Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
Sprechprobe
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Hallo zusammen :) Puh, da sind meine ersten paar Proben für euch! Bin schon ein bisschen aufgeregt, haha.
Aufgenommen hab ich es in meinem t.akustik Vocal Head Booth mit einem Rode Procaster XLR-Mikrofon :)

Freue mich sehr über Feedback!

----- NEUE Aufnahmen vom 10.02. ------

begeistert/freudig


wütend


traurig/weinend


verführerisch/sexy


Erzählerin (Michael Ende - Momo)


Und ein kleiner Bonus - als Person mit russischen Wurzeln wollte ich noch eine Kostprobe meines russischen Akzents mitgeben :D
 

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Spirit328

Everything - STOP!
Teammitglied
Hallo @Animanis !

Vielen Dank für Deine Sprechproben, sie sind alle wirklich überzeugend gesprochen.

Auch wenn es kein [intern] mehr gibt, so möchte ich Dir doch den ein oder anderen Tip geben:

Bei all Deinen Aufnahmen ist es im höheren Frequenzbereich schön "trocken", also kein oder nur sehr, sehr wenig hörbarer Raum (dazu gleich mehr!). Sobald Du in die für Dich tieferen Stimmlagen gehst, kommen die Reflexionen stärker in den Vordergrund und dann hört es sich so an, als wäre ein Hall auf Deiner Stimme.

Es ist immer schwierig einen guten Kompromis zwischen "trocken" (also keinen Raum) und "zu trocken oder auch tot" zu finden. Sprich, wenn man zu viel Dämpfung hat, klingt es auch komisch.

Auch wenn es heutzutage schon phantastische Tools gibt, mit denen man den Raumhall "wegmachen" kann, so ist es immer besser, wenn er erst gar nicht auf der Aufnahme ist. Denn diese Tools sind nicht soooo präzise und können schon mal die ein oder andere Nuance Deines Spiels beeinträchtigen.

In dieser Hinsicht ist "Arrogant" schon ziemlich nah am Optimum. Doch leider ploppt es etwas, wenn Du "Explosionslaute" sprichst. Das kann frau dadurch verhindern, in dem Du einfach ein kleines bißchen am Mikrofon vorbeisprichst. Also entweder das Mikrofon von zwei, drei Zentimeter weiter links oder rechts (wie Du Dich damit am wohlsten fühlst) aus der direkten Sprechrichtung zur Seite bewegen und dann wieder auf den Mund ausrichten. Ein Poppschutz hilft Dir die optimale Postion für Deinen Kopf zu "markieren", damit Du einen Fokuspunkt hast und immer in derselben Position zum Mikrofon sprichst. Das ist gerade bei "Re-Takes" von sehr großem Vorteil!! ;)

Hingegen bei "Wütend" hört man ziemlich viel Raumanteile. Besonders, wenn Du etwas dynamischer, lauter sprichst und dann eine kurze Pause machst. Dann hört man einen kurzen Nachhall.
Das trainierte "Ohr" (genauer gesagt, die trainiertere Wahrnehmungsfähigkeit), hört das um etwa 11 dB lauter, als das noch nicht so trainierte "Ohr". Eventuell hilft es Dir, die Aufnahme mal für eine kurze Zeit etwas lauter zu machen und auf den Nachhall besonders zu achten. Aber bitte nicht zu lange laut hören, sonst kann Dein Gehör beschädigt werden und das wäre unschön.


Wichtig ist, zwischen jeder nachfolgenden Aktion immer (!) Testaufnahmen zu machen. Dann hörst Du, was die Aktion gebracht hat ... oder auch nicht. :)

Nun zum hörbaren Raumanteil in Deinen Aufnahmen: Versuch als erste Maßnahme Deine Head Booth mitsamt Stativ auf einen (oder auch zwei) möglichst flauschige Teppiche zu stellen. Wenn Du zwei Teppiche verwendest, dann am besten so auslegen, dass sie im 90° Winkel aufeinander liegen. Dann "wandern" sie nicht!

Sollte das nicht ausreichen, ist mehr Aufwand nötig. Dann würde ich links, vor und rechts der Head Booth einen Stuhl mit möglichst hoher Rückenlehnen hinstellen und ein paar Decken, Federbetten, Handtücher oder ähnlich poröses Material so drapieren, dass möglichst viel Schall absobiert wird.

