Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

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Roman Ewert

Necroassassine
Sprechprobe
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Mir hats auch sehr gut gefallen! Dezidiertes Feedback folgt die Tage, weil ich im Moment ein wenig zeitlich in Beschlag genommen bin...

Danke Paul!
 

Parzifal

Super-Hoertalker
Sprechprobe
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

So Paul, wie versprochen mein Feedback! ;)
Ich muss gestehen hab es im Auto gehört deswegen sage ich zur Qualität der Aufnahme nichts!
Es ist ein sehr spannendes Hörspiel mit einer fesselnden Story, die Sprecher sind hervoragend!
Mir hat die Musik nicht so gut gefallen, sorry, aber sie passt natürlich toll ins Hörspiel.
Bin schon auf den zweiten Teil gespannt, also :thumbsup:.
LG
Percy
 

Nero

Anne
AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Also ich muss gestehen: Ich fand das Hörspiel nett, aber richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht (nimms bitte nicht persönlich, ich gebe nur meine Meinung wieder, aber ich denke als Autor und Produzent möchte man auch "negative" ehrliche Meinungen hören - jetzt klingts schon wieder schlimm als es ist ^^).

Erstmal das Positive:
Den Plot und die Idee fand ich interessant und hat mich vom Charme her an Sherlock Holmes erinnert. Der etwas freche Typ, der alle Regeln ignoriert, Frauencharmeur, England 19. Jahrhundert (oder so). Die Idee des frechen Meisterdiebs ist ja nicht neu, aber trotzdem - oder gerade deswegen - hatten einige Szenen ihren "Slapstick", den ich sehr positiv fand (wie ein bewusstes Spielen mit topoi - z.B. die Anfangsszene - jeder wusste eigentlich was kommt, aber trotzdem hatte es seinen Witz). Passend dazu kam die Musik, die mit einem frechen ba-dam-bisch noch den Charme unterlegt hat. Das Hörspiel nahm sich an einigen Stellen anscheinend selbst nicht ernst und das empfand ich sehr positiv.

Schauspielerisch war es sehr durchwachsen, aber ich habe auch gelesen, dass die Aufnahmen schon etwas älter sind, deswegen sag ich dazu lieber nichts. Positiv ist mir aber besonders der Erzähler aufgefallen ;)

Nun meine Kritik:
Was mir ganz klar fehlte war ein ernstzunehmer Gegenspieler zu McLair. Dass das weder Scotland Yard noch der Slypher sein würde, wurde ja am Anfang schnell deutlich. Daher hoffte ich auch auf Quinn, aber auch der hatte nicht den richtigen Pepp. Es fehlte eben ein James Moriarty. McLair ist ja da mit einer Eleganz durchgehuscht, dass es fast langweilig wurde.

Besonders merkwürdig fand ich die Szene als Quinn McLair gestellt hatte und nicht einfach schoss. Er war in meinen Augen der Böse, aber lässt sich vollsabbeln und sogar evt. zur Partnerschaft überreden? Fand ich unglaubwürdig

Was ich ebenfalls als störend empfand, war die streckenweise große Geräuscharmut. Da wird zum Tanz gebeten, die beiden reden ganz normal weiter und dann heißt es "Danke für diesen Tanz". Keine Schritt auf dem Parkett, keine laute Musik, die dann in den Hintergrund rückt und durch das Gespräch überlagert wird. Ich war etwas perplex. Genauso die erste Schießszene im Büro. Da beschreibt der Erzähler zwar, was passiert, aber man hört nur ein paar einzelne Gläser zerplatzen. Das hätte ruhig ordentlich scheppern können. Sozusagen ein bisschen mehr Hollywood.
Teilweise standen die Personen auch einfach so in einem - akutisch - leeren Raum und redeten. Es fehlten kleine Details wie Uhrenticken, Geräusche von der Straße etc. (beim Ball fand ich diese Hintergrundgeräusche ziemlich klasse). Dadurch fehlte ein bisschen Dynamik, räumliche Tiefe und die Texte wirkten abschnittsweise noch vorgelesener als ohnehin schon (da merkt man zu heute wirklich die großen Fortschritte - Applaus Applaus).

