Zombies in der Silvesternacht

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Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
AW: Zombies in der Silvesternacht

Hiho.

Nun habe ich es auch gehört und gebe mal meine Meinung ab.

Skript:
Frank Hammerschmitt's zweites Zombiehörspiel bei hoerspielprojekt.de liefert eine Persiflage an die alten Zombiefilme, mit den gleichen Metaphern und einem ähnlichen Humor, wie man ihn aus den 80ern kennt. Von dem, was ich noch aus den alten Schinken im Kopf habe, wirkt der Plot damit natürlich vorhersehbar. Allerdings wird schnell deutlich, dass hier auch nicht versucht wird, neues zu erfinden, wie etwa in 28 days oder Resurrection Evil. Vielmehr kehrt der Handlungsablauf zurück zu den alten Wurzeln, die ich 1983 noch gar nicht sehen durfte. Im Gegensatz zu Wild West Zombie wirkt die Erzählweise flotter. Auch wenn viele wiederkehrende Elemente aus dem Vorgängerhörspiel auftauchen (Gruppe trennt sich, wird verkleinert, rettet sich aufs Dach), hebt sich der Plot durch seine Charaktere und die Erzählweise ab. Einziges Manko war für mich der Einsatz des Erzählers der im klassischen Sinn nur am Anfang einer Szene zu hören ist. Hier hätte es m.E. mehr geben müssen (s.u.). Der Abschluss war witzig auch wenn man sich fragen muss, ob er genau betrachtet, überhaupt logisch gewesen wäre. Aber auf Logik darf man bei Horror nicht zu sehr achten. Dafür spielen die einzelnen Elemente, die Horror ausmachen, bei diesem Hörspiel eine große Rolle. Und das macht die Story eben auch aus.

Sprecher
Hier spricht alles, was bei hoerspielprojekt Rang und Namen hat. Insgesamt ist das Casting homogen und durch die deutliche Charakterzeichnung auch gut unterscheidbar. Insgesamt wirkten die Dialoge sauber und verhakten lediglich wenige Male in den Emotionen. Gerade bei den Zombies, wo die Handlungen und die Geschehnisse drum herum von den Sprechrollen beschrieben werden mussten, wurde ich an den Autorenworkshop von 2011 erinnert, wo Thomas Kramer und Markus Raab über die Erde an der Schaufel philosophierten. Hier wäre die Dramatik besser gewesen, wenn Marc die Geschehnisse als Erzähler beschrieben hätte.

Schnitt:
Vorweg: Ich habe keine Clippingfehler gehört. Auch passten Stimme, Sound und Musik, was Lautstärke und Kanalausrichtung anging insgesamt gut zusammen. Lediglich Jamies Takes klangen gegenüber den anderen etwas dumpf. Einzig die Häufigkeit der Sylvesterknaller und Raketen fand ich dann etwas zu viel, wenn es um die Außenszenen ging. Insgesamt war die Atmosphäre, wie auch die Effektabmischung gut gelungen (bis auf wenige Ausnahmen, wo zwei Personen im gleichen Raum unterschiedliche EQ-Einstellungen hatten (s. letzte Szene - in der alternativen ist es ok)). Schön war aber der Einsatz von Stille, die den Hörer im Unklaren lässt, was als nächstes passiert. Durch solche Szenen funktioniert das Skript unheimlich gut und man verliert sich nicht in einer endlosen Mensch-Zombie-Mensch-Hatz, die vor lauter Splatter irgendwie keine Höhepunkte mehr bietet.

Musik:
Welches ausgeprägte Gespür Nils für Musik hat, merkt man deutlich an dem Stück, welches im Vor-und Abspann eingeblendet wurde. Aber auch die Musikauswahl von jamendo funktioniert prima. Da waren keine Elemente dabei, die da nicht hingehörten. Auch war der Musikeinsatz bei den Zombies sehr treffend gewählt und gab dem Unheimlichen noch mehr Schubkraft.

Cover:
Ein schönes Design mit reichlich Stilelementen, die an die alten Filmplakate erinnern.

