Die Sache mit den abstrakten Sounds

Luscinia

Weltenwandlerin
Sprechprobe
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Hi,

ich weiß nicht, ob der Thread in dieses Unterforum passt (Meine Güte, irgendwann wird das meine Signatur), aber probieren geht über studieren, Fragen kostet nichts außer Kopf und Kragen und... Na ja, lassen wir das. :p
Ich stecke gerade mitten in einem Skript, dessen Geschichte von zwei blinden Menschen erzählt wird. In einer der beiden point of views laufen Menschen mit Blindenlangstöcken durch einen Raum... Und mein Gehirn so: WTF?
Da dieses Geräusch wahrscheinlich ziemlich oft vorkommt, habe ich mich so im Stillen gefragt, wie das Geräusch eines Blindenstocks eigentlich klingt. Und obwohl ich fast jeden Tag damit zu tun habe... HABE ICH KEINE AHNUNG! :eek:
Also natürlich weiß ich, wie es sich anhört, aber nicht, wie ich es beschreiben soll.
Sollte das Hörspiel in die Produktion gehen, würde ich euch das Geräusch also gerne zur Verfügung stellen.
"Holzkugel rollt über den Boden, kann aber auch aus Eisen oder Plastik bestehen und eigentlich rollt sie auch nicht, sondern pendelt... irgendwie" ist, glaube ich, nicht sooooo aufschlussreich. :D
Deswegen frage ich mich, wie mache ich das am Besten?
Sollte ich den Sound auch in einer neutralen Umgebung aufnehmen oder kann ich einfach so über verschiedene Oberflächen laufen, ohne mir über Dinge wie den Verkehrslärm im Freien Gedanken zu machen? Sollte ich das Geräusch "raumfüllend" aufnehmen oder reicht "S: off" beim Zoom H2N völlig aus?
Oder stehe ich total auf dem Holzweg, der aber auch aus Eisen und Plastik - ARRRGH, mein Gehirn besteht heute aus Seifenblasen. ^^

Liebe Grüße,

Luscinia
 

PeBu34

Der Forumsperfektionist
@Luscinia "Tascam" ist - wie dein Zoom - ein Fieldrecorder, nur von einer anderen Firma. Die sind genau für solche Aufnahmen gemacht. Du könntest also auch versuchen, dein Zoom irgendwie am unteren Ende des Stockes zu befestigen und damit über verschiedene Bodenbeläge laufen.

Im Hörspiel musst du aber nicht immer das Originalgeräusch nehmen. Die Hörer müssen nur wissen, dass du hier das Geräusch eines Blindenstockes meinst!:)
Wenn das mit dem Blindenstock nicht klappt, greif in die Trickkiste, nimm irgendeinen anderen Stock und tappe damit irgendwo herum. :) (Zur Not füllst du z.B eine flache Wanne mit Kies oder anderen Matrieralien und stocherst darin, im Rhythmus der Schritte, herum.) oder du suchst im Internet nach freien Geräuschen, die von Blindenstöcken gemacht wurden. Du kannst dich z.B. bei Freesound - Freesound, Free Sounds Library | Free Sound Effects Download oder Geräusche und Sounds zum download - salamisound.de umhören. Und wenn du in eine Suchmaschine "Soundbibliotheken" eingibst, findest du noch eine ganze Menge mehr. Du musst nur darauf achten, unter welcher Lizenz die Sounds stehen. Soviel ich weiß am Besten CC 0 oder CC 3.0 - letzteres verwenden wir für unsere Hörspiele.

Liebe Grüße von
Peter :)
 
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Ani

Die Frau im Schrank :D
Teammitglied
Sprechprobe
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Also, erstmal finde ich es klasse, dass du dir als Autorin die Gedanken machst, wie man etwas soundtechnisch darstellen und wie es stimmig mit der Story verwoben werden kann.
Als Cutter hätte ich mich jetzt nicht daran gestört, wenn da halt steht, dass das Geräusch eines Blindenstocks zu hören sein soll. Ich würde dann recherchieren, wie klingt das eigentlich und zum Beispiel sowas finden:
Da kann man zumindest hören, wie sowas klingt und dann entweder einen passenden Sound finden oder ihn nachstellen.

