Sprechprobe (Intern) Rudolf Merbach

Rudolf Merbach

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Sprechprobe
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Hallo liebe Sprecher, Hörer und Fledermäuse,

ich habe mir für das Bauen des "Schrankstudios 2.0" ein wenig Zeit gelassen und nun "steht" das Ding. Ich hoffe sehr, dass die neuen Aufnahmen von besserer Qualität sind als die alten. Vielleicht reicht es ja jetzt für das Intern. Viel Spaß beim Hören!


Intro​

 

Gedicht​

 

Erzähler 1​

 

Erzähler 2​

 

Erzähler 3​

 

Werbung​

 

Film Intro / Englisch​

 

- Emotionen​

Belustigt​

 

Trauer/Verzweiflung​

 

 
Zuletzt bearbeitet:

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Hallo @Rudolf Merbach !

Vielen Dank für Deine Sprechproben. Die sind schon recht gut, bedürfen aber hier und da noch ein paar Optimierungen.

Hör Dir mal "Wütend" etwas lauter auf Kopfhörer an. Das hört sich ein bißchen "kistig" an. also als würdest Du in eine kleinere Holzkiste sprechen. Dieser Effekt tritt besonders dann auf, wenn Du irgendwo noch eine, wenn auch recht schwach, reflektierende Fläche hast. Da die Reflektionen einen kleinen Tick später kommen, tippe ich mal auf Fußboden, Zimmerdecke, ein nicht ausreichend gedämpfter Raum hinter Dir.
Es ist nicht viel, aber gerade noch so, daß es noch nicht ganz schön ist ;)

Hingegen gefällt mir "Gedicht" schon recht gut. Da hört man hauptsächlich Deine Stimme und nur ganz schwach diesen kistigen Effekt. Der tritt natürlich um so stärker auf, je lauter Du sprichst. Deswegen ist hier noch mehr Dämpfung nötig.
Manchmal reicht schon ein Stück Teppich auf den Holzboden zu legen oder oberhalb der Schranktüren noch eine zusätzliche Decke drüber zu legen.
Vielleicht hilft es auch, wenn Du die Schranktüren innen mit einer (weiteren) Decke behängst. (Auch hier Statik beachten!)

ABER VORSICHT!!!! Immer auf die Statik achten. Schranktüren sind nicht dafür gedacht, daß man Gewicht, auch wenn es wenig ist, auf sie einwirken läßt.
Zum einen können sie schlicht rausreißen und zum anderen kann der Schrank umfallen, wenn er nicht hinreichend an der Wand verschraubt ist.
Da hilft es ein paar Bücher passend unter die aufgeklappten Schranktüren zu legen und das Gewicht abzufangen.

Schön finde ich auch, daß Du nicht ins Mikro ploppst oder pustest. So ist das schon sehr schön und man hört die Details sehr schön deutlich raus. (y)

Es spielt für die Freigabe zum [intern] zwar keine Rolle, aber mir gefällt nicht nur Deine Stimme, sondern auch der Ausdruck und die wohl dosierten Pausen, die Sinn stiften und dem Text Struktur verleihen (y)

... und wenn Du noch eine Schippe mehr Pegel in den fertigen Audiofiles hinzufügen könntest? Dann haben die Cutter mehr Spielraum. Leiser gemacht ist viel leichter, als nachträglich zu verstärken ;)

Du bist auf einem wirklich guten Weg, aber noch nicht ganz am Ziel. Ist aber nicht mehr weit :)
 

Rudolf Merbach

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Sprechprobe
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Hallo @Rudolf Merbach !

Vielen Dank für Deine Sprechproben. Die sind schon recht gut, bedürfen aber hier und da noch ein paar Optimierungen.

Hör Dir mal "Wütend" etwas lauter auf Kopfhörer an. Das hört sich ein bißchen "kistig" an. also als würdest Du in eine kleinere Holzkiste sprechen. Dieser Effekt tritt besonders dann auf, wenn Du irgendwo noch eine, wenn auch recht schwach, reflektierende Fläche hast. Da die Reflektionen einen kleinen Tick später kommen, tippe ich mal auf Fußboden, Zimmerdecke, ein nicht ausreichend gedämpfter Raum hinter Dir.
Es ist nicht viel, aber gerade noch so, daß es noch nicht ganz schön ist ;)

Hingegen gefällt mir "Gedicht" schon recht gut. Da hört man hauptsächlich Deine Stimme und nur ganz schwach diesen kistigen Effekt. Der tritt natürlich um so stärker auf, je lauter Du sprichst. Deswegen ist hier noch mehr Dämpfung nötig.
Manchmal reicht schon ein Stück Teppich auf den Holzboden zu legen oder oberhalb der Schranktüren noch eine zusätzliche Decke drüber zu legen.
Vielleicht hilft es auch, wenn Du die Schranktüren innen mit einer (weiteren) Decke behängst. (Auch hier Statik beachten!)

