Horror-Haus - 1. Owls Creek

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Poldi

Super-Hoertalker
Horror-Haus - 1. Owls Creek



Erster Eindruck: Nichts für schwache Nerven!

Polizist Patrick Gomez ist für ein paar Urlaubstage in das beschauliche Dorf Owls Creek gereist. Doch als eine Frau verschwindet, beginnt er zusammen mit Luke Brighton zu ermitteln. Immer wieder tauchen an verschiedenen Stellen Zahlen auf, die sie zu entschlüsseln versuchen. Doch was sie dabei herausfinden, geht fast über ihre Vorstellungskraft hinaus...

"Fear 4 Ears" ist der Name eines neuen Hörspiellabels, welches nun mit "Owls Creek" sein Erstlingswerk veröffentlicht hat. Bei einer derartig großen Masse an veröffentlichten Hörspielen fällt es sicherlich schwer, neue Akzente zu setzen, um sich von anderen Labels zu unterscheiden. Umso erfreulicher, dass dies mit der ersten Folge aus der Serie "Horror-Haus" gelungen ist! Das Hörspiel erinnert in seiner Art des Wirkens eher an amerikanische Horror-Thriller als an typische deutsche Mystery-Serien. Dass hierbei noch einige kleinere Verbesserungen vorgenommen werden könnten, soll hier gar nicht verschwiegen werden. So fällt teilweise aufgrund der Vielzahl der Charaktere die Zuordnung schwer, was dem Hörer ab und an das Verfolgen der Geschichte schwer macht. Auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Erzählern bin, an der einen oder anderen Stelle wären kurze Erklärungen hilfreich gewesen. Auch treten im Mittelteil kleinere Längen auf, die Laufzeit von über 75 Minuten hätte noch etwas gestrafft werden können. Warum ein Geist einen doch recht anspruchsvollen Zahlencode verwendet, erschließt sich mir auch nicht ganz. Trotz dieser (kleinen!) Fehler bin ich von dem Projekt überzeugt, denn es hebt sich doch wohltuend von der Masse der Veröffentlichungen ab und bietet dem Hörer neue Aspekte. Die Story ist spannend, hat eine gesunde Mischung aus Übersinnlichem und der Realität und ist lobenswert blutarm, spielt dafür lieber mit psychischen Elementen. Und an einigen Stellen ist es mir wahrhaft kalt den Rücken heruntergelaufen. Die beachtliche Professionalität, die hier geboten wird, ist für ein Newcomerlabel überdurchschnittlich. Da das Label bisher noch auf der Suche nach einem Vertrieb ist, kann "Owl Creek" bisher nur über die Homepage www.fears4ears.de geordert werden, was ich hiermit jedem Fan anspruchsvoller Mystery-Hörspiele empfehlen kann!

Die Sprecher waren mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt, haben aber ihre Sache insgesamt sehr gut gemacht. Als Luke Brighton ist Sönke Strohkark zu hören, der gleichsam zuständig für Buch, Regie und Produktion ist. Er schafft es, in jeder Situation glaubhaft zu bleiben und die Gefühlswelt des Mannes gut darzustellen. Ismail Cümer spricht als Patrick "Patch" Gomez mit starken spanischem Akzent, was anfangs etwas befremdlich wirkt, im Laufe der Zeit aber durchaus angemessen erscheint. Gut gefallen hat mir Davi Dannenberg als Lukes Frau Betty Brighton, deren Stimme sehr treffsicher und eingängig ist. Weitere Sprecher sind unter anderem Jan Krogmann, Julia Guggenberger und Maja Ehlers.

Auf der Homepage des Labels findet man einige Fotos von der Produktion der Geräusche, die extra hierfür angefertigt wurden. Das hat sich gelohnt, denn sie fügen sich sehr organisch und realistisch ins Gefüge des Hörspiels ein. Doch auch mit einigen technischen Spielereien wie dem Verfremden von Kinderstimmen werden die schaurigen Aspekte verstärkt. Auch die Musik ist insgesamt sehr gut gelungen und unterstützt die Geschichte in ihrem Wirken.

