- #1
Themenstarter/in
Hallöchen zusammen,
ich hatte mich vor längerem dazu entschieden, ein Booth für Aufnahmen zu basteln. Hier möchte ich, für Feedback, aber auch zur Erfahrungsweitergabe, ein kurzes "Tagebuch" führen.
Vielleicht hilft es dem oder der ein oder anderen ja in Zukunft
Vorwort
Ich bin weder Meisterhandwerker, noch Akustikspezialist. Das ganze Projekt entstand aus Informationen die ich mir im WWW zusammengetragen habe.
Ziel ist ein abgeschotteter Bereich, um das Hobby nach besten Möglichkeiten auszuüben, ohne sich eines der teuren (aber bestimmt qualitativ sehr sehr hochwertigen) Fertig-Booths zu kaufen.
Warnung 1: Ich hafte nicht für Stabilität oder richtige Umsetzung
Warnung 2: Der Text ist lang - kurz kann jeder
Regelmäßiges Update bis zum Projektabschluss
Ich werde den Hauptbeitrag hier immer wieder editieren, bis das Projekt abgeschlossen ist. Neuigkeiten wirds dann mittels kurzem *push* als neue Antwort auf diesen Beitrag geben.
Nachdem der "nackte" Rahmen aufgebaut war, habe ich das Aufnahmeequipment bereits 1x mit vordefiniertem Text im Keller verwendet. Selbige Texte werde ich dann nochmal einsprechen, sobald alles fertig ist. Ich hoffe damit einen kleinen Vergleich zu bieten was ein Booth verglichen zu einem nackten Raum ausmacht (ggf. nehme ich die selben Texte dann von meinem aktuellen Büro mit auf, um diesen Vergleich zu ziehen). Jedenfalls wird es diesen Audiovergleich erst am Ende des Projekts geben.
Vielleicht ergänze ich, falls Interesse besteht auch eine grobe Einkaufsliste.
Ein Resümee was es zum Schluss effektiv gekostet hat, wird ebenfalls ergänzt.
Ausgangslage
Seit mein Sohnemann auf der Welt ist, musste ich mit meinem Büro aus dem geräumigen Zimmer im Obergeschoss umsiedeln. Die Notlösung war (und ist nach wie vor), der Wintergarten, der direkt an Wohnzimmer und Terrasse angrenzt.
Das heißt, mein Computer und die Aufnahmegeräte stehen in einem Raum der zu 3 Seiten zu 100% an Glas grenzt und nach oben hin in den Oberstock sogar offen ist. Soviel zur ersten Challenge...
Als ich im Winter 2025 dann mit dem Sprecher-Hobby begonnen hatte, war natürlich ein wenig Raumbehandlung notwendig. Also habe ich kurzerhand die 3 Glasfronten mit einem 330gsm Molton-Vorhang eingedeckt.
Die (so denke ich passable) Aufnahmequalität, lässt sich in Projekten an denen ich teilnehmen durfte ja anhören.
Problem an der ganzen Sache: Außenlärm und tageszeitliche Abhängigkeit.
Man kann hier nahezu alles aufzählen, was Probleme macht und für Störgeräusche sorgt.
Außengeräusche: Nicht nur der Rasenmäher des Nachbarn, oder viel mehr der Nachbarn, denn ich wohne in einer relativ großen Siedlung. Vögelgezwitscher (!) das von den Glasscheiben, nach meinem Gefühl, verstärkt wird. Autolärm. Gespräche der Nachbarn in den Gärten.
Wohnungsgeräusche: Man will natürlich niemanden dem Hobby unterordnen. D.h. aufgenommen wurde meist wenn alle schlafen. Ansonsten kam hier alles zusammen: Der Trockner, der TV, Telefonate, ein Kind macht naturgemäß auch Lärm beim spielen, die Katze
, wenn sie auf Terror aus sind 
Rücksicht auf die "Umwelt": Zu guter letzt kommt natürlich auch der "Gegenpart" zu tragen. Wenn man Schreiszenen hat, will man weder die eigene Familie, noch Nachbarn, oder die Eichhörnchen und Igel draußen aufwecken.
Kleine Anmerkung am Rande an die Ohrendialog-Runde: Ich weiß bis heute nicht, warum kein Nachbar vorbei kam, nach der Klaus Kinski Interpretation .... vermutlich hatten sie Angst
Aber joa... die Quintessenz = Rücksicht auf die Nachbarschaft, nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen.
Damit war also das "Kellerprojekt" bei mir entstanden.
Das Projekt
Ich hatte mir einige Beiträge auf Youtube und im WWW angesehen, um eine Idee zu kriegen, was ich machen könnte. Dabei Augenmerk auf Kosten, Umsetzbarkeit, Preis:Leistung, Stabilität ...
Budget ist glücklicherweise nicht das Thema für mich, auch wenn ich versuche ein gutes Preis:Leistungs-Verhältnis herauszuschlagen. Immerhin ist's (bis dato) ein Hobby. Selbstgebaut ist sowieso immer mehr wert
Es musste eine Konstruktion sein, die sich im Keller realisieren lässt, da für Kleiderschrank-Aufnahmen der Platz nicht genügt (außerdem würde es die Probleme mit dem Umgebungslärm nicht lösen).
Es gibt nicht wenige "Budget"-Projekte, die auf Stangen + Textildecken setzen. Das wäre auch meine erste Wahl gewesen. Durch die geringe Stabilität des Gesamtkonstrukts mit Stangen (und immsenen Kosten bei Aluprofilen), bin ich dann nochmal andere Varianten durchgegangen. Übrig geblieben ist ein "Raum im Raum"-Konstrukt.
Eckdaten der Konstruktion
Maße: 1,2 x 1,5 x 2,05 m (Breite/Tiefe/Höhe) -> Die Maße ergaben sich schlicht weg aus dem Verfügbaren Raum
Rahmen: Aufbau aus 10x10 bzw 10x6cm Holzstaffeln
Akustischer Aufbau: (von Innen nach Außen): Molton - Umzugsdecken (Malerfilz) - 10cm Steinwolle - Umzugsdecken (Malerfilz)
Weiteres: Offener Eingang mit einer Doppelschiene und 2 Moltonvorhängen; Teppich für Schallabsorption am Boden; Kabeldurchführung an der Hinterseite, um Laptop (Lüfterlärm) außerhalb der Kammer zu betreiben;
Einrichtung: Wireless Maus/Tastatur; LED-Beleuchtung; höhenverstellbarer Tisch; höhenverstellbarer Hocker; Bildschirm; Aufnahmeequiptment (Mikroarm, Mikro, Headset, Interface); Laptop außen (s.o.)
Erste Skizze (ja ja ich hab nen sehr kunstvollen Federschwung), bzw. späterer Bau- & Standort (die Kabine ist auf den Bildern noch mitten im Raum, das dient der besseren Zugängigkeit bei den Arbeiten. Später ist das freie Eck (s.u.) der Endgültige Standort)

