Hier spreche ich ein, oder mein Studio

GO TO ADMIN PANEL > ADD-ONS AND INSTALL ABSTRACT SIDEBAR TO SEE FORUMS AND SIDEBAR

Achim

Super-Hoertalker
Sprechprobe
Link
Bis jetzt habe ich ausgekleidete Kartons, oder eine ausgekleidete Kommode gehabt in der mein Mikrofon stand und ich eingesprochen habe. Im Moment habe ich nichts festes und muss immer wenn ich was spreche alles neu aufbauen. Das wiederum bedeutet, dass ich nie 100% gleiche Voraussetzungen habe.

Ich spiele mit dem Gedanken eine Ecke in meinem Keller umzufunktionieren. Einen Bereich mit Leichtbauwänden abteilen und dann ordentlich dämmen. Das ist im Moment alles noch ein Gedanken- und Rechenspiel. Die Frage ist dann auch, in welcher Größe ich das baue...und...und...und.

Wenn das dann fertig ist, mache ich da mit meinem geliebten H2 weiter, oder ist dann mal was anderes fällig?

Fragen über Fragen....
 

Sound Spell

Super-Hoertalker
Sprechprobe
Link
Hi,

hier mal ein paar Aufnahmen meiner derzeitigen "Wirkungsstätte":

Eine selbst gebastelte Hängekabine. Die räumlichen Möglichkeiten ein ganzes Zimmer oder einen Zimmerteil weiter um zu funktionieren habe ich derzeit leider nicht:

Hier die Konstruktion ohne Vorhänge:

9069


Einmal das innere ohne Vorhänge:

9070


Mit Vorhängen:

9071


Und last but not least, das innere wenn tatsächlich aufgenommen wird:

9072


Nun ergeben sich dabei noch folgende Probleme:

1. Der Ton ist, wenn ich laut spreche oder gar brülle, noch immer zu hallig. Da ich an den Seiten, neben mir und über mir entsprechend dämpfende Materialien benutze heißt das vermutlich das hinter mir noch zu viel Schall mit reinkommt. Angemerkt sei hierbei das es sich bei dem Vorhang Stoff um ganz gewöhnliches Material aus dem Aldi handelt das ich zum experimentieren mal mitgenommen habe. Ich weiß nicht ob spezieller Bühnen Vorhang Stoff in mehreren Lagen da helfen würde (geschweige denn ob die Konstruktion das überhaupt mitmachen würde, wiegt ja doch etwas) oder ob ich eine modulare Wand einsetzen sollte, quasi hinter mir dicht machen wenn ich aufnehme. Was wäre da zu empfehlen? Wenn eine selbst gebaute Absorber Wand die bessere Lösung wäre, hat jemand eine gute Vorlage?

2. Wie man auf dem dritten Foto unschwer erkennt hab ich nen Holzboden im Aufnahmebereich der noch dazu ziemlich knarzt. Was wären eure Vorschläge wie man am besten ab dämpfen kann? Extra dicker Teppich, gibt es spezielle Bodenplatten oder ähnliches?

3. Durch das Fenster kommen jede Menge Stör Geräusche rein (das nebenan gebaut wird macht es nicht besser.) Jetzt habe ich bei Amazon Absorpic Akustibilder gesehen und wollte fragen ob irgendein User hier Erfahrung mit diesen Dingern hat, bzw. ob es sich lohnt diese am Fenster an zu bringen. Für Alternativen bin ich natürlich auch offen.

Vielen Dank schon mal im Voraus! :D
 

Luna Tick

Multiple Choice :-)
Sprechprobe
Link
ZU 3: Das einzige, das ich bei meinem Mann gelernt habe, kann ich dir schon mal weiter geben: Tiefe Töne kannst du so gut wie nicht von draußen abdämmen - egal was du nimmst.

Die Experten können dir sicherlich mehr sagen.
 

wer.n wilke

wer.n the voice
Sprechprobe
Link
Genjahl! Mit Regalleiter an die Wand geschraubt.

