Sounds "aufschaukeln"

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
Hallo zusammen,

eine Frage an die Musiker und Techniker unter uns. Mir ist schon öfter folgendes aufgefallen. Wenn ich Aufnahmen in den verschiedenen Spuren untereinander lege, dann scheinen diese sich gegenseitig aufzuschaukeln.

Beispiel: Schlachtgetümmel. Ich setzte Pferde, schreiende Menschen und Schwertkampfgeräusche zusammen ins Schnittbett. Dann exportiere ich das Ganze in eine einzige Aufnahme. Dabei stelle ich regelmäßig fest, das diese Aufnahme total übersteuert ist.

Hat jemand ne Ahnung wie man damit umgehen sollte um das zu verhindern? Mir ist da bisher leider noch keine zufriedenstellende Lösung eingefallen.
 

bob7

__________________
Gesetzt Du importierst u.a. auch StereoFiles nach mono:
Du exportierst nach mono, hast aber eine Stereospur bei der Rechts + Links auf 60% gepegelt sind. Beim Rendern nach mono rechnet der Rechts + Links zusammen und Du bist bei 120% Lautstärke.

EDIT:
Beim Export nach mono müsste es so etwas geben wie -3dB und/oder -6dB, da kannst Du dann direkt beim Mono-Export die Lautstärke absenken.
OMG! Ich hoffe Du weißt grob wovon ich hier vor mich hin stammele...
 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
Ja, verstehe ich schon, Bob. Allerdings waren das alles Monofiles. Muß ich mir noch mal in Ruhe anschauen. Hab das Problem auch schon bei anderen Projekten gehabt.
 
Moin Searge,

ich hab mal ne Frage in welcher Bit-Tiefe Exportierst Du? 16, 24 oder 32 oder höher?
Je höher die Bit-Tiefe desto mehr Headroom beim Endmix.
Ansonsten wie von Bob beschrieben absenken und später Lautstärke erhöhen (wenn möglich)
Es kann auch helfen Frequenzen mit einem EQ abzusenken die Du im Mix nicht brauchst z.B. alles unter 30Hz oder höher... (nicht alle Sounds brauchen den ultimativen Bassbums)
LG, Badda
 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
Puh, also damit überforderst Du mich jetzt aber maßlos. Export ist, glaube ich, 16bit.

Also ich mache es so. Im Schnittbett exportiere ich den ganzen Schnitt in eine Aufnahme. Extra Einstellungen gibt es da nicht. Könnte es höchstens in den Einstellungen geben. Aber besonders habe ich mich damit noch nie befaßt, da es sehr selten vorkommt. Die exportierte Aufnahme bereite ich dann evtl. noch mal nach.
 
Ich glaube diese Einstellungen findest Du meistens bei den Optionen, Preference oder so. Ist leider immer gut versteckt und von Programm zu Programm unterschiedlich. Welches Schnittprogramm (Version) verwendest Du?
 
Müsste funzen laut Features kann das 32bit bei 10MHz sample rate...
Das steht doch bestimmt im Handbuch.
Kann Dir da nicht weiter helfen da ich Audition nicht habe. Aber wenn Du deinen Mix anhörst, bevor er exportiert ist, geht da nichts in der Masterausteuerungsanzeige auf rot (clipping)?
 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
Ich bin einfach tontechnisch nicht genug bewandert. Manchmal knallt es schon in den riten bereich, aber ich habe nicht genug Kenntnisse um das dann zu beheben. Nach dem Export lasse ich dann meist einen Compressor drüber laufen oder Normalize.

Und bei dem Handbuch (nur in elektronischer Form vorhanden) müßte man schon die korrekten Termini wissen um da was zu finden. :) Aber ich denke mit euren Hinweise werde ich da schon was rausbekommen.
 

Elminster

Mitglied
Aloha!

Tatsächlich addieren sich die Pegel einzelner Kanäle (zum Glück nicht linear)...
In welchem Maß sie sich letztlich addieren kann man leider im Vorfeld nicht sagen aber eine Regel dazu gibt es durchaus: Addieren sich 2 EXAKT GLEICHE SIGNALE ist der Pegel um 6dB größer als die der Einzelkanäle..

