"Padawan sucht Meister" - Referenzen für (Neu-)Cutter?

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Phollux

Robert Kerick
Teammitglied
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daß Dennis und Marco in dieser Richtung schon etwas geplant haben.
Hui...da bin ich mal gespannt! ;)
Auch die Idee mit der Checkliste für Cutter finde ich nicht schlecht. Spätestens wenn man solch einen Prozess mal schwarz auf weiss vor sich liegen hat, macht es die Sache konkreter, plastischer und modularer....
z.B...
- wie baut man sich einen örtlichen Übergang (Innen/Außen, Außen/Innere eines Autos)?
- was ist bei Übergängen nah/fern, fern/nah zu beachten?
- wie baut man Massenszenen auf?
- wie vollzieht sich der Dialogschnitt?
- Szenenaufbau im Mixingprozess...
- uvm...
 

Erdie

Der düstere Herrscher
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@Erdie
Das hatten wir auch schonmal als Experiment ... warst du sogar dran beteiligt ;)

Zeitspiel | HoerTalk.de - Hörspiel-Community
Ja, aber das war nicht das, was ich meine. Da haben die verschiedenen Gruppen einfach dasselbe Skript mit verschiedenen Sprechern vertont.

Was ich meine ist folgendes:

  1. Jemand schreibt ein Skript
  2. Es werden Sprecher gecastet. Alle Sprecher nehmen ihre Takes auf
  3. Ein zuvor ausgewählt Gruppe von Cuttern wird gleichzeitig mit Sprechertakes versorgt, also alle haben exakt die gleichen Takes, mit dem Auftrag daraus etwas zu machen. Interpretation und Musik ist frei.
Die Varianten aller Cutter werden am Tag X gleichzeitig veröffentlich, so dass niemand von dem Werk des anderen "beeinflußt" werden kann.

Wenn man denn möchte, kann man dann einen Contest mit Jury daraus machen. Oder man läßt es so stehen als Demonstration auf welch verschiedene Möglichkeiten ein Skript umgesetzt werden kann.

Also zusammengefaßt: Wirklich vergleichen kann man die Werke nur wenn alle Cutter mit gleichen "Material" arbeiten. Das betriffen vor allem die Takes.
 
Zuletzt bearbeitet:

Marco

Administrator
Teammitglied
Sprechprobe
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Hey, die Idee ist gut! Ein Shorty in multiplen Cutter Varianten. Das muß dann so laufen, dass keiner die Version der anderen vorher hören kann, also alle gleichzeit veröffentlicht werden. Das wäre gleichzeitig Contest und Schulungsobjekt. Da wäre ich dabei.
Oh mann....( musst Du denn alles verraten ;)) da gibt es demnächst ein Wettbewerb hier bei Hörtalk. Geschichte gibt es schon, nur noch die Takes werden eingesprochen, dann geht es los.
Ist schon von langer Hand geplant....Danke an @Frank Hammerschmidt
 

pio

Audio Engineer (BA)
Hui...da bin ich mal gespannt! ;)
Auch die Idee mit der Checkliste für Cutter finde ich nicht schlecht. Spätestens wenn man solch einen Prozess mal schwarz auf weiss vor sich liegen hat, macht es die Sache konkreter, plastischer und modularer....
z.B...
- wie baut man sich einen örtlichen Übergang (Innen/Außen, Außen/Innere eines Autos)?
- was ist bei Übergängen nah/fern, fern/nah zu beachten?
- wie baut man Massenszenen auf?
- wie vollzieht sich der Dialogschnitt?
- Szenenaufbau im Mixingprozess...
- uvm...
Ja, das sind dann die Dinge wo sich die Spreu vom Weizen trennt. All die Dinge die du da anführst haben erheblichen Einfluss auf die Authentizität und Glaubwürdigkeit einer Szene. Allerdings gibt es eine Grezen zwischen Cut/Mix Technik und Künstlerischer Freiheit. Manchmal machen z.B. Filmemacher Dinge aus Technischer Sicht völlig falsch um einen speziellen Effekt bzw. Künstlerischen Ausdruck zu bekommen.
 