ABER VORSICHT!!!! Immer auf die Statik achten. Schranktüren sind nicht dafür gedacht, daß man Gewicht, auch wenn es wenig ist, auf sie einwirken läßt.
Zum einen können sie schlicht rausreißen und zum anderen kann der Schrank umfallen, wenn er nicht hinreichend an der Wand verschraubt ist.
Da hilft es ein paar Bücher passend unter die aufgeklappten Schranktüren zu legen und das Gewicht abzufangen.

Schön finde ich auch, daß Du nicht ins Mikro ploppst oder pustest. So ist das schon sehr schön und man hört die Details sehr schön deutlich raus. (y)

Es spielt für die Freigabe zum [intern] zwar keine Rolle, aber mir gefällt nicht nur Deine Stimme, sondern auch der Ausdruck und die wohl dosierten Pausen, die Sinn stiften und dem Text Struktur verleihen (y)

... und wenn Du noch eine Schippe mehr Pegel in den fertigen Audiofiles hinzufügen könntest? Dann haben die Cutter mehr Spielraum. Leiser gemacht ist viel leichter, als nachträglich zu verstärken ;)

Du bist auf einem wirklich guten Weg, aber noch nicht ganz am Ziel. Ist aber nicht mehr weit :)

Vielen Dank für dein Feedback! Ich werde mir Mühe geben die letzten technischen Probleme aus dem Weg zu räumen!
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Das hört sich immer sehr viel schwieriger an, als es umzusetzen ist. :) Ich versuche es halt möglichst genau zu beschreiben, da kommen halt ein paar Wörter zusammen ;)
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
@Rudolf Merbach

Also, zum [intern] braucht es aus akustischer Sicht Folgendes: Eine saubere Aufnahme ohne Übersteuerungen.
Sauber heißt, ohne Raumhall. Wobei wir hier nicht Profi-Tonstudio-Standards anlegen, aber man sollte ihn nicht wirklich hören können.
Dazu zählt auch "kistig" klingende Aufnahmen. Denn wenn man es ganz, ganz genau nimmt, sind es Reflektionen mit einer sehr kurzen Laufzeit (Laufzeit = Zeitdifferenz zwischen Originalsignal und reflektiertem Signal(en) )
Stell mal ein Mikforon neben Deinen Kopf und sprich in einen Umzugs-Pappkarton. Dann hör Dir das mal bei etwas erhöhter Lautstärke über Kopfhörer an. Das ist "kistig" ;)

Mach doch mal bitte folgendes Experiment:
Stell das Mikrofon an die Position wie Du einsprechen möchtest. Dann den Kopfhörer ausstecken (!) und das Mikrofon auf maximale Verstärkung stellen.
Jetzt klatsche möglichst laut in die Hände. Ziel ist es einen möglichst lauten aber kurzen Klatsch zu erzeugen.
Dazu klatsche bitte einmal an der Sprechposition auf Kniehöhe, auf Brust bzw. Gesichtshöhe und einmal über Kopf.

Jetzt zoomst Du mal soweit rein wie möglich.
Dann müßtest Du einen ganz großen, lauten Knall sehen und ganz kurz danach mehrere, deutlich kleinere Ausschläge.
Und genau die wollen wir soweit zurückdrängen, wie möglich ohne ein Vermögen auszugeben. ;)

Das sollte im Prinzip so aussehen:

Nachhall-1616687439.png

Und genau diese nachfolgenden Ausschläge sind das Problem. Bei Dir sind es schon nicht mehr so viele und auch nicht so laut, aber sie sind leider noch hörbar.