Das Cover zeigt und ein verfremdetes Foto von einem Wald, das eine düstere und unheimliche Ausstrahlung hat. Lobenswert, dass hier ein Thema aus dem Hörspiel verwendet wurde. Auch die restliche Gestaltung greift dieses Thema auf, was insgesamt einen stimmigen Eindruck macht. Der Hinweis hinter der CD, dass es kein Happy End geben wird, schafft jedoch gleich eine Erwartungshaltung, die die schockierende Wirkung auf den Hörer deutlich einschränkt.

Fazit: Ein absolut gelungener Erstling von einem hoffnungsvollen neuen Label. Spannende Mystery, die ich sehr genossen habe!
 

Starlight

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AW: Horror-Haus - 1. Owls Creek




Owls Creek - Es sollten für Patrick Gomez ein paar entspannte Tage auf dem Land werden. Doch das, was sich hinter der idyllischen Fassade des kleinen Dörfchens Owls Creek verbirgt, wirft Patrick schnell wieder in seinen Alltag als Hüter des Gesetzes zurück.[FONT=Bookman Old Style, Serif] [/FONT]

Als gibt es nicht schon genug Horror- und Gruselserien auf dem Hörspielmarkt, tritt ein neues Label mit dem Namen "Fear4Ears" aus dem Schatten. Sie haben den Hintergedanken, eine Horrorhörspielserie zu produzieren. Doch diesmal handelt es sich nicht um eine normale Horrorserie, in der ein "Möchtegern Sinclair" Geistern, Monstern und Vampiren hinterherjagd, weder noch um eine Serie, in der jede Folge ein schönes Ende bietet. Diesmal ist es anders! Die Verpackung verspricht kein Happy End: "Happy End...war gestern!" Wird das wirklich eingehalten? Und bietet diese Produktion neues? Kann sie sich auf dem überfüllten Hörspielmarkt behaupten?

Eine gruselige und mysteriöse Geschichte, die einem Gänsehaut bereitet. Zwar dachte ich, als ich den Klappentext las, es handle sich um einen Abklatsch oder eine Nachmache von dem Horrorfilm "The Village", aber weit gefehlt. Bietet diese Geschichte alles, was man für einen guten Schocker braucht: Alltagspersonen, ein ruhiges kleines Dorf im Wald und ein Geheimnis, über das sich ausgeschwiegen wird. Die Sprecherliste bietet keinen Hingucker, lauter fremde Namen. Doch das soll ja nichts heißen. Es geht ja schließlich nicht um die Namen, sondern um die Sprechleistung. Und hier wird wirklich gutes geboten: Sönke Strohkark in der Rolle von Luke Brigthon wirkt die ganze Zeit über realistisch und klingt, als hätte er nie etwas anderes in seinem Leben gemacht, als gesprochen. Nicht ein Wort klingt abgelesen oder unwirklich. Ismail Cümer, der die zweite Hauptrolle besetzt, spricht zwar mit viel spanischen Dialekt, was anfangs etwas komisch wirkt, mit der Zeit allerdings behauptet sich dies als weiteren Aspekt der Realität. Alle anderen Sprecher können durchaus mithalten und machen die Gruselstory lebendig. Die Umsetzung ist dem Newcomerlabel wirklich überaus gut gelungen. Die Musik klingt sehr bedrohlich und mysteriös. Mit ihren schaurigen Klängen bietet sie einen breiten und gruseligen Teppich für das Hörspiel. Durch die eigens für dieses Hörspiel aufgenommenen Geräusche fühlt man sich als Hörer noch mehr in die Geschichte hineinversetzt, da die Geräusche doch sehr wirklichkeitsnah klingen.

Wunderbarer Schocker mit viel Potenzial. Die Serie kann sich wirklich von anderen "normalen" Horror- und Gruselserien absetzen, da sie auf ein eigenes Konzept mit viel Spielraum und schockierenden Momenten setzt. Dem Hörer wird hier nicht nur eine gruselige Story geboten, sondern eine dichte und realistische Geräuschkulisse, die ein beklemmendes Gefühl von Angst übermittelt. Folge 2 kann kommen!

Für diese Folge gibts



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© Friedel, 2009
 

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