Phollux

Robert Kerick
Teammitglied
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Ja, das sind dann die Dinge wo sich die Spreu vom Weizen trennt. All die Dinge die du da anführst haben erheblichen Einfluss auf die Authentizität und Glaubwürdigkeit einer Szene. Allerdings gibt es eine Grezen zwischen Cut/Mix Technik und Künstlerischer Freiheit. Manchmal machen z.B. Filmemacher Dinge aus Technischer Sicht völlig falsch um einen speziellen Effekt bzw. Künstlerischen Ausdruck zu bekommen.
Meinst Du sowas wie den Lensflare-Effekt den J.J.Abrams so gerne benutzt? :D
Doch wo liegt die Grenze zwischen solidem Handwerk und künstlerischer Freiheit? Schwierig... Die Punkte, die ich aufzählte würde ich z.B dem Handwerk zuschreiben.
 

wer.n wilke

wer.n the voice
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Doch wo liegt die Grenze zwischen solidem Handwerk und künstlerischer Freiheit?
... das wäre dann der Schritt vom Kunsthandwerker zum handwerklichen Künstler? - Natürlich: ein Cutter/Regisseur sollte sein Handwerk schon beherrschen. Interessant wirds ja da, wo "Realismus" ins Reich der Phantasie übergeht, und sich gewisser Weise eine eigene Realität schafft. Gutes Beispiel: Ivar Leon Mangers "Monster'83" - da gibt es eine Verknüpfung höchst realistisch gestalteter Szenen - aber spannend wird es da, wo das Monster auftaucht - aus dem Hintergrund: Leise, aber um so bedrohlicher ...
 

ROH

Ryan
Meinst Du sowas wie den Lensflare-Effekt den J.J.Abrams so gerne benutzt? :D
Doch wo liegt die Grenze zwischen solidem Handwerk und künstlerischer Freiheit? Schwierig... Die Punkte, die ich aufzählte würde ich z.B dem Handwerk zuschreiben.
Umsetzung. Deswegen hast du von Leuten die selbst in einer Kunstbranche tätig sind, oftmals andere Sichtweisen zu Produkten als z.B. das Publikum.
Den Gegensatz den du da aufbaust gibt es nur in der Pop-Kunst (damit meine ich reine Unterhaltungs- oder "anspruchslose" Kunst, obwohl die auch nen Anspruch hat), weil es da um Regeln geht die eine maximale finanziellen Erfolg garantieren.
Aber das sind auch eher Leitlinien als Regeln.

Soldies Handwerk gibt es nicht in der Kunst. Wenn es das gäbe würde das jeder machen im Mainstream, weil damit das Geld zu holen wäre.
Was mit "Handwerk" in der Kunst gemeint ist - ist immer Umsetzung. Die ist aber immer abhängig davon, was du erreichen willst.

Also ist solides Handwerk = das was du erreichen willst, wurde umgesetzt.
Das heißt nicht, dass du das Produkt mögen musst.
Nazi-PropagandaFilme sind auch toll umgesetzt. ^^

Künstlerische Freiheit ist das "wie". Wenn es total ungewöhnlich ist - aber funktioniert...

Es kommt halt nur auf die Umsetzung an und wird das erreicht was DU wolltest.
Das verschwimmt gern mal - weil das Publikum eine enttäuschte Erwartungshaltung hat. Nehme StarTrek als Beispiel.
Aber zu sagen - das sei ein Fehler - das kann man zwar meinen - ABER es gibt kein Naturgesetz der Welt - das sagt: Ein LensFlare sei ein Fehler. Das ist ein physikalischer Effekt der gern vermieden wird, aus unterschiedlichen Gründen.
Das heißt aber nicht automatisch, dass es was schlechtes ist.
Wenn jeder Film so wäre - würde man das bei jedem Film erwarten und sich wundern, wenn es nicht kommt...
 

pio

Audio Engineer (BA)
ok, mann kann allerdings Hörspiel nur bedingt vergleichen. Schlechts handweklichen Können kann beim Hörspiel ja dazu führen, dass ein Hörspiel akustisch nicht funktioniert. Im Film wäre dass dann z.B. ein viel zu dunklers Bild. Der Filmemacher will Spannung und Stimmung erzeugen, das Publikum meckert, dass es überhaupt nichts sehen kann. Ein sehr oft gemachter „Fehler“ im Hörspiel ist es z.B. wenn die Soundeffeckte die Dialoge „erdrücken“. Höre ich leider immer wieder, da geht es dann mit dem Cutter durch und du als Hörer musst drei mal zurück spulen um den Dialog zu verstehen.
 

