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Oscar Wilde & Mycroft Holmes – 9. Das Erbe des Doktors

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Erster Eindruck: Ein Anschlag mit Folgen...

Dr. Grell entwickelt einen weiteren, diabolischen Plan, um das englische Königreich zu stürzen. Dafür beschafft er sich ein Elixier, dass in den Menschen enorme, aber auch zerstörerische Kräfte weckt. Als an den Folgen der französische Innenminister stirbt und der englische Geheimdienst dafür verantwortlich gemacht wird, will Mycroft Holmes Oscar Wilde auf den Fall ansetzen – und findet ihn in ziemlich prekärer Lage vor...

Der geneigte Hörer der Agenten-Serie „Oscar Wilde & Mycroft Holmes“ wird sich nach dem Finale der letzten Folge bereits gedacht haben, dass Dr. Grell keinesfalls in den Schweizer Bergen umgekommen ist, sondern schnell mit weiteren finsteren Plänen von sich hören lassen wird. Dies wird schon in der ersten Szene von „Das Erbe des Doktors“ thematisiert, auch der geheimnisvolle Trank wird hier schon in die Handlung eingeführt. Der Schatten, der sich dadurch als düstere Ankündigung auf die kommende Geschichte legt, hätte schon vollkommen ausgereicht, doch anschließend wird auch noch die Szene um den Tod des französischen Ministers ausführlich dargeboten. Dies nimmt etwas Fahrt aus der Handlung, zumal auch die ersten Szenen um Holmes und Wilde noch viel Raum einnehmen. Nach diesem zu langen Intro entwickelt sich jedoch eine sehr unterhaltsame Handlung , die auf eine bekannte Geschichte zurückgreift und diese weiterentwickelt. Und: Langsam entfaltet sich auch die komplette Plan von Dr. Grell, was sehr intensiv und dramatisch umgesetzt wurde. Auch die unheilvollen Ankündigungen den Zirkel der Sieben betreffend fügen sich in das packende Finale gut mit ein. Gespickt mit einem gelungenen Zusammenspiel mit Violet ist so eine runde Folge entstanden.

Mia Diekow ist in der Rolle der Violet zu hören und kann besonders die spöttischen Kommentare der Agentin gekonnt darstellen und passt sich gut der vorherrschenden Atmosphäre der Handlung an. Sascha Rotermund ist als Oscar Wilde ebenfalls wieder sehr stark und legt viel Exzentrik in seine Stimme, sodass er einen schillernden und nie um einen Spruch verlegenen Charakter schafft. Constantin von Westphalen hinterlässt als Baptiste Perrin einen positiven Eindruck und bringt seine eigene Note in die Handlung ein. Weitere Sprecher sind Jochen Schröder, Otto Strecker und Markus Pfeiffer.

Akustisch wird von dem Produzententeam eine sehr saubere Leistung abgeliefert, sodass jede Szene eine passende Atmosphäre verliehen bekommt. Mal ruhig, dann wieder bestimmt von dramatischer Musik oder prägnanten Geräuschen, wird so auch die Dynamik der Folge gesteigert. Das passt alles gut zusammen und steigert den Reiz der Folge.

Der Eiffelturm ist nicht nur eines der bekanntesten Bauwerke der Neuzeit, sondern auch das Wahrzeichen von Paris und ganz Frankreich. Da er eng mit der Handlung verknüpft ist, passt er auch wunderbar auf das Cover, was aus einer interessanten Perspektive dargestellt ist und zusätzlich einen Mann mit ernstem Blick und Monokel ist der typischen, romantischen Art des Designs zeigt.

Fazit: Das Intro zu dieser Folge ist recht lang geraten und sorgt dafür, das die durchaus spannenden Komponenten schnell wieder verpuffen. Doch im Mittelteil kommt die Geschichte in Schwung und steigert sich bis zum packenden Finale immer weiter, wobei eine gelungene Einbettung einer bekannten Geschichte für ein reizvolles Gedankenspiel sorgt.

VÖ: 26. Mai 2017
Label: Highscor Music
Bestellnummer: 978-3-7857-5464-1
 
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