Ausstattung:
Als Extra liegen Outtakes und eine Alternative zu Szene 12 bei. Ein schönes rundes Paket also, dass man sich anhören sollte :)

Fazit:
"Zombes in der Sylvesternacht" mag vielleicht die ein oder andere Schwäche haben. Allerdings funktioniert das Gesamtkonzept mit seinem Humor und dem Spannungsverlauf sehr gut und darauf kommt es an. Ich habe mich an vielen Stellen sehr amüsiert - auch wenn ich nicht unbedingt Fan von Zombiegeschichten bin.

Viele Grüße.
 

Dorsch Nilson

aka Beipackzettel
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Danke Micha,

tatsächlich fällt mir jetzt ein, was mir auch bei der Premiere aufgefallen ist, dass sich in Szene 12 am Ende der "Durch-die-Wand"-EQ bei Zombie-Chris beim Mastern ausgeklinkt hat. Ich werde die Szene nochmal Matern und nachliefern, das ist wirklich ein schwerer Schnitzer, der den Technischen Problemen und dem Zeitdruck am letzten Tag geschuldet ist.
 

Dorsch Nilson

aka Beipackzettel
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Ein ambivalentes Hörerlebnis verdient eine ambivalente Rezension:
http://hinterhofderfantasie.wordpress.com/
Achso, zu einem Kritikpunkt möchte ich mich doch noch äußern - "Normalisieren" ist sowieso nicht das, was ich normalerweise unter Mastern verstehe :) Ich habe es mit einem Multibandlimiter ziemlich weit ins Limit getrieben, so wie ich's schön fand. Theoretisch ist da kein clipping möglich, ein eiserner Vorhang bei -0.2dB und mir ist auch kein clipping aufgefallen. Es gibt irgendwo - hab vergessen bei wem ein oder zwei schreie die schon von der Sprachaufnahme her ganz leicht übersteuert waren, was ich aber absolut im Rahmen fand. Mir ist auch bei der Premiere kein Clipping aufgefallen. Dein Screenshot von der Wellenform der 1. Szene zeigt sehr schön den Ansatz den ich bewust gewält habe, nämlich dass ich mit dem Normalpegel relativ niedrig geblieben bin, damit die Actionszenen mehr reinknallen, so wie man das auch bei Hollywoodfilmen zum teil kennt. Da ich die ganze Zeit auf 32-Bit gearbeitet habe und direkt mit dem hochwertigsten mp3-encoder von Cubase auf 320 kbs gemastert habe sollte dieser Dynamische spielraum ohne hörbare Verluste drin sein. Ich habe leider keine hochwertigen Nahfeldmonitore und auch keine akustisch einwandfreie Regie, aber mir sind keine Qualitätsmängel aufgefallen. Wenn die Audiofiles die Dennis zum Download reingestellt hat die selben sind die ich losgeschickt habe, finde ich nicht, dass es angemessen ist hier von "schlechter Audioqualität" zu reden, weil ich bewusst einen gewissen dynamischen Spielraum nutze. Ich habe aber auch schon von anderer Seite gehört, dass bei der Premiere mp3-Artefakte zu hören gewesen sein sollen - was ich dem Web-Radio-Stream zugeschrieben habe. Vielleicht muss ich in die Masters nochmal genauer reinhören, vielleicht sind mir tatsächlich in der Hektik und dem Druck der technischen Pannen beim mastern noch technische Fehler unterlaufen die ich nicht bemerkt habe, das kann schon sein. Ich war während der Premiere auch recht aufgeregt und mit chatten beschäftigt, so dass mir vielleicht Sachen beim hören nicht aufgefallen sind.
 