Inhaltlich war der Plot durchdacht und gut umgesetzt, jedoch gab es manchmal Andeutungen, die am Ende nicht ganz erklärt wurden (z.B. das Kohlelager - was war denn nun damit? - hat doch gar nicht gebrannt?). Zum Ende fand ich es auch etwas langatmig, aber kann gar nicht sagen woran es lag. Vielleicht war ich einfach müde :)

Inhatlich erschloss sich mir übrigens auch nicht, wie der Inspektor mittels des Briefes und der korrekten Banknote auf Slypher gekommen ist. Davon stand doch in dem Brief nichts, oder habe ich geschlafen?

Fazit:
Ein nettes, packendes Hörevent in seichtem Sherlock Holmes-Stil, leider ohne echt gegen Gegenspieler, aber mit umso mehr Witz und Charme. Technische Mängel leider vorhanden, dafür durch gut pointierende Musik abgerundet.

Liebe Grüße
Anne
 

Paul

Wertentwender
Sprechprobe
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Hallo Nero und danke für dein ausführliches Feedback. Natürlich möchte ich auch negative Kritik hören, das macht mir dann besonders deutlich, woran ich beim nächsten mal verstärkt arbeiten kann und sollte. Also danke, dass du dir die Zeit genommen und deine Gedanken mitgeteilt hast! :laechel:

Zu deiner Kritik:
Du hast den Vergleich zu Holmes aufgebracht, das ist nicht komplett von der Hand zu weisen, auch wenn sich McLair eher an andere literarische Figuren wie Arsene Lupin anlehnt. Nunja, McLair wird eine Serie und die Gegenspieler werden im Verlauf der Folgen selbstredend härter. Wie bei Holmes auch, wird ein Professor Moriarty nicht sofort in den Ring geworfen. Wer das Hörspiel bis zum Ende gehört hat, findet aber einen kleinen Hinweis auf eine Gestalt im Hintergrund. :zwinker:

Das mit den Geräuschen ist so eine Sache. Ich habe für mein Gefühl sehr viel eingebaut, das ist aber auch Geschmackssache. Je nach Lautsprecherqualität sind Kleinigkeiten wie Kleiderrascheln usw. übrigens nur sehr schwer zu vernehmen. Das ist ein Problem, zu dem ich noch keine genaue Lösung gefunden habe. Vielleicht fällt mir beim Folgeteil ja etwas schönes ein. :lach:

Wärest du so nett uns zu sagen, welche Sprecher dir nicht so sehr gefallen haben? Ich weiß nämlich wirklich nicht, was du meinst. Da bin ich als Macher vielleicht zu voreingenommen, mag sein, aber mir haben alle wirklich sehr gut gefallen. Einzelnes Feedback zu Sprechern ist sowieso von jedermann gerne gesehen. Falls du dir also da nochmal die Mühe machen würdest, wären ich und viele andere dir sehr dankbar. :laechel:

Zu deinen inhaltlichen Fragen: Die zwei Dinge, die du genannt hast, gehen aus dem Hörspiel mehr als deutlich hervor. Geschlafen hast du garantiert nicht, aber vielleicht ein bisschen gedöst? :grins: Wenn du es dir nochmal anhörst, wirst du genau wissen, was ich meine. :zunge2:

 
Zuletzt bearbeitet:

Nero

Anne
AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Hallo Paul,

ich kann auch gerne nochmal was zu den Sprechern sagen, aber da muss ich nochmal reinhören. Ich fühl mich nur immer so schlecht dabei, Sprecher zu kritisieren, weil ich weiß, dass ichs definitiv nicht besser kann :) Aber ich reichs gerne der Tage nach.

Zu den Stellen:
Kann schon sein, dass ich da nicht aufgepasst hab. Mea culpa :)

Zu Sherlock Holmes:
Ich hab nur die zwei Filme und die Serie gesehen, kann daher also nichts zu den Bösewichten sagen :) Ich freue mich aber auf härtere Gegener und ein bisschen mehr Spannung für McLair :)

Nun, meine Notebook"boxen" (Tonausgänge) sind in der Tat nicht die besten, aber z.B. bei dem Gespräch in dem Zirkus/Theater zwischen McLair (glaube ich, oder der Inspector), der Frau und dem Slypher kann ich mich an keine Geräusche erinnern. Klar, es ist schwer Geräusche zu machen, wenn nichts passiert, aber z.B. hätten Requisten weggeräumt werden können oder man hört deutlicher wie die Besucher gehen oder oder (vll war da auch Kleiderrascheln, aber ICH habs nix gehört ^^). Aber das ist mein Geschmack :)

