Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

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Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
Hallo,

aus dem Regiethread aus "Die Fahrt" habe ich mal die Audio-Tutorials herausgekramt. Sie beziehen sich ein wenig auf das Hörspiel (ohne darauf inhaltlich einzugehen) und auf Samplitude im Allgemeinen. Letztendlich kann man sie aber auf beliebige Programme anwenden:

Ich habe mich zudem mal hingesetzt und ein Audio-Tutorial für Cutter bezüglich der Abmischung erstellt. Hier sind vier Kapitel vorgesehen. Im Prinzip kann man das aber auch beliebig erweitern. Hier die Kapitel

Es gibt vier Kapitel:

I. Aufbau einer Geräuschkulisse
 


II. Ambiente und aktive Sounds
 

III. Panning und Lautstärke
 

IV. Effekte
 
Hierzu eine Anmerkung: Der Einsatz der VST-Plugins hat sich um SIR erweitert. Damit lassen sich Impulsdateien über eine Spur legen, um den Raumhall so wiederzugeben, wie er bei der Aufnahme des Impulses war. SIR ist ebenso kostenlos wie Glaceverb.


Viel Spaß beim Hören.


Bis dann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr_Kubi

Der auf den Bus wartet
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Ich ziehe meinen Hut...Geiles und sehr instruktives Tutorial

Alle Daumen hoch! ;I
 

Diabsi

Helmut Buschbeck
Sprechprobe
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AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Hallo Jeln, so eine aufschlussreiche Zusammenfassung hilfreicher Informatonen findet man nicht so schnell wieder. Dafür ein Dankeschön, weil es gerade für mich Hinweise sind, die ich bei meinen kleinen Beiträgen sehr gut gebrauchen kann.
Nette Grüsse Diabsi
 

joe adder

Karsten Sommer
Sprechprobe
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AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Wieder sehr gut und auesserst informativ. Und auch sehr schoen eingesprochen! :D Vielen Dank JP!! https://www.hoer-talk.de/upload/up/blumen-1286567189.gif
 

treborknarf

~ treborknarf ~
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Jeln,
ich finde das super, dass Du das anbietest, Dir all diese Zeit nimmst und Mühe machst und überhaupt!!! All Dein Wissen und Können auf so eine hilfreiche, sympathische Art zur Verfügung stellst: wirklich großartig! Vielen Dank dafür und bitte - weiter so!
 

topracer

Frederic Jacob
Sprechprobe
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AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Auch hier: Super Tutorial, toll umgesetzt und gesprochen und sehr informativ! :laechel: Weiter so!
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Wow! Hut ab! Was Du da für Arbeit und Wissen reingesteckt hast ist enorm. Respekt!

Hast Du Dir das inhaltlich alles selbst erarbeitet? Es gab viele interessante Dinge zu erfahren. Auch die Umsetzung ist Dir super gelungen. Witzig und flott erklärt.

So ein Tutorial hört man gern und es kommt auf jeden Fall was rüber.

:thumbsup:
 
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Auch hier wieder klasse erklärt, sachlich, präzise und doch sympathisch! Super gemacht alles drin!
 

TBS-47-AUDIOCLUB

Super-Hoertalker
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Tja...

ich muß gestehen: Ich wollte zunächst hierzu nix schreiben. Doch nachdem ich die begeisterten Kritiken gelesen habe, bin ich neugierig geworden u. habe mir dann doch die Audioproben angehört.

Kurz und gut: Jetzt weiß ich, warum hier so eine Begeisterung herrscht... Klasse gemacht Michael !!!

Gruß, Euer Gunther
 

Mrs. Pepperoni

Member of Insalata Mista
Sprechprobe
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AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Wow, Jeln, du stellst ja wirklich eine Supersache nach der anderen hier 'rein. Dein Wissen allein ist ja schon beeindruckend, aber wie du das aufbereitet hast u. dazu die lockere u. witzige Präsentation, dass selbst ein absoluter Anfänger wie ich den roten Faden nicht verliert, wirklich klasse.:thumbsup:

Für mich ist immer wieder faszinierend, dass sich scheinbar komplizierte Sachen bei näherer Betrachtung auf einen ganz einfachen Nenner bringen lassen: Ein Maler muss zunächst ein guter Betrachter sein u. ein Cutter vor allem ein aufmerksamer Hörer. Wenn man also seine Sinne nicht schärft, nutzt einem die beste Technik nichts. Das finde ich irgendwie beruhigend.:)
 

Jeln Pueskas

Michael Gerdes
Teammitglied
AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

Hi.

Danke für das viele tolle Feedback. Das motiviert natürlich für mehr. Leider ist das ja immer auch eine Zeitfrage, weshalb sich auch anbieten würde, dass mehrere Cutter mit einsteigen. Die beiden Beispiele zeigen, dass es eigentlich nicht so viel sein muss. Es entlastet aber ein wenig. In der Cutterschule zu "Die Fahrt" hat es auch viel Eigeninitiative im Ausprobieren gegeben. Davon lebt das Ganze natürlich auch.