Frederic Brake

Berufspessimist
AW: Zombies in der Silvesternacht

Da ich mich offensichtlich nicht präzise genug ausgedrückt haben, gehe ich mal etwas ins Detail. Du hast Recht, Normalisieren ist nicht gleich Mastering. Habe ich auch nicht so geschrieben, ich habe das Fehlen der selen bemängelt. :) Ich habe auch nicht über Auflösung oder Bitraten geschrieben (die im übrigen bei dem von mir heruntergeladenen Paket bei 160 und 224 lagen, also nicht einheitlich waren und schon gar nicht 320, so wie es im header der Datein steht). Ich habe über fehlende Dynamikangleichung und Lautstärkeschwankungen geschrieben. Du hast schön dargelegt, dass dies bewusst geschehen ist. Ich meine damit weder Rauschen noch Nebengeräusche noch Fragmente. Mag sein, dass mein Equipment empfindlich reagiert, aber wenn ich ständig die Lautstärke nachregulieren muss, weil leise Teile zum Teil zu leise, laute Sequenzen zum Teil viel zu laut und übersteuert (siehe Grafik) sind, dann ist das schlechte Audioqualität für mich, tut mir leid. Dto. scheint die Empfindlichkeit auch für das Clipping zu gelten. Die Spektrum-Analyse zeigt eindeutig Clipping. Und zwar sowohl die von wavelab wie auch die von presonus. Der Screenshot stammt von wavelab. Nahfeldmonitore braucht man dafür übrigens nicht, gute Kopfhörer oder passive Boxen tun es auch. :) Ich behaupte nicht, besonders scharfe Ohren zu haben, und mein Höreindruck ist nunmal subjektiv, keine Frage. Technisch betrachtet bestätigt sich allerdings mein Eindruck, wie man auf den Screenschots sehen kann. Wenn es zwischen deinem Master und dem Downloadpaket Diskrepanzen gibt, dann ist das verständlich und leicht korrigierbar. :)

clipping_zis.jpgclipping_zomb_silves.jpgbitratrecis.jpg
 

Keimling

verrückte Made
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Die Hauptsprecher fand ich eigentlich alle gut bis sehr gut. Nur in dem Moment wo Herb davon spricht, wie er an den Schlüssel von Jeffrey gekommen ist, ist er m.M. nach zu übertrieben. Dafür ist er aber wunderbar gestorben (auch wenn ich am Anfang seiner Schreie an Tarzan denken musste, :D). Bei Melodys Tod hab ich mich echt geekelt. Aber bei DeeDee hab ich mir an manchen Stellen einfach mehr Panik gewünscht, z. B. in der Szene wo sie ihren Tränen laut Erzähler ihren Lauf lassen. Ich höre nur Sophia weinen, DeeDee ist total gefasst und konnte mich deshalb nicht wirklich von ihren Gefühlen überzeugen. Alles in allem waren die vier aber toll.

Sehr überzeugend fand ich auch den Unfall von Miss Durden, der armen Frau. Ein sehr guter wenn auch kurzer Auftritt. Der Sicherheitsmann war zwar gut gespielt, aber er hat mit seiner Art nicht zu einem Angriff der Zombies gehört sondern klang eher so als würde er mit Jugendlichen sprechen. (Das könnte aber auch daran liegen, dass er selber nicht an Zombies sondern an randalierende Jugendliche glaubt).
Was ein bisschen gestört und mich, wie auch Jeln, an den Workshop vom ersten IHW erinnert hat, waren die Beschreibungssätze. Da hätte der Erzähler einspringen können oder man hätte sich andere Sätze einfallen lassen sollen;). Z.B. statt „Die Laken fangen an sich zu bewegen“ lieber „bewegen sich die da etwa?“

Das Cover finde ich super, vor allem der Kontrast der Farben.
Die Musikauswahl fand ich gut. Vor allem bei der Todesszene von Herb gefiel mir die Wahl. Die Fahrstuhlmusik hat das Tempo der Geschichte unterbrochen und so dem Hörer einen kurzen Moment Verschnaufpause gegönnt, bevor es mit dem Tod und allem wieder weiterging. Das gefiel mir gut zu diesem Zeitpunkt. An anderer Stelle fand ich einen solchen Schnitt jedoch unpassend, und zwar als sich Chris von DeeDee mit einem Kuss Verabschiedet. Ich verstehe es, wenn man damit den kurzen intimen Moment verdeutlichen will, aber es war mir zu unrealistisch. Denn ein paar Meter weiter kam ja schließlich ein Zombie angeschlurft. Vielleicht hätte man andere Musik wählen und im Hintergrund noch die Krankenhausgeräusche lassen sollen. Der Kuss hätte vielleicht auch nicht so innig ausfallen dürfen, schließlich haben beide Angst, dass sie es nicht überleben. Aber vielleicht reagiert man in der Situation einfach so… nur als kleine Anmerkung :)

