Pinky

Die Neue
Ich kenne das Gefühl. Alles alldenkliche passiert auf einmal und man weis nicht was man noch machen kann. Man ist nervlich und mit seinen Kräften einfach am Ende Es muss nicht immer schlimm sein, aber zu viel ist zu viel.
Ich sage an solchen Tagen einfach immer Hakuna Mata und Klinke mich mal für ein paar Minuten aus. Gehe mit dem Hund. Dass hilft oft und man bekommt den Kopf frei. Nicht nach denken einfach laufen, wenn man will schreit man all seine Gefühle raus oder setzt sich einfach auf eine Bank und denkt nach oder weint. Alles was hilft. Ein Tipp von mir an solchen Tagen; gehe raus, entspanne dich und esse so viel Süßigkeiten bis dir schlecht wird und trinke den Lieblings Heißgetränk.

Hakuna Matata 😊🤗
 

Luscinia

Spricht alles - Vom Kind bis zum Psycho!
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Oje, wo soll ich anfangen? :eek:
1. Mich hat letzte Woche das böse C erwischt und ich bin mittlerweile wieder negativ (Es war zum Glück ein kurzer, milder Verlauf), habe aber immer noch Kreislaufbeschwerden. Das geht mir schon mal definitiv gewaltig auf den Keks.
2. Meine elektrische Zahnbürste hat aus unerfindlichen Gründen ihren Job hingeschmissen. Wenigstens hatten wir noch einen ungenutzten Ersatz. Manchmal glaube ich, ich hab auch einen Seraphiel.
3. Ich muss mal schauen, ob ich es morgen und nächste Woche schaffe, mich auf Annalena die Eule zu Wort zu melden, kann aber nichts versprechen. Vielleicht schaffe ich wenigstens ein neues Fibi-Update mit Video. :) Dafür habe ich die kreative Zwangspause für mich nutzen können, um meine Schreibblockade zu überwinden. Es geht also weiter. :) Und der Prolog ist soooooo kurz vor fertig. Wirklich nur noch SO kurz.
 

Melle Teich

Spricht, schreibt, schnippselt, wortwitzt
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Ich habe mal wieder eine Bibliotheks-Anekdote für euch!

Anruf bei mir an der Infotheke.

"Wissens, bei Büchern, die mir gut gefallen, mach ich mir so gern Notizen an die Ränder. Jetzt sind das bei einem Buch so viele geworden, dass ich keine Lust hab, die alle wieder weg zu radieren. Ich kann Ihnen doch auch einfach ein anderes Buch vorbei bringen, und das behalten?"

- "Äh... [sammelt sich] grundsätzlich sollen Sie eigentlich gar nichts in unsere Bücher schreiben. Selbst wenn sie es nachher ausradieren, das beschädigt doch das Papier. Da würd ich Sie bitten, das zukünftig zu unterlassen!"

"Hahaha, ja, das ist dann wohl ein Lernmoment für uns. Dann bring ich Ihnen halt ein anderes."

- "Nein, das wird ein Ersatzfall, da kaufen Sie bitte dasselbe Buch, das Sie jetzt beschädigt haben, und dann wird das von uns eingearbeitet. Das ist recht aufwändig und dauert eine Weile, daher nochmal die eindringliche Bitte, dass Sie das zukünftig vermeiden."

"Nagut, dann halt so. Schreib ich in Zukunft weniger rein. Ach, und als Bibliothek, bekommen Sie da Nachlass im Buchhandel?"

- [unterdrückt einen Schrei der Fassungslosigkeit] "Ja, wir als Bibliothek bekommen Nachlass, aber für Schaden, den Sie verursachen, haften Sie privat, da können Sie das nicht geltend machen."

"Ach, das ist ja ärgerlich."

Ja. Ist es.
WTF??
 

Luscinia

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@Melle Teich Haha, da kriegt man doch die Schuhe nicht mehr zu. :D Mir ist neulich etwas Ähnliches passiert.
"Sag mal, du hast doch gemeint, du wärst blind. Stimmt das?"
"Jap, stimmt genau. Seit meinem ersten Lebensjahr dank einer Hirnblutung und einem Hydrocephalus (= Wasserkopf). Wieso?"
"Echt? Krass. Dann kannst du ja gar nicht Auto fahren!"
"Äh... Also ich KÖNNTE schon, aber da würden so ziemlich alle auf der Autobahn höchstwahrscheinlich der "Schlag" treffen. ;) "
"Oh..."
(Auszug aus einer Online-Dating-Unterhaltung)
 

Melle Teich

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Oh, was für eine wunderbar schlagfertige Antwort, da bin ich dir direkt neidisch!!
 

