Lautheit und maximaler Peak

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WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Hallo Zusammen!

Dies geht wohl besonders an alle Cutter und/oder vor allem an die Mastering Spezis:
Mit welcher Lautheit produziert ihr eure Hörspiele und mit welchem mximalen Peak arbeitet ihr?

Ja, es ist klar, dass unterschiedliche Endplattformen unterschiedliche Anforderungen stellen, aber wie arbeitet ihr genau? Und was macht ihr ihr, wenn unterschiedliche Endformate bedient werden sollen?

Sonnige und nordische Grüße
Mario
 

ROH

Ryan
I.d.R. max. -6DB; seltenst (und wirklich selten) -3DB max. LUF kommt auf das Projekt an und das Sound-Design. Sollte im Schnitt aber so um die 15-20 liegen, behaupte ich jetzt mal. Und dann weißt du ja was du anvisieren musst.
 

Delay

Super-Hoertalker
Sprechprobe
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Gibt dafür extra LUF-Tabellen bzw. in der Regel bei jeder Seite auch ein FAQ.

Spotify z.B.
Will Spotify play my track at the level it’s mastered?
Not always. This is because Spotify applies Loudness Normalization to your tracks as they’re played to listeners.
Mastering tips for Spotify
  • Target the loudness level of your master at -14 dB integrated LUFS and keep it below -1 dB TP (True Peak) max. This is best for the lossy formats we use (Ogg/Vorbis and AAC) and will ensure no extra distortion is introduced in the transcoding process.
  • If your master is louder than -14 dB integrated LUFS, make sure it stays below -2 dB TP (True Peak) max to avoid extra distortion. This is because louder tracks are more susceptible to extra distortion in the transcoding process.

https://artists.spotify.com/faq/mastering-and-loudness#will-spotify-play-my-track-at-the-level-it's-mastered

Empfehlen kann ich dir das Tool hier:
Youlean Loudness Meter - Free VST, AU and AAX plugin
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
Sprechprobe
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Stimme Delay & ROH zu. Das Youlean Plugin ist wirklich klasse, wenn die DAW Meter das nicht so genau hergeben.

Edit (hatte ich verschwitzt hinzuzufügen):
Den gleichen Zweck erfüllt auch >> MLoudnessAnalyzer (KLICK) << . Auch das Analysetool der MAnalyzer (wie auch der kostenpflichtige große Bruder des Plugins) hat(haben) ebenfalls LUF und TP Peakanzeigen integriert. Beide sind Teil des MFreeFXBundle. Und den >> Free Orban LoudnessMeter << gibt es da auch noch.
Damit haben wir die Windwos und Mac Welt abgesteckt - für Linux hätt ich noch:

x42.meters (LV2)
K-Meter (LV2 & LXVST, sowie auch Windows VST)
ebumeter (JACK)
Ist schon ein Weilchen her und bezieht sich eher auf Musik, doch das Thema Loudness War - Wie Laut darf es sein? pack ich noch ergänzend als Thread-Lektüre dazu.


Eine Umfassende und aktuelle Loudness Vergleichstabelle findet sich übrigens auch auf der Youlean Seite:

Loudness Standards - Full Comparison Table (music, film, podcast)

Sollte es für den Hoertalk sein, würde ich vorsichtshalber den LUF auf YouTube Standard pegeln - also -14 LUFS (bzw. -1 dB True Peak), da die meiste Veröffentlichung neben den Downloads inzwischen dort statt findet. Verfälschungen beim Umpegeln von denen lassen sich damit dann eingrenzen. Erfreulicherweise haben sich da einige Streamingdienste inzwischen aneinander angeglichen, das man da nicht ständig für jeden was anderes vor-pegeln muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Jo, ich selber nutze auch die Free-Version des Youlean Plugs. Der reicht mir für meine Anwendungen dicke aus.

Mein erstes Hörspiel hatte ich auch auf etwa -14 dB LUFS mit -1dB TP gepegelt. Da fand ich manchmal, dass ein bisschen mehr Dynamik nicht schaden könnte, allerdings war und ist mir die Sprachverständlichkeit das Wichtigste, und das auch im Auto (welches nicht ein Tesla sein muss!). Und das hat damit super geklappt. Das hängt dann aber trotzdem immer noch von der Gesamtmischung ab. Denn auch die drei ??? werden auf Spotify spätestens nach der Spotify-eigenen Anpassung die Werte einhalten, aber von durchgehender Sprachverständlichkeit kann hier ja oftmals nicht gesprochen werden.