  1. Nur, wie ich seh - nicht ganz konsequent zu Ende gedacht - bzw. gebaut. Rechts und links, aber auch vorn, also an der Wand, klaffen noch große SchallLöcher. Gerade auf Höhe Deines Mikrophons, bzw. Deines Sprechorgans. Und so kann sich der Schall nach vorn und zu den Seiten, auch nach hinten ungehindert ausbreiten und als Reflektion zurück aufs Mikro hallen. Und da seh ich rechts noch Dein Fenster: dass wirkt akustisch wie ein Spiegel. Gegen Außenlärm hilft allerdings auch kein Akustikbild. (S.U.) Aus welchem Material sind die Seitenteile? Und: wie groß ist der Raum und: was steht drin? - evtl. leere Wände mit Akustikelementen dämpfen. Z.B. 6 cm Noppenschaum oder Pyramide oder am besten: Glattschaum. 1 x 2 m. Gibbs in (fast) allen Farben.
  2. Würde ich die Seitenwände etwas öffnen, so, dass sie nicht parallel zu einander stehn - wg. "stehender Wellen" oder Kisteneffekt. Und, wenns geht, weiter nach unten ziehen. Ist n Bisschen tricky - ja ... Absorberstellwände? - auch gut.
  3. Aldistoff -?- die Schall dämmende Wirkung hängt im Wesentlichen von der Dichte des Stoffes ab. Bühnen-Molton (300 g/m²) und vorhangmäßig gefaltet - ist so teuer auch nicht. Ideal wäre natürlich. den mit einer Vorhangschiene an der Decke zu befestigen. Vor allem hinter Deinem Aufnahmeplatz. Das dämpfte auch die Deckenreflektionen! Und wenn Du den noch an den Seiten laufen lässt - pefekt - oder fast perfekt. Musst du gucken --- äh - hören. Auf jeden Fall: fetten Vorhang vors Fenster!
  4. Fußboden - ? - fetter Teppichboden - mit gummiertem Unterbau. Am besten, den ganzen Raum auslegen. Und/oder : Bitumenpappe - zumindest da, wo's knarrt.
  5. Gegen Baulärm wäre allerdings nur Desone o.ä. gewappnet. Aber die ist nicht nur etwas teurer - die wiegt auch mächtig.
Hoffe, Dir 'n bisschen weiter geholfen zu haben und nu: viel Spaß beim Bau und nat. frohes Sprechen wünsch ich ...

:cool:
 
Zuletzt bearbeitet:

Achim

Super-Hoertalker
Sprechprobe
Link
Am ersten Oktober habe ich angekündigt, dass ich im Keller was zusammenbasteln will. Das Projekt ist jetzt am laufen. Ich habe mir mein kleines Reich im Keller geschaffen. Vor ein paar Tagen ist meine Sprecherkabine fertig geworden. Habe mir hierzu drei Akustikwände gebaut. Die habe ich dann in in einem "U" aufgestellt und ich hoffe, dass es dann den gewünschten Erfolg hat.

Ich habe es mal durchgerechnet, eine dieser Wände wird am Ende etwa 85 Euro gekostet haben. Das ganze drei mal, also knapp €250.

Einen ersten Test habe ich schon hinter mir und die erste Meinung was den Klang anging war vielversprechend. Ich werde mich also in nächster Zeit daran machen und meine Sprechproben erneuern.

Hier ein paar Bilder:
20200111_173426a.jpg20200111_184302a.jpg20200125_124459a.jpg
 

wer.n wilke

wer.n the voice
Sprechprobe
Link
Dann probier mal, die Wände wie ein offenes U - also trapezförmig auf zu stellen - und den Mikscreen vor die Konstruktion. Also qusi mit dem Rücken zur (Dämm-) Wand zu sprechen. Viell. merkst Du da einen Unterschied? :cool:
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
[...]
3. Durch das Fenster kommen jede Menge Stör Geräusche rein (das nebenan gebaut wird macht es nicht besser.) Jetzt habe ich bei Amazon Absorpic Akustibilder gesehen und wollte fragen ob irgendein User hier Erfahrung mit diesen Dingern hat, bzw. ob es sich lohnt diese am Fenster an zu bringen. Für Alternativen bin ich natürlich auch offen.

Vielen Dank schon mal im Voraus! :D
Als Erstes solltest Du mal die Dichtigkeit Deiner Fensterdichtungen überprüfen. Blatt Papier einklemmen und wenn Du es nur schwer bis fast gar nicht herausziehen kannst, ist alles im grünen Bereich. Rundherum gemacht, versteht sich.
Wenn dann immer noch tiefe Frequenzen durch kommen hilft nur VIEL. Viel Masse! ;-)
Tiefe Töne haben eine hohe Energie, die man "vernichten", also in Wärme verwandeln muß. Man nennt das auch schlicht dämmen.

Mehrere Lagen aus Trittschalldämmatten und USB Bodenplatten sollten das Schlimmste aus der Ankopplung an den Boden heraus nehmen. Gerne genommen auch die Gummimatten, die man unter Waschmaschinen packt. Wenn Du Teile davon unter die Tischbeine packst, wird es bestimmt schon besser.
Reicht das nicht, muß am Fenster gedämmt werden. Vor das Fenster kann man alte Bettbezüge mit Stein- oder Glaswolle gefüllt, pressdicht stellen. (Lieber einen Bezug mehr als einen weniger! Die Fasern sind nicht nur nicht angenehm, sondern auch nicht so 100% gesund ;-) )
Und last, but not least: Ein Hochpassfilter, auch bekannt als "Trittschallfilter". Jedes bessere Mikro hat einen, an vielen Mischpulten findet sich einer und in eigentlich jeder DAW-Software auch.
Man kann versuchen alle Möglichkeiten hintereinander zu nutzen, sprich einzuschalten.

