MOLE

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Dorle

Berlin
Sprechprobe
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AW: MOLE

so, jetzt hab ich mole auch endlich gehört, und da ich davon ausgehe, dass xilefs kritik dem "professionellen rezensionisten" gilt und nicht mir unschuldigem häschen und sven in seinem interview nochmal darauf hinweist, wie gut feedback grundsätzlich ist und man sich von den teilweise ja schier genial formulierten kritiken hier nicht entmutigen lassen sollte, seinen eindruck auch so gut wie möglich mitzuteilen, mach ich das dann mal jetzt.

zuerst muß ich sagen, dass ich ein ziemlicher angsthase bin und keinen sinn darin sehe, mich auch noch freiwillig zu gruseln. wenn also ein hörspiel hier mit "wow, hammergeiles horror-erlebnis" kommentiert wird, klicke ich bedauernd direkt weiter.

insofern bin ich echt froh, dass das hier nicht so ist.
auf die schockerszene am anfang war ich irgendwie einigermaßen gut vorbereitet durch die ankündigung, und ich habe keine sekunde zusätzliche geräusche oder ausschweifendere szenen vermisst.
kurz etwas irritiert von der monotonen erzählerstimme fand ich es ziemlich schnell klar, dass dies eine kräftezehrende, krasse geschichte ist, die abby erlebt hat und nun erzählt, und ich fand die art der erzählweise so auch gut. ich spreche sehr viel mit älteren leuten, die krieg, vertreibung, flucht und mord und totschlag erlebt haben, und ich kriegs nicht gut beschrieben, aber durch diesen nicht endenden input der total dramatischen ereignisse ist es doch oft so, dass die emotionen irgendwo erstarren. ich finde, jamie hat das gut gemacht, und mir gefällt die idee, die der regisseur wohl mit ihr besprochen haben muß. auch dieses wiederkehrende in-den-schlaf-fallen, aufwachen und weiterlaufen empfand ich nicht als monoton sondern fein ausgesucht.
ich hab mich ehrlich gesagt nicht zurückhalten können, beim hören die sprecherliste zu verfolgen, wer da grade spricht, um eure stimmen hier besser kennenzulernen, und bin wegen der vielzahl der stimmen natürlich ganz schön durcheinander gekommen. aber es war ein ziemlich gutes hörerlebnis für mich von allen stimmen. ich finde auch, es ist janne ziemlich gut gelungen, lizzy eine stimme zu geben, die ich bisher nicht von ihr kannte, und die sich über ihren ausdruck gut von abby unterscheiden ließ. und die fiese frau, über die der eine oder andere hier sagte, sie sei etwas überinterpretiert-also die war ja auch einfach schrecklich! ich hätte so direkt keine idee, wie sie dringend anders hätte klingen müssen.
da war natürlich noch ein besonders schöner -gewollter, oder?- hörspielprojekt-moment, in dem rick future-ääähh-sven matthias als strahlender retter in der geschichte auftauchte, nein, die indianer-jones-titelmelodie hat es da nicht gebraucht, die hatte wohl jeder im ohr in dem moment :D

die musik ist mir aufgefallen. für mich hätte sie nicht zeitgemäßer sein müssen. meine phantasie war genug bedient durch die sprache und das setting. ich empfand sie zwischendurch wie kinomusik, und ehrlich gesagt fand ich das eher angenehm, mich ab und zu aus der geschichte rausnehmen zu können (mich in meinem kinosessel zurechtruckeln zu können) und etwas durchzuatmen. ob das nun die intention war oder nicht- von mir zartem seelchen ein kurzes danke dafür.

ich hab schon vorm hören gelesen, dass es eine fortsetzung geben soll, insofern brauchte ich keine weiteren informationen über die moles sondern konnte mich auf diesen "ersten teil" gut einstellen. bei mir es ist gut gelungen, einen sog herzustellen, die phantasie anzuregen, was es wohl mit den moles auf sich haben könnte und diese aufregung zu erhalten, dass mit dem aufbruch keineswegs die gefahr vorbei ist. ich freue mich auf den zweiten teil!!

und ich hab dieses hörspiel auch schon weiter empfohlen an freunde, denen ich schon ganz stolz von diesem forum erzählt habe, als beispiel, was hier so alles schickes produziert wird;)
 

Hydropalika

Super-Hoertalker
AW: MOLE

Kann mich nur anschließen:) Mir hat das Hörspiel sehr gut gefallen, es hat Spaß gemacht es zu hören und hat einen bis zum Schluss gefesselt. Freue mich schon sehr auf den zweiten Teil!
 
