Poldi

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Hercule Flambeau's Verbrechen - 2. Corpus Christi

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Erster Eindruck: Auf der Suche nach dem Schatz der Templer

Hercule Flambeau, der Meisterdieb, verweilt in Spanien und verbringt eine heiße Nacht mit einer verheirateten Frau. Doch leider werden sie vom eifersüchtigen Ehemann unterbrochen, und auch die geraubten Schmuckstücke kann er nicht retten. Seinen Frust darüber will er in einer Bodega ertränken, doch sein Freund Alejandro da la Vega bringt ihn auf eine wesentlich interessantere Spur: In einer alten Abtei soll der Schlüssel zum legendären Schatz der Templer verborgen sein. Doch bevor es losgeht holen sich die beiden noch Hilfe...

Nach einem furiosen Auftakt von "Hercule Flambeau's Verbrechen" durfte man entsprechend gespannt auf den zweiten Teil der Serie um den Meisterdieb sein. Und diese Erwartungen werden sogar noch übertroffen: Hier merkt man erst richtig, wie viel Potential in der Serie steckt, denn storytechnisch unterscheidet sie sich komplett von ihrem Vorgänger. Völlig unterschiedliche Ausgangssituationen, Verläufe und Hintergründe machen beide Folgen absolut individuell. Nach dem (äußerst amüsanten) Vorfall mit Juanita Guitierrez macht sich Hercule hier auf die Suche nach einem der legendärsten Schätze der Welt, dem Schatz der Templer. Ich war erstaunt, wie viel Geschichte in gerade einmal einer Stunde Laufzeit steckt, was auf das hohe Erzähltempo zurückzuführen ist. Spannend ist es geworden, witzig und beeindruckend, und so kann sich die Folge im Vergleich zum Vorgänger locker behaupten.

Nur vier Sprecher plus Erzähler werden gebraucht, um diese Geschichte umzusetzen, wobei diese ganz wunderbar agieren. Dabei ist Hans Georg Panczak wieder in seiner charmanten und lockeren Art als Hercule Flameau vertreten. Als Alejandro de la Vega ist Norman Matt zu hören, eine gute Wahl, den wir hoffentlich noch einmal zu Ohr bekommen. Christine Pappert spricht Juanita Guitierrez voll spanischem Temperament, Scharfsinn und Gefühlfür ihre Rolle. Als ihr eifersüchtiger Ehemann hört man Thomas Karallus, und Peter Weis ist wieder mit seiner eigenwilligen Art als Erzähler zu hören.

Die Musik ist so geschickt eingesetzt, dass sie dem Hörer im Hintergrund beeinflusst und verschiende Stimmungen vermittelt, ohne sich aufzudrängen oder in den Vordergrund zu stellen. Auch die Geräusche sind gut eingefügt und unterstützen die Glaubwürdigkeit der Handlung.

Das Cover ist dieses mal düsterer als das erste, geheimnisvoller. Leider hat das gewählte Fotomotiv nur marginalen Bezug zum Hörspiel, bestimmt hätte man ein passenderes Cover gefunden. Der Rest ist wie immer: Alle nötigen Angaben, aber sonst keine Aufsehen erregende Aufmachung.

Fazit: Unbedingt mal reinhören, auch von der zweiten Folge des Meisterdiebs bin ich vollkommen überzeugt!
 
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