Deshalb interessiert mich einfach wie ihr arbeitet und mit den unterschiedlichen Szenarien umgeht. Interessant finde ich die von @ROH angegebenen TP-Werte von -6dB oder -3dB. Ich kenne auch eher den Wert -1dB.
 

Lupin Wolf

Klaus S. - The Evil Master of Deasaster
Sprechprobe
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Nun, wir haben uns ja nur auf das Gesammt-Mastering bisher versteift (Zielgruppe: TV, Radio, Podcast, Streaming, Gaming, Musik usw. usf.). Die verlinkte Tabelle gibt dir einen Einblick auf die verschiedenen Standards. -1 und -2 sind mir als TP auch am geläufigsten. Aber eigentlich geht die Geschichte noch um einiges tiefer. Ich bin jetzt kein Profi Sounddesigner, die werden da noch etliches genauer erklären können.

Es gibt auch Grenzwerte neben dem Gesammt-MAster zu Sprache, Musik, Ambient und Foley. Der Komponiest Lonebird hatte dazu mal eine vereinfache Infografik im Umlauf gebracht - such, wühl (PDF Download). Das käme noch obendrauf, bzw. dann ganz zuerst pro Szene!. Dann kommen noch unterschiede zu Mono, Stereo und Surround LUFs - Mono verkraftet das am lautesten, muss also immer runter geregelt werden gegenüber dem anderen - das alles ist eine ziemliche Wissenschaft für sich.

Und erst ab hier:
allerdings war und ist mir die Sprachverständlichkeit das Wichtigste, und das auch im Auto
Jupp - genau das. Aber hier schweifen wir von Loudness zu realen "Lausch-Gegebenheiten" ab. Das testet sich dann nochmal anders. Und hier ist der Bereich, wo man leider nur einen möglichst guten Kompromiss erzielen kann, um möglichst viel von Lautsprecher, Kopfhörern und Raumgegebenheiten abzudecken. Die reine Peak und Klanganpassung hilft dir da kaum. Hier testet es sich besser mit Simulationen (Impulsantworten und diverse Plugins, die auf diese Dinge ausgelegt sind). Am besten schon vorher (via Master), um dann später, wenn das soweit stimmig ist, das alles per Veröffentlichungs LUF (Broadcasting/Streaming-Ziel) am Master abzugleichen.

Ich leg noch etwas mehr Lesestoff dazu:
WHAT IS ALL OF THIS LOUDNESS NONSENSE ABOUT? | Jay Fernandes
How to do loudness: the LUFS and LKFS FAQ for podcasters
 
Zuletzt bearbeitet:

JonasAudio

Hoertalker
Man kann aber auch aus allem ne Wissenschaft machen, vorallem der Part mit der Überprüfung einzelner Tracks auf LUFS kannste dir direkt mal wieder ausn Kopf löschen, dieser Mehraufwand wird durch richtiges Abmischen komplett umgangen und ist nur bei großen Produktionen mit viel Budget und Zeit überhaupt Thema...

Zu deiner Frage: Ich fahre bei allen Webanwendungen immer mit -14/-1 außer es ist was anderes erwünscht. Das ist seit jahren der Mittelwert der bei Crossplattform-Publikationen am besten funktioniert

Das einzige andere Medium was bei Hörspiel interessant wäre wäre CD und selbst da mach ich kein seperaten Master für, denn die -9/-0,1 sind überhaupt nicht mehr Zeitgemäß da u.a. die Geräte heutzutage einfach besser sind. Gibt also CD's mit -19lufs long term und welche mit -6 lufs long term. Solange dein Projekt und deine Mischung Konstant bleibt brauchst du dir da nicht zuuu viele Sorgen machen
 

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Ja, sehr schön @JonasAudio. So in etwa würde ich das auch handhaben.

Vielen Dank an alle bisher für die teils ausführlichen Antworten! Mir geht es wirklich darum zu hören, wie ihr das so macht und anwendet, und wie ihr mit den Normen umgeht. Also gerne noch weiter kommentieren!

Ich habe auch bei meinem letzten Projekt nur ein Master gemacht für die ganzen Online-Stores/-Apps und CD. Das hat meines Erachtens nach gut funktioniert. Und letzten Endes ist ja entscheidend, dass es auf den unterschiedlichen Formaten mit der anvisierten Mischung immer noch gut klingt.
 

Spirit328

Veni, audi, secari
Frag doch mal @Killip, wie das bei den Synchronstudios gemacht wird.
Dann solltest Du einen umfassenden Einblick in die Welt des Masterns haben.
Ansonsten kann ich dem bisher geschrieben Beiträgen nur zustimmen.
 

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