Eine "noch-nicht-fertig" Idee

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Wahrscheinlich ist ein Shorty der passende Rahmen. Nicht zu viel und doch genug, um alles mal auszuprobieren. :)

Die Story / Plot ist halt die, die dann da ist. Also, wenn es dann geschrieben steht.
Da möchte ich auch bewußt keine Vorgaben machen, um alle Freiheitsgrade anzubieten und auch, weil ich selber keine Idee habe.
Aber ich habe mir überlegt, daß ich vielleicht mal eine paar "Inspirationen" produzieren werde. Vielleicht hilft das bei der Findung einer Story?
Das mit dem Kofferraum finde ich auf den ersten Blick recht leicht zu realisieren. :D Freiwillige vor :D :D :D
... eine Verhör-Situation sollte auch leicht zu realisieren sein, nehme ich jetzt einfach mal ganz naiv an.
... oder ein geheimes Treffen, wo zwei Personen durch einen Schloßpark flanieren und dabei einen teuflischen Plan aushecken. Die Idee kam mir gestern, als ich ein paar Testaufnahmen im Park des Schloß Charlottenburg in Berlin gemacht habe.
Morgen habe ich alle Hände voll zu tun, aber vielleicht schaffe ich es am WE das mal aufzubereiten und zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen.

... und nächste Woche wird der erste Kunstkopf mit Silikon-Ohren fertiggestellt. Darauf freue ich mich schon sehr. :D

Aber wartet nicht auf die Aufnahmen. Schreibt einfach drauf los. Ich habe eine sehr vage Vorstellung, wie wir das realisieren können. Doch das hängt direkt von der Story / Shorty ab. :D
Let's roll.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Leider wird der Kunstkopf noch ein paar Tage auf seine Fertigstellung warten müssen, denn ich habe am WE leider keine Zeit. Da dies alles eine Premiere ist, muß ich an manchen Stellen improvisieren. Macht Spaß, kostet aber Zeit. :D

Doch zurück zur Story Idee. Wie wäre es mit einer Story, wo der Hörer verhaftet wird. Man führt ihn aus seiner Wohnung ab, verfrachtet ihn in ein Polizeiauto, rein ins Präsidium, erkennungsdienstliche Behandlung, Verhör ...
Da der Hörer nicht sprechen kann (also Einfluß auf die Geschichte nehmen kann), müsste die Geschichte so geschrieben sein, daß sie sich ohne die Beiträge der hörenden Person trägt.
Das wird wohl einen Shorty lang tragen.

Aber das ist nur eine Idee, mir ist wirklich JEDE Idee willkommen. :D
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Da der Hörer nicht sprechen kann (also Einfluß auf die Geschichte nehmen kann), müsste die Geschichte so geschrieben sein, daß sie sich ohne die Beiträge der . :D
Das gefällt mir persönlich als Idee sehr gut. Ich überlege grade, es noch einen Tick weiter zu spinnen - der Hörer ist "Mitspieler", kann aber nicht sprechen, weil er stumm ist. Kann sich also bestenfalls schriftlich äußern, wenn er dazu gezwungen ist - was andere dann vorlesen. Damit könnte man in der Tat vielleicht eine ungewöhnliche, interessante Story aufbauen. Ich denke mal ein bisschen nach.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@MonacoSteve .... Was für eine coole Idee. :D
Darauf habe ich gewartet. Keep going, wie der Franzose sagt.

Ich bin der, der hinter den Mikrofonen seine Arbeit macht. Ich weiß wo die Grenze ist: An der Membran des Mikrofones. Ab da übernehme ich, davor sind andere viel besser als ich :D
 

Hausbar

Ein Käffchen geht noch...
Hey Ho, spannendes Thema.

Ich habe mir das mal angeschaut und meine ersten Versuche im Cut (eine Szene aus @Mr_Kubi 's Ariadne) mal eben mit DearVRPro in binaural gerendert (nicht optimal, da die Szene schon fertig war und ich ansonsten soundtechnisch ein paar Sachen anders gestaltet hätte). Aber ich finde das Ergebnis schonmal ganz interessant.

Natürlich ist das ganze jetzt nicht aus FirstPerson (Hörer-) Position und daher nicht das was @Spirit328 vorhat, aber ich denke, das lässt sich damit bestimmt ganz gut machen (insbesonders, wenn man ein bisschen mehr Erfahrung in der Materie hat, als ich).