Wenn Dein Stativ das aushält, dann kannst Du auch eine möglichst flauschige Decke über die Head Booth hängen und zwar so, dass sie seitlich so weit herunterhängt, wie das machbar ist.
Aber IMMER auf die Statik achten und sämtlich Baumaßnahmen IMMER ohne Mikrofon in der Head Booth. Sollte mechanisch etwas mißlingen, dann ist das Mikrofon nicht kaputt!!!!

Bei den Testaufnahmen schlage ich immer gerne vor, die gerade durchgeführte Aktion zu beschreiben. Dann hast Du es hinterher leichter die Aktionen auseinander zu halten und kannst besser beurteilen, was Dich nach vorne bringt und was nicht! :D

Viel Spaß!
 

Ruby

Mitglied
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Ich finde es super, wie investiert du bist! =D Es macht Spaß dir zuzuhören bei den verschiedenen Emotionen und ich find die Stimme auch sehr angenehm klar :)

Ganz gelegentlich finde ich es ein klein wenig zu überbetont (z.B. bei "eine STunde" bei wütend). Die meiste Zeit ist es aber ok, nur beim Erzähler kommt es auch noch mal sehr stark raus. Da hast du so einen sing sang drin. Gekoppelt mit der hohen Geschwindigkeit, ist es da ein wenig schwer alles zu verarbeiten und sich ein Bild davon zu machen. Da kannst du auf jeden Fall ein ganzes Stück Geschwindigkeit rausnehmen (nur beim Erzähler!) und dir vllt vorher ganz genau überlegen, was in den jeweiligen Sätzen wirklich wichtig ist und dann nur das betonen.

Der russische Akzent ist super :D
 

Spectroflame

Cutter, Sound Designer
Hallöchen :)
Ich kann mich den Anderen voll anschließen, wobei ich das mit dem Raum genau andersherum im Ohr hatte irgendwie, aber vielleicht isst mein Gehör da nocht nicht ganz auf dem Level wie das von @Spirit328, halte ich durchaus für wahrscheinlich :D
Den russischen Akzent fand ich auch genial :D komme ja selbst auch aus Russland, aus Moskau um genau zu sein. Also bin dort geboren

Stellenweise sind mir ein paar Mundgeräusche wie Schmatzer aufgefallen, die könnten vielleicht auch noch ein wenig reduziert werden. Aber da leisten Restaurations Tools heutzutage auch schon einiges.
 

Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
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Puh, endlich Wochenende, jetzt kann ich mir die Zeit nehmen und all eure Kommentare verinnerlichen :) Erstmal vielen, vielen Dank für das viele und ausführliche Feedback an euch alle! Das hat mich wirklich total gefreut. Wie soll man sonst besser werden :D