Aufbau des Rahmen
Der Rahmen wurde, entsprechend der Skizze, aus 10x10 und 10x6 Staffeln gefertigt. Sägerau, da der Rahmen völlig von Textilien umschlossen sein wird. Da "noch Holz da war" und ich es billiger erhalten hatte, sind die 10x6er imprägniert. Kleiner Spoiler: Mein Akkuschrauber hasst mich seither, denn er braucht mittlerweile sein 3. Bohrfutter inkl. Kukident und Inkontinenzakku für auslaufende Batteriemedien. Aber die 10x10er gingen wie Butter durch ...
Die 10cm Dimensionierung ist für die Stabilität ein "Overkill". Da die Steinwolle aber ebenfalls 10cm stark ist, ergibt sich ein perfektes match.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, die Bilder sollten für sich sprechen. 160er Holzschrauben bzw. hier und da Verstärkung per Winkel:
(einige Bauschritte ... bis zum finalen Rahmen)

Erst spät hatte ich aufgedacht, wie ich denn die Doppelschiene für den Vorhang am Eingang fixieren sollte. Daher gabs kurzerhand (und weil noch Restholz vom Verschnitt da war), eine "Adaptierung" Marke Tim Taylor.
Es wurden simpel 2 Klötze in die vorderen oberen Ecken geschraubt, um "Fleisch" für die Schiene zum aufhängen zu bieten.

