pausen im Take finde ich gut, hier hast du Raum zu atmen/wimmern etc. Ist ja Platz für die Emotion, machst du gut.

Angst: Finde ich an sich auch schon gut. Du kannst aber überall noch etwas mehr machen. An dem "mehr" scheiden sich allerdings die Geister. Vor allem am Anfang fand ich es schwer einzuschätzen, wie weit ich gehen muss. Meine Regel war (und ist) eigentlich: Finde den Punkt, wo du denkst: "Jo, das ist das absolute authentische Limit an Spiel und Emotion". Wenn du den hast, dann gehst du noch einen Ticken darüber hinaus. Und dann sitzt es. :D Hintergrund: Du hast im Hörspiel eben nur die Stimme. Das ist dann auch wieder anders als im Theater, hier kannst du dich viel vielfältiger ausdrücken. Im Hörspiel muss deine Stimme alles transportieren. Es gibt aber auch genügend Leute, die diese übertriebene Art zu sprechen nicht mögen. Und vielleicht muss man dann eben auch nicht an jeder Stelle "drüber" sein. Das muss man einfach ein bisschen testen.

Erzähler: Joa, okay, als Spielleiter hast du hier sicherlich viel Übung. Das merkt man. Finde ich sehr gut. Hin und wieder würde ich Pausen etwas anders setzen oder weglassen. Aber das ist auch wieder Geschmackssache.
Zum Beispiel: "Jeder Stein unter seinen Füßen wirkte als habe er ... " -->Du hast hier die Betonung auf dem "wirkte", aber die Steine wirken ja keinen Zauber oder sowas, sondern die Steine sind "das Problem". Oder? Ich würde auf "Steine" betonen. Aber wie gesagt: Kleinigkeiten.


Technik: Hui, finde ich super. Ich bin hier nicht der Technik-Experte, da können vielleicht andere noch mehr zu sagen (ob noch etwas hallt oder nicht). Ich würde dich so auf jeden Fall in meinen Produktionen einsetzen. Spannend finde ich, dass die Vocal Booth ihren Job offenbar ganz gut macht. Das Ding sieht schon etwas wacklig und dünn aus. Wo steht das bei dir? Mitten im Raum? In der Ecke? Hast du noch etwas mehr gedämmt o.Ä.? Ergebnis sitzt jedenfalls. Finde ich.

Was besser geht: Es ploppt hin und wieder etwas. Und man hört die Atmer zu sehr. Ich würde sie auf keinen Fall rausschneiden, aber man hört, dass du zu sehr direkt auf das Mikrofon atmest. Ich zitiere hier einfach mal Spirit (das hat er mir unter meine Sprechproben geschrieben - und es wirkt Wunder):


Also: Nicht direkt aufs Mikro sprechen, sondern leeeiicht (musst du ausprobieren) dran vorbei.


Gefällt mir wirklich gut und ich glaube du wirst hier Gelegenheiten bekommen, dich auszuprobieren. Es gibt jeden Monat Shorties. Hier werden die Skripte immer online gestellt und jeder kann sich an einer beliebigen Rolle versuchen. Schau dir da mal was, wenn was reinkommt. Und dann sprichst du einfach mal komplette Rollen. Im besten Falle hörst du dich dann auch in einem Cut - das hilft immer ungemein, finde ich. Und zu sonstiger Übung kannst du dir auch alte Shorties schnappen und dich da einfach mal für dich ausprobieren.
Hallo Ben! Ich muss jetzt erstmal in ein nächtliches Maislabyrinth, schaue aber nochmal genau rein in dein Feedback, vielleicht nehme ich auch nochmal was neu auf. Vielen Dank, das ist genau die Art Feedback auf die ich gehofft habe 🙂
 
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Ben Hofmann

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Sieht sehr gut aus! Bin echt positiv überrascht, wie gut die Booth funktioniert. So etwas in die Ecke zu sprechen ist auch schon perfekt. :)

Nimm auf jeden Fall weiter auf, du machst das super. Du musst es ja nicht hier rein stellen. Aber Übung ist einfach das Beste. Du kannst dir auch ein Skript nehmen (dein eigenes oder eins aus dem Bereich der Shorties) und es komplett einsprechen - jede vorhandene Rolle. Dann schneidest du die Dialoge zusammen und hörst es dir an - das musst du ja keinen zeigen. :D Wird etwas seltsam klingen, weil du alle Rollen machst, aber ist eine mega Übung. Und du bekommst im Dialog abhören ein super Gefühl, was funktioniert und was (noch) nicht.
 

