Technische Sprechprobe mit verschiedenen Mikrofonen

Stadtvampir

Stadtvampir, Autor, Sprecher, Musiker
Hallo Technerds,

ich bin gerade dabei die technischen Voraussetzungen abzuklopfen und habe mal einen für mich recht bequemen Sprechplatz eingerichtet. Die Audiodatei ist nicht bearbeitet und der Signalweg ist. Rode NT1 - Kabel - Behringer xr18 - USB-Kabel- Macbook Air_ Logic x vor dem MIkrofon ist ein doppelter Popschutz und hinter dem Mikrofon habe ich einen Absorber in Halbkreisform. Ansonsten habe ich keinen weiteren Akustikmassnahmen durchgeführt.

Beim Rode NT1A habe ich ein leichtes Brummen auf der Aufnahme, liegt das ein meinem Mikrofon oder ist das typisch ?
Bei den Kondensatormikrofonen gefällt mir die Auflösung etwas besser als bei den Dynamischen. Wie ist da Eure Meinung.

Gibt es eine oder mehrere Konstellationen mit denen ich arbeiten könnte ?

Wie ist Eure Meinung.

Viele Dank und hier ist die Audiodatei mit dem Rode NT1

 

und hier mit einem Kleinmembran Kondensator Mikrofon von Thomann dem EM800.

 

vom Gefühl klingt das Kleinmembran flexibler, allerdings nimmt das EM 800 mehr Räumlichkeit auf, was meint Ihr?

Hier ein Beispiel mit dem Dynamischen Shure SM57

 

Natürlich habe ich auch ein SM58 das klingt so:

 

und ein AKD D5 welches diesen Klang beisteuern kann:

 



Liebe Grüße
Stadtvampir :D
 
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Feenstaubtrulla

Sabrina Letzner
Sprechprobe
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Danke für den Beitrag! Leite den direkt an einen Freund weiter, der auf der Suche nach einem Mikro ist
 
Zuletzt bearbeitet:

WolfsOhr

Mario Wolf
Sprechprobe
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Moin, ich finde das SM57 steht dir interessanter Weise am besten 😁. Aber macht nix, Tom Petty hat da wohl auch gerne drüber gesungen und aufgenommen.
Ich meine z.B. auch beim 57er das Brummen ganz leicht unter dem Rauschen zu hören. Keine Ahnung woher das kommt, aber es könnte gut am Behringer liegen.
Ansonsten: Ich finde das EM800 zu Transientenlastig. Das AKG nicht spritzig genug in den Höhen (eher etwas dumpf das Ganze). Das SM58 ist auch 'nen Hauch dumpfer als das 57, gefällt mir daher auch nicht so gut wie das 57er. Und Raumanteil hast du leider überall drin, da müsstest du vermutlich am Raum arbeiten.
Also mein Fazit: Wenn du das Brummen beseitigen kannst dann läge mein Fokus auf dem Røde und dem Rock'n Roller SM57. Da du dir hier aber vermutlich mehr Rauschen reinholst als beim Røde wäre letzteres vermutlich meine Wahl, zumindest für Sprachaufnahmen. Aber wenn's kein Hörbuch sein soll wird bestimmt auch das SM57 noch super funktionieren.
Viel Spaß bei der Qual der Wahl! Und mal hören was vielleicht die anderen noch so sagen.
 

Spirit328

Der, der hier etwas weniger da ist.
Teammitglied
Das gute SM58 ist lange Zeit DAS Gesangsmikrofon auf Bühnen gewesen. Auch das SM57 kam schon mal zum Einsatz, Tom Petty oder David Bowie haben es gerne eingesetzt. Das AKG D5 ist in den Höhen weniger offen, das hat auf der Bühne den entscheidenden Vorteil, das es weniger schnell Rückkopplungen gibt. Es hat einen schönen Grundton und eine bessere Auflösung in den Mitten und unteren Mitten.
Da alle drei dynamische Mikrofone sind, rauschen sie bauartbedingt etwas mehr als Kondensator Mikrofone. Dafür sind sie auch übersteuerungsfester. Aber die Wenigstens von uns wollen eine Ur-Schrei Therapie verzerrungsfrei aufzeichnen.

