Gruselkabinett – 148. Im Labyrinth der großen Pyramide

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Poldi

Super-Hoertalker
Gruselkabinett – 148. Im Labyrinth der großen Pyramide



Paul Forsythe steht kurz vor der Hochzeit mit seiner Verlobten Evelyn, als diese eher zufällig eine wertvolle Schatulle in seinem Hausstand entdeckt. Auch die darin enthaltenen Samenkörner wecken schnell die Aufmerksamkeit der jungen Frau. Doch Paul warnt sie eindringlich vor dem Inhalt, was Evelyn zunächst abtut – bis sie von der Herkunft des antiken Stücks erfährt...

Durch die zumeist in sich abgeschlossenen Geschichten, die im Gruselkabinett von Titania Medien erzählt werden, gibt es nur selten wiederkehrende Charaktere und auch immer wieder neue Settings, mit denen die Folgen spielen. Die 148. Episode greift wie nur wenige seiner Vorgänger Themen aus dem alten Ägypten auf, entführt den Zuhörer im ersten Abschnitt in die tiefen einer Pyramide und sorgt so direkt für einen sehr eindringlichen Reiz. Die klaustrophobischen Momente, die Weiten des Labyrinths, die Tücken, die darin lauern, die sehr unheimlichen Vorgänge, um aus dieser wieder zu entkommen – die erste Hälfte lebt von dieser intensiven Stimmung. Äußerst gelungen ist dabei die geschickte Erzählweise, in der Paul zwar von den lange zurückliegenden Ereignissen berichtet, dabei aber noch immer sehr viele Dialoge eingebunden sind, wirkt sehr nahbar und lebendig. Einige sehr gelungene, aber nicht zu heftig inszenierte Schockmomente und einige übernatürliche Elemente sind ein sehr gelungener Start, doch auch der zweite Teil kann sich hören lassen. Die Szenerie entspannt sich zwar zunächst scheinbar etwas, dennoch schwebt über allem ein nicht zu greifender Grusel. Wie sich dieser dann schließlich äußert, lässt sich zwar vorausahnen, was dem Ganzen aber nichts von seinem gut durchdachten Schrecken nimmt. Dramatische Ereignisse und eine sehr gelungene Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart sorgen für ein nicht minder eindringliches Finale, sodass eine sehr starke Episode der Reihe entstanden ist.

Pascal Breuer ist in der Hauptrolle des Paul Forsythe zu hören und bestreitet so neben Dialogen auch einige Erzählpassagen, beides ist im äußerst gut gelungen, der Charakter des mutigen Mannes kommt dabei sehr gut zur Geltung, auch den Spannungsbogen der Folge zeichnet er geschickt nach. Fabienne Hesse steht ihm als Evelyn zur Seite und liefert eine ebenso starke Leistung ab, sehr genau fühlt sie sich in die einzelnen Szenen ein und füllt diese mit Leben. Horst Naumann spricht Professor Niles mit seiner markanten Stimme, die die Szenen in der Pyramide sehr greifbar wirken lässt. Weitere Sprecher sind Valentin Stroh, Dirk Petrick und Benedikt Weber.

Das Team von Titania Medien hat hier wieder die perfekte akustische Untermalung für die Folge geschaffen und punktet dabei mit einer dynamisch wirkenden Gestaltung. Mal sind nur ein paar leichte Halleffekte der Stimmen zu hören, mal schleicht sich eine leise Melodie ein oder sind im Hintergrund passende Geräusche zu hören, dann wieder wird die Inszenierung deutlich lauter und betont so die besonders markanten Stellen der Handlung.

Das Cover sticht aus der bisherigen Galerie etwas heraus, die Abwechslung gefällt mir in diesem Fall aber auch ausnehmend gut. Die junge Priesterin, in typisch altägyptische Gewänder gehüllt und vor einigen rituellen Gegenständen kniend, wird von goldenem Licht beleuchtet, was auch den Hintergrund mit den aufwendigen Hieroglyphen gut betont.

Fazit: „Im Labyrinth der großen Pyramide“ greift die Einschläge von ägyptischen Schauergeschichten geschickt auf und verwebt zwei verschiedene Erzählebenen sehr gelungen miteinander. Die daraus resultierende Stimmung ist dicht und packend, aber immer sehr stilvoll gehalten. Sowohl die lebendige Erzählweise als auch die einnehmende Akustik haben mir hier sehr zugesagt.

VÖ: 31. Mai 2019
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 9783785759486
 

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