Marcel B.

Held in Ausbildung
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Hi nochmal Ben!

Vielen lieben Dank für das viele Feedback, jetzt versuche ich mal auf das meiste einzugehen.

Ich habe jetzt die Emotions-Samples oben neu eingesprochen. Aber jetzt höre ich schon wieder andere Dinge raus die ich liebe anders gemacht hätte, vor allem bei Wut klinge ich immer Enttäuschter statt am Ende nochmal Wütend zu werden, aber es kam nicht irgendwie und in der Aufnahme hat mir der Rest so gefallen. 🥲 Was ich insgesamt am Feedback raushöre ist 1.) weniger unnatürliche Pausen 2.) ein Tick mehr Emotion als auf der Bühne. Auf beides werde ich achten und mir vor allem bei den Pausen mehr Gedanken machen.

Bei den Erzählungen habe ich offen gestanden einfach gelesen - auch da sollte ich mehr Textarbeit leisten und Pausen, Atmen sowie Betonung genauer planen vorm Lesen. Sollte ich mir unbedingt angewöhnen. Hoffentlich kommt es dann irgendwann natürlich. Oder würde man bei einem Hörbuch alles durch-annotieren und dann erst lesen? (Wahrscheinlich schon, auch wenn ichs nicht hören will hehe)

Ich glaube das muss sich mit viel Übung erstmal setzen. Ich kann Tipps gar nicht so stabil umsetzen wie ich es gerne hätte. Die Erzählung v2 und Emotionen v3 werde ich in 1-2 Wochen nochmal angehen.

Eigentlich spreche ich am Micro vorbei, aber ich glaube ich wende mich immer wieder hin, an der Gewohnheit muss ich arbeiten. Von der immer gleichen Distanz zum Mikro ebenso. Danke auch für diese Tipps!

Die Idee, Skripte von Shorts zu nehmen und alle Rollen zu sprechen finde ich super, das werde ich fürs Home-Workout direkt angehen die Woche.



Edit: hier gab's noch Infos und Bilder von meinem nicht mehr aktuellen Setup. Ich habe sie entfernt.
 
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Ben Hofmann

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Oh yes, mega gut! Man hört defintiv schon einen Fortschritt, ist ja krass. Cool! Aber ja genau, hast du gut zusammengefasst. Es muss sich für dich am Ende natürlich noch natürlich und gut anfühlen. Es muss halt authentisch bleiben. Da hilft viel praktische Übung. Ich habe grade keinen Überblick über die aktuellen Shorties, aber ich glaube da sind ja welche dabei, die du einfach mal einsprechen und im jew. Thread hochladen kannst. Und dann kommt ja ggf. noch mal Feedback für die ausgewählte Rolle. Das hilft enorm.
Nur Topprofis hauen im ersten spontanen Aufschlag den perfekten Take raus - und selbst die nicht immer. ;) Und: Die Tatsache, dass du beim Abhören selber Sachen hörst, die dir nicht gefallen, ist unfassbar gut. So kannst du selber einfach viel Austesten und schauen, wie es dir persönlich am besten gefällt. Wo du deinen Fokus setzen willst, was du abstellen willst usw.

Ich ploppe auch gern mal direkt ins Mikro und ärgere mich dann beim Abhören. In der Theorie klingt alles ja immer so super easy, muss man aber erst mal umsetzen. Von daher: Gut daher reden ist einfach, an vieles halte ich mich selber nicht immer und muss nachschärfen (oder ärger mich einfach, wenn alles dann im Mix ist :D ).


