MaVericK

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Sprechprobe
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Wenn ich Eure Ratschläge mal zusammenfasse, ergibt sich für mich folgendes Problem:
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Ich denke, diese Änderungen werden sehr schwierig werden, da sich mein Sprechen 67 Jahre lang entwickelt hat. Ich werde es nur abschwächen können, weil es sich, wenn ich darauf achte, sonst wieder gezwungen und konzentriert anhört. Wahrscheinlich muss ich den Kompromiss eingehen, das als Eigenheit meines Sprechens zu akzeptieren und zu "verkaufen". Aber eines kristallisiert sich auf jeden Fall heraus: Innere Lockerheiut und Entspanntheit sind wohl die Grundlage von allem ... Wenn man an Fehler denkt, ruft man sie herbei ...
Moin Moin Lieber Rainer,

ey du hast ne super Stimme! Und ich glaube mit etwas Training kommst du da schnell auch hin wo du willst.

Text liest sich auch interessant, ich komme ja aus dem Horror und Fantasie, darum auch mal Herzlich Willkommen lieber Autorenkollege.

Zieh das mal ein Jahr hier durch und höre dir dann deine Texte an👍🏼 Potential hast du auf jedenfall. Liest du auch auf Lesungen?


Und dann: Ich persönlich habe mir hier durch HoerTalk zich Autorenträume schon erfüllt: Produziertes Hörspiel, Animationsfilm - Live-Lesugen, ein ganzer Musik-Score für eine Geschichte von mir. Was ich damit sagen will, du hast hier so viele krasse Leute aus dme Kulturbereich, du wirst hier sehr viel Freude haben 👍🏼 Wer weiß, wenn du ein Thriller hast- Hörspiel wäre sicher auch eine coole Adaption👍🏼
 
Dankeschön. Eine Frage für die Profis: Mir ist aufgefallen, dass ich manchmal unbewusst das letzte Wort eines Satzes in die Länge ziehe und sich das viel besser anhört. Aber nicht immer. Gibt es dafür so etwas wie eine Regel oder überhaupt einen Grund?
 

Telliminator

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@Rainer Sonnberg

Lass mal schauen, ob ich das heraus finde....

Ja, es gibt in der Sprecherziehung und Rhetorik gezielte Prinzipien für das bewusste Dehnen des letzten Wortes (auch Dauerakzent oder terminale Längung genannt).

In der alltäglichen Umgangssprache passiert dies oft unbewusst (z. B. beim Nachdenken oder Jammern). Im professionellen Sprechen wird es jedoch als stilistisches Werkzeug eingesetzt.

Wann man das letzte Wort dehnen sollte
  • Bei Kernaussagen: Um das absolute Schlüsselwort einer Botschaft unmissverständlich hervorzuheben.
  • Vor großen Pausen: Am Ende eines wichtigen Sinnabschnitts oder vor dem Wechsel zu einem neuen Thema.
  • Beim Aufbau von Spannung: Um das Publikum auf das zu lenken, was als Nächstes folgt (z. B. bei einer Ankündigung).
  • In der Lyrik und beim feierlichen Sprechen: Um dem Text mehr Pathos, Rhythmus oder Schwere zu verleihen.

Warum man das tun sollte (Die Wirkung)
  1. Erzeugt den „Nachhall-Effekt“: Das letzte Wort bleibt sprichwörtlich im Raum stehen. Es gibt den Zuhörern die nötige Zeit, den Satz kognitiv zu verarbeiten.
  2. Signalisiert das Satzende: Es dient als akustischer Punkt. In Kombination mit einer senkenden Stimme (dem sogenannten Tiefschluss) weiß das Publikum instinktiv, dass der Gedanke abgeschlossen ist.
  3. Verhindert das „Verschlucken“: Viele Sprecher werden am Satzende leiser und undeutlicher. Die bewusste Dehnung zwingt den Sprecher dazu, bis zum letzten Buchstaben auf der Atmung zu bleiben.

Wichtige Daumenregel für die Praxis
Dehnen Sie nur den betonten Vokal des Wortes, nicht die Endung.
  • Richtig: „Das ist unser Zi-i-i-el.“
  • Falsch (Umgangssprachliches „Leiern“): „Das ist unser Zieeeel-uh.“
Hier sind verschiedene Übungssätze, aufgeteilt nach dem gewünschten Einsatzzweck. Achte beim Sprechen darauf, nur den fettgedruckten Vokal im letzten Wort in die Länge zu ziehen und die Stimme am Ende deutlich zu senken (wie ein akustischer Punkt).

1. Für Präsentationen & Vorträge (Fokus: Seriosität und Nachhall)


Hier gibt die Dehnung dem Publikum Zeit, die Kernbotschaft zu verarbeiten.
  • „Das ist das Fundament für unseren Erfolg.“
  • „Wir investieren nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.“
  • „Die endgültige Entscheidung liegt ganz allein bei ihnen.“

2. Für feierliche Reden & Ankündigungen (Fokus: Spannung aufbauen)

Nutze die Längung hier, um den Moment groß und wichtig wirken zu lassen.
  • „Und der Preis für das Lebenswerk geht an...“
  • „Wir stehen heute hier für Freiheit und Gerechtigkeit für alle.“
  • „Was uns jetzt noch retten kann, ist Mut und Zusammenhalt.“

3. Für Storytelling & Vorlesen (Fokus: Atmosphäre schaffen)

Hier hilft das Dehnen, die Stimmung einer Geschichte spürbar zu machen.
  • „Plötzlich wurde es im Raum totenstill.“
  • „Sie blickte auf das Meer und sah endlich dort... das Licht.“
  • „Der alte Mann drehte sich um und verschwand im Nebel.“
Tipps für das Training:
  1. Atmen: Atmen Sie vor dem Satz tief ein, damit Ihnen am letzten Wort nicht die Puste ausgeht.
  2. Die Pause danach: Halten Sie nach dem gedehnten Wort für mindestens 2 Sekunden Blickkontakt und schweigen Sie. Das verstärkt die Wirkung enorm.
 

Marco

Fledermausohr, Autor, Sprecher
Teammitglied
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Hallo Rainer,

eine wirklich schöne und warme Stimme.
Ich denke, dass das hier noch keiner gesagt hat was jetzt kommt.

Der Laie liest Text, wie er es in der Schule gelernt hat. Aber so sprechen wir ja nicht. Jedes Komma wird in der Schule mitgelesen. Der Unterschied ist, dass der Profi nicht jedes Kommata liest. Oftmals geht das Komma beim Sprechen unter und das fühlt sich natürlich an.
Ich selber übe auch noch was sowohl das Sprechen, als auch das Lesen betrifft.

Wollte auch nur mal so meinen Senf dazu geben.
 
Ha, hab ich doch irgendwie gefühlt: "Der Unterschied ist, dass der Profi nicht jedes Kommata liest." Wie war das mit den Regeln und dem Brechen derselben? Bist ein Genie. herzlichen Dank!
 
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