Im Konkreten:
@Spirit328 dir auch echt nochmal allerlieben Dank für die ausführliche Analyse und dass du dir die Zeit dafür genommen hast, es dir so genau anzuhören! Das schätze ich wirklich sehr. Ich hab noch an 1-2 Stellen Rückfragen:
[...]
In dieser Hinsicht ist "Arrogant" schon ziemlich nah am Optimum. Doch leider ploppt es etwas, wenn Du "Explosionslaute" sprichst. Das kann frau dadurch verhindern, in dem Du einfach ein kleines bißchen am Mikrofon vorbeisprichst. Also entweder das Mikrofon von zwei, drei Zentimeter weiter links oder rechts (wie Du Dich damit am wohlsten fühlst) aus der direkten Sprechrichtung zur Seite bewegen und dann wieder auf den Mund ausrichten. Ein Poppschutz hilft Dir die optimale Postion für Deinen Kopf zu "markieren", damit Du einen Fokuspunkt hast und immer in derselben Position zum Mikrofon sprichst. Das ist gerade bei "Re-Takes" von sehr großem Vorteil!! ;)
Irgendwie steh ich ein bisschen auf dem Schlauch, was du mit der Ausrichtung des Mikrofons meinst :D Ich glaub bei der Aufnahme hab ich tatsächlich direkt in das Mikrofon reingesprochen ohne Poppschutz weil ich den Eindruck hatte zunächst, dass man es nicht so hört, aber jetzt ist der Poppschutz ist schon mal organisiert. Wie meinst du das mit der Drehung des Mikrofons? Ich würde dann ja, auch mit einem Poppschutz, nicht mehr direkt in das Mikrofon reinsprechen sondern immer noch paar Zentimeter daran vorbei, oder?
[...]
Hingegen bei "Wütend" hört man ziemlich viel Raumanteile. Besonders, wenn Du etwas dynamischer, lauter sprichst und dann eine kurze Pause machst. Dann hört man einen kurzen Nachhall.
Das trainierte "Ohr" (genauer gesagt, die trainiertere Wahrnehmungsfähigkeit), hört das um etwa 11 dB lauter, als das noch nicht so trainierte "Ohr". Eventuell hilft es Dir, die Aufnahme mal für eine kurze Zeit etwas lauter zu machen und auf den Nachhall besonders zu achten. Aber bitte nicht zu lange laut hören, sonst kann Dein Gehör beschädigt werden und das wäre unschön.
Wow, darauf bin ich noch gar nicht gekommen, das so auszuprobieren und anzuhören, wie cool! Danke!
[...]
Nun zum hörbaren Raumanteil in Deinen Aufnahmen: Versuch als erste Maßnahme Deine Head Booth mitsamt Stativ auf einen (oder auch zwei) möglichst flauschige Teppiche zu stellen. Wenn Du zwei Teppiche verwendest, dann am besten so auslegen, dass sie im 90° Winkel aufeinander liegen. Dann "wandern" sie nicht!

Sollte das nicht ausreichen, ist mehr Aufwand nötig. Dann würde ich links, vor und rechts der Head Booth einen Stuhl mit möglichst hoher Rückenlehnen hinstellen und ein paar Decken, Federbetten, Handtücher oder ähnlich poröses Material so drapieren, dass möglichst viel Schall absobiert wird.
Das krieg ich tatsächlich problemlos hin, einen flauschigen Teppich habe ich noch über. Ansonsten steht die Head Booth direkt an einer Wand, sprich ich könnte ganz gut etwas Polsterung (hab noch ein paar Schallabsorber eines älteren Versuchs hier was aufzubauen über) dort anbringen.
Aber genau, ich probier das, wie du schon meintest, Schritt für Schritt mal aus :) Bin selber schon sehr gespannt, wie das alles klingt am Ende!
Ich finde es super, wie investiert du bist! =D Es macht Spaß dir zuzuhören bei den verschiedenen Emotionen und ich find die Stimme auch sehr angenehm klar :)

Ganz gelegentlich finde ich es ein klein wenig zu überbetont (z.B. bei "eine STunde" bei wütend). Die meiste Zeit ist es aber ok, nur beim Erzähler kommt es auch noch mal sehr stark raus. Da hast du so einen sing sang drin. Gekoppelt mit der hohen Geschwindigkeit, ist es da ein wenig schwer alles zu verarbeiten und sich ein Bild davon zu machen. Da kannst du auf jeden Fall ein ganzes Stück Geschwindigkeit rausnehmen (nur beim Erzähler!) und dir vllt vorher ganz genau überlegen, was in den jeweiligen Sätzen wirklich wichtig ist und dann nur das betonen.

Der russische Akzent ist super :D
Erstmal vielen Dank für das Lob! Das geht runter wie Öl, haha :)
Das mit dem Überbetonen hab ich glaub ich aus meinem "normalen" Redesprech übernommen, da tendiere ich auch dazu sowas zu machen. Jetzt wo du es aber ansprichst, fällt es mir in den Aufnahmen (mit den paar Tagen Pause zwischendurch) auch auf. Ich werde bei meinen nächsten Aufnahmen versuchen, etwas mehr "Gleichmäßigkeit" reinzubekommen!
Und beim Erzähler hast du genau meinen wunden Punkt getroffen - ich find es sooo schwierig ein gutes Sprechtempo beim Erzähler zu finden! Man selbst hat ja irgendwie immer das Gefühl, man ist zu langsam, aber die Aufnahme klingt am Ende dann doch wesentlich schneller als man es ursprünglich gedacht hat. Gleichzeitig hab ich selber aber ganz oft bei Hörbüchern und Spielen das Gefühl, dass auch die "Profis" recht schnell lesen, sodass ich da selber nicht gut mitkomme (kann daher Hörbücher echt nur hören, wenn ich mich komplett darauf fokussiere). Knifflig. Daher auch gute Rückmeldung an mich, dass ich langsamer werden muss.