Wenn du natürlich selbst entsprechende Sounds liefern kannst, ist das Luxus Service, über den sich jeder Cutter freut! Jedoch nur, wenn du den Sound irgendwie möglichst raumhallfrei aufnehmen kannst. Das ist auch mein Hauptproblem bei vielen freesound Sounds, die bringen öfter mal mehr Raum oder Atmo mit, als man möchte ;)

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Lieber Gruß und weiterhin frohes Schaffen!
Ani
 

Luscinia

Weltenwandlerin
Sprechprobe
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@PeBu34 Hm... Freesound ist ganz cool, aber wie @Ani schon schrieb, sind die Geräusche dort sehr störungslastig. Ich habe neulich nach einem Eulengeräusch für YouTube gesucht und u.a. einen Sound gefunden, der so klang, als säße die arme Eule auf einer Autobahnbrücke. :eek:
Eine Wanne mit Kies könnte ich vielleicht auch noch auftreiben... Das Problem mit den Blindenstöcken ist, dass die ein sehr charakteristisches Geräusch machen und als ich vorhin etwas rumrecherchiert habe, habe ich nichts Passendes gefunden..
 
Zuletzt bearbeitet:

PeBu34

Der Forumsperfektionist
Schade, dass du bisher nichts passendes gefunden hast! :)
Das Problem mit den Blindenstöcken ist, dass die ein sehr charakteristisches Geräusch machen
Was das "charakteristische Geräusch" angeht: Wenn du dich davon etwas lösen könntest, könntest du dein eigenes "Blindenstockgeräusch" für Hörspiele erfinden. ;)

Denk nur mal - wenn du das kennst - an das Geräusch, das für Pfeile in den Robin Hood Filmen verwendet wird oder an das, für Schwertkämpfe in Ritterfilmen. Diese Geräusche haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun, aber die Zuschauer/Hörer verbinden damit genau das, was die Macher sich vorgestellt haben. Hier mal ein Ausschnitt aus einer neuen Fassung von Robin Hood mit mehreren Pfeilgeräuschen als Beispiel.

Am Ende machst du das natürlich, wie es dir gefällt! Mein Vorschlag ist nur eine Idee! :)
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
Hai @Luscinia!

DAS nenne ich mal eine Herausforderung :)

Da das Geräusch des auf dem Boden "laufenden" (sagt man das so?) Blindenlangstocks recht leise ist, wird die Aufnahme alles andere als einfach.

Einen Fieldrekorder an den Langstock zu binden funktioniert so lange und gut, bis wir das "Körperschall" Problem treffen. Das ist, wenn der Rekorder mechanischer Bestandteil des aufzunehmenden Mediums ist, hier als an den Langstock gebunden wird. Nun könnte man einen Hochpassfilter einsetzen und alles unterhalb der "Rumpelfrequenzen" wegfiltern.
Doch was ist, wenn sich das als integraler Bestandteil des aufzunehmenden Geräusches herausstellt?

Es ist also etwas Kreativität gefragt:
Zunächst würde ich, um das Geräusch besser kennen zu lernen einfach mal den Fieldrekorder auf den Boden stellen und ein paar Mal mit dem Blindenlangstock daran vorbei gehen, bzw. das einem "Profi" überlassen, damit es realistisch wird.
Dann hört man sich das Geräusch mal sehr genau an. Welche Frequenzanteile hat es, ist es gleichmäßig, hat es große Dynamiksprünge etc.
Bei diesem Experiment haben wir den sog. "Dopplereffekt" im Weg. Das kennt man vom Martinshorn von Polizeri, Feuerwerhr und Rettungsdiensten. Die Frequenz wird höher, wenn das Fahrzeug auf mich zu kommt und nimmt ab, wenn es von mir wegfährt.
Wie schlimm ist das hier, wie wirkt sich das aus? Ist es überhaupt relevant?
Also "Fledermausohren" gespitzt und genau hingehört.

Jetzt haben wir uns auf das Geräusch eingehört, unser Gehör kann es aus den vielen, vielen Geräuschen herausfiltern. Das ist eine unglaubliche Fähigkeit unseres Gehörs!