Da hilft auf jeden Fall mehr zu dämpfen. Einfach mal eine dicke Decke (oder auch zwei) über den Kopf und Mikrofon legen und mal normal und lauter einsprechen. Aber die Decken so legen, daß sie das Mikro NICHT berühren.
Das sollte den Kistenklang elimieren. Jetzt gilt es diese Dämpfung noch so anzubringen, daß es funktioniert und Du Dich in Deinem Studio wohlfühlst. :)

Im Zweifelsfall, einfach wieder mit maximaler Lautstärke aufnehmen und nachschauen. Natürlich kannst Du jederzeit auch Proben hochladen und dann können wir Dir bestimmt noch ein paar Tips geben.
Was uns sehr hilft sind ein paar Fotos Deines Studios, aus verschiedenen Perspektiven. Manchmal sieht ma schneller wo das Problem herkommen könnte, als man es durch viele Proben hören kann. ;)

Zur Deutlichkeit noch mal: Wir optimieren die letzen 5%, leider sind es die mit dem meisten Aufwand, aber sie sind genau so wichtig, wie die anderen 95%. Und Du siehst ja schon an den Reaktionen, daß die anderen Mitglieder Deine Stimme und Ausdruck sehr mögen. Also, jetzt auf den letzen Metern nicht nachlassen. Wir helfen Dir ja wo wir können und Du machst schon gute Fortschritte. :D
 

Rudolf Merbach

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@Spirit328

Ich überlege mir gerade schon wie ich das ganze irgendwie beseitigen kann. Das Hauptproblem ist, dass es so kistig klingt weil mein Kleiderschrank im Endeffekt nicht mehr als eine große Kiste ist. An den glatten Innenwänden Decken anzubringen erweist sich als nahezu unmöglich ohne das Möbelstück selbst, das geliehen ist, grundlegend zu verändern. Die Idee mit dem Wäscheständer-Studio fällt leider auch ins Wasser, da ich einen Wäscheständer mit "gekreuzten Beinen" habe. Ich überlege gerade hin und her ob es eventuell einen "relativ" unkomplizierten Weg gibt ein kleines "mobiles" Studio zu bauen. Denn meinen Kleiderschrank jedes mal umzubauen und auszuräumen und all die Technik hinein zu puzzeln ist momentan sowohl zeitaufwändig und leider wenig effektiv bei der Veränderung des Tons. Da ich im Moment nicht viel Platz zur Verfügung habe dachte ich an eine Art "Stellwand" wie man sie von früher als Raumteiler/Umzugsmöglichkeit kennt. Wenn ich diese Wände wie eine Honigwabe um mich aufstelle, mit dämpfenden Materialien beschlage und sowohl oben als auch unten Decken zu Dämmung drauf/drunter lege könnte das ja vielleicht eine Lösung sein die es mir erlaubt das "Studio" beweglich und trotzdem "relativ" professionell zu gestalten.

Gibt es sowas denn zu kaufen? Ansonsten würde ich eventuell auch darauf zurückgreifen. Ich möchte so oder so gern mit meiner Stimme arbeiten und kann mir vorstellen, dass das eine gute Investition wäre.
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Schaumstoff ist nicht unbedingt gleich Schaumstoff, aber es reicht häufig aus. WENN denn genug davon vorhanden ist.
Schau mal HIER hin. Vielleicht bringt Dich das auf Ideen. Vollbard hat zunächst mit Noppenschaumstoff gearbeitet. Das war nicht genug. Dann hat er sehr günstig Bettdecken bekommen und damit hat es dann gereicht und er hat das [intern] bekommen.

Mit Stellwänden, Schaumstoff, (Bett-) Decken und ein paar Holzlatten (Teppichboden nicht vergessen) kann man schnell und unkompliziert eine wirklich gute Sprecherkabine bauen ohne ein Vermögen los zu werden. :)

Vielleicht hilft Dir das weiter? ;)
 

Brandywine

Falko Diekmann
Schau mal HIER hin. Vielleicht bringt Dich das auf Ideen. Vollbard hat zunächst mit Noppenschaumstoff gearbeitet. Das war nicht genug. Dann hat er sehr günstig Bettdecken bekommen und damit hat es dann gereicht und er hat das [intern] bekommen.

Das scheint mir jetzt keine Konstruktion zu sein die man sich im Wohnzimmer mal eben für die Aufnahmen aufbaut. Zumindest als Referenz erscheint es mir etwas fragwürdig. Ohne zu stänkern habe ich den persönlichen Eindruck das die Anforderungen für interne Sprechproben etwas hoch sind.