Grüße

/edit bevor ichs vergesse
Mir gefällt das Cover echt richtig gut xD
 

Paul

Wertentwender
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Hey Nero,

ja, das war ein Problem, das ich mir selbst gemacht habe, indem ich Szenen schrieb, die sehr geräuscharm sind, weil es eben relativ geheime Unterredungen sind. Häufig etwas abseits vom Geschehen. An Requisitenträger habe ich gar nicht gedacht, gute Idee! Beim nächsten Mal achte ich auf eine hörbare Umsetzbarkeit der Hintergrundszenerie. Wäre doch gelacht, wenn ich die gleichen Fehler mehrmals machen sollte! :lach:

Zu den Sprechern: Kritik äußern ist nicht leicht, aber jeder Sprecher weiß, dass der Kritiker es nicht unbedingt selbst besser können muss, um dennoch eine eigene Meinung zum Gehörten zu haben, die durchaus ihre Berechtigung hat und wichtig ist. Ich glaube, hier wird dir niemand etwas übel nehmen, Hauptsache du bist ehrlich. Ich selbst warte ja auch auf ein paar Äußerungen zu meiner ersten richtig großen Rolle. Dann kann ich es beim nächsten Mal besser machen. :laechel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Christophorus

Christoph Memmert
AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Da muss ich als betroffener Sprecher zu antworten: Immer her mit Kritik!! Und auf jeden Fall ehrlich sein! Klar, wir sind zwar alle Mitglieder derselben Plattform, aber immer nur "das war toll" zu sagen bringt einen nicht weiter - schließlich gibt es IMMER etwas zu verbessern.

Und wer Kritik äußert, ohne selbst ein Sprecher zu sein, ist um Himmels Willen nicht von vornherein disqualifiziert. Was sollten denn sonst all die Dialogregisseure auf dieser Welt sagen? Sind das alles geborene und professionelle Sprecher? Nein!!

Wenn Du etwas zu kritisieren hast, dann mach das bitte auch. Daran können wir alle nur wachsen. Klingt nach Phrasendrescherei, aber zumindest ich lege viel Wert darauf.
 

Paul

Wertentwender
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Danke Chris, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. :laechel:
Aber auch die beteiligten Sprecher dürfen ruhig posten, was sie von der Produktion und ihren Teammitgliedern halten. Ich will alles von euch hören! Immer heraus damit! :zwinker:

Hier sind schon mal einige Youtube-Kommentare, über die ich mich sehr gefreut habe:
  • Großartig! Habe euch gleich mal abonniert! Freue mich auf die anderen Hörspiele und auch auf Neues von McLair! ;)
  • Super gemacht vielen dank
  • Echt gutes horspiel und auch sehr lustig
  • das war echt super klasse, hat richtig Spaß gemacht. Ich hoffe es folgen weitere Teile
  • Suuper Danke
  • Perfektes Hörspiel bitte teil2 freu mich schon(einer der besten von euch!!!!
  • Danke fürs Hochladen :)
    Der Typ erinnert mich sehr an Kaito Kid, den Meisterdieb aus "Detective Connan".
 

Paul

Wertentwender
Sprechprobe
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Kleines Update:

Innerhalb von nur 1 Woche haben wir...

1. die 100er Marke auf Facebook geknackt und
2. auf YouTube knappe 2500 Klicks erhalten.

Das gegebene Feedback war dabei immer positiv. Auch habe ich mich sehr über eine private Nachricht von einem Fan gefreut, der ein wenig Lob aussprechen wollte. Danke! :laechel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Marie

Elfchen
Sprechprobe
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Und vergiss nicht die 45 positiven Bewertungen auf YouTube! Sehr cool - läuft echt super, ich freu mich für dich und alle, die mitgemacht haben. :laechel:

Und Nero, da muss ich auch Paul und Chris zustimmen: Wenn jeder nur das kritisieren könnte, was er selber tatsächlich auch kann oder sogar besser, dann wäre das ziemlich kontraproduktiv. Auch als Nicht-Sprecher hast du doch automatisch Gedanken und Empfindungen dazu im Kopf: Vom simplen "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht", über "ich hätte es mir lieber so gewünscht" bishin zu "wenn es hier etwas mehr und da etwas weniger wäre, wär es super".
Wichtig beim Feedback geben ist - und das gilt generell für alle Kritikgespräche - dass man Formulierungen verwendet wie "Ich finde, dass...", "Aus meiner Sicht..." usw. statt dass man schreibt "Das Hörspiel ist schlecht". Du kannst es großartig, schlecht, toll, spannend oder lustig finden, aber das ist immer deine subjektive Sichtweise. Trotzdem hilft sie den Machern sehr, vor allem, wenn du noch Begründungen dazu lieferst, warum du das Hörspiel so fandest. Damit können die Macher dann auch arbeiten und diese Punkte nächstes Mal verbessern.

