Sonstiges Der einfache Mann und das Genie [philosophische Kurzgeschichte] Teil 1 [Sprecher gesucht]

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Immanuel

Hoertalker
Der einfache Mann
und das Genie / Die Begegnung

Ein einfacher Mann, bescheiden lebte er bis der Tag am Horizont des Meeres unterging. Der Tag des Tages war er, als er auf das Meer blickte. Doch nicht nur der Tag an sich ging zu ende, nein auch der Tag des Lebens des einfachen Mannes begann zu schwinden.
Alt ist er geworden, müde wurden seine Knochen, sein Haar war grau , doch zufrieden blickt er auf das Meer.
So wie sich die Sonne sanft am Horizont in die Tiefe des Meeres taucht, so taucht auch er gelassen, froh und heiter in die Nacht.
Lange leben würde er nicht mehr, dessen war er sich bewusst. Doch Freunde hat er um sich, Freude hatte er mit ihnen geteilt, der Wein, das Brot, der Tanz und der Gesang, sie hielten in fern von jener Not.
Jener Not die er noch blicken würde, auf seiner Reise. Seiner letzten Reise die zugleich viel länger ist als die, die er schon hinter sich hatte.
So blickt er ohne Reue, ohne Angst, in die Abenddämmerung seines Lebens. Er will es der Sonne gleichtun, noch einmal sein Leben in der Abendröte färben, so wie es mit der Morgenröte begann. Ohne die Blüte der Vergänglichkeit, die erst am Ende des Lebens die Knospen öffnet, mit Trauer zu trüben.
Doch das Schicksal hatte einen anderen Plan. So blickt er, kein Weiser, keine Genie, er als einfacher Mann, er blickt in einfachster Weise gelassen auf das Meer.
Ein ebenso alter Mann kommt mit seinem Pudel an dasselbe Meer. Er saß neben ihm, ohne dass sich beide sahen. Der einfache Mann ließ sich fangen von der Schönheit der Sonne. Von dem Genuss des Lebens.
Der Mann nebenan versank ebenso wie er im Leben, in seinen Büchern. Sein Leben hat er damit verbracht die Welt zu ergründen. Nach seinem Tod sollte sein Werk in die Geschichte als eine der bedeutendsten philosophischen Schriften eingehen. Unseren einfachen Mann wird man vergessen, ehe der letzte der ihn kannte um in trauerte, an ihm dachte.
Doch der Pudel beginnt zu bellen und so blicken sich beide. Nun fragt der einfache Mann das noch verkannte Genie: Über was schreibst du denn da?
Das Genie antwortete den einfachen Mann: Ich schreibe über das Leben! Was es ist, was es will!
Das verstehe ich nicht, antwortet der einfache Mann. Das Leben ist doch vor uns, siehst du denn nicht die Schönheit der Sonne? Spürst du den sanften Wind? Hörst du nicht die Vögel singen? Riechst du denn nicht das Salz in der Luft? Nein! Antwortet das Genie energisch! Du siehst nichts! Deine Augen blicken, deine Ohren hören, deine Nase riecht. Du aber siehst, du schmeckst, du hörst immer nur die Dinge durch deine Sinne. Du siehst aber nie wie sie sind, nur eine Vorstellung kannst du gewinnen.
Das verstehe ich nicht, sagt der einfache Mann. Das Genie überreicht im ein dickes Buch. Der einfache Mann liest ein paar Seiten, legt es dann auf die Seite und blickt wieder auf die Sonne. Da fragt das Genie. Verstehst du denn jetzt? Da antwortet der einfache Mann. Nein. Als ich da las, da fragte ich mich, was mir das Blatt schenken möge, was mir die Sonne nicht schon schenkte. Wir sitzen hier beide an einem wunderschönen Abend, an einem wunderschönen Tag. Das Leben, ja das Leben selbst spricht zu mir in seiner Schönheit. Du aber überreichst mit eine Schrift, zu verstehen wage ich sie nicht. Doch warum sollte ich frage ich dich?
Ich blicke dich und so siehst mir nicht vom Glück gezeichnet aus, das Unglück steht in deinem Gesicht geschrieben. Wahrlich klug klingen deine Worte, doch zu lesen oder zu verstehen erscheint es mir nicht.
Ich bin nur ein einfacher Mann!
Du scheinst gebildet, sprichst viele Sprachen, wahrlich schon gehört habe ich von dir, dir und deinem Pudel, doch wenn ich dich blick, dann frag ich mich: Wenn du das Leben verstanden hast, warum sollte ich? Lieber lasse ich mich von ihm verzaubern. Der Zauber verspricht mir mehr Glück als Wissen.
 

SeGreeeen

Never Resting Spirit
Hast du die ganzen Satzzeichen absichtlich weggelassen? Weil wenn nicht: Damit würde sich dein Text definitiv besser lesen. Ich verstehe teilweise nicht wer gerade spricht.