Den Offtopic möge man mir in diesem Fall verzeihen und ich hoffe das sich keine Diskussion darum entwickelt (im Zweifelsfall per PM bitte und nicht hier im Thread).

Vollbards Lösung als Beispiel zu verwenden erscheint mir eher demotivierend für Leute die überlegen eigene Stimmproben abzugeben. Wenn das ein "Standard-Setup" ist braucht es jemand wie ich z.B. gar nicht mehr versuchen Sprechproben einzustellen weil ich keinen Platz habe so eine Konstruktion aufzubauen.

Offtopic Ende und ruhig Blut bitte.
 

Vollbard

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Heyho.
Es muss halt der Umgebung angepasst sein. Mein Aufbau war für Gesang OK aber nicht für sprachaufnahmen. Mein Aufbau ist im proberaum. Der Boden ist reiner laminat. Dort laufen 30 rohre unter der Decke und die Wände sind nur halb mit pyramidrnschaum beklebt. Da ist klar das der Raum eine einizige echo Halle ist bei etwa 40qm. Kompakter in der wohnung würde ich anders aufbauen
 

Rudolf Merbach

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Sprechprobe
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Das sieht tatsächlich ganz machbar aus! Ich werde mal schauen ob ich etwas zusammengebastelt bekomme! Es ist, völlig abgesehen von den Finanzen, vor allem ein Problem der Stellfläche. Ich bin zur Zeit Student und bewohne ein nahezu winziges Wg-Zimmer mit ca. 3 Quadratmeter freiem Laufweg zwischen den Möbeln. Deswegen muss meine Konstruktion definitv in erster Linie platzsparend sein!
 

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Wie Du am Bildrand vielleicht erkennst, ist das die Kante meiner Bettmatratze. Die Stellfläche ist 1mx1m, der Moltonvorhang, den schließe ich natürlich hinter mir. Ich habe vorher 2 Mikrofonständer mit Galgen als Gerüst verwendet, die müßen ja kein Gewicht halten und ist dann auch schnell abgebaut, wenn man mag. jetzt mit dem Tisch, vorher war es ein Notenständer, habe ich mein altes Mischpult rausgekramt, weil ich bock drauf habe und das jetzt Fest Installiert. der Teppich für die Füße gibt es gerade bei Lidl für 8,-. Ist ein Outdoor Teppich und durch das Kunstoff schön warm an den Füßen.
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Hallo @Rudolf Merbach

WOW! Was für ein riesen Schritt nach vorne. Das ist so kurz vor [intern], daß ich schon überlegt hatte, die Plopper zu ignorieren, aber dann waren es doch ein paar zu viel. Ansonsten ist der Sound wirklich richtig gut geworden und alles ist schön bedämpft, ohne das die Lebendigkeit verloren geht. Sehr gut.

Das mit dem Plopplauten kann man aber ganz einfach und kostenfrei in den Griff bekommen.
Positioniere das Mikrofon so, daß es leicht von der Seite (von welcher ist egal, solange Du Dich damit wohlfühlst). Manchmal reichen ein, zwei Zentimeter.
Mach ein paar Probeaufnahmen mit "Peppis prima Pepperoni Pizza Pappschachtel" und sag noch kurz die Position dazu.
Dann kannst Du ganz einfach hören, wo es nicht mehr Ploppt und Dir der Sound am besten gefällt.
.... und dann ist das [intern] erreicht und ich bin mir sicher, daß Du viele spannende Rollen bekommen wirst. Denn Deine Stimme hat ein gewisses Etwas, was nicht jeder hat und das ist ziemlich interessant. :D

Also, jetzt 11 cm vor der Ziellinie nicht schlapp machen und dran bleiben. Es lohnt sich!
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Hallo @Rudolf Merbach !

Herzlichen Glückwunsch zum [intern]. So wie in den aktuellen Sprechproben, ist das [intern].
Jetzt kann man streiten, ob Deine Emotionen Takes die volle Bandbreite Deines Könnes darstellen, aber das mußt Du selbst entscheiden.

Dann möchte ich Dich noch bitten, die nicht-[internen} Sprechproben aus dem Thread zu entfernen und lokal bei Dir zu speichern. Dann ist klar, was Deine "Visitenkarte" ist und was nicht. Das macht es für Sprechersuchende einfacher.

Dann wünsche ich Dir viele spannende Rollen, interessante Hörspiele und viel Spaß und Erfolg.
 
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