In dieser Hinsicht wäre es toll, wenn es Leute gibt, die mitmachen möchten. Das Beste daran: Kein Zwang, keine Termine. Einfach nur spontane Postings in Dingen, von denen man meint, dass sie den anderen helfen können.

Was meint ihr?

Bis dann.
 

Marc Schülert

Sprecher & Cutter
Sprechprobe
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AW: Cutterschule (Beispiel): Wie schneidet man ein Hörspiel

also gut, lieber jeln! dann folge ich mal deinem aufruf... ich finde es nämlich wirklich toll, wie anschaulich, bzw. anhörlich du dieses thema aufbereitet hast.

ich möchte gern etwas vertiefender auf das angleichen der stimmen eingehen. bei unserer dezentralen aufnahme ist das einer der wichtigsten punkte!
dazu muss zunächst gesagt werden, dass ein jeder sprecher vorab seine eigenen takes auf störenden raumhall oder nebengräusche (brummen, sirren, rauschen) überprüfen sollte. dies lässt sich vor allem am besten (in relativ hoher lautstärke) über kopfhörer überprüfen. viele lautsprecher, insbesonder pc- oder laptop-lautsprecher geben solche feinen nebengeräusche nicht oder kaum hörbar wieder.

der cutter sollte nun das ansonsten unbehandelte signal durch eine reihe von klangregelungen schicken, bei deren reihenfolge ich jetzt nicht den stein der weisen in händen halten will, die sich aber für meine zwecke stets bewährt hat. diese wäre:
-zunächst alle takes "normalisieren", damit sich alle sprecher in sachen pegel auf einem niveau befinden. es folgen:
-gate
-kompressor
-limiter
-EQ
-exciter
-de-esser

kurz zur erklärung:
ein gate sorgt dafür, dass ab einem gewissen pegel kein signal mehr hindurch kommt und somit stille herrscht. man kann ein gate also so einstellen, dass wirklich nur die stimme zu hören ist und alles vor und nach dem gesprochenen ausgemerzt wird. aber achtung: bei atmern kommt es vor, das ein schlecht eingestelltes gate den atmer auf unnatürliche weise abschneidet, bzw. das gate erst spät aufmacht. da muss man also ein bisschen am sogenannten threshold fummeln, um die richtige einstellung zu finden.

ein kompressor sorgt dafür, dass leisere signale in ihrer lautstärke angehoben werden. ein guter kompressor ist das A und O für den satten sound einer stimme. seine einstellung ist wahrscheinlich auch eines der schwierigsten themen und bedarf einer menge erfahrung/übung. letzteres aber macht bekanntlich erst den meister.

der limiter sorgt dafür, dass zu laute signale auf ein bestimmtes (gewünschtes) level runtergedrückt werden, ohne dass man beim hören das gefühl hat, das signal wird einfach nur leiser. der limiter ist so etwas wie das gegenstück zum kompressor. beide zusammen bilden für mich so etwas wie eine einheit.

der EQ ist ebenfalls sehr wichtig, weil man mit ihm vor allem störende frequenzen herausfiltern kann. diese sind bei der stimme unterhalb von 75hz komplett herauszunehmen. bei den meisten mikros gibt es dafür auch schon einen absenk-schalter.
im groben lässt sich sagen, dass man bei 120hz noch etwa 3db rausnehmen kann, ebenfalls zwischen 920 und 1200hz. das ist aber von der stimme abhängig. gut macht sich immer, wenn man bei etwa 6000 - 7000 hz noch 1 db anhebt und ab ca. 10000 - 20000 hz mit einem sogenannten "kuhschwanz" nochmal so zwischen 1,5 und 3db anhebt. das hängt aber auch von der aufnahme-quali des sprechers ab.

der exciter ist ein bisschen so was wie ein zauberwerkzeug, denn er frischt das ganze nochmal ordentlich auf. ABER: den exciter muss man so einstellen, dass man ihn im A/B-vergleich eher nur spürt als hört. wenn man ihn nämlich hören kann, hat man den bogen bereits überspannt und die stimme beginnt unnatürlich zu klingen. unter anderem sorgen der kompressor zusammen mit dem exciter auch für diese wunderbaren seidigen obertöne, bei denen man das gefühl hat, sich in der kehle des geschehens zu befinden.

den de-esser benutze ich persönlich immer relativ spärlich, da man bei falscher einstellung den/die sprecher/in schnell zum lispeln bringt. der einsatz des de-essers ist ebenfalls immer stark von der gelieferten aufnahme-qualität und der stimme an sich abhängig.

als eine kleine unterstützung des oben erwähnten möchte ich euch eine nette seite ans herz legen, mit deren hilfe ihr gute erfahrungen machen werdet:
http://www.bws-tonstudio.ch/tontechnik.htm
sie zielt zwar eher auf musikalische aufnahmen ab, aber eigentlich lässt sich davon auch fast alles auf unsere sprachaufnahmen anwenden.

viel spaß beim rumprobieren und den dabei entstehenden "ah-jetzt-ja"-erlebnissen!!!
 
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