Und das Intro war cool, auch wenn Nils ein wenig schläfrig geklungen hat. :eek::music:


PS: Vielleicht sind meine Kritikpunkte aber auch total falsch, weil man in den 80ern eben so drauf war :D :p:D
 
AW: Zombies in der Silvesternacht

Mit den Beschreibungssätzen hast Du Recht. Das hätte ich anders lösen können. Zu meiner Rettung möchte ich sagen, das dieses Skript vor gut drei Jahren eines meiner ersten Hörspielskripte war (noch vor den Wild West Zombies). Vorher hatte ich Sinatra-Blues und das Mayfield-Pensionat geschrieben. Da würde ich heutzutage mehr drauf achten. Herb fand ich aber ganz hervorragend. Die Art zu sprechen ist von Andy, und es passt sehr gut. Im Skript war er längst nicht so "lebendig".
 

Keimling

verrückte Made
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

. Die Art zu sprechen ist von Andy, und es passt sehr gut. Im Skript war er längst nicht so "lebendig".
Ja im Kopf hatte ich immer einen Klischeefootballtypen, also viele Muskeln aber nix im Hirn. Wunderbar gemacht.

Außerdem: In einer der Endszenen musste ich bei den Geräuschen der Zombies an Kühe denken. :D
 

Watchman

Christian Loges
AW: Zombies in der Silvesternacht

Ich hatte nun auch endlich die Gelegenheit, meine Rezension zu "Zombies in der Silvesternacht" online zu bringen.

Ihr findet sie unter: http://scifiwatchman.blogspot.de/2013/01/rezension-zombies-in-der-silvesternacht.html

Für Feedback und jede Art von Reaktion bin ich jederzeit offen und freue mich sehr darüber.

Nun werde ich mir mal in Ruhe die anderen Posts hier im Thread, sowie die anderen Rezis durchlesen. Solange ich nicht selbst rezensiert habe, lese ich mir ja keine anderen Meinungsäußerungen durch, um nicht beeinflusst zu werden. Mal sehen, wie das Hörspiel sonst so gefallen hat.
 

Dorsch Nilson

aka Beipackzettel
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Ich wollte mich hier noch mal in aller Deutlichkeit für euer reichhaltiges und ehrliches Feedback bedanken. Es macht Spaß die eigene Arbeit wahrgenommen zu sehen und kontrovers zu diskutieren, die unterschiedlichen Wahrnehmungen sind sehr interessant :) Wenn ich mich zu Kritikpunkten äuß0ere, dann nicht aus einen etwaigen Rechtfertigungsgedanken heraus, sondern einfach, weil ich es informativ find zu schreiben, was ich mir dabei gedacht habe.

@Keimling: Dank Dir für Dein ehrliches und detailiertes Feedback. Find's ja schön, dass endlich mal jemand diese Kussszene thematisiert. Dieser Kuss hat mir lang Zeit Kopfschmerzen bereitet. Es ist eine Stelle die vom Skript her irgendwie total filmisch gedacht ist und sich hörspieltechnisch nur schwer bis gar nicht so umsetzen lässt wie die Klischeekussszene im Film für gewöhnlich rüber kommt. Ein Schmatzkuss wäre total deplaziert gewesen, und ein Zungenkuss macht kaum Geräusche, schon gar nicht in Mitten der angreifenden Zombies. Darum hab ich mich entschlossen diese Stelle surreal / comichaft zu gestalten und ihr eine witzige komponente zu verleihen, zum Beispiel dadurch, dass sie einen Tick länger ist als nötig gewesen wäare. Das schien mir der beste Ausweg. Der Kuss hätte, wenn die normale Geräuschkulisse weitergelaufen wäre, nur wie eine komische Pause im Dialog gewirkt, das geschmatze wäre kaum zu hören gewesen.

