Van Blackwood

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PeBu34

Super-Hoertalker
Hallo Zusammen,

nach dem Zuspruch von @7klang und @Pinnie habe ich mir das Hörspiel heute doch mal angehört. Seltsam genug, hat es bei mir die unterschiedlichsten Gefühle geweckt. Am Anfang, bei der Verwandlung der Mutter, dachte ich: "Das wird hart! Da muss ich bald abschalten!" und etwas später sackte die Spannung für mein Empfinden völlig weg um zwischendurch immer wieder anzusteigen. (Das nennt man "Spannungsbögen", ich weiß. :) Aber mit so einem großen Unterschied hatte ich nicht gerechnet.)

Ich musste Grinsen, als der Dämon der die Mutter in Besitz genommen hatte - in etwa - sagte: "Ihr glaubt einen Dämon meiner Klasse beherrschen zu können?" Von diesem Moment an fühlte sich das Stück für mich in weiten Teilen wie ein Videospiel an. Vielleicht ging für mich deshalb auch teilweise die Spannung verloren, weil ich mich von der Handlung dadurch distanzieren konnte. Die Selbstgespräche von Lea wirkten für mich ein bisschen wie Hinweise an den Spieler nach dem Motto: "Damit kann ich jetzt nichts anfangen!" "Das brauche ich vielleicht später noch!" "Vielleicht finde ich ja etwas wichtiges im Keller/im ersten Stock!" oder ähnliches. Teilweise fand ich diese Selbstgespräche durchaus hilfreich - z.B. als Lea ihr Waffenarsenal einpackte und zu jedem Geräusch sagte, welche Waffe(n) sie grade in der Hand hatte.

Die Sprecher wirken für mich alle authentisch und haben mir gefallen. @wer.n wilke als Erzähler mit viel Hall und der unterschwellig drohenden Musik hat für mich in einigen Szenen für den größten Gruseleffekt gesorgt.

Die Musik fand ich sehr gut und sie hat auch nur an ganz wenigen Stellen meine Hyperakusis ausgelöst. (Das ist für mich persönlich ein ganz großes Plus bei einem Hörspiel. :))

Was mich teilweise gestört hat, war der Lautstärkeunterschied bei den Unterhaltungen zwischen Lea und Joshua und den daran anschließenden oder vorangehenden Szenen. Wenn ich die Lautstärke erhöht habe, habe ich zwar die Gespräche besser verstanden, allerdings haben mich dann auch die nachfolgenden Szenen mit ihrer Lautstärke überrumpelt bzw. "erschlagen".

Die Beziehung zwischen den Beiden und ihre Rollen, wie auch Leas "Berufung zur einsamen Rächerin", erinnern mich an Batman und Alfred. Sie könnte vom Typ her sozusagen "Batwoman" sein (Aber ich sehe grade, dass es die auch schon gibt.)

Eines habe ich nicht verstanden: Als Lea ein Kind ist fragt sie Joshua warum er sie immer mit "Sie" und "My Lady" anspricht, er antwortet etwa, dass er eben nicht anders könne oder so ähnlich - ich finde die Stelle grade nicht. Im Verlauf der Geschichte spricht er Lea aber immer wieder abwechselnd mit "My Lady" oder mit ihrem Vornamen und gelegentlich sogar als "Prinzesschen" an. Kommt das daher, dass sich mit den Jahren so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt hat - ich meine damit auch von Joshua ausgehend.

Insgesamt hat mich das Hörspiel gut unterhalten und die erzählte Geschichte war interessant. Es ging zwar streckenweise ein ganzes Stück über meine Grenzen, aber solche "Grenzerfahrungen" sind zwischendurch und in Maßen auch interessant. :) Ich höre mir das Stück gelegentlich nochmal an, um manche Dinge noch besser mitzubekommen. Vielleicht verstehe ich dann auch noch mehr und kann ihm noch mehr abgewinnen.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die gute Arbeit!

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Pinnie

Der Schnitter
Teammitglied
Sprechprobe
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@PeBu34 Erstmal ganz vielen Dank, dass Du es Dir doch noch angehört. Respekt. :)

Ja, von den Lautstärkeunterschieden hat mir jetzt häufiger erzählt. Ich glaube, das relativiert sich etwas, wenn man mit Kopfhörern hört. Ich habe viel mit Panning gearbeitet und es kann sein, dass da Lautstärkeschwankungen bei rumgekommen sind. Ich muss das nochmal gegenchecken. Ansonsten habe ich generell versucht, ein realistisches Klangbild zu basteln (natürlich im Rahmen der Möglichkeiten...wir jagen hier schließlich Dämonen und so).