Verkleidung (Textil & Dämmung)
Der 2. Schritt folgte dann gut 2 Wochen später, nachdem die nächsten Baustoff-Bestellungen eingeholt, bzw. geliefert, wurden.
Der Kern (Rahmenfüllung) ist zu 100% Steinwolle (Rockwool Sonorock) und dient in erster Linie der Akustikbehandlung des Raumes. Dabei steht die Verbesserung der Aufnahmen (innen) im Vordergrund, nicht das Abschirmen von Außengeräuschen.
Geplant war zuerst, lediglich die Außenhaut mit Umzugsdecken (Malerfilz) zu ummanteln. Da aber die "Familienpackung" so groß war, hab ich das ganze kurzerhand auch auf ein erste Innenschicht erweitert.
Zu Beginn (ich arbeite bei solchen Projekten allein, da sonst ab und an besagter Klaus Kinski ausbrechen könnte
; EarPods mit nem Podcast, Musik oder - oh Überraschung - einem Hörbuch / Hörspiel) musste ich dafür sorgen, dass ich mit zwei Händen - mehrere hab ich leider nicht. Weder gesund noch ungesund - alles soweit fassen und halten kann. Daher habe ich vor alle offenen Flächen Drähte gespannt und mit einer herkömmlichen Klammermaschine (Tacker -> das wird im verlauf noch mein Lieblingswerkzeug) fixiert.

Weiter ging es mit der Außenhaut. Im 2. Bild oben sieht man bereits die bekannten Umzugsdecken bzw. Malerfilze. Diese wurden an allen 4 Seiten aufgespannt (nicht an der Decke!), um der Dämmwolle in den Flächen zu fixieren.
Auch hier: Tacker Tacker Tacker! Wichtiger Hinweis: Wenn ihr kalkuliert wie viele Klammern ihr benötigt: Ja, alle! Und davon das doppelte.

Nachdem das erledigt war ging es an die Juckreizkur.
Wichtige Anmerkung: zur Abwechslung ein ernster Part -> Staubmaske, Brille, lange Klamotten! Steinwolle ist meines Wissens nach, nicht mehr in dem Maße Gesundheitsgefährdent wie es früher war, aber die Schutzausrüstung schadet nicht, denn das Zeug juckt auf der Haut und brennt in den Augen... wir haben Corona überlebt, da schadet eine Maske für die paar Stunden nicht
Das Brotmesser, das ein einsames Dasein in der Küche fristet, wie der Ersatztorwart in einer Bundesliga-Mannschaft, entpuppte sich als das perfekte Werkzeug um die Steinwolle-Elemente auf Maß zu schneiden.
Fläche um Fläche wurde ausgemessen, in Form geschnitten und eingesetzt (man erkennt auch ohne fachmännischen Blick, welches die ersten Gehversuche waren und wo der Heimwerkprofi nach 1,5 Praxisstunden seine Meisterbriefprüfung abgelegt hat).

(Einzelplatten; Zwischenstand beim Einsetzen der Platten)
Wie bereits weiter oben angekündigt, hätten Eggard und Werner, sobald alle Flächen gedämmt waren, Feierabend gemacht und einen gekühlten Bölkstoff zu sich genommen.... aber die Familienpackung Malerfilz würde wieder nur das nächste Jahrzehnt an einem unliebsamen einsamen Ort rumliegen. Also wurde nochmals ausgemessen, verglichen wie viel Filz noch übrig war und siehe da, am Ende blieb sogar eine ganze Decke übrig!
Das Beziehen frisst dabei einiges an Zeit, aber das Endresultat lässt den inneren Monk jubilieren. Ich sagte, äh schrieb, ja bereits irgendwo: Selbstgemacht ist einfach mehr wert!

