Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

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Sascha Kiss

ehemals aarom
Sprechprobe
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Schon beim Hören wurde ich an diverse Radiohörspiele erinnert, wie sie häufig z.B. Dienstags abends auf WDR 5 laufen. Experimentell. Künstlerisch. Nun mag ich nicht alle Hörspiele dieser Art. Meistens verlieren mich diese Hörspiele wenn ich entweder nicht in der richtigen Stimmung bin oder die Hörspiele zu lang sind.

Herr K hat in dieser Kategorie Hörspiel für mich die ideale Länge. Es lädt definitiv zum Wiederhören ein auch wenn ich es bisher nur einmal auf den Ohren hatte.

Besonders emotional gerührt war ich als ich Helmut hörte, da kann das Hörspiel aber nichts für...

Über die einzelnen Facetten des Themas kann ich zwei Tage nach dem Hören gar nicht richtig eingehen ohne es noch einmal gehört zu haben. Am diffusesten finde ich allerdings die stöhnenden Einlagen von denen ich nicht wusste ob sie reines Schmerzempfinden oder einen eigenartigen sexuellen Akt darstellen sollten. Ich vermute das wird sich mir auch nicht nach mehrmaligem Hören erschliessen.

Die minimalistische Umsetzug hat mir gefallen genau wie der Ton und die Atmosphäre. Ich kann mich (noch) nicht wirklich entscheiden ob ich das Werk richtig gut oder nur mässig finden soll. Das kann ich aber nicht der Technik und erst recht nicht den ausserordentlich guten Sprechern zuschreiben, sondern ausschliesslich der Vorlage. Das ein oder andere Radiohörspiel hat mich nach dem ersten Hören gleichermassen zurückgelassen, einige wenige konnten mich nach dem Zweithören erst überzeugen.

Und genau so wie mich das Hörspiel zurückgelassen hat, möchte ich mein Feedback beenden.
 

wer.n wilke

wer.n the voice
Sprechprobe
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

... es ist sicher auch der unvergleichlich sensible Stimme des Robert Frank, der dieses Hoerspiel zu einem Erlebnis macht. Die, Uhr, die unbarmherzig im Hintergrund tickt - das ist mehr, als alle großen Soundkullissen auszusagen vermögen. Aber. Sascha - die Töne, die das Erzeugen - Zeugen - des Lebens macht, sind oft nicht von denen des Schmerzes unterscheiden? - "... das Leben richtet sich nicht immer nach den Wünschen, die man hat ..." Ja, manchmal holt die Realität das Hoerspiel ein, das Leben - der Tot: Helmut Buschbeck ... auch das lässt einen ratlos zurück: da hast Du das schon richtig verstanden ... lg :cool:
 

aigiko

Aiga Kornemann
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

Gerade das Fragmentarische, die offenen Fäden, die Pausen und das Surreale schaffen Realität. Finde ich. Aus der Erinnerung. Genau so. Traumatisch.

Und trotzdem irgendwie liebevoll und gebannt zu hören, kein Selbstschutz nötig, denn die artifizielle Form und die wundervollen Sprecher machen es verdaulich. Erlauben beim Lauschen eine gesunde Distanz zu wahren. Selbst wenn man Aktien im Thema hat.

Ich geh jetzt aber trotzdem mal ne Runde heulen.

Heilige Scheiße. Was für ein mutiges und schönes Stück!
 

Dorsch Nilson

aka Beipackzettel
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

Es ist schön, dass dieses Stück immer wieder ins Gespräch kommt. Ich habe ja später, u.a. inspiriert von Herrn K und mit fast dem selben Cast dieses Kurzhörspiel für eine Ausschreibung von D-Radio Kultur gemacht:

Happiness Direct:
[SOUNDCLOUD]http://soundcloud.com/wolf-nils-bartels/happiness-direct-ein-kurzh[/SOUNDCLOUD]

Was im HSP nicht veröffentlicht wurde, weil ich damit immernoch Wettbewerbe zu bestreiten versuche.
 

aigiko

Aiga Kornemann
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

Hat mir da einer den Robert gequält??? *grrrrrrr* Ich habs genau gehört!

Hm, Abhängigkeit von Unterhaltungselektronik, höre ich da etwa Kapitalismuskritik, ts, ts, ts... Schön psychedelisch. Wobei ich finde, dass diese Form hier für meinen Geschmack nicht ganz so gut funktioniert wie beim Herrn K.

Im K. verstärkt sie das zentrale Gefühl, das im Thema steckt, nämlich das Nebensichstehen, Realität als eine von vielen Ebenen erleben, die sich gleichzeitig ins Bewusstsein drängeln.

Im Gegensatz dazu wirkt die Form hier wie ein intellektueller Spiegel. Oder, anderes Bild, sie nimmt sich den Inhalt, piekt ihn auf und dreht ihn unter einer ganz bestimmten Lupe. Konsequent, aber irgendwie befremdlich. Komisch, gleiches Mittel, völlig andere Wirkung.

Auch ein interessantes Stück! Viel Glück!!!
 

wer.n wilke

wer.n the voice
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

"... was bedeutet SEIN - ? - " ... wieder so eine hoch philosophische Frage; nur, diesmal anders herum gestellt - Herrn K. stellte sich die Entgegengesetzte: was bedeutet "Nicht-Sein"? - Gut: nehmen wir "Häppiness.Direkt" und alles wird gut. ... trotzdem : ein schönes Stück Hoerspiel und schön gemacht, mein lieber Nils: und: selber essen (denken, schlafen ...) macht fett. in so fern: immer auch ein Stück Selbst-Reflexion ...

lg :cool:
 

Dorsch Nilson

aka Beipackzettel
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

selber essen (denken, schlafen ...) macht fett. in so fern: immer auch ein Stück Selbst-Reflexion ...

lg :cool:
ich bin doch nich fett? :eek:

aigiko schrieb:
Komisch, gleiches Mittel, völlig andere Wirkung.
Was meinst Du mit "gleiches Mittel"? Bestenfalls gleiche Besetzung und vielleicht zeigt sich auch an einigen Stellen eine gleiche Handschrift - vermutlich - aber dafür bin ich betriebsblind. Aber ich hätte gedacht die beiden Werke seien so Unterschiedlich wie nur was...
 

wer.n wilke

wer.n the voice
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AW: Herr K und die Bescheidenheit eines Hoffnungslosen

Es ist schön, dass dieses Stück immer wieder ins Gespräch kommt. Ich habe ja später, u.a. inspiriert von Herrn K und mit fast dem selben Cast dieses Kurzhörspiel für eine Ausschreibung von D-Radio Kultur gemacht:

Happiness Direct:
[SOUNDCLOUD]http://soundcloud.com/wolf-nils-bartels/happiness-direct-ein-kurzh[/SOUNDCLOUD]

Was im HSP nicht veröffentlicht wurde, weil ich damit immernoch Wettbewerbe zu bestreiten versuche.
jjaaa! - ohne Fleisch kein Preisch: glück - wunsch zum 3. Treppchen, lieber Wolf-Haase ...
 

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