Ich habe die zugehörigen Sounds zu den Charakteren einfach mal zusammen mit der Sprache in jeweils eine Gruppe gepackt und jeder Gruppe eine Instanz von DearVr verpasst. Zusätzlich waren noch ein paar separate Gruppen und einzelne Tracks mit Dear Vr versehen, um andere Geräusche im Raum zu verteilen, die unabhängig von den Sprechern agieren.

Ich habe mal eben das Geschehen in der DAW und den ersten drei Instanzen DearVR aufgenommen (der Rest ist ebenfalls aktiv, aber sonst hättet ihr außer den Dear VR Plugins nichts mehr gesehen). Da könnt ihr ein bisschen nachverfolgen, wie die Charaktere durch den Raum rennen und wie sich das anhört. (Die Szene ist für ne gelungene Demo ein bisschen zu laut und effektgeladen, aber was solls).

(nicht gelistetes Video auf nem separaten Kanal, kein Selbstmarketing)

Es geht bei dearVR um künstlich im Computer erzeugte, binaural oder als Multichannel Raumklang gerenderte Klangszenen. Die Quellsignale sind normalerweise nicht binaural.
Genau, nichts davon war hier ursprünglich binaural vertont. Alles normale Stereo und Mono Files.

Also kurz gesagt einen Sound z.B. im Mixer auf Kanal 1 mit panning links und deadVR auf Signaleingang links stellen, dasselbe im Mixer auf Kanal 2 mit rechts machen.
Wenn ich dann etwas im Raum bewegen will, muss ich dann JEDES Geräusch so erstellen.
Um was genau zu erreichen? Ich habe nichts dergleichen hier angestellt (aber vllt wirds dadurch auch besser?).

Eigentlich wollte ich nur danke sagen, dafür dass ihr mich auf dieses nette Plugin aufmerksam gemacht habt.
Und vllt ist es ja für den ein oder anderen informativ.

Beste Grüße! ☕
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@PITCHEDsenses
Das ist das Standard Sennheiser Marketing. NIcht schlecht, aber einfach Effekt-Hascherei. Ich gebe gerne zu, daß es wirklich unglaublich klingt, aber es reißt mich nicht aus den Socken.

Es klingt "gewollt", nicht wirklich natürlich. Aber das ist okay. Ich möchte einfach "nur" eine Geschichte haben, in der man diese Effekte einbauen und die Story voran bringen kann. :)
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@Hausbar
Das ist schon unglaublich gut. Es geht in die richtige Richtung. Da ist man als Hörer mittendrin.
Ja, das ist nicht auf binaural ausgelegt, aber das Ergebnis ist ... UNGLAUBLICH gut.

Wenn es uns gelingen würde eine Story zu schreiben, die dieses Gefühl, diesen Höreindruck von der ersten Sekunde einplant UND gestaltet, das würde der HAMMER werden.
Für nachträglich binaural gemischt, ist diese Szene einfach großartig. Ich fühle mich sofort mit einbezogen, ich bin als Hörer "mittendrin", ich bin Teil des Geschehens. Für nachträglich auf binaural "umgebogen", ist das einfach nur gut. RESPEKT!

Das ist der großartige Anfang einer Reise, die viele Abenteuer bringt. Es muß nicht dearVR sein, nutzt alles was Ihr habt und Euch ausdenkt.

Ich bin gerade einfach nur beeindrückt.
DANKE! @Hausbar
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Ich habe mir das mal angeschaut und meine ersten Versuche im Cut (eine Szene aus @Mr_Kubi 's Ariadne) mal eben mit DearVRPro in binaural gerendert (nicht optimal, da die Szene schon fertig war und ich ansonsten soundtechnisch ein paar Sachen anders gestaltet hätte). Aber ich finde das Ergebnis schonmal ganz interessant.
Ja das ist wirklich interessant und vielversprechend. Der Surround-Sound kommt ziemlich gut rüber. Es ist auch richtig, dass hier zu viel Bewegung drin ist, weil du die Szene schon vorher hattest, aber die Seitenwechsel der Figuren und z.B. der Moment, wo sie unter dem Minotauros durchlaufen, sind schon erstaunlich plastisch nachvollziehbar.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Gesagt, getan.
:)
Hier lege ich euch jetzt ein kleines Kurzhörspiel-Konzept rein; geht das in eine Richtung, die ich ausbauen soll?

"Mute" - Konzept zu einem Kurzhörspiel
Aaarrgh.... @MonacoSteve. Das kann jetzt nicht wahr sein, daß ich Deinen Input übersehen habe. Morgen, also genauer gesagt, nachher werde ich mir das mal in Ruhe "reinziehen".

Aber jetzt braucht mein Kopf Pause und ein bißchen Schönheitsschlaf.