Damit wir den Dopplereffekt loswerden, wird Aufwand nötig. Wir müssen parallel zum Kopf des Langstocks laufen und die Geräusche bei unterschiedlichen Untergründen aufnehmen. Mit einem stark gerichteten Mikrofon, mit einer sog. "Keule" oder auch Superniere genannten Charakteristik. Damit kann man wie mit einer "akustischen Lupe" ein Geräusch sehr stark herausstellen.
Jetzt hat nicht jede/r hier ein Schoeps CMIT 5 im Schrank liegen. (~ 2.000 €) Man könnte sich auch ein AKG C398 leihen oder ein Rode NTG 2 bzw 5 oder ein Sennheiser MKE 600. So etwas kann man leihen, aber gerade sind die Verleiher nicht so recht ansprechbar. (Keiner da in Kana da)

Also nehmen wir was wir haben: Einen Field-Rekorder und damit gehen wir so nah ran wie möglich, wobei ich gut 10 cm Abstand halten würde, um ein bißchen Atmo und damit Lebendigkeit dazu zu bekommen.
Dazu sollte die begleitende Person diesen Rekorder an einen Besenstiel oder ähnliches befestigen, ihn fest in den Griff nehmen und möglichst die Griffposition NICHT ändern während der Aufnahme. (Rumpelt sonst wie Hölle)
Wenn man die Schrittgeräusche der begleitenden Person auch auf den Aufnahmen hört, schlage ich zwei Dinge vor: Gleichschritt (zwo, drei, vier!) und/oder schalldämpfendes, weiches Material unter die Schuhe binden. Ein paar alte Sofa-Kissen oder ähnliches. Und schön die Füße heben, sonst hört man Schleifgeräusche oder man folgt schnell der Schwerkraft Richtung Boden. ;) Oder gar beides. ;)

Das ist alles wirklich spannend und wenn man bedenkt, was für einen Aufwand man manchmal treiben muß, um an gute Aufnahmen zu kommen ...

Aber vielleicht noch ein weiterer Gedanke:
Wie hört es sich eigentlich aus der Position einer blinden Person an, mit dem Langstock irgendwo lang zu gehen? "Wie klingt eigentlich ...?" mal aus der Position der Personen, die diese Geräusche hören. Ja, das Taktile ist sicherlich die größere Informationsquelle, aber ist der akustische Teil unbedeutend?

Wir Sehenden beziehen ca. 80% unserer Informationen aus den visuellen Eindrücken, aber deswegen sind die akustischen Informationen nicht unwichtig. Wir können uns bei absoluter Dunkelheit über unser Gehör im Gleichgewicht halten!
Wir hatten mal bei einem Musical am Anfang folgendes Problem (wir reden hier über Broadway-Tänzer*innen!!!): Das Start-Ensemble geht im Schein von ein, zwei blauen Scheinwerfern hinter dem geschlossenen Vorhang auf die Bühne und nimmt seine Startpositionen ein. Das hat viele Jahre problemlos geklappt, bis das "In-Ear Monitoring" kam. Jetzt wo das Licht ausgeschaltet wurde und die Tänzer*innen auf der dunklen Bühne nur noch das ganz leise Rauschen der In-Ear Empfänger hörten, dauerte es ein paar Sekunden, bis die ersten das Gleichgewicht verloren und umfielen.
Es hat ein paar Tage gedauert, bis wir die Ursache verstanden und die Lösung gefunden hatten.
Wir haben einfach auf jede Seite der Bühne ein paar (gute Kondensator-) Mikrofone aufgestellt und sie nur in die "In-Ears" gemischt. Schon fiel keiner mehr um.
Also, Akustik ist auch für Sehende sehr viel wichtiger, als man gemeinhin glaubt!

Es würde mich sehr freuen, wenn Du uns an Deiner "akustischen Reise" teilhaben lassen würdest. Ich denke, wir können viel lernen.
 

Luscinia

Weltenwandlerin
Sprechprobe
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@Spirit328 Ich fühle mich erschlagen. :eek: Also mir war schon klar, dass es kompliziert wird, das Geräusch richtig einzufangen, aber ich fürchte, da fehlt mir das nötige
Know-how.
Da fällt mir ein: Ich habe vor Monaten einen Audioblog auf meinem Kanal hochgeladen, in dem ich mit dem Langstock durch unser Wohngebiet laufe. Das gibt es auch nochmal in Videoform, aber die reine Audio wäre für diesen Thread vermutlich besser geeignet.
Deswegen: Darf ich euch den Link hier reinstellen? Die Aufnahme selbst wäre wegen der Hintergrundakustik absolut ungeeignet, aber dann könntet ihr das Geräusch wenigstens kurz kennenlernen und dann... ähm... sehen wir weiter. ^^
 