AW: MOLE

Das wird schon noch etwas dauern. Ich denke, daß ich das Skript in diesem Monat beenden werde. Aber dann muss es ja noch zum Lektor, einige neue Sprecher müssen gesucht werden, viele Takes eingesprochen werden und dann folgt das zeitaufwändigste: der Cut! Also ich denke, vor Ende des Jahres dürfte es nichts werden!
 

Xilef

zerfahrener Verdutzter
AW: MOLE

Tja....immer wieder lese ich diese externen Rezensionen und komme zu dem Schluß, daß es offenbar für die Statistik wichtig zu sein scheint, dort aufzutauchen, denn inhaltlich und formal schwächeln sie alle heftig - eigentlich enttäuschend, und gleichzeitig eine Bestätigung für eine ausführliche foreninterne Reflexion über das Geschaffene.
 

pio

Audio Engineer (BA)
AW: MOLE

Am Ende einer Rezension frage ich mich immer...habe ich jetzt eine Vorstellung vom Hörspiel? Kann ich mich mit Hilfe der gerade gelesenen Rezension in das besprochene Hörspiel hinein versetzen?
Oftmals gelingt mir das leider nicht, was an der (für mein Empfinden) oftmals lustlos daher kommenden Art und Weise der verfassten Rezensionen liegen könnte.....
 

Vetter Balin

Martin Beyerling
AW: MOLE

Auch an dich, pio: kannst mir per PN schreiben, wie du meine Rezension empfindest. Was besser werden könnte, ob ich einen falschen Fokus lege, etc.!
 

Xilef

zerfahrener Verdutzter
AW: MOLE

@Vetter
Wenn Du z.B. schreibst:
Da sich die beiden Charaktere charakterlich stark unterscheiden, hatte ich auch nie ein Problem diese jungen Frauenstimmen auseinander halten zu können.
, dann impliziert das bereits, dass Du da auf ein offenbar bereits benanntes "Problem" eingehst. Das würde ich eher nicht tun, denn auch mir hat sich beim zuhören diese Problematik z.B. garnicht erst gestellt.
Ich empfinde immer als sehr wohltuend, wenn ein Rezensent sich nicht ins Verhältnis zu bereits Geäußertem setzt, sondern möglichst unabhängig und unvoreingenommen, auch ohne den Druck, Werbung machen zu müssen, mit dem auseinandersetzt, was er "kritisieren" möchte. Es gibt grundsätzlich kein M U S S für das, was da benannt werden kann. Je persönlicher der ureigene Eindruck und die damit verbundene Beurteilung ausfällt, dest anregender finde ich die Lektüre - und da Du ein sehr gründlicher und wohlmeinender Zuhörer bist, mach Dir mal keine Sorgen....Du machst das schon sehr gründlich und solltest Dich auch nicht immer in Pflicht fühlen, wirklich allen Aspekten gerecht werden zu müssen, denn gerade bei Mole ist ja neben allen kritikwürdigen Einzelaspekten vor allem hervorzuheben, dass in der Summe wirklich ein eindrucksvolles Hörkino gelungen ist.
Grundsätzlich überfordert mich (auch rein zeitlich) die Bitte etwas, nun meinerseits auch die Rezension zu rezensieren. Was bleibt, ist immer der Wunsch, die Kritik eines unabhängigen Geistes zu lesen, der sich dem Objekt seiner Begierde wirklich gewidmet hat und nicht nur en passen und eher herablassend entlang an ein paar Eckdaten irgendwas fallen lässt, mit dem dann (s.pio) die Uneingeweihten sich irgendwie abmühen müssen.
Also keine Sorge - weiter so. Dein Engagement in dieser Sache ist sehr zu würdigen !
 

Marc Schülert

Sprecher & Cutter
Sprechprobe
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AW: MOLE

an dieser stelle möchte ich dir, xilef, einmal für deinen einwand zur rezension im "zauberspiegel" und deinen folgenden ausführungen danken. ich bin damit sehr bei dir!!
 

wer.n wilke

wer.n the voice
Sprechprobe
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AW: MOLE

Tja....immer wieder lese ich diese externen Rezensionen und komme zu dem Schluß, daß es offenbar für die Statistik wichtig zu sein scheint, dort aufzutauchen, denn inhaltlich und formal schwächeln sie alle heftig - eigentlich enttäuschend, und gleichzeitig eine Bestätigung für eine ausführliche foreninterne Reflexion über das Geschaffene.