[...]
Den russischen Akzent fand ich auch genial :D komme ja selbst auch aus Russland, aus Moskau um genau zu sein. Also bin dort geboren

Stellenweise sind mir ein paar Mundgeräusche wie Schmatzer aufgefallen, die könnten vielleicht auch noch ein wenig reduziert werden. Aber da leisten Restaurations Tools heutzutage auch schon einiges.
Vielen Dank fürs Kompliment! :) Wie cool, meine Familie ist auch aus Moskau tatsächlich! Und ich bin da auch noch geboren worden :)
Und danke für den Hinweis! Hab manchmal das Gefühl, dass ich einen trockenen Mund habe (obwohl echt viel getrunken, auch zwischendurch), aber ich werd drauf achten das nächste Mal. Vielleicht war ich auch einfach zu erschöpft gegen Ende haha.

Na dann habe ich ja was zu tun! Ich würde dann, wenn ich neue Aufnahmen habe, meinen ersten Post anpassen und hier nochmal posten (sofern das die korrekte Herangehensweise ist, dann gerne kommentieren).
 

Spirit328

Everything - STOP!
Teammitglied
Also, dann mal runter vom Schlauch und schon kommt alles in Fluß :D

Nein, im Ernst.
Stell Dir vor, Du sprichst frontal auf Dein Mikrofon! Das ist "direkt drauf sprechen". Das birgt die Gefahr von "Ploppern " (Pepes Prima Pepperoni Pizza Pappkarton sagen und lauschen)

Nun mal den Poppschutz dazwischen und eine neue Aufnahme. Hört sich schon besser an? - Sollte es :D

Jetzt versuch mal das Mikrofon ein kleines Stück (ein, zwei Zentimeter wirken hier schon) aus der "direkten Sprechrichtung (auf das Mikrofon wie oben)" nach links oder rechts zu verschieben.
Dann das Mikrofon leicht drehen, so dass es mit seiner gedachten Mitte wie ein Laserstrahl auf Deinen Mund ausgerichtet ist.
Der Poppschutz bleibt aber in derselben Position wie vorhin! Er leistet dann zwei Dienste:
1. Er ist Deine "Markierung" im Raum für Deinen Kopf und so klingen Deine Aufnahmen sehr viel gleicher.
2. Er ist ein Poppschutz der vor Popp schutzt. :D

Halt einfach mal Deinen Hand direkt vor den Mund und spricht betont kräftige "P"s. Merkst Du den Luftdruchk? GENAU den wollen wir NICHT am Mikrofon haben.
Jetzt halte Deine Hand mal ein kleines bißchen weiter links (oder rechts) und wieder kräftig "P"s.
Nun sollte der Luftdruck nicht mehr so stark spürbar sein. Und genau diesen "Trick" wolllen wir anwenden. :D
Nur dass das dann nicht Deine Hand, sondern Dein Mikro sein wird. Versteht sich!


Absorber an die Wand ....

Also, hinter der Head Booth ist ein Absorber nicht erforderlich. Sondern leicht darunter an die Wand angebracht. Noch effektiver wird der Absorber, wenn Du ihn ein bißchen von der Wand entfernt anbringst. Idealerweise nicht weiter weg, als die Hälfte der Materialdicke Deines Absorbers.
Dafür gibt es physikalische Erklärungen, aber das führt hier zu weit.
Was auch noch zusätzlich helfen kann, ist das Ganze einen guten Meter von der Wand zu entfernen. Je weiter eine harte Reflexionfläche vom Mikrofon entfernt ist, um so besser. ;)
Aber ordentlich Absorber vor die Wand bewirkt meistens mehr.

