Poldi

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Point Whitmark – 34. Die einäugigen Puppen

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Erster Eindruck: Babysitter Derek

Auf einem Jahrmarkt werden die drei Hobbydetektive Zeuge einer Entführung: Der Sohn ihrer Französischlehrerin verschwindet unter merkwürdigen Umständen – und im Haus des Puppenmachers Stanislav Lodz. Haben tatsächlich die unheimlichen Puppen, die dort überall verteilt sind, etwas mit der Sache zu tun? Zu allem Überfluss müssen die drei gleichzeitig noch auf ein kleines Kind aufpassen...

Puppen mussten schon für so einige Filme als Bösewichte dastehen, werden ihnen doch immer wieder unheimliche Fähigkeiten nachgesagt. Dies wird auch in der mittlerweile 34. Folge von Point Whitmark aufgegriffen, sodass eine schön unheimliche Stimmung entstehen kann. Die Bedrohung liegt hier in etwas Ungreifbaren und Unberechenbaren, was durch die düstere Atmosphäre unterstützt und verfeinert wird. Doch im Gegensatz dazu kann die Folge nicht wirklich Fahrt gewinnen, setzt keine frühen Höhepunkte wie in vielen vorigen Folgen, um den Hörer einzufangen. Lange Zeit bleibt die Handlung zu einförmig, was sich gegen Ende in einem wirklich gelungenen Finale ändert. Die Stärke dieser Folge liegt aber in einem ganz anderen Bereich: Im hervorragend umgesetzten Humor, der für zahlreiche Lacher sorgt und sich durch die ganze Folge zieht. Das liegt insbesondere an Dereks neuer Eigenschaft als Babysitter und seinem Talent, in jedes Fettnäpfchen hineinzutreten. Herrlich! Auch die Nebencharaktere entfalten wieder ihren ganz eigenen Charme und setzen interessante Akzente, die die Serie von anderen Produktionen abhebt. Insgesamt eine gelungene Folge, die jedoch anfangs ein wenig stärker hätte sein können.

Sehr gelungen ist auch wieder die Auswahl der Sprecher, hier hat wirklich jeder Charakter die passende Stimme verliehen bekommen. Gerrit Schmidt-Foss sticht hier als Derek positiv heraus und sorgt für zahlreiche erheiternde Momente. Thomas Petrou ist als Stanislav Lodz zu hören, lässt seine Stimme immer etwas brüchig klingen und erzeugt so einen unheimlichen Eindruck. Liane Rudolph spricht Comtesse de Malivert und kann die Figur sehr genau einfangen. Andere Sprecher sind unter anderem Oliver Beerhenke, Kevin Semrou und Sonja Spuhl.

Musikalisch kann die genregleiche Konkurrenz mit Point Whitmark wieder nicht mithalten. Statt den üblichen kleinen Zwischenmelodien wird hier wieder ein eindrucksvoller Soundtrack geliefert, der feine, intensive Stimmungen schafft und immer düster und ein wenig bedrückend wirkt. Alles spielt hier nahtlos ineinander und wird so zu einer grandiosen Atmosphäre.

Es gab schon bessere Coverbilder für diese Serie. Zu sehen ist eine der Puppen, die mit ausgestreckten Armen auf einen zerbrochenen Spiegel zugeht. Das Ganze wirkt aber leider etwas künstlich. Die Gestaltung des Inneren ist bereits aus den vorigen Folgen bekannt, alles ist übersichtlich aufgebaut. Aufgeklappt werden noch einmal alle bisherigen Cover gezeigt.

Fazit: Eine sehr humorvolle Ausgabe der beliebten Serie, die jedoch leider wenige Akzentpunkte setzt.

VÖ: 9.Dezember 2011
Label: Decision Products
Bestellnummer: 886979695023
 

P.H. Powers

Phil Hemingway Powers
AW: Point Whitmark – 34. Die einäugigen Puppen

Zu viel Kindergeschrei! Woha, mir sausen immer noch die Ohren! :confused:
 
G

Gelöschtes Mitglied 2282

AW: Point Whitmark – 34. Die einäugigen Puppen

Schwache Folge, hat mich kaum unterhalten.
 
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