Was doe Selbstgespräche betrifft: Ich vermute, dass das einfach der Zeit geschuldet ist. In den 5 Jahren, die das Teil jetzt in Produktion war, hat sich in der Erzählart hier so dermaßen viel getan, dass Texte "von früher" vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Ist aber wirklich nur eine Vermutung.

Eines habe ich nicht verstanden: Als Lea ein Kind ist fragt sie Joshua warum er sie immer mit "Sie" und "My Lady" anspricht, er antwortet etwa, dass er eben nicht anders könne oder so ähnlich - ich finde die Stelle grade nicht. Im Verlauf der Geschichte spricht er Lea aber immer wieder abwechselnd mit "My Lady" oder mit ihrem Vornamen und gelegentlich sogar als "Prinzesschen" an. Kommt das daher, dass sich mit den Jahren so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt hat - ich meine damit auch von Joshua ausgehend.
Auch, wenn ich nicht 100%ig sicher sein kann, ob das die Intention von @Herr M und @Martin Rühl war, aber wenn man die Entwicklung zwischen den beiden bedenkt, kommt da eigentlich ein recht gutes Bild zustande, meiner Meinung nach.
Leas Eltern starben, als Lea noch sehr sehr klein war. Joshua hat also quasi die Vaterrolle übernommen. Da gehen dann auch entsprechende Gefühle mit einher, würd ich sagen. Und aus Leas Perspektive ist Joshua der einzige, der sie nicht für verrückt hält, ein Mentor und ein Ersatz für die Eltern. Die einzige Bezugsperson, die sie noch hat.
Er selbst ist aber ein waschechter britischer Butler und damit irgendwo auch an einen entsprechenden Verhaltenskodex gebunden. (Im Ernst, hast Du Dir mal Berichte über Butlerschulen angeschaut? Das ist echt krass teilweise ;) )

Ich hoffe, ich konnte ein paar, Deine Gedanken und Fragen ausleuchten.
Nochmals vielen Dank, dass Du es Dir angehört hast.
 

PeBu34

Super-Hoertalker
Hallo @Pinnie
danke für deine ausführliche Antwort! :)
Oh ja, Berichte über Butlerschulen kenne ich... Da wird wirklich auf viele Kleinigkeiten geachtet, die sonst keinem Menschen auffallen!

Was die Beziehung zwischen Joshua und Lea angeht, sind wir ja im Großen und Ganzen einer Meinung, auch wenn mir die "Vaterrolle" nicht so klar war. Danke für die Erinnerung. :)

Ansonsten habe ich generell versucht, ein realistisches Klangbild zu basteln
Das ist dir auch gelungen. - Bis hin zu den Hintergrundgeräuschen.

#Perfektionistenalarm :)
Von diesem Moment an fühlte sich das Stück für mich in weiten Teilen wie ein Videospiel an.
Hier meinte ich natürlich ein PC-Spiel! :) Für mich fühlte sich das teilweise an, wie eine Mischung aus "Point and Click" und "Egoshooter".

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Klaus_Nb

Super-Hoertalker
Sprechprobe
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Habs gestern gehört. Sprecher, Schnitt, Geräusche etc. haben mir gut gefallen. Auch die beiden zeitlich getrennten Ebenen.

Nicht so mein Ding war die Geschichte an sich.

Toll, dass das nach so langer Produktionszeit doch noch fertig wurde :)
 

benkuly

<nobody></nobody>
Sprechprobe
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Ich habe nun nach 20min aufgehört weiterzuhören. Hier ein paar Punkte warum:
Der Schnitt wirkte auf mich ein wenig unausgereift. Teilweise wusste ich einfach nicht, was passiert.
Die Sounds wirkten auf mich teilweise nicht unbedingt passend (z.B. das Aufbrechen des Fensters).
Die Räumlichkeit fehlte mir. Warum z.B. beide Stimmen bei der Schießerei gefühlt vor einem stehen aber sehr sehr sehr unterschiedliche Halls haben.
Die Dynamik war mir (mit Kopfhörern) insgesamt zu stark. Ich musste minütlich leiser und lauter drehen.
Die Hauptdarstellerin wirkte auf mich viel zu lässig und künstlich.
Es passierte in diesen 20min einfach nicht viel.

Ich möchte damit niemanden verärgern, man sieht ja, dass viele das anders sehen und meine Meinung eher ein Ausreißer ist ;)

Edit: Ich muss zugeben, dass ich ein wenig zu kritisch war. Ich hatte zum Zeitpunkt der Verfassung nur noch dieses einzige Hörspiel auf einer langen Zugfahrt und war ein wenig enttäuscht, nicht besser unterhalten zu werden. Aber ich vermute insgesamt ist das darauf zurückzuführen, dass das einfach nicht mein Genre ist. Alles in allem wurde hier trotz einiger Kritikpunkte ein solides Hörspiel abgeliefert.
 
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