Das wird schon und wenn Du meinst, dass es besser geworden ist, kannst Du gerne noch ein paar neue Aufnahmen hochladen und wir hören mal rein. :)
 

Ruby

Mitglied
Sprechprobe
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Zum Thema schnell Sprechen: Ich finde gerade bei Hörbüchern zum Beispiel, gibt es auch kaum ein Richtig oder Falsch. Im Unterricht hatte ich so viele Regeln gelernt, habe mir dann Hörbücher angehört und festgestellt, dass es jeder einfach macht, wie es ihm oder ihr gerade passt xD (Dirk Bach ist da ein schönes Beispiel bei dem Hörbuch von Rumo. Der ist einfach drin und macht es gefühlt, wie es grad kommt).
Im Idealfall hat man natürlich eine Regie, die einem angibt, wie es sein soll. Ansonsten finde ich glaube ich wichtig, wenn man einfach übt die Geschwindigkeit zu variieren. Dass man spontan in der Lage ist langsamer oder schneller zu lesen. Dann kann man sich einfach an die jeweilige Situation anpassen :)
 

Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
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Hey @Spirit328 vielen lieben Dank nochmal für deine superausführliche Erklärung, das hat total geholfen!! Ich hab die letzten 2 Wochen damit verbracht, mein Setup ein bisschen zu optimieren und ein wenig umzubauen :) Absorber hab ich erstmal so positioniert wie ich konnte an der Wand und auch das mit dem Poppschutz hab ich verstanden und, hoffentlich korrekt, umgesetzt!

Ich hab damit nochmal 2 neue Aufnahmen, einmal ein Erzähler und einmal nochmal den wütenden Part, aufgenommen und hochgeladen :) Ich freu mich über Feedback und hoffe, dass es besser geworden ist! Ich finde, dass es merklich anders klingt und hoffe, dass das nicht nur Phantom-Hören ist, nachdem ich mich da stundenlang reingehört habe haha.

@Ruby Dirks Bach Rumo hab ich tatsächlich sogar mal angefangen zu hören! Ich bin dann irgendwann aus diversen Gründen auf das "manuelle" Lesen umgestiegen und hab es deswegen nicht in seiner Gänze gehört, aber ich weiß ganz genau was du meinst. Dirk Bach hatte ein wunderbaren "Flow", fand ich. Da hat man richtig gemerkt, wie er selber auch gedanklich total in der Geschichte versunken war. Wie als würde dir ein Vater oder Onkel eine Geschichte vorlesen, das war toll :love: Also von daher das stimmt, da muss man sich wohl selber irgendwie "finden" :)
 

Spirit328

Everything - STOP!
Teammitglied
@Animanis
Sorry, dass ich erst jetzt vorbeihöre, aber ich bin hier nicht mehr so oft, wie zuvor.

Es wird besser :), aber leider noch nicht ganz gut. :(

Leider, leider, leider ist auf "Wütend" noch viel, viel Hall bzw. Reflexionen zu hören. Sie haben eine längere Laufzeit, so dass es irgendwo vom Boden oder etwas weiter entfernten Wänden kommt. Sorry, aber da ist nichts zu wollen :(

Und die Erzählerstimme hört sich auch etwas merkwürdig an, ist da vielleicht noch irgendein Plug-In aktiv? Ein Expander vielleicht?
Außerdem gibt es hier auch noch ein paar kleine Reflexionen: 0:09 ...." Jeder kennt es, aber die Wenigsten denken darüber nach ..." Da ist im Hintergrund die ein oder andere Reflexion.

Abhilfe:
Wenn Du in Deiner VoxBox bist, dann mach mal bitte eine Probeaufnahme mit einem dicken Federkissen oder Plumeau oder einer dicken Winterjacke. Jetzt alles so arrangieren, dass der Einlass in die VoxBox (möglichst) komplett geschlossen ist. Dann noch einmal mit erhobener Stimme einen Text einsprechen. :)

Wenn jetzt keine Reflexionen mehr zu hören sind, ist bewiesen, dass die VoxBox Deine Stimme grundsätzlich gut genug dämpft. (Check!)

Nun wird das Mikrofon aus der VoxBox herausgenommen und sicher zur Seite gestellt.
Unter Beachtung der Statik, solltest Du nun rund um den Einlass der VoxBox Handtücher, Decken, Jacken, Mäntel, ... hängen und zwar so, dass sie FAST den Boden berühren.
Noch mal checken, ob der Teppich / die Teppiche unter der VoxBox liegen, Mikro wieder einbauen und eine zweite Aufnahme mit erhobener Stimme machen.