Wir haben auch schon mehrere Threads zum Feedbackgeben hier im Forum. Ich muss mal grad schauen, wo die nochmal waren... :lach:
Dann verlinke ich sie mal. :laechel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Bala619

Hoertalker
AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

An sich gibt es zu den bisherigen Kommis nicht viel weiter zusagen: Sind zwar viele Dinge dabei die man schon mal irgendwie hatte, aber die Technik stimmt, die Sprecher machen einen guten Job, und diese Meisterdieb-Stories haben eh immer irgendwie einen Reiz-weiter so.
 

Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Hallo miteinander.

Wayne McLair, das zweite Hörspiel von Paul Burghardt währt ja nun schon zwei Jahre in den Produktionshallen seiner Festplatte. Aber nun, Examen sei Dank, hatte Wayne endlich seine Premiere mit der ersten Folge. Wie es war? Na so:

Das Skript:
Wayne McLair entführt seine Hörer in das späte 19. Jahrhundert. Zumindest scheinbar. Denn in erster Linie ist der Stil mehr an Steampunk angelehnt, als eine Abenteuergeschichte mit historischen Hintergrund. Zwar sind mit Städten, wie London und Paris, sowie die Einrichtungen Scotland Yard und Sûreté als auch Luftschiffe, feste Elemente aus der Zeit. Die Phantasie schlägt aber dort den Bogen, wenn es um die Werkzeuge von Wayne McLair geht. Etwa wie piepende Rauchgranaten. Paul hat seinen Helden mit allerlei Dreistigkeit und Leichtfüßigkeit ausgestattet, die ihn sehr sympatisch machen und auch sehr gut ins 19. Jahrundert einbetten. Besonders, da das Genre bei hoerspielprojekt noch sehr unverbraucht ist.

Bei der Charakterentwicklung ist hingegen ein Herantasten an die Rollen zu fühlen. Während Wayne keinerlei Selbstzweifel plagen bilden die anderen Nebenrollen noch eher ein monotones Charakterbild ab (O'Neal als eingebildeter Chefinspektor, Anderson als herumschreiender Vorgesetzter, Eve als kühles Eis, Riley als unterbemittelter Gehilfe). Interessant bleiben hingegen durch ihre Vielschichtigkeit Adian Quinn und Isabelle Chevalier als auch Slypher. Ich denke mit denen wird es Wayne in seinen nächsten Abenteuern wiederholt zu tun haben.

Rein sprachlich schafft es Wayne sehr gut dem Genre Schritt zu halten. Einzig sind Ausdrücke wie "cool" oder "Scheiße" eher unpassend, stören aber das Gesamtbild nicht erheblich.

Besonderes Augenmerk sollte der Zuhörer beim Epilog haben. Die Andeutung, wie auch die Vorgeschichte mit dem Ring lassen ahnen, dass Wayne nicht unbedingt immer Herr seiner Zügel ist. Es bleibt also spannend.


Sprecher:
Paul spricht die Hauptrolle des Wayne selbst, was auch Sinn macht, da er sich in seiner Geschichte am Besten zu bewegen weiß. Seine leichte Art, Wayne mit Leben zu füllen, geht gut auf. Auch wenn mir die Umschreibungen seines Handelns ein wenig zu umfangreich waren.

Ansonsten bewies Paul bei den anderen Rollen ein gutes Händchen. Slypher mit der Stimme von Christoph Memmert und Marc Schülert als Kevin Riley, sowie Thomas Kramer als Adrian Quinn stachen für mich besonders bei den männlichen Sprechern hervor. Das Übergewicht der Sprecher wurde allerdings durch das Können der Sprecherinnen gut aufgefangen. Vorne dran stach Tanja Niehoff besonders hervor, deren Rolle man ihre Mittel zum Erreichen ihrer Ziele voll abnahm. Jessica von Haeseler als rauhe Barkeeperin mit gutem Herz ging ebenso auf Jennifer Spiekermann als die blutjunge Diebin, die erpicht auf Abenteuer ist. Für Marie war der Auftritt der Eve leider zu kurz. Dennoch kam das Eis, dass Eve versprühte sehr gut an.