PeBu34

Der Forumsperfektionist
@Spirit328 Wäre es da nicht einfacher, in die "Trickkiste der Geräuschemacher" zu greifen? :)

@Luscinia Was mir grade einfällt: Ist das Geräusch denn so wichtig? Wenn bekannt ist, dass bestimmte Personen blind sind, gehen die meisten Sehenden m.E. automatisch davon aus, dass sie sich mit einem Stock orientieren - oder wahlweise einen Blindenhund haben. Und um das ganz klar zu machen, könnte in einem Dialog - bevor sie z.B. die Wohnung verlässt/verlassen - einmal ein Satz kommen, wie: "Moment, ich nehm noch schnell meinen Stock!" Ist zwar nicht die eleganteste Lösung, aber vielleicht die Einfachste. :) (Einmal müsste reichen, weil dann für den Rest des Stückes klar ist: "Jetzt redet wieder die/der Blinde.")

Ich hatte ein ähnliches Problem bei einer Geschichte mit einem Rollstuhlfahrer. Das Rollen der Räder ließ sich einfach nicht realistisch darstellen. Ich hab mich, weil er sich in der Geschichte sehr viel bewegt, letztlich entschieden die Geschichte als Hörbuch umzusetzen. Das musst du natürlich nicht. Wie gesagt: Ein Satz in einem Dialog könnte reichen. :)

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
@Luscinia !

Sorry, wenn ich Dich mit meinen Vorschlägen überrollt habe. War nicht meine Absicht, aber ich sah die Aufgabe so klar vor mir und habe einfach meine Gedanken reingetippt. Merkt man mir an, daß ich dafür eine gewisse Passion habe? ;) ;) ;)

Wahrscheinlich ist das alles VIEL einfacher als ich es beschrieben habe. Zumal ich versuche alles möglichst präzise zu erklären, um Mistverstehnixe auszuschließen. Das braucht halt ein paar mehr Worte. Sennheiser Ambeo Smart Headset: Amazon.de: Elektronik

Nach ein paar Suchen in den einschlägigen Portalen bin ich bisher nur auf völlig unbrauchbare Aufnahmen von Langstock auf Untergrund gestoßen. Entweder labert da jemand im Hintergrund in einer Sprache die ich nicht verstehe, dann fährt ein Auto vorbei und alles ist verzerrt oder oder oder.

Das führt mich zu dem Gedanken, daß es vielleicht mal ein Portal oder eine Abteilung in solchen Portalen braucht, um "ungewöhnliche Geräusche" aufzunehmen und anzubieten. Bis zu diesem Thread habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie sich ein Langstock auf Asphalt oder Gehwegplattten anhört. Einfach mangels Gelegenheit. Ich habe es höchstwahrscheinlich schon mal gehört, aber nicht bewußt. Das geht sicherlich sehr vielen Menschen so. Hingegen ich weiß, welche Geräusche Rollstühle machen. Noch aus meine Zivi-Zeiten. Da sind wir mal 24 Stunden in einem Rollstuhl durchs Leben gerollt. Nicht erst seit dem, aber seit dem bestimmt noch mehr habe ich tiefen Respekt davor wie Mitmenschen ihr Leben in einem Rollstuhl meistern, die KEINE Chance haben nach 24 Stunden wieder aufzustehen und zu laufen. Es hat mich sehr demütig gemacht.
Aber an die Geräusche erinnere ich mich noch sehr genau und kann Peter nur zustimmen, daß es alles andere als einfach ist das vernünftig einzufangen.
Wäre aber mal eine echte Herausforderung. :D

Wie auch die Langstock Aufnahmen. Wahrscheinlich ist es nur halb so kompliziert, wie ich mir das vorstelle. Mir fehlt da offen gestanden der notwendige Erfahrungshorizont. Aber es spricht überhaupt nichts dagegen (zumindest aus tontechnischer Sicht) den Field Rekorder einfach mal an den Langstock zu befestigen und es zu probieren. Ob das ein sicheres Vorankommen beeinträchtigt, kann ich nicht ermessen. Da müssen die Profis ran.
Oder einfach mal den Field Rekorder an eine Rollstuhl außen, auf die Reifen gerichtet, befestigen und losrollen. Dann hören wir ja was passiert. :D

Gerade für sehende Personen könnte es mal sehr spannend sein, eine Zeitlang mal die Welt mit den Sinnen einer blinden Person zu erleben. Ich könnte mir vorstellen, daß man das in binaural und einem Sennheiser Ambeo Smartheadset sehr gut vorstellen. Das müßte gut funktionieren und klingt sehr realistisch. Zumindest wenn WIR die Pandemie besiegt haben und wieder "normal" leben können.
 