(Innenbezug der Decke; 1. Schicht Innenraum fertig bezogen)
.....und nun Bölkstoff und Football. Es ist immerhin Sonntag! (11.10.26)
Offene Arbeitsschritte: Molton-Innenbezug; Türvorhang; Interieur; spaß haben
______________________________________________________________________________________________________________
Ich freue mich, auch an der Stelle schon, auf jegliche Reaktion
LG
Pascal
ich hatte mich vor längerem dazu entschieden, ein Booth für Aufnahmen zu basteln. Hier möchte ich, für Feedback, aber auch zur Erfahrungsweitergabe, ein kurzes "Tagebuch" führen.
Vielleicht hilft es dem oder der ein oder anderen ja in Zukunft
Vorwort
Ich bin weder Meisterhandwerker, noch Akustikspezialist. Das ganze Projekt entstand aus Informationen die ich mir im WWW zusammengetragen habe.
Ziel ist ein abgeschotteter Bereich, um das Hobby nach besten Möglichkeiten auszuüben, ohne sich eines der teuren (aber bestimmt qualitativ sehr sehr hochwertigen) Fertig-Booths zu kaufen.
Warnung 1: Ich hafte nicht für Stabilität oder richtige Umsetzung
Warnung 2: Der Text ist lang - kurz kann jeder
Regelmäßiges Update bis zum Projektabschluss
Ich werde den Hauptbeitrag hier immer wieder editieren, bis das Projekt abgeschlossen ist. Neuigkeiten wirds dann mittels kurzem *push* als neue Antwort auf diesen Beitrag geben.
Nachdem der "nackte" Rahmen aufgebaut war, habe ich das Aufnahmeequipment bereits 1x mit vordefiniertem Text im Keller verwendet. Selbige Texte werde ich dann nochmal einsprechen, sobald alles fertig ist. Ich hoffe damit einen kleinen Vergleich zu bieten was ein Booth verglichen zu einem nackten Raum ausmacht (ggf. nehme ich die selben Texte dann von meinem aktuellen Büro mit auf, um diesen Vergleich zu ziehen). Jedenfalls wird es diesen Audiovergleich erst am Ende des Projekts geben.
Vielleicht ergänze ich, falls Interesse besteht auch eine grobe Einkaufsliste.
Ein Resümee was es zum Schluss effektiv gekostet hat, wird ebenfalls ergänzt.
Ausgangslage
Seit mein Sohnemann auf der Welt ist, musste ich mit meinem Büro aus dem geräumigen Zimmer im Obergeschoss umsiedeln. Die Notlösung war (und ist nach wie vor), der Wintergarten, der direkt an Wohnzimmer und Terrasse angrenzt.
Das heißt, mein Computer und die Aufnahmegeräte stehen in einem Raum der zu 3 Seiten zu 100% an Glas grenzt und nach oben hin in den Oberstock sogar offen ist. Soviel zur ersten Challenge...
Als ich im Winter 2025 dann mit dem Sprecher-Hobby begonnen hatte, war natürlich ein wenig Raumbehandlung notwendig. Also habe ich kurzerhand die 3 Glasfronten mit einem 330gsm Molton-Vorhang eingedeckt.
Die (so denke ich passable) Aufnahmequalität, lässt sich in Projekten an denen ich teilnehmen durfte ja anhören.
Problem an der ganzen Sache: Außenlärm und tageszeitliche Abhängigkeit.
Man kann hier nahezu alles aufzählen, was Probleme macht und für Störgeräusche sorgt.
Außengeräusche: Nicht nur der Rasenmäher des Nachbarn, oder viel mehr der Nachbarn, denn ich wohne in einer relativ großen Siedlung. Vögelgezwitscher (!) das von den Glasscheiben, nach meinem Gefühl, verstärkt wird. Autolärm. Gespräche der Nachbarn in den Gärten.
Wohnungsgeräusche: Man will natürlich niemanden dem Hobby unterordnen. D.h. aufgenommen wurde meist wenn alle schlafen. Ansonsten kam hier alles zusammen: Der Trockner, der TV, Telefonate, ein Kind macht naturgemäß auch Lärm beim spielen, die Katze
Rücksicht auf die "Umwelt": Zu guter letzt kommt natürlich auch der "Gegenpart" zu tragen. Wenn man Schreiszenen hat, will man weder die eigene Familie, noch Nachbarn, oder die Eichhörnchen und Igel draußen aufwecken.
Kleine Anmerkung am Rande an die Ohrendialog-Runde: Ich weiß bis heute nicht, warum kein Nachbar vorbei kam, nach der Klaus Kinski Interpretation .... vermutlich hatten sie Angst
Aber joa... die Quintessenz = Rücksicht auf die Nachbarschaft, nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen.
Damit war also das "Kellerprojekt" bei mir entstanden.
Das Projekt
Ich hatte mir einige Beiträge auf Youtube und im WWW angesehen, um eine Idee zu kriegen, was ich machen könnte. Dabei Augenmerk auf Kosten, Umsetzbarkeit, Preis:Leistung, Stabilität ...
Budget ist glücklicherweise nicht das Thema für mich, auch wenn ich versuche ein gutes Preis:Leistungs-Verhältnis herauszuschlagen. Immerhin ist's (bis dato) ein Hobby. Selbstgebaut ist sowieso immer mehr wert
Es musste eine Konstruktion sein, die sich im Keller realisieren lässt, da für Kleiderschrank-Aufnahmen der Platz nicht genügt (außerdem würde es die Probleme mit dem Umgebungslärm nicht lösen).
Es gibt nicht wenige "Budget"-Projekte, die auf Stangen + Textildecken setzen. Das wäre auch meine erste Wahl gewesen. Durch die geringe Stabilität des Gesamtkonstrukts mit Stangen (und immsenen Kosten bei Aluprofilen), bin ich dann nochmal andere Varianten durchgegangen. Übrig geblieben ist ein "Raum im Raum"-Konstrukt.
Eckdaten der Konstruktion
Maße: 1,2 x 1,5 x 2,05 m (Breite/Tiefe/Höhe) -> Die Maße ergaben sich schlicht weg aus dem Verfügbaren Raum
Rahmen: Aufbau aus 10x10 bzw 10x6cm Holzstaffeln
Akustischer Aufbau: (von Innen nach Außen): Molton - Umzugsdecken (Malerfilz) - 10cm Steinwolle - Umzugsdecken (Malerfilz)
Weiteres: Offener Eingang mit einer Doppelschiene und 2 Moltonvorhängen; Teppich für Schallabsorption am Boden; Kabeldurchführung an der Hinterseite, um Laptop (Lüfterlärm) außerhalb der Kammer zu betreiben;
Einrichtung: Wireless Maus/Tastatur; LED-Beleuchtung; höhenverstellbarer Tisch; höhenverstellbarer Hocker; Bildschirm; Aufnahmeequiptment (Mikroarm, Mikro, Headset, Interface); Laptop außen (s.o.)
Erste Skizze (ja ja ich hab nen sehr kunstvollen Federschwung), bzw. späterer Bau- & Standort (die Kabine ist auf den Bildern noch mitten im Raum, das dient der besseren Zugängigkeit bei den Arbeiten. Später ist das freie Eck (s.u.) der Endgültige Standort)

