Der Hexer von Salem – 2. Tyrann aus der Tiefe

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Poldi

Super-Hoertalker
Der Hexer von Salem – 2. Tyrann aus der Tiefe



Bei seiner Reise durch Schottland wird die Reisegruppe um Craven von einem offenbar geistig verwirrten Mann angegriffen, der behauptet, dass sie für den Tod seines Freundes verantwortlich zu sein. Craven ist von seiner Aufrichtigkeit überzeugt, zumal der Mann einen Beweis für den Tod seines Freundes bei sich hat - einen grausigen Beweis...

„Der Hexer“ nach dem Roman des bekannten deutschen Fantasy-Autoren Wolfgang Hohlbein geht bei Lindenblatt mit der zweiten Episode „Tyrann aus der Tiefe“ weiter, wobei eng an die Ereignisse des ersten Teils angeknüpft wird. Die erste Szene präsentiert dem Hörer aber erst einmal eine gänzlich andere Szenerie, die mit ihrer unheilvollen und bedrohlichen Stimmung aber sehr atmosphärisch in die Handlung des zweiten Teils startet - und die natürlich noch eine wichtige Rolle in der Handlung spielt und Weichen stellt, die gegen Ende noch einmal für eine unerwartete Nuance sorgt. Danach werden vorrangig die Geschehnisse um Robert Craven erzählt, die sich stetig weiterentwickeln und den jungen Hexer in allerlei unheimliche Situationen versetzt. Die einzelnen Stationen seiner Reise und die mächtige Bedrohung seiner Feinde kommen jedoch immer sehr gut zur Geltung, da sich das Hörspiel durchaus die Zeit nimmt, einen Moment einzuhalten und eine dichte Stimmung aufkommt - mal leise und unheimlich, mal laut und actionreich. Dafür sorgen auch die Perspektivwechsel, in denen andere Charaktere im Fokus stehen und der Handlung weitere Facetten hinzufügt. Das wirkt dynamisch und gleicht einige recht lange Dialoge gekonnt aus. Toll auch, dass die Figur des Craven weiter beleuchtet wird, seine Familiengeschichte und die Entwicklung seiner Fähigkeiten. Die Anleihen an den Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft sind unverkennbar, gehen aber eher von der Stimmung und den Hintergründen aus, die Handlung ist sehr individuell und eigenständig.

Roderick Andara hat zwar keine allzu große Rolle in dieser Episode, wird von Stefan Wilkening aber gekonnt in Szene gesetzt. Er verleiht der Figur eine machtvolle und geheimnisumwitterte Aura, wobei er seine Stimme kraftvoll einsetzt. Kapitän Bannermann wird von Manfred Erdmann gesprochen, der seiner Stimme zahlreiche Facetten verleiht und so auf die bedrohlichen Stimmungen der Folge gekonnt einsetzt und dabei immer sehr authentisch klingt. Als Priscylla ist Katharina von Daake zu hören, die ihre helle Stimme gekonnt nutzt, um die verschüchterte Angst, aber auch den sanften Witz der Figur sehr gut zur Geltung kommt. Weitere Sprecher sind Peter Weis, Claus Vester und Peter Groeger.

Akustisch ist eine sehr imposante und eindringliche Umsetzung gelungen, die mit vielen gelungenen Details überzeugt. So ist die Geräuschkulisse vielfältig und passt sich flexibel an die unterschiedlichen Szenerien an, die Musik ist stimmig umgesetzt, besonders ist es aber auch ein sehr gelungener Verzerreffekt einer Stimme, der seiner Szene eine sehr unheimliche Ausstrahlung verleiht.

Die düsteren, kalten Farben des Covers treffen den Ausdruck der Folge mit ihrer kraftvollen Ausstrahlung sehr genau – zumal auch das Motiv mit der angedeuteten riesigen Seeschlange und der nächtlichen Szenerie sehr ansprechend geraten ist. Neben den hübsch aufbereiteten Informationen zu den Mitwirkenden gibt es auch eine kleine Erinnerung an drei Sprecher, die in den letzten Jahren von uns gegangen sind.

Fazit: Wieder ist die Stimmung der Serie sehr intensiv und packend, die bedrohliche Szenerie baut sich immer weiter auf und fügt viele neue Facetten hinzu. Die Handlung entwickelt sich stetig weiter und ist sehr unterhaltsam erzählt, zumal sich der Schrecken immer weiter offenbart und mit überraschenden Wendungen überzeugt. Eine weitere hörenswerte Episode, die mir sehr gut gefallen hat.

VÖ: 27. September 2019
Label: Lindenblatt
Bestellnummer: 9783962823368
 

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