Das Du bei den Aufnahmen mit den Kondensator Mikrofonen mehr Raum hörst, ist normal, das gehört so.
Bei Kondensator Mikrofonen braucht es deutlich weniger Schallenergie, um eine brauchbare Spannung am Ausgang des Mikrofons zu erzeugen. Das macht sie auch deutlich empfindsamer und deswegen hörst Du bei Kondensator Mikrofonen auch den Raum stärker.
Deswegen hilft bei Kondensator Mikrofonen auch nur: Dämpfung des Raums, wenn Du weniger Raum hören willst. Der Aufwand ist aber gerechtfertigt, denn so bekommst Du auch die feinen Nuancen auf die Aufnahme und das hört sich viel besser an.

Das Rode NT1 A ist ein "Quasi-Standard" Mikrofon und viele Leute hier setzen es ein. Es ist recht preisgünstig und man bekommt beim Hans sogar noch einen Pop-Schutz dazu und bezahlt "nur" 159€. Das ist schon recht günstig. Natürlich gibt es auch andere Mikrofone in diesem Preissegment, aber die sind nicht so populär. Ich mag auch das AKG C3000 sehr gerne. Es ist sogar etwas kompakter und läßt sich viel leichter in eine "Über-Kopf" Position bringen.
Aber auch das Audio Technica AT 2035 oder auch das Lewitt LCT 240 PRO BK Bundle oder auch das Sennheiser MK4 (B-Stock) sind sehr brauchbare Mikrofone. Vor allem wenn man das Preis-/Leistungsverhältnis beachtet.

Doch es gilt, was ich immer sage: "Am besten - Testen!"
Nicht jedes Mikrofon passt auf jede Stimme. Die Profis probieren das immer aus.
Natürlich haben sie zum einen ein recht großes Arsenal von Mikrofonen, zum anderen haben sie Erfahrung und können eine Vorauswahl treffen. Aber manchmal probiert man alles durch und am Ende ist ein altes ranziges SM58 doch die beste Wahl. Am besten -Testen!

Auch wenn hier alles Hobby und Hobby-Budget ist, so würde ich dennoch eine bewußte Optimierung zwischen Preis und Leistung treffen. Da fallen die EM800 vom Hans nach meiner Meinung raus. Da kostet eins 39€ und daran verdient Hans noch und nicht zu knapp. Ergo .... na ja!

Das mit dem Brummen kann z.B.: daran liegen, daß das "Pischmult" und der Rechner nicht aus DERSELBEN Steckdose mit Strom versorgt werden. Oder weil .... es halt Beh ... Beh .... Beh ... ist. Aber man arbeitet mit dem was da ist. :)

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich das NT1 A (oder ähnliches) verwenden.
Das EM800 ist ganz okay, wenn Du mal etwas Atmo brauchst oder Geräusche aufnehmen möchtest, die recht leise und höhenlastig sind. Es ist nicht schlecht (vor allem für DEN Preis), aber ... nun ja. Es hat recht enge Grenzen. Hör Dir mal den Unterschied dieses Klangbeispiels an: KLANGBEISPIEL. Das sind nicht nur preislich Welten an Unterschied.
Die dynamischen Mikros würde ich für das nehmen wofür sie gebaut sind. Für Rock 'n Roll auf der Bühne. Im Studio würde ich sie nur nehmen, wenn nichts anderes da ist. Sie sind halt nicht so sehr dafür gedacht.

Am Ende gilt: Wir machen hier Hobby, zumindest die meisten von uns. (Eine gute Handvoll machen das beruflich.)
Und die aller wenigstens haben ein Neumann U87 ai oder ähnlich teueres Equipment, dennoch hört sich das alles schon recht gut an und ist technisch auf einem recht hohen Niveau. Da staunt man immer wieder.
Wenn Du also "richtig" einsteigen willst ins Hörspiel-Sprechen, würde ich mit dem Rode NT1 A anfangen, einen guten Kanal am Xr18 suchen und dann eine gute Pegelung vornehmen. Bei den Geräten dieses Herstellers ist es ratsam mit einem möglichst hohen Pegel zu fahren, aber immer sehr genau darauf zu achten, daß man im "grünen" Bereich bleibt. Die PreAmps sind nicht so richtig übersteuerungsfest und das hört man sehr deutlich.
Das XR18 ist für die Bühne gedacht und weniger für's Studio. Wenn es auf der Bühne ein bißchen brummt ... gehört halt irgendwie zum Rock 'n Roll dazu. Und meistens brummen die Tretminen und/oder Gitarrenamps noch mehr, so fällt das nicht wirklich auf. Im Studio aber schon.
 

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