Alle anderen haben ebenfalls einen guten Job gemacht. Wenngleich ihre Rollen noch etwas kurz ausfielen. Ich bin gespannt auf mehr.


Abmischung:
Gegenüber Koma ist diese Produktion durchaus weitergekommen. Zwar wird deutlich, dass der Stil nicht allein auf Effekte und dichten Geräuschteppich setzt. Das trifft um so mehr auf die Dialoge und Monologe zu. Dadurch geht der Charme nicht unter. Im Gegenteil. Einziger Wehrmutstropfen ist allerdings, dass die Stimmen selbst nicht immer homogen zu klingen scheinen. Man hört manchmal deutlich die Qualität der Aufnahmen bei den Dialogen. Zum Beispiel in der Bar, wo das Volumen der Stimme, sowie die Hallfahne von Caitlin nicht ganz zu den anderen Stimmen passt. Zu meiner Rolle muss ich sagen, dass sie mir zwar sehr viel Spaß gemacht hat, ich hätte aber tatsächlich nochmal ein bis zwei Takes nachschreien sollen. Ich habe mich selbst nicht mehr verstanden. Erst mit Kopfhörer ging es einigermaßen.

Nichtsdestotrotz bleibt der Spaß nicht auf der Strecke. Das Gesamtkonzept geht sehr gut auf und hinterlässt ein wohliges Gefühl nach dem Hörgenuss. Ich bin gespannt wie leicht die nächsten Teile von der Hand gehen werden. Und vor allem, wie lange es dauert, bis der nächste Teil erscheint.

Musik:
Die Musik von Kevin McLeod schafft mit dem Intro einen sehr guten Einstieg in die Serie. Wenngleich die anderen Stücke nicht unbedingt mit dem Genre konform gehen, betonen sie sehr gut die Szene ohne sich in den Vordergrund zu drücken. Dennoch bleiben musikalische Themen den einzelnen Rollen verwehrt. Ich hätte mir da Erkenungsmelodien für O'Neal, Slypher, Quinn, Molly sowie Isabelle gewünscht, da ihre Rollen die tragenden neben denen von Wayne sind. Hier ist aber auch zu beachten, dass eine solche Musik auch wesentlich mehr Aufwand bedeutet, als fertige Stücke zu verwenden. Vielleicht klappt es ja beim nächstem Mal.

Cover:
Das Cover ist recht gut gelungen und vermitteln sehr gut die Szene, die das Bild darstellen soll. Auch das feixende Gesicht von Wayne, der bei seinem Clou die Visitenkarten (oder anderes :D) verliert stimmen sehr gut auf das Hörspiel ein.


Fazit:
Man muss kein Steampunk-Fan sein, um Wayne zu mögen. Das Hörspiel bedient sich einer Leichtigkeit, die anderen Werken meist verwehrt bleibt und dadurch besonders gut unterhält. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Folgen.


Viele Grüße.
 

IcyJones

Super-Hoertalker
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Ich habe mir nun endlich auch mal Wayne McLair angehört und bedauere, dass ich das nicht schon früher gemacht habe - es waren sehr spaßige 77 Minuten. Die Geschichte war sehr unterhaltsam und die Darstellung der Figuren gut gelungen. Besonders hat mir die Musik gefallen. Sie passt wunderbar. Allerdings fand ich sie stellenweise deutlich lauter als die gesprochenen Stellen, wodurch man ab und an die Lautstärke nachregeln mußte.

Kurz gesagt ein tolles Hörspiel.
 

Mr_Kubi

Der auf den Bus wartet
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Meine kurze Meinung zum Hörspiel nach einmal hören via ipod:
Plot: Zu Beginn des Hörspiels dachte ich das wird so ein vorhersehbarer Arsenne Lupin Abklatsch. Aber nein, der Autor schafft es doch ein eigenes Story Universum zu schaffen, in dem man denkt "ah das kenn ich doch" und dann kommt doch eine andere Wendung. Gefällt mir also sehr gut.

Dialoge: Wirkten für meinen Geschmack in manchen Szenen etwas hölzern - bis unnatürlich. Besonders auffällig in der Ballszene. Hier kriegt Wayne von seiner "Ex" eine Menge erzählt, was er eigentlich alles weiß. Dadurch klang sie zeitweise wie eine außenstehende Erzählerin. Ich verstehe zwar, das der Autor hier versucht für den Hörer die Vergangenheit der Beiden zu erläutern, aber das hätte man auch kürzer und durch Andeutungen erreichen könnne. Und so auch mehr der Phantasie des Hörers überlassen können.