Die Idee ist glaube ich ganz gut. Du solltest aber definitiv an deinem Fokus arbeiten. Wenn du "er" schreibst, weiß man oft nicht welcher "er" gemeint ist. Auch die Beistrichsetzung könntest du noch etwas verbessern, da man einfach teilweise nicht versteht worum es plötzlich geht.
Vielleicht hast du ja Lust es zu überarbeiten :). Die Idee finde ich, wie gesagt - falls ich die Geschichte richtig verstanden habe - ganz gut.
 

Immanuel

Hoertalker
Hast du die ganzen Satzzeichen absichtlich weggelassen? Weil wenn nicht: Damit würde sich dein Text definitiv besser lesen. Ich verstehe teilweise nicht wer gerade spricht.

Die Idee ist glaube ich ganz gut. Du solltest aber definitiv an deinem Fokus arbeiten. Wenn du "er" schreibst, weiß man oft nicht welcher "er" gemeint ist. Auch die Beistrichsetzung könntest du noch etwas verbessern, da man einfach teilweise nicht versteht worum es plötzlich geht.
Vielleicht hast du ja Lust es zu überarbeiten :). Die Idee finde ich, wie gesagt - falls ich die Geschichte richtig verstanden habe - ganz gut.
Hi,

ich hab hier eine ausgebesserte Version, das ist nur eine Notiz von mir, d.h. in einem Rück ein Gedanke schnell runter getippt. Wenn es wer vertonen möchte, dann bessere ich das schon vorzeitig (sauber) aus. Ich hab mehrer solcher Geschichten, die ich erstmal nur so schreib und dann überarbeite wenn ich Zeit hab. :)

LG
 

PeBu34

Super-Hoertalker
Hallo @Immanuel

Das ist ein sehr schöner, tiefgehender Text! Herzlichen Dank fürs Teilen! :)

Was mich mehr gestört hat, als die fehlenden Satzzeichen, waren einzelne Rechtschreibfehler und ein paar unklare Formulierungen. Außerdem wechselst du innerhalb einzelner Sätze immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das verwirrt mich. Auch würde ich einzelne Formulierungen nochmal überdenken. Hier ein Beispiel. :)
Wir sitzen hier beide an einem wunderschönen Abend, an einem wunderschönen Tag.

Wenn es wer vertonen möchte, dann bessere ich das schon vorzeitig (sauber) aus.
Ich denke, andersrum wird ein Schuh draus. :) Wenn du den Text so überarbeitest, dass er vollständig verständlich und möglichst fehlerfrei ist, wird sich jemand finden, der/die ihn vertonen will. So, wie er jetzt ist, hab ich das Gefühl ihn gleich überarbeiten zu müssen. (Aber das liegt daran, dass ich, was die Sprache angeht, ziemlich perfektionistisch bin.) Wie gesagt gefällt mir der Text inhaltlich sehr gut! :)

Liebe Grüße von
Peter :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Immanuel

Hoertalker
Hallo Peter,

Hallo @Immanuel

Das ist ein sehr schöner, tiefgehender Text! Herzlichen Dank fürs Teilen! :)
Sehr gerne. Er einspringt meiner Philosophie und greift hier den ersten Paragrafen meiner abstrakten Philosophie auf, eine Philosophie definiert keine Werte, sie muss an sich selbst ein Wert sein (sonst ist sie ein Widerspruch in sich). Basierend auf Schopenhauer, der im übrigen hier auch eingebunden ist.
Was mich mehr gestört hat, als die fehlenden Satzzeichen, waren einzelne Rechtschreibfehler und ein paar unklare Formulierungen. Außerdem wechselst du innerhalb einzelner Sätze immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das verwirrt mich. Auch würde ich einzelne Formulierungen nochmal überdenken. Hier ein Beispiel. :)
Ich vermute du meinst den Widerspruch Abend/ Tag? Der Text ist in 3 Ebenen zu interpretieren, die unklaren Formulierungen sind logische Bedingungen zueinander. Der Tag ist hier die Metapher, der Abend ist die letzte Etappe des Lebens. (Der Tag ist somit ein Leben innerhalb des Lebens der Person, eine Verschachtelung)

Ich denke, andersrum wird ein Schuh draus. :) Wenn du den Text so überarbeitest, dass er vollständig verständlich und möglichst fehlerfrei ist, wird sich jemand finden, der/die ihn vertonen will. So, wie er jetzt ist, hab ich das Gefühl ihn gleich überarbeiten zu müssen. (Aber das liegt daran, dass ich, was die Sprache angeht, ziemlich perfektionistisch bin.) Wie gesagt gefällt mir der Text inhaltlich sehr gut! :)

