8. Dezember - Das Weihnachtswunder

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08. Dezember - Das Weihnachtswunder.mp3

Thomas seufzte. Als er diesen Morgen aufwachte und seine Kajüte verließ, war er regelrecht entsetzt als der Kapitän des Schiffes verkündete, dass sie es vermutlich nicht rechtzeitig bis Weihnachten nach Hause schafften. Es war ein einziges großes Desaster, dachte Thomas und setzte sich traurig auf einen alten Holzstuhl. Es war nun schon das dritte Jahr in folge, in dem Thomas nicht zu Heiligabend bei seinen Eltern sein würde. Er liebte die Seefahrt, vor allem auf alten Segelschiffen waren diese fahrten immer wieder wunderschön, doch vermisste er die gemeinsame Zeit mit seinen Eltern. Wie schon im letzten Jahr, waren Sie in dieser Jahreszeit in Norwegen. Sie wollten dieses Jahr unbedingt die Polarlichter sehen. Im letzten Jahr war dies leider nicht möglich gewesen: Der Himmel stets bewölkt und die Polarlichter wollten sich auch an Wolkenlosen Abenden und Nächten nicht zeigen. Heute sollte es wieder Sternenklar werden. Großartige Hoffnungen, macht Thomas sich jedoch nicht. Als sie am späten Nachmittag in Tromsö ihr Segelschiff verließen und an Land gingen, war der Himmel bewölkt. Einzelne Schneeflocken fielen Thomas auf die Nase und er hatte beinahe vergessen, wie sehr er den Schnee in seiner Heimat vermisste. Schon wieder Wolken, dachte er als er enttäuscht in den Himmel blickte. Schon wieder war die Wahrscheinlichkeit, das Polarlicht im Himmel tanzen zu sehen, verschwindend gering. Er setzte sich auf eine große Kiste, die am Pier stand und holte eine kleine goldene Taschenuhr hervor, die ihm sein Vater letztes Jahr geschenkt hatte. Traurig schaute er diese an und dachte an seine Familie. Thomas war nun schon 17 Jahre alt und dennoch dachte er oft zurück an die Zeit, in der er Weihnachten zusammen mit seiner Familie feierte. Der Nachmittag verging und die Zeiger auf seiner Taschenuhr schritten voran. Norwegen war schon ein sonderbarer Ort. Im Winter war es hier stets dunkel und ohne seine Taschenuhr, wüsste Thomas nicht ob es jetzt Morgens, Abends, Mittags oder schon Nachts war. Zu seinem Verwundern löste sich die Wolkendecke im laufe des Abends auf und er blickte in den Sternenklaren Himmel. Er traute seinen Augen kaum. Am Horizont vernahm er sehr verschwommenes grünes Licht, welches mit der Zeit klarer und deutlicher zu erkennen war und nicht nur das: Mit der Zeit wurde das Licht immer intensiver und schon Bald war der ganze Himmel gefüllt mit dem Polarlicht, welches sie sich alle so sehr gewünscht hatten zu sehen. Thomas stand auf und rannte zu den anderen. Gemeinsamen gingen Sie am Abend essen und verbrachten den ganzen Abend miteinander. Denn Weihnachten war nicht nur die Bescherung, die an Heiligabend auf einen wartete, nein.. Weihnachten war das miteinander und das ist unabhängig von Zeit, Ort und Personen. In der späten Nacht lag Thomas wach auf dem Deck des Schiffes und betrachtete die Polarlichter. Plötzlich sprang der Kapitän an Deck und reichte Thomas einen warmen Kakao. Verwirrte schaute er ihn an. Der Kapitän setzte sich daraufhin neben Thomas und blickte ebenfalls in den Himmel. Die folgenden Worte sprach er ganz leise, aber dennoch so deutlich das Thomas sie verstehen konnte.

“Die Wettervorhersage hat sich grundlegend verändert. Wenn es so bleibt, dann werden wir drei Tage vor Weihnachten zu Hause sein”

Eine Träne rollte über die Wange von Thomas, als dieser Verstand was dies bedeutete. Er würde das diesjährige Weihnachtsfest zusammen mit seiner Familie verbringen können. Mit Freundin, die er doch so selten im Jahr sah und mit ausreichend Schlaf, denn den hatte er auf See selten. Überglücklich begab er sich, nachdem er noch einige Zeit mit dem Kapitän redete, in seine Kajüte und legte sich zu Bett.
 

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