Mike Barthen

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Hallo,
ich habe da einmal eine Frage, die sich mehr an Autoren oder Lektoren richtet.
Natürlich auch an alle Anderen.
In welchen Umfang und ob überhaupt verwendet ihr Programme die Text checken?
Ich meine die Suche nach Wortwiederholungen im Text.
Mir fiel auf, das besonders junge Autoren nicht darauf achten.
Schon in den Leseproben ihrer Bücher konnte ich zahlreiche Wortwiederholungen finden.
Es geht mir nicht darum Jemanden Fehler anzulasten, sondern einfach um eine Stilverbesserung
durch Vermeidung derartiger Dinge.
Auch ich benutze sowas viel zu selten. Eigentlich als Autor verwende ich sie nur in der Endbearbeitung.
 

MaVericK

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Also: Beim Verlag wurde meine Bücher immer lektoriert, dass gehört ja zur Qualitätskontrolle.

Texte ohne "Gewinnansicht" habe ich lange dann selber mit Programmen, genau wie du es schreibst, auch rausgefiltert.

Ich gebe dir Recht, dass ist bei jungen - aber auch bei älteren Autoren die Beratungsresistent sind oder halt kein Feedback suchen häufig - kann ja auch ein Stil sein... Ich selbst habe mich und freue mich immer, wenn jemand "Handwerkliches Feedback" gibt. Denn Schreiben ist nunmal ein Handwerk und das lernt man halt nur durch schreiben.

Was mir aber aufgefallen ist, so Programme wie Papyrus oder so - mich bitte nicht steinigen - finde ich persönlich kacke. Haben mich mit den ganzen Features eher abgelenkt und von dem wesentlichen wegehalten.

Hier. Forum ist natürlich cool, hier bekommt man gut von erfahrenen Schreibern Feedback und auch wenn ich bereits doch schon eher zu den "erfahrenen" Autoren gehöre, ist genau dieses Feedback Gold wert.

Auch hilfreich sind Gruppen - schreibe immer mit zwei Freunden auch mal zusammen einen ganzen Nachmittag, dass hilft mir mehr als xie Funktionen von Word.
 

Lauschecke

Lauschecke
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Programme halte ich zumeist für zu grobschlächtig. Grundsätzlich funktioniert es mit Chat GPT & Co., aber ich persönlich bevorzuge den direkten Austausch, sofern es möglich ist. Man tauscht gegenseitig die Skripte aus, um sie gegenzulesen. Jeder Autor hat hier seine eigene Sichtweise und kann dann auf Dinge aufmerksam machen, die man in der eigenen "Betriebsblindheit" oft übersieht.

Natürlich können auch hier Fehler übersehen werden, aber es gibt eine viel umfassendere Rückmeldung.

Was übrigens auch ein "nettes" Feature ist: Man kann sich den Text von Word laut vorlesen lassen. Wir reden jetzt hier nicht von einer Hörbuchversion, sondern vor allem davon, dass man nochmal selbst einen neuen Blick auf seine Geschichte bekommen. Wortwiederholungen beispielsweise werden dann hörbar - im Gegensatz zum Darüberlesen. Denn da formiert das Hirn schon den Text so zusammen, dass alles richtig aussieht.
 
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