Zum Sound und dem leichten Boxing kann ich so direkt nicht soo viel sagen, da lasse ich lieber andere zu Wort kommen. :) Wobei man vieles im EQ anpassen kann. Wenn schon mal kein Hall auf der Aufnahme ist, ist das super.
 

Marcel B.

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Ja
Dieser Vocal Both ist der HAMMER!
Er macht das was ich wollte und für 888€ kriegt man den Raum selbst wahrscheinlich nicht so gut in den Griff mit dem Hall. Ohne etwas selbst zu bauen (ich schaffe es immer, dass es dann genauso viel Kostet und schlechter ist hehe).

Aber er hat auch ein paar downsides. Das Material (gepresste PET Flaschen Fasern) ist ausreichend, aber nicht(!) mega stabil. Bei mehrmaligem Auf- und Abbauen wird es wahrscheinlich ein Problem. Und die Kids lassen ich auch nicht verstecken darin spielen. Innen hätte ich gerne noch ein paar goodies, ein Mikrofon Arm wäre cool gewesen. Der lässt sich aber nicht anbringen, da würde sicherlich etwas kaputt gehen.

Unten musste ich allerdings etwas bauen (4 Teppichplatten übereinander) da ist er offen.

Ansonsten bin ich aber zufrieden und es sieht schick aus. Mit Booth, Mikro, Interface, Ständer und Reaper DAW, sowie ein paar beginner Plugins von Wave, bin ich mit knapp 1400€ ziemlich production ready. Bin angenehm überrascht.

Ich habe noch vor einen Molton Vorhang in die Mitte des Raums zu hängen hinter dem Schreibtisch, damit es auch außen halbwegs was ist für online Rollenspiel mit einem dynamischen Mic. Der könnte auch nochmal was zum booth beitragen
 
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pio

Autor, Audio Engineer (BA), Sprecher und Musiker
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ja, dass das Ding beim ständigen auf und abbauen leiden würde, hab ich mir auch gedacht. Ich habe mir auf der Hersteller Seite das Produkt Video angeschaut, und das ist schon wirklich erstaunlich, wie trocken die Aufnahme innerhalb dieser Kabine sind. Ich mache bei mir ja kaum noch Aufnahmen, daher überlege ich meine massive, selbst gebaute Kabine zu verkaufen und mein Studio Raum ein wenig wohnlicher zu gestalten. Da würde so eine Kabine wirklich gut ins Bild passen.
 

soundjob

HÖRSPIEL MUSIK AUDIO
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🦇
Moin moin Marcel.

Ich werfe dann hier auch mal meine offiziellen Lauschlappen in die Sprechproben (und habe dich ja auch schon in meinen Produs mit an Bord gehabt).
Für ein Sternchen reicht es leider noch nicht ganz, aber bist quasi in Reichweite und auf einen guten Weg.

In den ruhigeren Demos ("Erzähler"), wären die Aufnahmen durchaus schon für ein Sternchen ausreichend, aber zur Gesamtbewertung müssen natürlich explizit die lautstärkeren/dynamischeren Demos in Betracht gezogen werden, weil es insbesondere diese Proben sind, die eine korrekte Akustikbewertung zulassen und ggfls. noch etwaige Kleinigkeiten aufdecken. Aber das weißt du ja natürlich.

So ist also in den Proben "Entsetzen" bis "Trauer", leider noch etwas Raumhall zu hören, den wir allerdings noch wegbekommen müssten, damit es durch die Bank weg für das Sternchen reicht.

Aktuell stündest du bei folgender Bewertung:
A2/M1/T1
Was das bedeutet, erfährst du hier

Du arbeitest ja schon in einem Stehsarg 😄 und hast ja auch schon eine Analyse durchführen lassen- und meine Öhrchen kommen zu einem sehr ähnlichen Ergebnis:
Bei 250-300 Hz rumpelt es noch im Nachhall, als es auch bei 1 kHz ganz leicht in den Sibilanten schmiert (aber auch nicht so dramatisch).