Ich melde mich, sobald ich die Story gelesen habe.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Spätstens seit ich in diesem Forum tätig bin, ist das Wort Langeweile aus meinem Wortschatz verschwunden. :)

So, aber jetzt mit wachem Verstand und mit großer Neugier: Der Text ... von MonacoSteve :D
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Hallo @MonacoSteve.

Ja, so im großen und ganzen ist das so tragfähig.

Aus meiner Zivi-Zeit in einer Behindertenwerkstatt weiß ich, daß Gehörlose zuweilen auch Laute von sich geben. Wenn sie von Geburt an gehörlos sind, dann zumeist Laute, die wir als Brummen oder Grunzen beschreiben würden. Sollten sie erst im Laufe des Heranwachsens gehörlos geworden sein, dann können sie ein paar Laute formen, die aber nicht gut verständlich sind, aber wenn man sich etwas Mühe gibt, kann man sie verstehen.

Das könnte man in Deiner Geschichte so einbauen, daß die Polizisten vermuten, ALEX würde einen auf "Hampelmann" machen. Denn ALEX kann Lippen lesen und versteht so alles was gesagt wird, solange die Lippen sichtbar sind. Drehen sich die Polizisten um und sprechen, bekommt ALEX nicht eine Silbe mehr mit.

Damit könnte ALEX die Polizisten zur Weißglut treiben.
Eventuell könnte noch jemand mit einem Basis-Wissen an Gebärdensprache hinzukommen. Die Gebärdendolmetscherin ist aber nicht verfügbar. (Krank, Schwanger, in einem anderen Fall verwickelt ...)

Wenn ich mir das gerade recht überlege könnte man vielleicht ein paar Laute und das verzweifelte Bemühen von ALEX sich verständlich zu machen einbauen.
Und als weitere Option: Eine gehörlose Person bitten ALEX zu mimen. Denn Gehörlose sind nicht ganz lautlos. :)

Was denkst Du?
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Ja, du hast recht mit den unartikulierten lauten, die stumme Menschen machen können, da war ich selbst schon am Überlegen.
Was Gehörlosigkeit aber angeht, so hatte ich zunächst nicht an einen Taubstummen gedacht; ALEX sollte sehr wohl alles normal verstehen, aber eben nicht (mit)sprechen können. So wie der Zuhörer.
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Ich war immer überrascht und bin es heute noch, wie gut viele Taubstumme von den Lippen ablesen können.
Es ist Deine Geschichte und Du bestimmst was g'spuid werd.

Ich kann mir das schon fast als akustische Welt vorstellen. Vor allem die "Verhör-Szene".
Doch hier wird es dann, was das accustic design (neu-sprech) betrifft kritisch.
Wenn hier zu sehr auf den Effekt fokussiert wird, könnte das die Geschichte vielleicht in den Hintergrund treten lassen.
Und genau das würde ich gerne vermeiden. - Die Geschichte trägt, der Sound unterstützt.
Auch wenn es ein sehr interessanter Effekt ist, an Effekten hört man sich schnell satt, an guten Geschichten nicht.

Das wird bestimmt richtig gut. Vielleicht ist es mal eine "Gegenüberstellung" wert, wenn wir das mit einzelnen Mono-Stimmen aufnehmen und mit dearVR die akusitische Illusion erzeugen und "in the other cooooooorrrrrrrrnnneeerrrrrrr .... Tommy the Kunstkopf".
Das wäre vielleicht auf dem IHW zu realisieren. (Nur so eine fixe Idee von mir)

Dann könnten wir die Mitglieder*innen entscheiden lassen, was besser klingt und was die Zuhörenden mehr "packt".
Daraus können wir bestimmt viel lernen und es weiter entwickeln.
 

MonacoSteve

...nicht ganz Dichter ;-)
Wenn hier zu sehr auf den Effekt fokussiert wird, könnte das die Geschichte vielleicht in den Hintergrund treten lassen.
Und genau das würde ich gerne vermeiden. - Die Geschichte trägt, der Sound unterstützt.
Auch wenn es ein sehr interessanter Effekt ist, an Effekten hört man sich schnell satt, an guten Geschichten nicht.
Damit rennst du bei mir absolut offene Türen ein. Ich arbeite bewusst Dialog-fokussiert - sowohl in dem, was ich schreibe, als auch in meinen Cuts. (Beispiele gibt's anhand meiner Signatur davon inzwischen schon einige zu finden ;) )

OK, das hört sich jedenfalls so an, als sollte ich das vorgeschlagene Stück etwas mehr ausarbeiten.

Stay tuned! :)
 
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