Wenn die sich nun genau so "trocken", also ohne Reflexionen anhört, dann ist das der richtige Weg. Leider ist jetzt auch der Luftfluß gestoppt. Sprich, es wird schnell stickig in der VoxBox und das ist nicht nur etwas unangenehm, sondern kann auch dazu führen, dass Dir schwummerig wird, weil zu wenig Sauerstoff in der VoxBox ist. Das ist nicht ganz ungefährlich!

Jetzt heißt es so viele Decken wieder weg nehmen, damit genügend Sauerstoff nach kommt und so wenig wie nötig weg nehmen, damit die Akustik stimmt.

Das ist bei den VoxBoxen immer ein bißchen kompliziert. Sie sind für lauten Gesang gedacht und da sind andere Parameter möglich, insbesondere was die Verstärkung des Mikrofon-Signals angeht.

Aber das wird schon. :)
 

Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
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@Spirit328 Bitte entschuldige dich nicht!! Ich hab dir zu danken! Wenn hier am Ende alles steht, schulde ich dir eine Packung Pralinen- ach, was sag ich da, einen Laster voller Pralinen!! :ROFLMAO: :D
Ich hab jetzt weiter daran gebaut und gewerkelt - das mit dem Plugin könnte vielleicht tatsächlich dazwischengegrätscht sein. Ich benutze für meine Twitch-Streams aus Comic-Relief-Gründen manchmal einen Stimmverzerrer, vielleicht ist der dazwischen gekommen und hat da was zerschossen. Ärgerlich. Aber gut zu wissen, dass das passieren kann. Jetzt werde ich darauf achten, bevor ich mich an die Aufnahmen dranmache. Besser, dass es jetzt auffällt als später!

Jetzt war es auch ganz sicher aus und ich hab alles nach Anleitung gebastelt. Jetzt ist meine Box umgeben und bedeckt voller Decken, haha. Mein Freund dachte kurz, ich würde da drin irgendwas illegales machen, weil ich es so abdichte :ROFLMAO:

Ich lad die Aufnahmen mal in diesen Post rein, wenn das in Ordnung ist:
Jetzt alles so arrangieren, dass der Einlass in die VoxBox (möglichst) komplett geschlossen ist. Dann noch einmal mit erhobener Stimme einen Text einsprechen. :)
Das ist die Aufnahme hier:

Theoretisch könnte ich so schon aufnehmen aber wie du schon sagtest - ja, sehr warm. Hab mich quasi in Decken gehüllt und es gefühlt luftdicht verschlossen.

Unter Beachtung der Statik, solltest Du nun rund um den Einlass der VoxBox Handtücher, Decken, Jacken, Mäntel, ... hängen und zwar so, dass sie FAST den Boden berühren.
Noch mal checken, ob der Teppich / die Teppiche unter der VoxBox liegen, Mikro wieder einbauen und eine zweite Aufnahme mit erhobener Stimme machen.

Und dann hier die "alltagstauglichere" Variante:


Ich find schon, dass es besser geworden ist!! Aber andererseits werde ich langsam ziemlich betriebsblind - nach so vielen Takes und so viel hinhören werd ich schon ganz gaga - oder kriegt mich doch der Sauerstoffmangel? :ROFLMAO:
Ich mach Witze, ich hab natürlich viele Pausen zwischendurch gemacht, keine Sorgen machen! :)
Ich freue mich, mal wieder, über Feedback. Und umso mehr, wenn ich der Sache immer näher komme!
 

Spirit328

Everything - STOP!
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@Animanis
SOOOOO kommen wir ins Geschäft! :)

Die erste, wie auch die zweite Version sind okay und werden sicherlich das Plazet der "Fledermäuse" finden.