@Watchman: Der Grund für den Premieretermin am 30. war, dass an Silvester die Leute in der Regel Party machen, da setzt sich niemand vor den Rechenr und hört eine Hörspielpremiere :) Wir hatten deswegen auch eine Abstimmung hier im Hörtalk gemacht. Bei den Geräuschen hast Du "Marcel Kubath" geschrieben, das muss "Sascha Kubath" (unser Mr_Kubi) heißen :) Deine Rezension hat mir sehr gefallen, vielen Dank dafür. Gut fand ich auch die originelle schreibweise von "Nieveaufrei" ;)
 

Yüksel

Jan J. Münter
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Alsoooo ... hüstel ... ich fands einfach toll. Jaaa, irgendwie habe ich mich in die 80er zurückversetzt gefühlt.
 

Sascha Kiss

ehemals aarom
Sprechprobe
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AW: Zombies in der Silvesternacht

Zunächst einmal vielen Dank für dieses feine Retrostück.

Ich habe "Zombies in der Silvesternacht" 1,5 Mal gehört. Das erste Mal ist schon ein paar Wochen her. Ich wollte mit meiner Rezi abwarten bis ich den ein oder anderen Eindruck noch einmal bestätigen konnte. Eine lange Zugfahrt gestern hat mir die Gelegenheit dazu gegeben.

Zur Story: Die ist nun nicht sehr originell. Frank hat ein klassisches Thema aufgegriffen und in einem ebenso klassischen Rahmen gesteckt. Die ein oder andere Variable hat sich gegenüber anderen Inszenierungen dieser Art verändert aber im Prinzip wurde ich als Hörer von der Handlung nicht sonderlich überrascht. Das habe ich auch gar nicht erwartet und das war auch gut so. Die Motivation der Wissenschaftler für die Entwicklung des zentralen Serums habe ich zwar verstanden aber ich habe mich gefragt: Haben die sich keine weiteren Gedanken gemacht? Die müssen sich doch gefragt haben was mit den ganzen untoten Soldaten passieren soll, wenn eine Schlacht geschlagen ist und man sie nicht mehr braucht. Das wurde nicht im Hörspiel thematisiert und daher wirkt der Ansatz für mich ein wenig unbefriedigend. Wenn ich diesen Aspekt aber ausblende - und da kann ich sehr gut mit leben :) - finde ich die Story ordentlich wenn auch wenig überraschend für das Genre.

Zum Schnitt: Hier wurde ich in der Tat überrascht. Ich hatte kurz vor Zombies "Mein eigen Fleisch und Blut" gehört. Im Vergleich dazu wirkt die Atmosphäre der Zombies dünner, weniger auftragend, minimalistischer oder gar unaufwändiger. Das ist mir z.B. beim Erzähler aufgefallen, der nahezu unkomprimiert und wenig aufgefüllt, also kaum oder gar nicht mit Effekten belegt klingt. Zu Beginn des Hörspiels fand ich das zunächst schade, ab dem 1. Drittel fing es an mir zu gefallen. Das Nachhören gestern hat den Eindruck noch einmal bestätigt und wenn man bedenkt, dass das Hörspiel als Retrostück angelegt ist und ich das auch zugrundelege, dann finde ich die Geräuschkulisse und Atmosphäre klasse umgesetzt. Die Geisterschreibe im Hintergrund sind toll platziert.

Zu den Sprechern: Hier habe ich keine Favoriten, denn alle haben ihren Job toll gemacht (ich lasse dabei die erste Szene mal komplett aus :D )

Zur Musik: Die ist ein wahres Schätzchen. Megakalt finde ich immer noch megacool.

Unterm Strich wird "Zombies in der Silvesternacht" nicht ganz mein Lieblingshörspiel - vielleicht weil ich in letzter Zeit zu viele Zombiethemen gehört habe - aber ich halte es trotzdem auf meiner Platte falls ich nochmal Lust auf die toll platzierten Geisterschreie bekomme.
 

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