Poldi

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Die Playmos – 35. Streit im wilden Westen

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Erster Eindruck: Emil ,Sam und Liv bei Cowboys und Indianern

Tobis Großvater hat ihm einen Tag in einem Westernpark versprochen. Klar, dass er seine Playmos auch in Landschaft zu Cowboys und Indianer setzt – doch getrennt voneinander. Während Liv sich langsam mit einem Indianerstamm anfreundet, schlagen sich Sam und Emil mit einer rauen Gruppe Cowboys herum. Diese planen einen Überfall auf den verfeindeten Stamm, und die Playmos müssen ihr ganzes Geschick anwenden, um Schlimmeres zu vermeiden…

Die Themenwahl bei den Playmos ist nicht unendlich, und so landen die Playmos gerne mal in schon bekannten Welten. Auch im Wilden Westen haben Emil, Sam und Liv (im Übrigen wieder ohne Captain Tolle) schon einige Abenteuer verbracht, trotzdem bietet auch die 35. Folge viel Neues, sodass keine wirkliche Wiederholung entsteht. Hier wird insbesondere auf den Konflikt zwischen einheimischen Indianern und Cowboys eingegangen, wobei beide Seiten recht gut beleuchtet und deren Beweggründe dargestellt werden. Schön ist auch, wie die Playmos immer mehr von den verschiedenen Gruppen erfahren, aber auch in Konflikte mit ihren geraten, weil ihre eigenen Werte mit deren kollidieren. Besonders Liv erweist sich dabei als kluges und gerechtes Mädchen. Doch das alles wird wie nebenbei in die Handlung eingebaut, die ziemlich spannend ist, immer wieder werden die drei voneinander getrennt und verbringen nach verschiedenen Begegnungen Zeit bei den verfeindeten Gruppen. Und dass der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür sorgt der wunderbare Humor der Serie. Hier werden beispielswiese immer wieder lustige Indianer-Namen für die Playmos ersonnen werden. Ergänzt wird das ganze durch das erstmalige Auftauchen von Tobis Großvater in der Rahmenhandlung, der mit seiner leicht verwirrten Art schnell die Herzen der Kinder erobern dürfte. Eine rundum gelungene Folge der Serie mit einer spannenden Handlung, gut vermittelten Werten und natürlich viel Spaß.

Tobis Großvater wird vom wunderbaren Christian Rhode gesprochen, dessen markante Stimme sehr gut zu der sympathischen Figur passt. Mit seiner witzigen Art kann er zudem für viele heitere Momente sorgen. Jürgen Thormann spricht den Indianerhäuptling Weiß-wo’s-langgeht, er klingt dabei recht hart, kann aber immer wieder auch einfühlsame und einsichtige Momente zeigen, auch seine Leistung ist sehr gut. Als dritte Hörspiellegende tritt auch noch Engelbert von Nordhausen als Cowboy Donald Burger auf, auch er hinterlässt einen prägnanten Eindruck und kann seine Figur bestens darstellen. Weitere Sprecher sind Jennifer Antoni, Rainer Fritzsche und Lutz Schnell.

Mittlerweile wird wohl jeder Playmos-Fan problemlos den fetzigen Titelsong mitsingen, der zu Anfang und Ende erklingt. Der witzige Text sitzt nach deutlich über 30 Folgen ebenso gut wie die fröhliche Melodie. Und auch ansonsten ist die akustische Gestaltung gut gelungen, die einzelnen Szenen werden mit passenden Geräuschen unterlegt, während immer wieder kleine Melodien für sanftere Szenenwechsel sorgen.

Das Konzept des Covers wurde natürlich auch hier wieder einbehalten, eine phantasievolle Landschaft wurde hier mit Playmobil-Figuren nachgestellt. Zwei Indianer samt Pfeil und Bogen auf Pferden, ein Cowboy mit Pistole und Mundschutz, im Hintergrund kantige Felsen, ein Kaktus und sogar ein heulender Wolf, dazu natürlich wieder der playmobil-blaue obere Balken. Im Inneren gibt es noch ein anderen, kleineres Motiv.

Fazit: Eine erneute Reise in den wilden Westen, aber andere Charaktere sorgen für Abwechslung. Eine sehr spannende Handlung mit vielen, aber später gut gelösten Konflikten, dazu viel Humor – wie man es von den Playmos erwarten darf.

VÖ: 21. Juni 2013
Label: floff
Bestellnummer: 978-3-7857-4809-1
 
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