Aufbau des Rahmen
Der Rahmen wurde, entsprechend der Skizze, aus 10x10 und 10x6 Staffeln gefertigt. Sägerau, da der Rahmen völlig von Textilien umschlossen sein wird. Da "noch Holz da war" und ich es billiger erhalten hatte, sind die 10x6er imprägniert. Kleiner Spoiler: Mein Akkuschrauber hasst mich seither, denn er braucht mittlerweile sein 3. Bohrfutter inkl. Kukident und Inkontinenzakku für auslaufende Batteriemedien. Aber die 10x10er gingen wie Butter durch ...
Die 10cm Dimensionierung ist für die Stabilität ein "Overkill". Da die Steinwolle aber ebenfalls 10cm stark ist, ergibt sich ein perfektes match.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, die Bilder sollten für sich sprechen. 160er Holzschrauben bzw. hier und da Verstärkung per Winkel:
(einige Bauschritte ... bis zum finalen Rahmen)

Erst spät hatte ich aufgedacht, wie ich denn die Doppelschiene für den Vorhang am Eingang fixieren sollte. Daher gabs kurzerhand (und weil noch Restholz vom Verschnitt da war), eine "Adaptierung" Marke Tim Taylor.
Es wurden simpel 2 Klötze in die vorderen oberen Ecken geschraubt, um "Fleisch" für die Schiene zum aufhängen zu bieten.