wer.n wilke

wer.n the voice
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Ein sehr oft gemachter „Fehler“ im Hörspiel ist es z.B. wenn die Soundeffeckte die Dialoge „erdrücken“.
Kenn ich. Das Ohr wird ja wohl nach einer gewissen Zeit betriebsblind, bzw -taub. Und wenn man die gesprochenen Textpassagen lange genug gehört hat, kann es sein, dass der Cutter sie auch unter massigen Soundkaskaden noch heraus hört - nur der Hörer rätselt oder schaltet gleich ganz ab.
Nun ist natürlich ein rein handwerklich sauber geschnittenes Hörspiel noch nicht unbedingt auch spannend. "Die Verletzung der Regel bestätigt die Regel" sagte mal ein nicht ganz unbedeutender Dichter - nur sollte man dann die Regel auch beherrschen. Und da fängt die Freiheit der Kunst an.
Geht mir bein Einsprechen ja nicht anders: manchmal setze ich - bewusst - eher ungewöhnliche Betonungen/Pausen/Stimmvariationen, um den Sinn eines gesprochenen Satzes hervor zu heben; und der Hörer bleibt aufmerksam. Nur, das ist wie mit dem Salz in der Suppe: zu wenig macht sie fad - zuviel verdirbt sie.
 

7klang

Musikus (semiprof.)/ Komponist/ MusikFX
Die Kunstfreiheit ist ein Grundrecht, das dem Schutz künstlerischer Ausdrucksformen dient. In Deutschland ist es in Art. 5 Absatz 3 des Grundgesetzes verankert.

Ich sehe das so, dass du zuerst dein Handwerk erlernen solltest, bevor du daraus einen eigen Stil entwickeln kannst.... alles andere macht (für mich) keinen Sinn und würde die gestaltende Kunst unterbewerten.

...aber ich glaube, so langsam könnte man hierraus einen eigenständigen Thread erstellen
;)
 

Erdie

Der düstere Herrscher
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Ich stell mit gerade eine Rachmaninoff Klavierkonzert vor mit einem Pianisten, der sein Handwerk nicht beherrscht *grusel* - nur mal so zu Thema: "Solides Handwerk gibt es nicht in der Kunst .."
 

Grissom

Super-Hoertalker
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Meiner Meinung nach geht die Entwicklung von Handwerk und Kunst parallel einher. Und je mehr ich mich in meinem Falle z.B. mit dem professionellen Schlagzeug spielen auseinander setze, desto mehr habe ich den Eindruck, dass ich weiß, dass ich nichts weiß. Durch das intensive Auseinandersetzen mit einer Materie, wird natürlich der Blickwinkel stark erweitert und dadurch erkennt man, wie vielschichtig und komplex, all das ist. Das hat allerdings den Vorteil, dass man, weil man ein Leben lang an seinem Handwerk und an seiner Kunst arbeiten muss, immer wieder mit spannenden Aufgaben konfrontiert wird und man die Dinge, um die man gerungen hat, deutlich mehr schätzt, als wenn sie einem nur so zugeflogen wären.
 

Heavy

Schnitter (Sony Vegas PRO 17)
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Was meint ihr denn So? Ist es sinnvoll eine Qualifikation - mir fällt kein besseres Wort ein - für Cutter zu haben?
 

SeGreeeen

Never Resting Spirit
Was meint ihr denn So? Ist es sinnvoll eine Qualifikation - mir fällt kein besseres Wort ein - für Cutter zu haben?
Im Beruf ja, hier meiner Meinung nach nicht. Wenn es nicht funktioniert, bekommt der Cutter im Hörtalk doch von den Testhörern eine entsprechende Rückmeldung, und bessert so lange nach, bis es passt. Das ist dann auch gleich der Lernprozess. Man braucht als Autor bei uns ja auch keine Qualifikation.
 

Erdie

Der düstere Herrscher
Sprechprobe
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Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass: Ohne Handwerk keine Kunst.

Denn Kunst ist per Definition etwas besonderes, was nicht alle können. Sogenannte nur auf einer Idee basierende Kunstwerke sind im Prinzip nur Zufallsprodukte.
Kunst muß man sich erarbeiten. Mal mehr, mal weniger. Die Befriedigung eines Künstlers über Anerkennungs - Feedback (man nennt es auch Applaus) aus dem Publikum ist auch eine Bestätigung für die Früchte der vorherigen Arbeit des Künstlers, die dort reingesteckt wurde. Allerdings spielen noch weitere Dinge eine Rolle, sonst wäre das Spalten ein Holzhaufens auch eine Kunst. Ist es aber nur bedingt.
 
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