Sprecher: Habe ich nichts zu meckern, für mich klang alles ok.

Cut: Hier gilt dasselbe, fand alles stimmig.

Musik: Sehr schöne Auswahl. Vor allem das Titelthema finde ich richtig klasse. War die eine Musik nicht aus P. Gynt?

Cover: Sehr dynamisch, toll gezeichnet. Das Einzige was mich etwas stört ist die relativ kleine ( auf MP3 Player) und durch den hinterlegten braunen Verlauf schlecht lesbare Folgenschrift " Der Meisterdieb".
Insgesamt: Ein sehr schönes Hörspiel, das ich mir sicher noch einmal anhöre. Und sei es zum Start der Folge 2. :)

Mein Fazit:
5 von 6 Hui Buhs . Super !
 

MetalWarrior

Michael Schreiber
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AW: Wayne McLair - 1 - Der Meisterdieb

Hab gehört und finds gut! :D

Kritik:
Story:
+ Passende Zeit und tolles Umfeld mit interessanten Charakteren, lässt auf mehr Folgen hoffen.
Wobei ich noch nicht erkennen konnte, was an dieser Abenteuer-Geschichte Steampunk ist.
Ich würde das Hörspiel wie die Neuverfilmungen Sherlock Holmes' in Action und Mystery einordnen. Abenteuer triffts natürlich auch. Aber genug des Haarespaltens :D
+ Gewitzte, kurzweilige Unterhaltung
- Wenig Tiefgang. An der Stelle, an der der Brief mit dem Ring ins Spiel kommt, hätte man dem Protargonisten Gefühle einhauchen können. So bleibt er recht eindimensional. Andererseits passt er so vielleicht umso besser in dieses Genre.
- Wie Nero schon schrieb, fehlt es dem Meisterdieb offenbar an Antagonisten in seiner Liga. Der kurzweiligen Unterhaltung tut dies in meinen Ohren keinen Abbruch. Herausforderungen à la Sherlock Holmes vs. Professor Moriati - Arsene Lupine kenn ich noch nicht, Paul *g* - darf man allerdings nicht erwarten.

Musik:
+ Toll gemacht, passt wunderbar!

Sprecher:
Allesamt super Stimmen! Felix gibt nen prima Erzähler ab.
+ Besonders hervorheben will ich Jessica alias Molly. Wie schon als Solveig in Dyrer überzeugt sie auf voller Linie und erweckt mit ihrer Stimme glaubhaft eine Molly, die zumeist stark und hartgesotten wirkt. Der Satz "Verlässt Du London etwa schon wieder" klingt vor diesem Hintergrund da schon unglaublich rührseelig und wehleidig. Super gemacht!
+ Michael Gerdes spielt einen klasse Choleriker.
Paul überzeugt als Wayne McLair insgesamt. Oft spricht er mir oft zu bemüht gestelzt, besonders anfangs, sogar im Gespräch mit Caiti äh. Kate(?) ^^ Später aber scheint der gespielt vornehme Ton lockerer von der Zunge zu kommen. Das überzeugt, klasse gemacht!
Alle anderen Sprecher(innen) sind auch super, ich würd alle erwähnen, wenn ich nicht krank wäre und wieder in Bett müsste ^^

Schnitt, Atmosphäre:
+ Die Atmosphäre kam für mich gut rüber. Dass mit Geräuschen nicht geklotzt wird empfand ich hier nicht als störend. Der Schnitt wirkte konsequent.
- Abzüge gibts beim Hörkomfort: Die unterschiedliche Lautstärke der Takes bzw. Sprecher trübte den Hörgenuss für mich ein wenig.
Die musikalische Untermalung geht für mich zu lang und zu laut einher, so dass ich nicht entspannt der Sprache lauschen konnte. Meist gen Anfang und Ende der Szenen. Z.B. bei "Extrablatt" oder in der Nachtschicht als der Inspektor den Brief verliest; da setzt die Musik schon bei ~1:20 ein, während der Brief leise verlesen wird. Ich hoffe, im nächsten Teil wird Rücksicht auf sensible Ohren genommen - freue mich schon drauf! :D

Cover:
+ WOW, erste Sahne, dickes Lob an den Monsieur Üffes!
 

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