Das sollte die störenden tiefen Frequenzen genügend reduzieren. - Am besten, testen!
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
... und diesen Screen hinter dem Mikro kannst Du wegnehmen. Der macht es nur schlimmer als besser. Du hast da soooooooooooo viel Dämmaterieal, da ist dieser Screen überflüssig. Er macht Dir eher ein paar Kammfilter-Effekte in die Aufnahme.
Deine Absorber-Wände können viel mehr.
Da würde ich lieber in ein, zwei dicke Teppiche für den Boden investieren. Das reduziert den Trittschall und reduziert die Reflektionen.
Der Noppenschaumstoff oben ist okay, solange er schwerentflammbar ist. ;-)

Probier auch mal wie es sich verhält, wenn Du die Elemente mit einem kleinen (!) Luftspalt zu einander als Trapez aufstellst.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sound Spell

Super-Hoertalker
Sprechprobe
Link
So, hier ist es jetzt. Meine vorerst letzte Aufnahme Kabine. Größtenteils gebaut nach der Anleitung von Manuel Schmitt (Link: Artikel: DIY Sprecherkabine).

Kleine Änderungen sind noch möglich, aber auf große Sachen habe ich erst mal schlicht und ergreifend keinen Bock mehr.

Kabine von außen:




Kabine von innen:




Drei Holzgerüste, ausgefüllt mit Basotect und überzogen mit günstigen Bettdecken Bezügen. Als Kabinendecke und (wie passend) Vorhang nach hinten nehme ich Stairville Curtain.

War ne schwere Geburt, aber die ersten Sprachproben klangen für mein ungeschultes Ohr nicht schlecht. Morgen oder Übermorgen kommen richtige Proben hier ins Forum. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Dominic

Super-Hoertalker
Sprechprobe
Link
So Leute, ich will nun auch mal ein Bild von meiner Aufnahmekabine präsentieren, es fehlt noch etwas Licht und eine Ablage für Texte.
Das Mic, steht mittlerweile auch auf einem Teppich.

 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
Meine Güte, was ihr alles an Aufwand betreibt. Finde ich großartig. Ich habe hier bei mir leider überhaupt keinen Platz dazu.
Da fällt mir ein, das ich immer noch die Telefonzelle von vor 10 Jahren habe, die ich kurz von meinem Unfall hier im Forum bekommen habe. Vielleicht kann jemand so etwas gebrauchen?

Liebe Grüße »Searge«
 

Dolax

Wohin bin ich - und wenn doch, wann?
Sprechprobe
Link
Hallo liebe Hoer-Talker,

nachdem ich vor gut einer Woche eine erste Aufnahme in meinem Raum gemacht habe, aber diese noch zu viel Hall enthielt, habe ich das Konzept für meine Dämpfung nochmal neu überdacht. Bedingung war, dass sich alles möglichst leicht auf- und abbauen lässt, denn unser Büro ist nicht so groß und wird sonst auch noch für normales Arbeiten benötigt (Homeoffice...).

Hier erstmal, wie es normalerweise aussieht:


Immerhin liegt schon ein Teppich drin :)
Die Raumecke mit der Tür habe ich ein wenig zugehangen:


Ich habe mir wegen der Richtung der Schallreflexion überlegt, dass ich mich besser vom Monitor wegdrehe und in Richtung Dachschräge spreche. Ich brauchte also etwas mehr oder weniger maßgeschneidertes, um diesen Bereich zu dämpfen.
Ich habe mir für ca. 15 € je Stück drei Schalldämpfer-Böcke gebaut, die sich leicht ein- und ausklappen sowie tragen lassen.
Material ist
- Akustik-Noppenschaum bei Obi
- Arbeitsbock bei Obi
Einfach aufeinander tackern. Die sehen dann so aus:




Was ich eh rumstehen hatte, sind vier solcher praktischen Sitzkisten mit Stauraum für Bettzeug:



Für hinten habe ich mir eine fahrbare Rückwand aus einem mit Decken behangenen Kleiderständer überlegt.
Material:
- Kleiderständer bei Amazon
- Decken bei Amazon
- Stoff für Überzug bei Amazon
Je zwei Decken oben vernähen und drüber hängen, insgesamt vier. Dann den Überzug am Rand vernähen und drüber stülpen. Das sieht dann so aus:



Als erstes wird der Schreibtisch "bedeckt" und in die Ecke stelle ich als Bassfalle noch eine alte Schaumstoffrolle.


Dann die Front aus zwei Kisten + Dämpfer



Als nächstes die Seitenwand:


Schließlich die Rück- und zweite Seitenwand (als "Tür"):


Fertig :)

Jetzt bin ich gespannt, wie es klingen wird. Am Wochenende werde ich meine Sprechprobe aufnehmen.

Viele Grüße,
Dolax
 

About

Werde Teil einer freien Hörspielproduktion. Egal, ob Sprecher, Autor, Cutter, ob Einsteiger oder Profi - hier, kann jeder mitmachen oder sein eigenes Projekt starten.

Support

Die Onlineprojekte Hoerspielprojekt.de und Hoertalk.de können mit einer freiwilligen Spende unterstützt werden, dies hilft anfallende Kosten zu decken und die Projekte am Leben zu erhalten. Hier unterstützen

Social Media

Facebook Twitter Youtube
Oben