Vorgehensweise beim Einsprechen

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Brigant

Super-Hoertalker
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

Ich habe von einem Tontechniker gelesen, der oft Synchronsprecherproben bekommt, dass eines der Hauptaugenmerke bei einem gesprochenen Text die Kommas sind. Soll heissen, in der Schule lernen wir beim lesen lernen wenn ein Komma kommt, mache eine kurze Pause/Zäsur, damit auch jeder weiss, dass da ein Komma ist. Das hört sich dann vorgelesen an.

Das ist aber auch gleichzeitig sehr unnatürlich, denn wir Sprechen selber im täglichen Leben nie so.

"Du Tom (pause) kannst DU mir sagen (pause) wo ich deinen letzen Beitrag finden kann?"

Wenn wir uns denn obigen Satz einmal anschauen, so würden wir den Satz genauso lesen (mit den Pausen) wenn die Kommas im Satz richtig gesetzt wären. Denn so haben wir "vorlesen" gelernt. Aber so sprechen wir nicht, das ist ganz und gar unnatürlich. Wir würden eine Pause machen nach Tom, um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen und dann den restlichen Satz in einem Rutsch durchsprechen.

Ich habe mir alte Aufnahmen von mir angehört und es stimmt, ich tappe immer wieder in diese "Kommafalle", wie ich sie nenne. Ich habe aus Spass einmal in alten Aufnahmen die ganzen Kommapausen heraus geschnitten (wo es mir sinnvoll erschien) und das Ergebnis war ein viel flüssigerer, natürlicher gesprochener Text.

Ich versuche seither für das Sprechen die meisten Satzzeichen innerhalb eines Satzes zu ignorieren und diesen in einerm Rutsch durchzukriegen. Natürlich machen Pausen auch Sinn und wir wollen auch den Text nicht durchhecheln. Aber meine Erfahrung hat gezeigt: Lieber Pausen nach einem Satz (man muss ja auch Luft holen) und Sie dafür in einem Satz ignorieren ist meist viel natürlicher.

Das ist ein Tipp den man ganz allgemein ohne grosse Stimmbildung hin bekommen sollte.
 

Dagmar

I'm not weird, I'm gifted
Sprechprobe
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ROH

Ryan
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

(...) die meisten Satzzeichen innerhalb eines Satzes zu ignorieren (...)
(...) Ignoriert die Satzzeichen"
"Achso, glaubst du."
"Achso, glaubst du?"
"Achso, glaubst du!"
"Achso? Glaubst du!"
"Achso? Glaubst du."
"Achso? - Glaubst du?"
"Achso?! Glaubst du!?"
"Achso! Glaubst du!"
"Achso,- glaubst du."
"Achso,- glaubst du?"
"Achso - glaubst, du!"

"Ich, - versteh das nich. - Nein, ich mein:
Wenn ich es verstehen könnte, - ich, - ich,-
würd ja sagen "Ja", - aber - Ich weiß nich: Wie?
- Und, ja. - Ich versteh's nich."

:eek:

~ wollt nur blödsinn machen... T'schuldigung.^^
 
Zuletzt bearbeitet:

Kikifatz

Hoertalker
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

Hier sind wirklich sehr viele gute Ratschläge dabei die für einen Anfänger wie mich bestimmt hilfreich sein werden.
Bisher gehe ich an das Thema sehr intuitiv heran - soll heißen, ich lege meine Sprechproben so an wie ich die jeweilige Situation "spielen oder erleben" würde. Also schon eine Art "method acting" für Amateure hahaha

Vom Empfinden hilft mir das sehr sich in eine Figur oder Rolle hinein zu versetzen.
Dazu gehört für mich auch ganz klar das Proben und durchspielen der einzelnen Facetten.
Je nachdem wie ich die Figur oder den Ablauf der Geschichte sehe.
Auf gut Deutsch geht eine Menge aus dem Bauchgefühl bei mir heraus.
Ob es am Ende reicht... da werdet ihr mir hoffentlich bald Auskunft geben können.
Ich hoffe Heute oder Morgen schon meine 1. Proben hier einstellen zu können- Bin schon ganz aufgeregt!! :eek:
 
Zuletzt bearbeitet:

Tine Brecht

Hoertalker
Sprechprobe
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*nicht die Chia, er ist. antworten trotzdem, er tut*
Stimmsitz heißt, Schreie in der Indifferenzlage Deiner Stimme. Also nicht zu hoch gehen mit der Stimme.
Die Indifferenzlage ist die Tonhöhe Deiner Stimme, die Du hörst wenn Du laut seufzt: Am Ende des Seufzers bist Du in etwa in der Indifferenzlage.
Weiterhin wichtig beim Schreien ist die Rachenweite (an Gähnen denken oder bitte einfach mal Gähnen, jetzt: Das Gefühl was Du jetzt hast, nennt man Rachenweite). Also nicht den Hals "eng" machen beim Schreien. Dazu kommt noch die "Minimalluft" und der "Druck von Unten".
Minimalluft = Wenig Luft im oberen Brustbereich. (Erreichbar z.B. durch lautes Seufzen)
Druck von Unten = Der Muskelapparat im Unterbauch/Po/Lendenbereich schleudert die Luft beim Schreien (oder Sprechen) hinaus. Der Druck kommt also nicht aus der Brust oder gar dem Hals, sonst droht miese Stimmung und Heiserkeit!
Das ist mal eine präzise Beschreibung!
 

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