Luscinia

Weltenwandlerin
Sprechprobe
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@Spirit328 Ich kann euch ja mal als Vergleich meinen erwähnten Audioblog verlinken.
So schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, ist die Atmosphäre im Hintergrund gar nicht. :eek: Ab 1:28 hört ihr den Stock ohne Geplapper auf der Straße...
Nur: Ich selbst könnte die Aufnahmen wahrscheinlich nicht so gut hinkriegen wie ihr. Dafür sind meine Field recordings nicht - ähm - nichtlaienhaft genug. :D
Würde denn einer von euch diese Herausforderung freiwillig annehmen? Mich würde wirklich interessieren, was ihr daraus macht und vielleicht kann ich Field-recording-technisch noch was lernen.
@Delay Bei Freesound stellt sich halt die Frage nach der Lizenz... Die Geräusche mit CC0 sind meistens zu verrauscht.
 

Delay

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So wie man es bei 1:28 hört ist doch super. Das ist klanglich doch perfekt für Hörspiele. Also einfach mal durch die Gegend tingeln, dabei aufnehmen und fertig. Würde da jetzt keine Wissenschaft drauß machen, ich bin mir ziemlich sicher das jeder Cutter hier damit wunderbar arbeiten könnte.
 

Delay

Well-known member
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Blindenstöcke scheinen auch bei kommerziellen Webseiten bei denen man Soundlibrarys oder einzelne Soundeffekte kaufen kann echt sehr rar gesät.
Eine richtige Sound-Marktlücke!
 

Spirit328

Dem Raumhall sein Tod!
Teammitglied
High @Luscinia !

Das klingt doch schon ganz gut. Ich habe einen sehr guten Eindruck bekommen und kann mir das schon sehr viel besser vorstellen.

Das Ganze mit binaural aufbereitet und das trägt bestimmt für ein bessres Verständnis für Blinde bei.

Das Hoppeln, Klappern des Langstocks auf dem Boden geht mir persönlich gelegentlich ein bißchen im Rauschen unter. Da sollte noch mehr gehen, finde ich, dann hast Du die Gestaltungsfreiheit und kannst dieses Geräusch mehr oder weniger laut machen, wie Du es brauchst. Bei dieser Aufnahme sind die Möglichkeiten ein wenig eingeschränkt.
Versuch doch einfach mal den Field-Rekorder (H2n wenn ich nicht irre) an einen zweiten Stock oder Besenstiel (ohne Bürste) zu binden, Kopfhörer (nur einseitig, sonst Ärger mit der StVo!) auf und los geht's.
Also, wenn das für Dich machbar ist. ;)

Aber für einen Einstieg ins Thema ist Dein Beitrag wirklich grandios.
Vielen Dank dafür!
 

Luscinia

Weltenwandlerin
Sprechprobe
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@Delay Echt? :eek: Okay, dann habe ich wohl wirklich ein Soundloch gefunden.
@Spirit328 Ich weiß nicht, ob wir Besenstile ohne "Bürste" haben, aber einen zweiten Langstock hätte ich.
Jetzt ist mein H2N (Du liegst übrigens goldrichtig) auch nochmal anders eingestellt - Die Aufnahme war vom 04.05.2020, da hatte ich von Tuten und Blasen noch weniger Ahnung als heute. :D
Ich mach mir das jetzt mal zum Projekt. Im Moment sind zu viele Leute draußen und es herrscht der berühmtberüchtigte Todfeind der Field recordings (Stichwort Feierabendverkehr), aber sobald es hier etwas ruhiger ist, erstelle ich eine kleine Langstock-Library. Oder... versuche es zumindest. :D
Was meinst du nochmal mit binaural?
 

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