Luscinia

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@Melle Teich Haha, sie hat schlagfertig gesagt...
Mal kurz Spaß beiseite, gerade wenn man (wie ich) schlechte Erfahrungen in (potentiellen) Beziehungen gemacht hat, braucht man unbedingt ein Repertoire an humorvollen Kontrasprüchen.
 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Musiker
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"Echt? Krass. Dann kannst du ja gar nicht Auto fahren!" So eine Antwort ist krass...die Welt ist voller hirnentleerter Menschen.
 

Luscinia

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@pio Ja, als wäre Auto fahren die Essenz des Lebens oder so. :D Aber noch viel, viel schlimmer finde ich es, wenn in der dritten Person mit mir geredet wird oder mich grundsätzlich herablassend behandelt.
 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Musiker
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Ist ja gefühlt in Deutschland ein bekanntes Problem. Sobald jemand im Rollstuhl sitzt, blind ist oder was auch immer wird reflexartig mit der Begleitperson (wenn es denn eine gibt) gesprochen. Ich habe eine ganze Zeit im Dialog im Dunkeln in Hamburg gearbeitet. Daher kenn ich solche "Geschichten" zu mass.
 

Spirit328

Noch 4 Stunden bis zum IHW 2022!
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... ich möchte hier aber auch mal eine Lanze für die "Nicht-Behinderten" brechen.

Viele fühlen sich hilflos und mit der Situation überfordert. Darf man eine blinde Person direkt ansprechen? Darf man eine Person im Rollstuhl länger als 2,4821 Sekunden anschauen?

In meiner Zeit als Zuvieldienstleistender (20 ! Monate) habe ich einer großen Behinderten-Werkstatt in Köln gearbeitet. DAS war sehr lehrreich für mich.
Und ja, sehr viele Behinderte mögen es, wenn sie als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft wahr- und angenommen werden. Doch dazu braucht es ein bißchen guten Willen auf beiden Seiten, etwas mehr Übung miteinander und ein gerüttelt Maß Verständnis.

In meiner Gruppe hatte ich alle Arten von Behinderten. Spastiker, Gehörlose, körperlich wie geistig oder auch mehrfach Behinderte. Am Anfang war ich damit VÖLLIG überfordert. Doch nach ein paar Wochen ging es immer besser. So habe ich ein paar Brocken Gebärdensprache gelernt, kann mit Authisten viel besser umgehen und spreche blinde oder sehbehinderte Menschen an, wenn ich den Eindruck habe, daß sie eventuell Hilfe gebrauchen könnten. Wie alle anderen Menschen auch. Ob es die gebrechliche alte Frau ist, der der Haustürschlüssel aus der Manteltasche gefallen ist und sie ihn nicht aufheben kann, dem Rollstuhlfahrer, für den die Stufe vor der Apotheke zu hoch ist, um alleine hoch zu kommen oder die blinde Frau, die versucht einen Hauseingang zu finden, aber in einer offenen Garage steht.
Viele Mitmenschen sagen danach "Also ne, das könnte ich nicht!" - Doch können sie, wenn sie sich bewußt machen würden, daß es Mitmenschen sind, die halt auch mal Hilfe brauchen. Wenn man an der Behinderung "vorbeisehen" gelernt hat, ist es nicht schwieriger oder einfacher, sondern einfach eine Einstellung auch diesen Mitmenschen unvoreingenommen Hilfe anzubieten.
Ach ja, das für mich Wichtige ist, daß ich Hilfe anbiete. - Wie bei allen Mitmenschen auch. :)
 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Musiker
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Man sollte mit Menschen mit Behinderungen einfach wie mit andere Menschen umgehen, nur an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. In Deutschland wird dieses Thema nur leider immer weggeschwiegen, genauso wie das Thema Sterben und Tod. Und ein guter Tipp ist es einfach mit Menschen zu reden. OK, bei Menchen mit Gehörlosigkeit ist das etwas schwerer. Auf einen Menschen mit Herzinfarkt Hintergrund wird ja auch Rücksicht genommen. Aber DAS gilt in Deutschland ja nicht als "Behinderung" ;-)
 

Luscinia

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@Spirit328 Das mit der Verunsicherung verstehe ich zwar, aber @pio hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Gleiche gilt aber leider auch für "unsichtbare Einschränkungen" wie psychische Krankheiten und darüber könnte ich jetzt einen seitenlangen Roman schreiben, aber eigentlich wollte ich gar nicet so weit abschweifen. Sollte einer von euch weiter darüber sprechen wollen, schreibt mir gerne eine PN. :)
 
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