Yep, der Raum, insbesondere Fliesenboden trägt natürlich zum Nachhall bei und die Enge der Kabine erzeugt zudem eine (sehr) kleine stehende Welle und `nen ganz leichten, aber nicht wirklich tragischen Boxy-Effekt. (Im Hörspiel ist das mit einem simplen EQ unkompliziert rausgedreht).
Das leichte "Schmieren" rührt daher, dass die Kabine halt rundum aus absorbierenden, aber eben keine diffusierenden Elementen besteht (was bei der Größe ja auch nicht wirklich Sinn macht).

Was kannst du also tun ?
2 simple Dinge möchte ich anraten.

- Stelle das Mikrofon probeweise mal bitte in die andere Ecke der Kabine, also auf die linke Seite... eben so, dass die Kapsel nicht zum Vorhang/nach Draußen zeigt.
So trifft der rückwärtige Raumhall (auch wenn du vor dem Mik stehst) nicht gleich frontal durch den Vorhang mit auf die Kapsel.
Dadurch dass das Mik dann also quasi seitlich zum Eingang stünde, machst du dir ggfls. auch die Richtwirkung besser zu nutze, damit auch nur du mit Direktschall und gesprochenem Worte zuerst auf die Kapsel triffst.

- Der Raum ist natürlich mit Holzpanelen an der Decke, nackten Wänden und vor allem noch einen Fliesenboden (sorgt für viel Nachhallzeit, aber ist im Sommer dafür schön kühl 😊), nicht so optimal.
Hier kann eine (günstige) flauschige Hochfloor-Teppichbrücke den Raumhall, bzw. die Nachhallzeiten auch noch mal eindämmen.
Der Floor sollte natürlich nicht zu klein sein und den Boden schon gut bedecken... also definitiv größer als so ein kleiner "Füßchen Badezimmer-Vorleger" sein. ;)
 
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Marcel B.

Held in Ausbildung
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Hi @soundjob !

War das ist wirklich mega gutes Feedback! Ich werde die Takes wenn ich es schaffe gleich am Wochenende nochmal aufnehmen.

Offengestanden war mein Ziel es am Schreibtisch aufnahmetauglich zu bekommen.

Dazu bin ich in einen kleineren Raum umgezogen und habe ihn ringsum mit Steicoflex 80mm mit 50mm Abstand ausgekleidet. Über dem Schreibtisch habe ich 8cm Basotect mittig und links rechts davon 4cm mit je 5cm Abstand (die 8cm haben nur 1cm und müssen noch etwas runter. Da muss ich nochmal neue Halter 3D drucken)

Die Rahmen werden noch mit dünnem Molton bezogen, aber es war so viel Arbeit soweit, dass steht noch auf der Todo Liste für ganz am Ende.

Die Kabine habe ich noch (ebenfalls umringt von steicoflex, in der habe ich das aber nicht aufgenommen. Die Info oben in einer Antwort muss ich mal löschen, da sie nicht mehr aktuell ist.

Die Wand hinter mir ist auch behandelt. Ich schätze die Tür ist das einzige richtig arg reflektierende (ich war aktuell zu Faul für den letzten Milton Vorhang) und die Tischplatte sowie Monitor.

Dicken Flusen-Teppich hab ich auch in den Raum gelegt.

Also ich probiere die dynamischen Takes nochmal in Der Kabine neben dem Schreibtisch. Mal sehen ob es dann reicht. Dann nehme ich für Hörspiel Sprechrollen die Kabine statt dort faul rumzusitzen 😏

Falls es nicht reicht, muss ich erstmal bis September warten. Das Hörbuch mache ich vorm Schreibtisch wegen punch und roll am Rechner und darf den Raumklang außerhalb der Box erst wieder ändern wenn es im Kasten ist.

Also nochmal vielen lieben Dank für das umfangreiche Feedback, nächstes Update kommt!
 

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