Verkleidung (Textil & Dämmung)
Der 2. Schritt folgte dann gut 2 Wochen später, nachdem die nächsten Baustoff-Bestellungen eingeholt, bzw. geliefert, wurden.
Der Kern (Rahmenfüllung) ist zu 100% Steinwolle (Rockwool Sonorock) und dient in erster Linie der Akustikbehandlung des Raumes. Dabei steht die Verbesserung der Aufnahmen (innen) im Vordergrund, nicht das Abschirmen von Außengeräuschen.
Geplant war zuerst, lediglich die Außenhaut mit Umzugsdecken (Malerfilz) zu ummanteln. Da aber die "Familienpackung" so groß war, hab ich das ganze kurzerhand auch auf ein erste Innenschicht erweitert.
Zu Beginn (ich arbeite bei solchen Projekten allein, da sonst ab und an besagter Klaus Kinski ausbrechen könnte

Weiter ging es mit der Außenhaut. Im 2. Bild oben sieht man bereits die bekannten Umzugsdecken bzw. Malerfilze. Diese wurden an allen 4 Seiten aufgespannt (nicht an der Decke!), um der Dämmwolle in den Flächen zu fixieren.
Auch hier: Tacker Tacker Tacker! Wichtiger Hinweis: Wenn ihr kalkuliert wie viele Klammern ihr benötigt: Ja, alle! Und davon das doppelte.

Nachdem das erledigt war ging es an die Juckreizkur.
Wichtige Anmerkung: zur Abwechslung ein ernster Part -> Staubmaske, Brille, lange Klamotten! Steinwolle ist meines Wissens nach, nicht mehr in dem Maße Gesundheitsgefährdent wie es früher war, aber die Schutzausrüstung schadet nicht, denn das Zeug juckt auf der Haut und brennt in den Augen... wir haben Corona überlebt, da schadet eine Maske für die paar Stunden nicht
Das Brotmesser, das ein einsames Dasein in der Küche fristet, wie der Ersatztorwart in einer Bundesliga-Mannschaft, entpuppte sich als das perfekte Werkzeug um die Steinwolle-Elemente auf Maß zu schneiden.
Fläche um Fläche wurde ausgemessen, in Form geschnitten und eingesetzt (man erkennt auch ohne fachmännischen Blick, welches die ersten Gehversuche waren und wo der Heimwerkprofi nach 1,5 Praxisstunden seine Meisterbriefprüfung abgelegt hat).

(Einzelplatten; Zwischenstand beim Einsetzen der Platten)
Wie bereits weiter oben angekündigt, hätten Eggard und Werner, sobald alle Flächen gedämmt waren, Feierabend gemacht und einen gekühlten Bölkstoff zu sich genommen.... aber die Familienpackung Malerfilz würde wieder nur das nächste Jahrzehnt an einem unliebsamen einsamen Ort rumliegen. Also wurde nochmals ausgemessen, verglichen wie viel Filz noch übrig war und siehe da, am Ende blieb sogar eine ganze Decke übrig!
Das Beziehen frisst dabei einiges an Zeit, aber das Endresultat lässt den inneren Monk jubilieren. Ich sagte, äh schrieb, ja bereits irgendwo: Selbstgemacht ist einfach mehr wert!

(Innenbezug der Decke; 1. Schicht Innenraum fertig bezogen)
.....und nun Bölkstoff und Football. Es ist immerhin Sonntag! (11.10.26)
Offene Arbeitsschritte: Molton-Innenbezug; Türvorhang; Interieur; spaß haben
______________________________________________________________________________________________________________
Ich freue mich, auch an der Stelle schon, auf jegliche Reaktion
LG
Pascal