Daher Faustregel 1 beim Mixen:

Stelle beim Mixen alle Fader auf -10dB und den Master auf 0dB
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
>> (zum Glück nicht linear)

Hallo Elminister,

wieso nicht linear? Sieht eine korrekte Mischung zweier Signale nicht so aus?

Es wird je ein Samplewert von jeder Spur genommen und diese addiert, später wird das Ergebnis durch die Anzahl an Spuren geteilt.


Wellenform:
(y)
^
| o
| o o
| o o
| o o
| o o
+-----------------------> (x)

Ein o entspricht einem Samplewert


Also wenn wir uns mal den Momentanwert von zwei Spuren ansehen und die z.B: die folgenden Werte haben (reiner 16-Bit Wert der y-Achse, kein Dezibel oder so):

Spur 1: 1000
Spur 1: 500

Dann macht das 1500 und ergibt nach Teilung durch 2 = 750 als neuen Momentanwert für das gemischte Signal.

Anderes Beispiel

Spur 1: +2000
Spur 1: -1000

Macht im Ergebnis +500 (2000 - 1000 = 1000 : 2 = 500)

Ich kann mir nicht ganz vorstellen,warum die Werte beim mixen über den Maximalwert eines einzelnen Signals geraten können.
Das kann ja dann nur daran liegen, daß es noc hweitere optimierende(?) Schritte beim Mischen gibt.
 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
Link
[quote author=Elminster link=topic=1948.msg19909#msg19909 date=1227180372]
Stelle beim Mixen alle Fader auf -10dB und den Master auf 0dB
[/quote]

Aja, das muß ich mir dann mal anschauen. Danke.

@Doc: Von dem was Du da schreibst verstehe ich nur Bahnhof. :) Ich mache jedenfalls einen ganz normalen Export und dabei passiert das dann schon mal.
 

Elminster

Mitglied
Hi Dr.Markuse

Aber wir (oder zumindest ich) reden hier doch über dB :)

Da ich kein Tontechniker bin , kann ich dir deine Frage bzw. Einwand nicht beantworten. Ich bin Musiker und meine Welt hat mit Zahlen nichts am Hut.
Aber die Praxis kann es Dir beantworten, indem du es nachstellst - meine langjährigen Erfahrungen bestätigen die Ausage.

Die Informationen, die ich hier angebe, stammen aus "Mastering mit Cubase" von Roland Enders und diesem Werk: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3910098258/angebote und diesem hier http://www.amazon.de/Tonstudio-Handbuch-professionelle-Aufnahmetechnik-Regieraum-Design/dp/3910098193/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=books&qid=1227184011&sr=1-7

Ich kann gerne einmal für Dich nachgucken, ob in diesem Werk die Antwort zu deiner Frage steht - gleichzeitig empfehle ich Dir das frei erhältliche Werk des gleichen Autors auf seiner entsprechenden Seite

http://www.rolanders-home.de/homerecording.html - die Info die ich hier zitierte steht auf Seite 9 des pdf´s "Cubase_Art_2_Mastering.pdf"

LG,
Elminster

@Searge - das PDF ist wirklich zu empfehlen da es auch für "normale User" gut verständlich ist - vielleicht riskierst du mal einen Blick?
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
So unterschiedlich ist das... :D
Ich hab es aus der Sicht eines Programmierers gesehen, der die Aufgabe hat zwei 16 Bit Audiosignale zu mischen.
Allerdings weiß ich nicht genau, ob eine Addition der Signale (mit anschliessender Division) der richtigen Algorithmus darstellt, um eine reale "Wellenmischung" zu simulieren.

Das war eher aus dem Bauch heraus entschieden, weil es mir logisch vorkam.
Aber danke für den link auf jeden Fall.

Gruß Markus
 

Elminster

Mitglied
Kein Thema!

Das der Autor hier auf Cubase eingeht sollte kein Problem sein - nahezu alles sollte (was die Theorie angeht) ohne Probleme auf alle möglichen Sequenzer adaptiert werden können...
 
Oben Unten