Damit alles so sein wird, wie es sein soll, wäre es gut, wenn Du die bisherigen Aufnahmen am Anfang dieses Threads "lokal sicherst" ;) und sowohl eine Erzählerinnen- wie auch mind. 3 Emotionen Takes an den Anfang stellst und den Fledermäusen kurz Bescheid gibst, dass Du "ready for take-off" bist. :D

Die zweite Version ist auch die bessere. Sie klingt etwas "offener" und nicht so "tot" wie die erste.
Ein bißchen "Räumlichkeit" darf man ruhig hören, aber nicht so deutlich. Mit dieser, zweiten Lösung ist es gut.

Wieder einmal zeigt sich, dass nicht alle gekauften Lösungen per se eine gute Lösung sind. Manchmal ist es erforderlich etwas nach zu optimieren. Da ich Mikrofone sehr mag, check bei der jetztigen Lösung auf jeden Fall noch einmal die Statik. Nicht, dass da noch etwas passiert. :)

Na dann wünsche ich Dir viel Spaß, spannende Projekte und interessante Rollen. :D

P.S.: Ich freue mich, wenn ich behilflich sein konnte. Ein freundliches Danke, ist wie das Brot für die Künstler :D
 

Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
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Dann war ich an diesem Samstagmorgen mal fleißig und hab direkt im neuen Setup frische Sprechproben aufgenommen und die alten rausgeworfen! :)

@Spirit328 Ja, ich stimme dir zu und höre das mittlerweile auch so, dass das zweite besser klingt :) Die erste ist wirklich sehr "tot und .. unbeweglich, will ich fast schon sagen :D Schon irre, was da für einen Unterschied macht. Ich hab viel gelernt auf jeden Fall! Nochmal allerbesten Dank, ohne deinen Support wär das nicht so toll geworden :)

Damit dann also ein freundliches ping an die Fledermäuse - also @Ellerbrok , korrekt? Bin dann sehr gespannt auf eure Öhrchen :D
 

Spirit328

Everything - STOP!
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... und auch ein Ping an @Melle Teich und @Marco ;-)

Es freut mich, wenn ich behilflich sein konnte.
Wenn ich Dir noch einen kleine Tip geben dürfte? Zunächst einmal ein Foto vom derzeitigen Aufbau machen (oder auch mehrere ;-) ) und dann möchte ich Dir empfehlen an vielen Orten in der Wohnung, in der Waschküche, auf einer GROSSEN Wiese oder im Wald einmal Aufnahmen zu machen. Text ist beliebig, aber wie hört sich Deine Stimme an verschiedenen Orten an? Und als nächste Stufe der Erkenntnis: Warum ist das so, dass sich Deine Stimme so unterschiedlich anhört, wie die Orte sind? Das wird Dir helfen noch besser zu werden und diese Erkenntnisse für Dich und Dein Hör-Spiel zu verwenden.
Besonders wenn Du mal in einer Rolle eine Szene hast, wo Du im Wald nach jemandem rufen sollst. Dann weiß Dein "geistiges Ohr" wie sich das anhört und Du kannst die Szene sehr realistisch einspielen.
Experimentiere auch mal mit dem Abstand zum Mikrofon. Deins hat den sog. "Nahbesprechungseffekt". Lerne ihn kennen und nutzen. Da ist noch viel möglich. :)

Viel Spaß! :D
 

Animanis

Wer nicht lacht, hat verloren!
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@Spirit328 Oooh daran hab ich ja noch gar nicht gedacht! Also vor allem im Sinne davon, wie man sich als Sprecher artikuliert meinst du, oder? Wie spricht man zu jemanden, der neben einem steht oder 10 Meter weit weg ist oder am anderem Ende eines Fußballstadions? :D Spannend, das probiere ich mal aus!! Gottseidank hab ich ein ordentlich lautes Organ, haha :ROFLMAO:

@Marco Genau, das wär total lieb von dir/euch :)
 

Spirit328

Everything - STOP!
Teammitglied
Erfahrung, vor allem "Hör-Erfahrung" ist nur durch noch mehr Hör-Erfahrung zu ersetzen.
Je mehr Du bewußt "gehört" bzw. "akustisch bewußt wahrgenommen" hast, desto besser kannst Du Dich in gewisse Situationen hineindenken, das Gefühl wieder abrufen und das dann stimmgewaltig gestalten. :D

Es ist eine Reise, ein lange Reise und auch ich lerne fast täglich noch etwas dazu. :)
 
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