... ja! - nein: der eigentliche Skandal an der Sache ist, dass der überaus liebenswürdige und aufopfernde Unkel Richard hier keine Erwähnung gefunden hat :mad: - ! lg wer.n

PS: ... wollen wir hier jetzt tatsächlich Rezensionen zensieren ... hm ...:depp: ?
 

Vetter Balin

Martin Beyerling
AW: MOLE

Nein, lieber Werner. War nur ein kurzes OT. Felix, ich danke dir für die Hinweise, wäre mit tatsächlich nicht aufgefallen. Manchmal ist man einfach zu nah am Berg, um ihn sehen zu können. :)
 

Karpatenhund

Karpatenhund
AW: MOLE

Es gibt grundsätzlich kein M U S S für das, was da benannt werden kann. Je persönlicher der ureigene Eindruck und die damit verbundene Beurteilung ausfällt, dest anregender finde ich die Lektüre
Das finde ich hochinteressant was du schreibst, denn gerade bei schwachen Rezensionen wie der vom Zauberspiegel habe ich häufig den Eindruck, der Rezensent arbeite lustlos irgendeinen Katalog ab. Ich finde, ein Feedback (egal ob professionelle Rezension oder nicht) kann einem Hörspiel auch dann gerecht werden, wenn der Feedback-Geber sich auf das beschränkt, was er tatsächlich auch zu sagen HAT.
 

MoFisch

ein mächtiger Pirat
AW: MOLE

Mole fertiggehört und Rezensionen gelesen. Tja, es ist fast alles gesagt.
Mole ist großartig und funktioniert super!

Die Sprecher haben sich wirklich ins Zeug gelegt. Jamie hat ihren Part sehr treffend selbst unter die Lupe genommen. Dem kann ich nichts hinzufügen. Und Marc, die Regieanweisung war goldrichtig! Das Mädel hat schließlich ein Trauma hinter sich.
Die ganze Atmosphäre mit Musik und Sound ist einfach "rund".

Aber auch ich frage mich, wo eigentlich Regierung, Polizei und Militär sind. Und überhaupt, sind die Orte eigentlich alle verwaist, oder warum fragen die Mädels nicht einfach mal nach dem Weg oder um Hilfe?

Was mir leider sehr negativ aufgefallen ist, sind die Ungereimtheiten. Abby erwähnt kurz eine Invasion, aber erfährt erst im Brief von davon. 1899 gab es schon Zeitungen und so etwas hätte sich bestimmt schneller rumgesprochen, wenn schon Bürgermeister und Polizei anscheinend schlafen. Warum geht sie später nicht nochmal nach Hause um Schuhe, Kleidung, Proviant und Geld mitzunehmen? Abby bekommt im Schlaf einen Zopf gebunden? Wow, das is ne Leistung^^ Sie wacht von ihrem eigenen Schrei auf und wird doch von Finn geweckt? Um nur einige zu nennen. Einzeln betrachtet nix wildes, aber die Anhäufung hat mir den Hörspaß ziemlich verdorben.
Auch fand ich die Bösewichte (die Schuhdiebe und den Onkel) zwar verdammt gut gesprochen, aber ein bisschen arg stereotyp geschrieben. Mal ehrlich, es geht um Leben und Tod und der Kerl nimmt sich die Zeit, Abby als "Gespielin" zu entführen. Geht der Selbsterhaltungstrieb nicht doch über den Sexualtrieb? Oder fehlt mir nur das Testosteron, Jungs? ;)

Ich wusste nicht, dass es eine Fortsetzung gibt. Aber das wird einem bei fortschreitender Handlung schnell klar. Ich sehe diesen Teil als Einführung, uns als solche funktioniert er wunderbar. Und der Epilog tat sein übriges... Somit ist es nicht schlimm, dass die Moles für Horror doch selten vorkamen und wir ein bisschen Hanni und Nanni erlebt haben^^.

Mein Highlight war der Tod des Hundes. Ähh... also nicht der Tod ansich... vielmehr die Szene. Das kam so unvorhergesehen, mitten im Dialog und ganz ohne Vorwarnung. Großartig! Ich bin gespannt auf Teil 2.
 

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