S.I. Synthetic Intelligence - Phase 1. Der Anfang

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Poldi

Super-Hoertalker
S.I. Synthetic Intelligence - Phase 1. Der Anfang



Erster Eindruck: Die Welten geraten aus den Fugen…

Elliot Meister leidet seit seiner Kindheit und Depressionen und führt ein sehr langweiliges Leben. Das ändert sich schlagartig, als er die Anhalterin Mia mitnimmt und einen Unfall baut. Aus der Untersuchungshaft wird er von seiner Anwältin befreit, was eine Reihe von Ereignissen auslöst, die Elliot weder verstehen noch überblicken kann. Er ahnt nur eines: Er ist ein wichtiges Glied in einer Kette, die die Welt verändern könnte…

S.I. Sythnetic Intelligence ist eine neue Reihe vom momentan wohl aktivsten Label Maritim, die sich oftmals auf eher klassische Hörspiele verschiedener Genres spezialisieren. Was dann allerdings bei Der Anfang herausgekommen ist, habe ich so definitiv nicht erwartet. Es ist schwer zu kategorisieren, ist ein Mix aus Fantasy-, Mystery- und Science-Ficiton-Elementen, doch selbst das scheint noch zu kurz zu greifen. Die poetische Ausdrucksweise, die Elliot Meister in den kurzen Erzählpassagen prägt weiß ebenso zu faszinieren wie die eingestreuten psychologischen und philosophischen Aspekte. Man erahnt ein mystisches Geflecht, dass aus mehreren Welten besteht und in denen Elliot eine wichtige Rolle spielt, doch der Reiz besteht eben darin, dass man sie zu diesem Zeitpunkt nicht durchblicken kann. Das alles ist verpackt in eine Geschichte, die sehr dynamisch zwischen ruhigeren und temporeichen Passagen wechselt und mit immer neuen Wendungen aufwartet. Für mich ein absolutes Highlight, und während sehnsüchtig ich auf den zweiten Teil warte, möchte ich diese Produktion jedem ans Herz legen, der mal etwas Außergewöhnliches zu Ohr bekommen möchte.

Auch die Sprecher machen einen hervorragenden Job, was das Hineinversetzen in die Geschichte wesentlich erleichtert. Allen voran Florian Halm als Elliot Meister, der nicht nur während der Dialoge überzeigt, sondern auch die poetischen und düsteren Erzählpassagen sehr gefühlvoll meistert. Anke Reitzenstein setzt ihre warme Stimme als Katrin sehr eindringlich ein, und wirkt dadurch mysteriös und undurchschaubar. Auch Edgar Bessen ist als Arkada, einer Art Wächter, eine sehr gute Wahl und trägt viel zur geheimnisvollen Stimmung bei. Weitere Sprecher sind Norbert Gastell, Stefan Staudinger und Tina Eschmann.

Auch akustisch wird eine Menge geboten. Treibende und stampfende Computerrhythmen wechseln sich mit harten Gitarrenriffs ab, auch während der Szenen fehlt selten eine Hintergrunduntermalung, was eine dichte und stimmige Atmosphäre ergibt, die weit über dem sonstigen Standart anderer Maritim-Produktionen liegt. Dazu tragen auch die passenden Geräusche und die gelungenen Effekte bei.

Das Cover ist eine recht schlichte Angelegenheit und besteht quasi nur aus dem Titel, einigen Sprechern und einer gestalteten Zahlenmatrix. Leider wird es dem genialen Hörspiel nicht gerecht und wirkt insgesamt zu unspektakulär, wobei ich zugeben muss, dass mir keine wirkliche Alternative einfallen mag. Auch der Rest der Gestaltung ist eher zurückgefahren, aber stimmig.

Fazit: Ein absolut hörenswertes Stück, dass auf eine starke folgende Serie hindeutet. Unbedingt reinhören und genießen!
 

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