Liebe Grüße von
Peter :)
Ich war früher auch extrem perfektionistisch und wenn ich anfange, dann zieht sich das sehr. Ich prüfe d.h. die logischen Beziehungen zueinander, diese sind mir in erster Linie wichtig. Es ist aber problematisch, da ich ihn so schreiben will, dass ein normaler Leser ohne Bezug zu Schopenhauer versteht was ich meine, dann eben ein philosophischer Bezug zu den beiden Personen besteht und dann auch zum angesprochenen Werk. Es ist also 3 fach ineinander verschachtelt, wobei alle 3 Ebenen das selbe Aussagen (sollen). Das muss man nicht machen, aber so fügt es sich perfekt in die rein abstrakte Philosophie, liest man beides wird das sehr deutlich. Wenn ich dann aber etwas ausbessere, so dass es in der ersten Ebene klar wird, dann kann es sein, dass es in der zweiten oder dritten zueinander, es sind ja logische Beziehungen, nicht mehr stimmt. Durch das Bedenken der ineinander verwobenen Beziehungen leidet aber dann natürlich die Metapher.

Ich weiß noch nicht wie ich das handhaben soll.
Die oberflächlichen Fehler bessere ich form vertonen aus, da es nur ein Teil von mehren Reihen ist, (Es sind 3 Geschichten die zueinander verlaufen), erstelle ich in der Zeit die ich habe zuerst die Geschichten und dann bessere ich den Rest aus. Ich arbeite immer so, damit komme ich besser zurecht, da ich mich zunächst auf den Gedanken den ich zeichnen möchte und den logischen Beziehungen konzentrieren kann.

Natürlich sollte der Text dann vor dem vertonen verbessert werden. Wenn sich nur so keiner findet, dann behalte ich mein Schreibschema bei. Das rutschen von Vergangenheit und Gegenwart passiert mir immer mal, wenn ich beim Schreiben an die Personan denke und nebenbei schreib. Das ist so eine Make von mir, lässt sich aber schnell ausbessern. :)

LG
 

PeBu34

Super-Hoertalker
Hallo @Immanuel
und herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort! :)

Ich vermute du meinst den Widerspruch Abend/ Tag?
Das war nur ein Beispiel. Es gibt noch ein paar andere, auf die ich aber nicht eingegangen bin, weil ich sonst gleich den ganzen Text hätte durchgehen und überarbeiten müssen.

Der Text ist in 3 Ebenen zu interpretieren, .
Dass der Text "in drei Ebenen zu interpretieren ist" ist mir entgangen. Ich bin allerdings auch schon auf den zwei Ebenen gescheitert, die ich in dem Text zu erkennen geglaubt habe.

Wenn ich dann aber etwas ausbessere, so dass es in der ersten Ebene klar wird, dann kann es sein, dass es in der zweiten oder dritten zueinander, es sind ja logische Beziehungen, nicht mehr stimmt.
Hm, das ist natürlich schwierig! :) In dem Fall würde ich aber sagen: Wenn textliche (oder logische) Ebenen nicht mehr zusammenpassen, sobald eine klar formuliert ist, stimmt eventuell etwas mit der Logik in den Beziehungen der drei Ebenen zueinander oder mit der Logik der Theorie nicht. Dann wäre m.E. eine vordringliche Aufgabe alle drei Ebenen (evt. erstmal einzeln) klar auszuformulieren und zu prüfen, ob sich die logischen Beziehungen zwischen den drei Ebenen auch dann noch aufrecht erhalten lassen. Wenn nicht, wäre in letzter Konsequenz evt. die ganze Theorie zu überdenken. - Soweit mein Tütchen Senf zumThema. :) Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich mit Philosophie nur oberflächlich beschäftigt habe, mich also nicht so gut damit auskenne.

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Immanuel

Hoertalker
Hallo @Immanuel
und herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort! :)
Hallo Peter,

ja ich muss mal schauen, die Kernaussage ist ja erstmal eine Frage. Das oben zielt auf Schopenhauer ab, im §1 seines Hauptwerkes schreibt er, wahre Philosophie ist es, dass man die Realität wirklich ins abstrakt reflektierte Bewusstsein setzen muss. Jetzt heißt aber Philosophie Liebe zur "Weisheit", was aber nun diese Weisheit ist, das wird hier angegriffen. Eine zweite Ebene ist, dass gerade Menschen die eben dies machen, was eben infrage gestellt wird, fast immer unglücklich sind. Usw. Es ist somit in sich selbst noch gar nicht vollständig interpretierbar, da es nur einen Teil einer Kette an Geschichten darstellt. Da ich immer streng logisch abstrakt argumentativ aufbauen, teste ich die These rein logisch. Wie verständlich es dann ist, ist eine andere Sache. Tatsächlich wird sich aber alles immer erst im Kontext ergeben, du weißt bei einem Roman auch nicht nach der ersten Szene, wie alle Charaktere zu interpretieren sind, was sie sich denken usw. Fehler in der Formulierung sind natürlich was anderes. Ein gewisser Interpretationsspielraum und eine gewisse Frage nach einer Erkenntnis, ist jedoch direkt angestrebt, diese sollte sich im Laufe dann immer mehr aufklären. So eine Mischung aus Geschichte und Rätsel.

LG
 

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